Gehölzkunde: Lavendelheide (Pieris japonica)

Die Lavendelheide (Pieris japonica) ist ein attraktives Gehölz, welches ab Ende März uns seine Blütenrispen zeigt. Sie wächst auf meiner Terrasse schon jahrelang und ich habe sie von der Vorbesitzerin übernommen. In dieser Größe und ihrer Schönheit hab ich die Lavendelheide noch nie gesehen. Von Beginn an, war ich fasziniert und sie gibt der Terrasse das gewisse etwas.

Die Lavendelheide (Pieris japonica) wird auch Schattenglöckchen genannt, welches vermutlich Bezug auf ihren Standort ist. Wer einen schönen, attraktiven Rhododendron-Begleiter sucht, liegt bei der Lavendelheide vollkommen richtig. Beiden blühenden Gehölze stellen die gleichen Ansprüche an Standort und Boden und die Blüten bilden ein optisches Highlight in jeder Schattenecke! Aber nicht nur im Beet fühlt sich die Lavendelheide (Pieris japonica) wohl, sie eignet sich auch zur Kultivierung in einem Kübel!

Ihre Pflanzenfamilie sind die Heidekrautgewächse (Ericaceae).

Wuchs:

Die Lavendelheide (Pieris japonica) zählt zu den Laubgehölzen und ist ein attraktiver Kleinstrauch. Er kann eine Größe von 100-300cm erreichen. Das hängt von der jeweiligen Sorte der Lavendelheide ab. Unsere Lavendelheide (Pieris japonica) hat ungefähr eine Größe von 1,70m. Das Wachstum ist aufrecht locker und die Äste sind alle verzweigt. Optisch sieht es sehr ordentlich aus, aber sobald es windig wird, wirkt es wild. Das mag ich gerne. Die Lavendelheide (Pieris japonica) ist ein langsam wachsendes Gehölz und dadurch ist eine Kultivierung im Kübel gut möglich. Eine Besonderheit fällt bei der Rinde der einzelnen Triebe auf. Die Rinde der älteren Zweige und Äste haben einen rötlichen Ton, während die jungen Triebe einen grün Ton zeigen. Mir selber ist es noch nicht aufgefallen.

Blätter und Blüten:

Die Blätter der Lavendelheide (Pieris japonica) sind immergrün. Das sie immergrün ist, steigert die Attraktivität der Lavendelheide (Pieris japonica) . Ich finde es im Winter immer schön, dass die grünen Laubblätter in der Sonne glitzern. Ihre Anordnung an den Zweige und Ästen ist wechselständig und das kann man nach der Blüte gut erkennen. Die Laubblätter sind sind lanzzettlich geformt und am Ende der Triebe sind sie quirlartig angeordnet.

Erst die Blüten machen die Lavendelheide (Pieris japonica) zu einem zauberhaften Kleinstrauch. Die maiglöckchenartigen Blüten sind cremweiß oder rosa. Das ist sortenabhängig, welche Blütenfarbe die Lavendelheide hat. Ab März fängt die 12cm lange, locker überhängende Rispe an zu blühen. Die Blühzeit dauert über mehrere Wochen. Welches ein weiterer Vorteil sich eine Lavendelheide (Pieris japonica) ins Beet oder in den Kübel zu pflanzen.

Standortansprüche:

Am Liebsten mag die Lavendelheide (Pieris japonica) einen halbschattigen und geschützten Platz. Ein Standort unter hohen Bäumen findet sie besonders ideal. Dort kann sie geschützt wachsen und ist im Halbschatten. Niedrige Sorten der Lavendelheide (Pieris japonica) können wie bereit erwähnt im Kübel kultiviert werden. Hier auch den halbschattigen Standort beachten! Sonnige Standorte im Winter und trockne Sommer mag die Lavendelheide (Pieris japonica) überhaupt nicht. Es kann zu Schädigung der Blätter kommen!

Der Boden sollte locker und humusreich sein. Dabei drauf achten, dass er Kalkfrei ist. Denn die Lavendelheide (Pieris japonica) mag kein Kalk! Der pH-Wert des Bodens sollte um die 5 liegen, sauer. Wer es genau wissen möchte, kann einen pH-Wert-Test aus dem Gartencenter machen.

Bei der Pflanzung im Kübel wird empfohlen, Rhododendron-Erde zu verwenden. Die hat einen pH-Wert um 5, sauer und hat alle Voraussetzungen für ein erfolgreiches Wachstum der Lavendelheidel (Pieris japonica).

Pflanzung:

Die Lavendelheide (Pieris japonica) wird ausschließlich im Frühjahr (ab März) gepflanzt. Natürlich kann sie auch im Herbst gepflanzt werden, aber achtet hier auf die Temperaturen wegen Nachtfrösten! Bei dichten Böden unbedingt vor der Pflanzung den Boden lockern und mit Rhododendronerde verbessern oder falls es nötig ist, austauschen. Nach der Pflanzung werden im Wurzelbereich Hornspäne verteilt . Damit der Boden nicht austrocknet alles mit Rindenmulch abdecken, so bleibt der Boden feucht.

Pflege:

Dieser wunderschöne Kleinstrauch ist sehr pflegeleicht. Daher eignet er sich hervorragend für Gartenneulinge. Ich wässere ihn gleichmäßig bei anhaltender Trockenheit und das war es auch schon an Pflege. Nach der Blüte erst entferne ich vertrocknete Äste. Aber ein großer Rückschnitt ist bei der Lavendelheide (Pieris japonica) nicht nötig.

So ein toller Kleinstrauch! Ich kann ihn euch von Herzen empfehlen, ihn im Garten oder in einem Kübel zu pflanzen. Ihr habt das ganze Jahr ein attraktives Gehölz. Im Frühjahr sind die maiglöckchenartigen Blüten das Highlight und den Rest des Jahres seine immergrünen Laubblätter!

Eure Sandra

Gehölzkunde: Glanzmispel (Photinia)

In der Gartenfachrichtung Baumschule ist mein eigenes Fachwissen nicht groß, aber ich lerne gerne! Als ich im letzten Jahr den Bereich Baumschule in einem Gartencenter betreut habe, lernte ich die Glanzmispel (Photinia) kennen. Ich war sofort von ihrem Aussehen, ihrer Verwendung, sowie ihren Wuchs angetan. Manchmal will der Zufall es so, dass mein Papa sie ebenfalls für die eine Ecke im Garten entdeckt hat. Wir beide haben fast den selben Geschmack bei der Auswahl der Pflanzen/Gehölze.

Wissenswertes:

Die Glanzmispel (Photinia) gehört zur Familie der Rosengewächse (Rosaceae). Der immergrüne Strauch wächst aufrecht und büchig und kann eine Höhe bis zu 6 Meter erreichen. Es gibt eine Vielzahl an Sorten, wobei die bekannteste Sorte ‚Red Robin‘ ist. Diese Sorte entdecke ich am häufigsten in den Gartencenter.

Ihre Blätter sind elliptisch schmal und verkehrt herum eher eiförmig. Die Blattfarbe ist glänzend grün, so mein persönliches empfinden.

Im April bis Mai erscheinen weiße Blüten, die den Bienen und anderen Insekten als Nahrungsquelle zur Verfügung stehen. Ich selber hab leider die Blüte der Glanzmispel noch nicht gesehen.

Besonders dekorativ sind die roten/ kupferbraunen Jungtriebe, die zum Spätsommer/ Herbst zum Vorscheinen kommen. Wenn die Sonne, diese Jungtriebe anstrahlt, wirkt das rot nochmals intensiver.

Pflanzung:

Über das ganze Jahr kann die Glanzmispel in einen sandigen-lehmigen Boden gepflanzt werden. Aus meiner eigenen Erfahrung würde ich das zeitige Frühjahr, sowie im Spätsommer/ Frühherbst empfehlen! Da es noch nicht zu heiß und der Boden aufgewärmt ist. So kann die Glanzmispel ohne Hitzestress anwachsen und sich an ihre Gegebenheiten anpassen.

Nach der Pflanzung ist es wichtig,  dass regelmäßig und reichhaltig gegossen wird, mindestens für 2 Wochen. 

Pflege:

Schnitt: Der Rück-oder Formschnitt sollte erst nach den Eisheiligen erfolgen. Wenn der Schnitt vor den Eisheiligen durchgeführt wird, kann die Gefahr bestehen,  dass es zu Spätfrostschäden kommen kann. Ich würde nur die Äste entfernen,  die zu lang oder abgestorben sind.

Düngung: Von April bis Anfang September könnt ihr einmal die Woche einen Flüssigdünger anwenden. Oder ihr arbeitet in den Boden im Frühjahr einen speziellen Langzeitdünger ein. Wichtig nach dem Einsatz vom Langzeitdünger ordentlich wässern!

Sonstige Pflege: Ab und zu abgestorbene Blätter und Äste entfernen. Beim Gießen darauf achten, dass nicht über die Blätter gewässert wird. Gefahr Pilzkrankheiten!

Verwendung:

Dir Glanzmispel kann vielseitig verwendet werden. Bekannt ist sie als Heckenpflanze. Aber auch als Solitärpflanze erfreut sie sich eine enorme Beliebtheit. Man kann sie auch in entsprechenden Kübel pflanzen und sie als Sichtschutz auf der Terrasse/ Balkon stellen. Sie dient auch als Bienenweide, sowie als Vogelnährpflanze.

So ein vielseitiges Gehölz! Eure Sandra

Die blühenden Gehölze für Bienen und Co. im Winter!

Blüten im Winter? Klingt irgendwie komisch. Aber es gibt Gehölze, die zeigen im Winter erst ihre Blüten und erst später dann ihre Blätter. Die winterlichen Blüten sind unterschiedlich schön und geben jeden Garten einen schönen farbigen Akzent. Von Gelb bis hin zum zarten Rosa!

Der Winterjasmin!

Der Winterjasmin ist ein winterliches Highlight im Garten. Besonders durch seine gelbe Blüten leuchtet es im Garten an einem roten Gestell und geben einen ordentlichen farblichen Kontrast. Ein wahrer Hingucker in dieser Jahreszeit. Die Blüten sind nicht gefüllt, wodurch es eine kleine Nahrungsquelle für die Insekten bildet. Was auch im Winter sehr wichtig ist.

Zaubernuss, ein Feuerwerk!

Die Blüte der Zaubernuss setzt einen atemberaubenden Akzent. Ihre Blüte sieht aus, wie ein kleines Feuerwerk. Am besten gefällt mir die Blüte bestehend aus Rot und Gelb. Sie passt sehr gut in den Winter. Wie bereits der Winterjasmin ist auch die Zaubernuss eine wichtige Nahrungsquelle für Bienen und Insekten.

Die Zaubernuss (Foto im Gartencenter Villmann in Hannover- Engelbostel entstanden)

Der bekannte Viburnum!

Eine bekanntes Wintergehölz ist der Schneeball (Viburnum). Er ist sehr bekannt und manchmal sieht man auch in der Natur. Die Blüten sind bei vielen Arten Rosa. Sie sind sehr zart und auch nicht gefüllt. Eine weitere Nahrungsquelle für unsere kleinsten Lebewesen. Die Vielfalt an Sorten des Viburnum ist zahlreich. Ich bin jedesmal erstaunt eine neue Sorte in der Baumschule zu entdecken.

Ein Schneeball in voller Blüte. (Foto im Gartencenter Villmann entstanden)

Die winterlichen Gehölze bringen Farbe in den schlafenden Garten und gleichzeitig bieten sie Nahrung für die Insekten und Bienen im Winter. Natürlich gibt es die Gehölze auch für den Balkon oder Terrasse. Eure Sandra

Gehölzkunde: Rhododendron

Endlich ist es soweit, der Rhododendron blüht und man sieht überall die eindrucksvolle, farbliche Blüte. Nach der Blüte erfreuen uns ihre ausdrucksstark Blätter. Der Rhododendron ist nicht nur ein Blühgehölz, sondern auch ein Blattschmuckgehölz. Da er im Winter seine ansehnlichen Blätter behält. Der Rhododendron gehört zur Familie der Heidekrautgewächse und umfasst über 1000 Gattungen mit vielen Blütenfarben.

Wuchs:

Der Rhododendron wächst im Jahresverlauf recht langsam. Seine Blätter trägt er meistens wechselständig und sie sind radial um die Zweige angeordnet. Beim Austrieb ist das Laub von einigen Sorten mit einem weißen, gelben oder rosaroten Filz bedeckt. Dieser dient als Schutz vor Sonnenbrand.

Der Rhododendron wächst als Strauch, kann aber auch als hoher Baum vorkommen. 

Blätter und Blüten:

Die Blätter des Rhododendrons sind eiförmig bis länglich (siehe oberes Bild). Dabei sind sie ganzrandig und oft haben sie einen nach unten gewölbten Blätterrändern.

Die Blütenknospen sind endständig und werden bereits im Vorjahr gebildet. Das Farbspektrum der Blüten des Rhododendrons ist größer als bei den Rosen.  Die Blütezeit fängt im April an und endet je nach Sorte im Mai.

Standort und Boden:

Der Rhododendron benötigt einen kühlen, feuchten Standort. Im lichten Schatten gedeiht er am besten. 

Beim Boden ist der Rhododendron recht anspruchsvoll. Er benötigt einen kalkfreien, sehr lockeren und humusreiche Erde. Der pH-Wert des Bodens sollte zwischen 4,0 und 4,5 liegen. Dieser Wert beschreibt einen sauren Bereich.

Pflanzung:

Bevor der Rhododendron gepflanzt werden kann, sollte eine gute Bodenvorbereitung erfolgen. Dafür kann eine spezielle Rhododendron- Erde genutzt werden. Die Rhododendron-Erde ist auf die Bodenansprüche des Rhododendrons ausgerichtet.

Bei der Pflanzung ist darauf zu achten, dass der Rhododendron nicht zu tief gesetzt wird. Anschließend wird der Boden mit einer leichten Mulchschicht abgedeckt. Dies beugt ein Austrocknen vor und schützt ihn vor äußere Einflüssen.

Der ideale Pflanzzeitpunkt ist der Herbst!

Pflege:

Der Rhododendron wird ausschließlich mit Regenwasser gegossen. Da im Regenwasser sich fast kein Kalk ansiedelt. Denn Kalk verträgt der Rhododendron nicht. Durch das Regenwasser bekommt er die benötigte Säure in den Boden.

Die verblühten Blütenknospen nach der Blüte entfernen. Dadurch wird die Bildung neuer Blütenknospen angeregt.

Eine Düngergabe wird im zeitigen Frühjahr empfohlen. Das fördert die Blüten.

Eure Sandra