Upcycling macht Spaß!

Der Waldgarten ist immer für eine Überraschung gut. Man entdeckt viele Pflanzen und Gegenstände, die in der Neugestaltung mit integriert werden. Besonders Gefäße, die für neue Pflanzenarragements ihr Nutzen finden. Mir macht das Upcycling total Spaß und bilden dadurch einen einzigartigen Charakter, den es kein zweites Mal gibt.

Ein vergessener Blumenkasten hat eine neue Bepflanzung und einen neuen Platz erhalten! Das Beet, welches zu sehen ist, wurde im letzten Jahr mit attraktiven Stauden augepeppt.

Die Gefäße sind alt, aber das macht gar nichts. Das macht das Upcycling ja aus. Vielleicht erzählen uns diese Gefäße eine Geschichte zu dem Waldgarten. Ich kann mir gut vorstellen, dass zum Beispiel die Zinkwanne zum Abwaschen genutzt oder in den braunen Steinkrügen Lebensmittel aufbewahrt wurden. Jetzt bekommen sie neues Leben eingehaucht.

Ein schöner, verzierter Eimer.

Als ich die Zinkwanne in diesem Jahr endeckt habe, war ich überrascht, dass dort eine schöne, gelbe Lilie zum Vorscheinen kam. Ich kann mir sehr gut vorstellen, dass diese Wanne schon mal zum Bepflanzen verwendet wurde. Mit frischer Erde und neuen Stauden zauberte ich die tolle Zinkwanne zu neuem Glanz. Ein alter Topf wurde zum Gestell umfunktioniert.

Die gelbe Lilie in Kombination mit Astillbe und Salvie.

Bei jedem Besuch im Waldgarten erfreue ich mich über die Zinkwanne.

An der Waldhütte ist ein Klettergestell auf der linken Seite vom Eingang befestigt. Es ist komplett in Vergessenheit geraten, was ich wirklich schade fand. Nach einer kurzen Überlegung war mir klar, dass es sich sehr gut für Kletterpflanzen eignet, ohne die Wand der Waldhütte zu schädigen. Ich mochte schon immer den Wilden Wein. Es musste Wilder Wein her. Denn Wald und Wilder Wein passen wunderbar zusammen. Der breitere Blumenkasten, auch in einer anderen Ecke gefunden, ist ideal für die Kultivierung vom Wilden Wein.

Das Klettergestell wurde an der Holzwand befestigt. Der Wilde Wein kann ohne Schwierigkeiten dran hochwachsen.

Na klar, müssen die neugebildeten Ranken immer wieder um das Klettergestell gewickelt werden. Ein kleiner Aufwand mit großer Wirkung. Attraktive Gestaltung im Eingangsbereich.

Viele der vorhanden Gefäße wurden bereits als Pflanzgefäße genutzt oder sind sogar welche. Durch eine pflanzliche Neugestaltung haben sie ein Comeback erlebt.

Ich finde bei jedem Besuch im Waldgarten neue Gefäße, zum Beispiel Mauererkübel oder einen alten Schnellkochtopf. Das ist total spannend! Sofort kommen mir ein Duzend neue Ideen, wie ich diese Gefäße nutzen kann.

Upcycling macht total Spaß! Probiert es selber mal aus. Eure Sandra

Wald und Natur pur…mehr geht nicht!

Wald und Natur sind gerade meine Entspannung vom Alltag. Die Waldhütte mit dem Garten ist zu einer Art Ruhepool geworden. Jede Vogelstimme und das Rascheln der Bäume bringen Ruhe und ich kann gut abschalten vom Alltag.

Auch der Anblick der Aller ist ein weiterer Bonus, warum ich diesen Ort so lieb gewonnen habe. Natürlich macht ein Waldgrundstück Arbeit, aber ich schaffe mir und meiner kleinen Familie ein Wohlfühlort. Damit wir aus der Stadt schnell mal rauskommen.

Gemütliche Stunden am Grill gehören für uns fest dazu. Alleine der Geruch von Tannzapfen und Holzkohle ist einzigartig. Man vergisst den Alltag und fühlt sich immer wieder im Urlaub.

Unsere kleine Feuerstelle.

Der Waldgarten selbst, ist ein einzige Überraschung. Man entdeckt so viele Sträucher und Pflanzen, dass glaubt man gar nicht. Nachdem ich das eine Beet vor der Waldhütte so langsam wieder in Schwung bringe, hab ich tatsächlich eine weiße Bauernhortensie und ein versteckten Sedum entdeckt. Völlig begeistert, wie die Pflanzen mit dem vorhanden Waldboden klar kommen.

Letztes Jahr hab ich mich mit dem Thema beschäftigt, welche Stauden passen zum Wald und Natur. Die Waldaster war eine von ihnen und leider hat sie noch nicht geblüht im letzten Jahr. Endlich fängt sie an zu Blühen und es passt super.

Egal, ob man im Waldgarten sich beschäftigt oder in der Natur, man ist an der frischen Luft und kann alles genießen. Ein Gefühl von Freiheit! Ich brauche diese Art von Freiheit, um den Kopf frei zu bekommen. Natur und Wald gehört zu meinem Leben dazu und das Schöne ist, meine kleine Familie erlebt es auch. Eure Sandra

Comeback des Betongefäßes.

Im hinteren Bereich des Waldgartens befindet sich ein großes Betongefäß, welches mich von Beginn begeistert hat. Mir sind auf Anhieb tausend Ideen, wie man ihn Bepflanzen kann und so besser in Szene zu setzen. Eine Weide zierte die Mitte und unten war Platz für pflanzliche Ergänzungen. Einfach perfekt.

So sah das Betongefäß nach meiner ersten Unterbepflanzung aus. Ausdrucksstarke Blütenfarben.

Leider hat die Weide den Winter nicht überstanden. Sie war sehr schön und hat ein sehr schönes Grundgerüst des Betongefäßes gebildet. Irgendwie symbolisch für die Neugestaltung des Waldgartens. 

Nur Chaos im Betongefäß. Wild halt. Der Farn ist sehr kräftig im Wuchs und wurde natürlich mit integriert.

Natürlich hab ich mir im Vorfeld bereits einige Gedanken gemacht, wie man das Betongefäß wieder optimal in das Gesamtbild des Waldgartens integrieren kann. Meine erste Idee war, mit einjährigen Sommerblumen Farbe ins Spiel zu bringen, aber das spiegelt irgendwie nicht den Charakter des Waldgartens wieder. Es muss zusammen passen, Wald und Pflanzen!

Wie der Zufall will, ist mir die optimale Idee nach der ersten Übernachtung in der Waldhütte gekommen. Heimische Wildstauden sind gerade Topaktuell und sie gehören garantiert in einen Garten im Wald. So war sofort klar, in das Betongefäß gehören heimische Wildstauden.

Nach einigen Recherchen bin ich fündig geworden. Ab in die Baumschule und einige heimische Wildstauden in den Einkaufswagen. Ich war sehr begeistert und konnte es fast nicht erwarten sie in das Betongefäß zu pflanzen.

Die heimischen Wildstauden haben ihren Platz gefunden.

Das Pflanzen der Wildstauden hat mir sehr viel Spaß gemacht. Es zeigt mir, dass mit langsamen Schritten ein Waldgarten zu unsere Wohlfühloase werden kann.

Ein Waldgarten braucht Zeit und man genießt die kleinen Veränderungen. Eure Sandra

Es geht los….Im Waldgarten!

In den letzten Tagen war das Wetter nicht besonders freundlich zu uns Gärtner. Meine Stimmung war demnach auch nicht sonderlich in Gärtnerlaune. Ich wollte endlich das Projekt Waldgarten starten. Ideen und Pläne sind ja bereits in Arbeit und demnach sollten Taten folgen.

Nach so einer langen Winterpause war ich ziemlich neugierig, wie der Waldgarten ihn überstanden hat. Wetter sonnig warm, nichts wie raus zum Waldgarten an der Aller. Der erste Eindruck war doch ziemlich positiv. Die Stauden, dich im letzten Jahr vereinzelt in die vorhanden Beete gepflanzt habe, sind wieder zum Vorscheinen gekommen. Ich habe mich mega darüber gefreut.

Na klar, die Beete brauchen wieder ein wenig Pflege. Aber es ist schön zu sehen,  dass eine Art Grundstruktur vorhanden ist. Sie müssen aus ihrem Dornröschenschlaf aufgeweckt werden.

Eine neue Sommerbepflanzung ist dringend erforderlich, um Farbe und gute Laune in den Wald zu bringen. Den ersten Schritt wollte ich gleich bei meiner ersten Inspektion ausführen. Dabei dachte ich vorzugsweise an die Blumenkästen und die drei Steine. Die Bepflanzung sollte ähnlich gestaltet sein,  wie in der letzten Sommersaison. Denn damit hab ich sehr gute Erfahrungen gemacht.  Geranien, Dahlien, Fuchsie und der Klassiker Tagetes standen auf dem Zettel. Alles in fröhlichen Farben, so mein Plan.

Ich denke, dass ich ihn ganz gut umgesetzt habe. Natürlich ist noch nicht alles in Sommerlaune. Aber ein kleiner Anfang ist gemacht. Einfache Dinge zu verändern ist in den meisten Fällen ein Anfang. Wenn das Wetter weiter uns so reich an Sonne beschenkt, kann es weiter gehen.

So ein neues Gartenprojekt braucht seine Zeit und ich freue mich drauf und bin gespannt auf diese Herausforderung. Eure Sandra