Farne, hol dir die Natur in den Garten!

Farne sind interessante Pflanzen. Sie haben keine Blätter, sondern bestehen aus einzelnen Wedeln, wodurch sie irgendwie wild aussehen. Ihre wildes Aussehen macht sie als Blattschmuckpflanze besonders attraktiv. In Kombination mit farbigen Blattschmuckpflanzen zum Beispiel einer roten Heuchera ein absoluter Hingucker im Schattenbeet.

Natürlich finden wir viele Farn-Arten in der Natur, besonders im lichten Wald werden wir fündig. Wo eine gewisse Feuchtigkeit und Lichterschatten vorhanden ist, da siedelt sich der Farn gerne an. Im Harz finde ich immer wieder den ein oder andere Farn und die machen optisch echt was her.

Wenn sie im Frühjahr sich ausrollen aus der Winterruhe, dann entsteht ein sagenhaftes Schauspiel. Die Wedel strecken sich langsam in die Höhe, dem Licht entgegen. In der Natur und auch im Garten kann man es sehr schön beobachten. Für mich immer ein Zeichen, dass die Gartensaison und die Natur startet.

Auch noch jetzt im Herbst erfreuen uns die Farne mit ihrem kräftigen Grün. Es gibt Farn-Arten, die bleiben im Winter uns erhalten. Andere Arten ziehen sich zurück und tanken Kraft für die nächste Wachstumsperiode.

Welche Bedingungen bevorzugen Farne?

Farne sind absolute Schattenliebhaber und mögen gerne Feuchtigkeit. An die Bodenverhältnisse passt der Farn sich hervorragend an. Hauptsache es gibt Schatten! Viel Pflege benötigt er nicht. Im Beet oder Kübel regelmäßige Wassergaben. Seine grünen Wedel freuen sich über Wasser. Das bedeutet, er darf auf den Wedel Wasser bekommen.

Farne sind so vielfältig und man kann sich so, ein wenig Natur in die Beete holen! Eure Sandra

Sedum – Fett in Blüte!

Zum Herbst gehört der Sedum einfach dazu! Der Sedum ist in vielen Sorten im Gartenfachhandel erhältlich. Die meisten Sorten zeigen ihre Blütenpracht ab Mitte August bis Anfang September und um so herbstlicher es wird, desto intensiver wird die Blütenfarbe.

Es gibt auch Sedum- Sorten, die ihre Blüten erst im Frühjahr zeigen. Sie werden im Herbst als besondere Blattschmuckpflanze eingesetzt.

Diese Sedum- Sorte trumpft mit ihren Blatt auf. Die kommenden Blüten lassen sich ansatzweise erkennen!

Die Auswahl an Sedum-Sorten ist sehr vielfältig und für jeden Geschmack ist sicher was dabei. Ich bin jedesmal erstaunt, wie unterschiedlich jede einzelne Sedum-Pflanze aussieht. Egal, ob es die Wuchsform, Farbintensität der Blätter, sowie ihre Blüte ist.

Besonders toll, finde ich die einfache Pflege, die so eine Sedum- Pflanze benötigt. Ihr Wasserbedarf ist niedrig, durch ihre fleischige Blattmasse. Ein wenig Trockenheit macht dem Sedum nichts aus. Staunässe ist unbedingt zu vermeiden. Das nimmt sie sehr übel und reagiert mit starker Fäulnis.

Der Rückschnitt sollte erst im zeitigen Frühjahr erfolgen. Ihre verblühten Blüten sehen auch im Winter attraktiv aus. Darunter befindet sich der Neuaustrieb. Es ist ein interessantes Schauspiel. Bei keiner anderen Pflanze ist mir das so aufgefallen.

Der Sedum gehört einfach in Kübel, ins Beet oder in den Balkonkasten. Eure Sandra

Heuchera, die farbige Blattschmuckpflanze!

Heuchera ist eine ganz vielseitige Blattschmuckpflanze, die in der Herbstbepflanzung nicht fehlen darf. Das Farbenfrohe Purpurglöckchen, so ihr deutscher Name ist gerne in Gesellschaft, alleine mag es gerne. In Kombination kommt die intensive Blattfärbung besonders zur Geltung.

Der Farn und die Heuchera bilden ein traumhaftes Bild im Beet !

Ab dem Spätsommer tauchen die Heuchera mit ihren spektakulären Farben in Gärtnereien und Gartencenter auf, da landet sofort die ein oder andere in den Einkaufskorb. Leider findet sich im Beet meistens kein Platz für diese herbstliche Schönheit. Zum Glück gibt es ja den einen oder anderen Kübel auf der Terrasse/ Balkon der neu bepflanzt werden möchte.

Jetzt kommen die knalligen Farben zum Einsatz! Da darf der Blattstar Heuchera natürlich nicht fehlen. Passende Begleiter sind Astern, Heide, Chrysanthemen und was halt gefällt. Eigentlich sind der Fantasie keine Grenzen gesetzt, um sich den Herbst zu verschönern.

Die Sortenauswahl ist richtig groß! Es gibt grün-silbrige, Purpurschwarze bis hin zu rotlaubige Blattfärbungen. Für jeden Geschmack ist etwas dabei. Die rot-rotbrauen Sorten zeigen ihre Farbe bei kühleren Temperaturen nocheinmal intensiver (kleiner Tipp!).

Heuchera ist eine immergrüne Blattschmuckpflanze und verzaubert uns auch den Winter. Im Frühjahr kann sie dann in neue, erfrischende Kombinationen integriert werden. Eine Vielseitige Blattschmuckpflanze!

Eure Sandra

Kapuzinerkresse, mein Sommerhighlight!

Früher konnte ich mir nicht vorstellen, die Kapuzinerkresse im Garten oder auf der Terrasse wachsen zu lassen. Als ich das Saatgut von ihr entdeckt habe, dachte ich mir, okay ich probiere es aus. Besonders die verschiedenen Blütenfarben schenkte ich meine Aufmerksamkeit.

So zog die Kapuzinerkresse bei mir ein!!! Ich fand somit jedes Jahr mein persönliches Sommerhighlight. Sie beschenkt mich den ganzen Sommer mit ihren Blüten und das Beste ist, sie peppt die Sommersalate optisch auf. Denn ihre Blüte kann man essen. Sie gehört zum Sortiment, der Essbaren Blüten, welche Thematik mich seit der Begegnung mit ihr sehr interessiert.

Meine erste Kapuzinerkresse!

Die Kultivierung der Kapuzinerkresse ist nicht kompliziert. Für Gartenanfänger ist sie daher optimal geeignet. Das Saatgut wird direkt in ein Kübel oder direkt ins Beet gesät, dann ordentlich wässern und wachsen lassen. Ihr Wuchs könnte man wild beschreiben. Na klar, kann man die vielen Ranken hoch binden, aber es kommt immer drauf an, welche Wirkung die Kapuzinerkresse im Gefäß oder im Beet bewirken soll. Ich lassen, sie gerne wachsen ohne Eingriff meinerseits. Aber das ist jedem selbst überlassen!

Nicht nur ihrer Blüten können wir zum Verzehr verwenden, auch die Samen findet in der Küche nutzen. Die Samen lassen sich in Essig einlegen und werden wie Kapern geessen.

Der Samen der Kapuzinerkresse im rohen Zustand. Der Samen wird schrumpelig und braun, wenn er ausgereift ist.

Ich finde sie darf auf keinen Balkon, auf der Terrasse oder im Garten fehlen. Auch die Bienen freuen sich, über den Nektar der wundervollen Blüte….

Eure Sandra

Flieder, Omas Liebling!

Meine Oma wäre heute 90 Jahre alt geworden. Daher möchte ich ihr diesen Beitrag widmen. Schon seit meiner Kindheit steht der lila farbende Flieder bei uns im Garten und es ist jedes Jahr ein Highlight, wenn er blüht.

Sein gesamtes Erscheinungsbild ist einzigartig. Die vielen kleinen zusammensetzten Blüten in Lila und passend dazu die herzförmigen, dunkelgrünen Blätter bilden ein harmonisches Pflanzengebilde. Ich kann gut nachvollziehen, warum der Flieder Omas Lieblingspflanze war. Es gibt nicht viele Pflanzen, die mich seit der Kindheit im Garten prägen (Ausnahme die Tagetes).

Der erste Gang, wenn ich in den Garten komme, geht fast immer zum Flieder und somit bin ich in Gedanken bei meiner Oma und das ist ein schönes Gefühl. Natürlich muss ich schauen, ob er noch nicht blüht. Es ist wie ein kleiner Wettlauf mit der Zeit. Meine Oma wollte gerne, dass der Flieder zu ihrem Geburtstag blüht. So weit ich mich erinnern kann, hat er noch nie an Omas Geburtstag blüht. Entweder davor oder kurz danach! Auch zu ihrem heutigen Geburtstag ist er bereits in voller Blüte, aber zum Glück noch nicht am Verblühen.

Nicht nur sein Erscheinungsbild ist sehenswert, auch sein Duft verzaubert unseren Garten. Aber nicht nur wir mögen den Flieder, sondern von den Wildbienen und Co. wird er gerne besucht. Es ist immer ein wahres Schauspiel. Ein absolutes Highlight im gesamten Garten!

Der Flieder gehört zum Garten, wie wir! Egal, wann er blüht! Wir pflegen ihn weiter in Gedenken an meine Oma, die den Garten nicht nur gepflegt, sondern gelebt hat zusammen mit Opa!

Eure Sandra