Sandras Pflanzenwelt: Fuchsschwanz (Amaranthus caudatus)

Seit ich bei einer Saatgut-Tauschbörse das Saatgut des Fuchsschwanzs entdeckt und ihn das erste Mal blühend im Garten erleben habe, möchte ich sie jedes Gartenjahr bestaunen! In dem Story-Beitrag „5 Fakten über meine Lieblingssommerblumen“ (https://sandrasgartenwelt.blog/2021/10/05/5-fakten-ueber-meine-lieblingssommerblumen/)hab ich den Fuchsschwanz bereits kurz vorgestellt, aber diese Pflanzenschönheit verdient einen eigenen Artikel!

Wissenswertes:

Der Garten-Fuchsschwanz ist bei uns seit dem 18.Jahrhundert bekannt. In der Literatur findet man, dass er in deutschen Gartenanlagen um 1815 kultiviert wurden ist. Seitdem ist der Fuchsschwanz ein fester Bestandteil in unseren Beeten oder Kübeln. Ursprünglich stammt der Garten- Fuchsschwanz aus Südamerika und wurde dort als Nutzpflanze kultiviert.

Wuchs und Aussehen:

Der Garten-Fuchsschwanz kann eine Größe von 1,5 bis 1,75m erreichen. Er wächst aufrecht und später, wenn der lange rote Blütenstand deutlich wird, dann fängt der hängende Wuchs an. Die Blätter sind grün und im Schein der Sonne wirken sie hellgrün- leuchtend. Ihre Blattform könnte man als oval-eiförmig bezeichnen. Sie hängen am Blattstiel leicht versetzt, was man beim genauen Hinsehen sehr gut erkennen kann. Die Blütenfarbe ist kräftig dunkelrot und sieht besonders im Herbst attraktiv aus. Je nach Sorte kann es auch grüne oder gelbe Blüten geben. Der Blütenstand ist länglich (kann auch anderes aussehen, sortenabhängig) und hängt knapp über den Boden. Die Blütenrispen sehen aus, als wenn sie aus mehreren kleinen Blüten bestehen würden.  Das wird deutlich, sobald die Blütenrispe in ihre Samenbildung übergeht.

Kultivierung:

Aus eigener Erfahrung lohnt es sich, dass Saatgut direkt an Ihrem Platz im Beet aus zusäen. Sie kann sich an ihre Gegebenheiten bei Keimbeginn gewöhnen. Die beste Methode ist es, dass der Garten-Fuchsschwanz sich selbst ausäen kann. Dafür die Blütenrispe in Samenbildung übergehen lassen und wenn sie die Samenkapseln öffnen, werden sie auf der Beetfläche verteilt. Diese Methode funktioniert ganz gut und ist ohne Arbeitsaufwand umzusetzen (eigene Erfahrung).

Natürlich könnt ihr in einem Gartencenter euch den Garten-Fuchsschwanz als fertige Pflanze besorgen. Das spart natürlich Zeit, aber die verkaufsfertige Pflanze des Fuchsschwanzs erst nach den Eisheiligen ins Beet/Kübel pflanzen. Denn der Garten-Fuchsschwanz ist frostempfindlich!

Wichtig für eine erfolgreiche Kultivierung des Garten-Fuchsschwanz ist ein lockerer, humusreicher Boden, sowie eine ausreichende Wasserversorgung!

Standortansprüche:

Ein sonniger bis halbschattiger Platz wird vom Garten-Fuchsschwanz bevorzugt. Im Schatten kommt er nicht gut zur Geltung. Daher immer drauf achten, dass der Standort ein paar Stunden Sonne abbekommen.

Pflege:

Der Garten-Fuchsschwanz benötigt nicht viel Pflege. Eine ausreichende Wasserversorgung sollte gewährleistet werden und wer mag, kann ihm mit einem ausgleichenen Dünger mit entsprechenden Nährstoffen versorgen.

Falls faule Blätter oder unschöne Blüten vorhanden sind, sollten sie entfernt werden. Das tut der Pflanze gut und ist eine vorbeugende Maßnahme zum Schutz vor Pilzkrankheiten. 

Mein Kombinations – Tipp:

In Kombination mit anderen Stauden, Sommerblumen oder Gehölzen ist der Garten-Fuchsschwanz ein Allrounder. Er lässt sich durch sein einzigartiges Aussehen mit allen kombinieren. Meine Lieblingskombination: mit Rispenhortensien!

Eure Sandra

Zucchini- Wahnsinn im Hochbeet!

In den letzten Gartenjahren hatten wir keine Zucchini. Es wollte einfach nicht so richtig funktionieren. Woran es lag, dass weiß ich leider nicht. Also haben wir im Gartenjahr 2021 ganz auf den Anbau von Zucchini verzichtet. Ich wollte es wieder wissen und habe bei meiner diesjährigen Planung der Bepflanzung die Zucchini wieder aufgenommen. Ich liebe Zucchini und besonders mag ich sie aus dem Garten!

Im Gartenjahr 2019 wuchs die Zucchini vor dem Hochbeet. Es war eine gekaufte Jungpflanzen. Unser letztes Gartenjahr, wo wir Zucchini anbauten.

Die Idee, wieder Zucchini im Hochbeet anzubauen, wurde in der Familie mit Begeisterung aufgenommen. Damit die Zucchini-Pflanzen ordentlich Platz zum Wachsen haben, entschieden wir uns für das große Hochbeet Marke Eigenbau. Unsere persönliche Challenge dabei war, klappt es oder klappt es nicht!

Nach kurzer Überlegung und genaueren Lesen der Saatguttüte entschlossen wir uns, dass das Saatgut der Zucchini direkt in das Hochbeet ausgesät wird (mehr Informationen zur direkt Saat ins Hochbeet findet ihr in diesem Beitrag: https://sandrasgartenwelt.blog/2022/06/23/gemuesejungpflanzen-und-direkte-ausaat-im-hochbeet/). Mit der direkt Saat von Zucchini hatte ich bis zu diesem Zeitpunkt noch keine Erfahrung, aber ich bin immer begeistert von eigenen Gartenexperimenten!

Gesagt, Getan! Im April kann das Saatgut der Zucchini gesät werden. Wichtig ist dabei, dass im Hochbeet gutes Substrat vorhanden ist und das Saatgut feucht, aber nicht zu nass gehalten wird. Bevor man die ersten Pflänzchen sieht, vergeht eine gewisse Zeit. Also Geduld ist hier ein entscheidender Faktor. Sobald sich die ersten zarten Zucchini-Pflanzen präsentieren, kann man schon abschätzen, ob ausreichend Platz eingeräumt wurde.

Mein Papa hat 5 Saatgutkörner am Rand des großen Hochbeetes ausgebracht und alle 5 sind gekeimt. Darüber waren wir super happy drüber. Sie sind durch das diesjährige warme Wetter gut gewachsen und dadurch haben wir leider ziemlich spät gemerkt, dass der eingeplante Platz zu eng bemessen war. Macht nichts, aber für das nächste Gartenjahr sollte der Platz für die Zucchini definitiv nicht im Hochbeet sein. Aber aus dieser Erfahrung kann man nur lernen!

Allgemein sind die Zucchini-Pflanzen hervorragend und kräftig gewachsen. Sie wurden ordentlich gewässert, ansonsten durften sie wachsen wie sie es benötigen. Diese Methode hat sich gut bewährt, denn Anfang Juli war es endlich soweit, die ersten Zucchini wurden geerntet. Diese haben natürlich besonders gut geschmeckt! Danach ging es Schlag auf Schlag mit der Ernte. Mit so einer großen Ernte hätte ich nie gerechnet. Es passte halt alles zusammen! Bei jedem Gartenbesuch hab ich mindestens eine Zucchini mit nach Hause genommen. Echt der Hammer!!

Zusammenfassend kann festgehalten werden, auch im nächsten Gartenjahr wird es Zucchini im Garten geben. Zwar nicht im Hochbeet, aber so die bisherige Idee, wird sie vor den kleinen Hochbeeten ihren Platz finden. Die direkte Ausaat an Ort und Stelle wird wieder angewendet, denn es funktioniert gut und man spart sich ordentlich Arbeitszeit. Der Pflegeaufwand ist gering und es macht Spaß!

Eure Sandra

Gemüsejungpflanzen und direkte Ausaat im Hochbeet!

In den Hochbeeten wächst das Gemüse ordentlich und der ein oder andere Salat, Möhre wurde garantiert schon geerntet. Ich liebe die Zeit der ersten Ernte sehr!

Einige Flächen im Hochbeet werden durch das regelmäßige Ernten frei und können so mit neuem Gemüse bestückt werden. Dabei stellt sich die Frage: Gemüsejungpflanzen aus dem Gartencenter oder direkte Ausaat?

Für den Gemüse-Anbau im Hochbeet empfehle ich euch Jungpflanzen, sowie direkt auszusäen. Aus eigener Erfahrung ist es eine gute Mischung, wenn beides genutzt wird. Natürlich könnt ihr auch einige Kulturen in der Wohnung vorziehen und dann zum gewünschten Zeitraum ins Hochbeet pflanzen(Aus zeitlichen Gründen, habe ich in dieser Saison nicht vorgezogen). Ich möchte in diesem Beitrag näher auf die direkte Ausaat und Gemüsejungpflanzen aus dem Gartencenter eingehen.

Nachdem mein Pflanzplan für unsere Hochbeet (https://sandrasgartenwelt.blog/2022/04/07/mein-hochbeet-pflanzplan-easy-und-einfach-dargestellt/) erstellt war, ging es an die Planung, ob direkt Saat oder gekaufte Gemüsejungpflanzen. Wir besprachen beide Möglichkeiten und haben uns für eine Kombination aus beiden entschieden.

Meine persönlichen Vorteile dieser Kombination:

  • Die Gemüsepflanzen sind gleich an Ihrem Endstandort. Erspart Zeit vom Ausäen über Pikieren und Pflanzen
  • Bei schwierigen Kulturen zum Beispiel Möhren kann man zeitnah ernten und Naschen (Jungpflanzen)
  • Geringer Schneckenbefall (kommt mir persönlich so vor)
  • Manche Kulturen bevorzugen, dass man sie direkt an Ort und Stelle sät. Zum Beispiel Radieschen oder Grünkohl

Die Auswahl an vorgezogen Gemüsepflanzen im Gartencenter ist gut sortiert und wird für sein Hochbeet fündig. Mit Salat- Jungpflanzen beginnt die Saison. Ich nehme schon seit einiger Zeit, die vorgezogenen Salatpflanzen, weil sie auf jeden Fall wachsen und ich Salat lange ernten kann. Mit der direkt Saat von Salat klappt es bei mir nicht so toll. In diesem Jahr hab ich auch Jungpflanzen von Möhren und Sellerie gekauft und gepflanzt. Es war die beste Entscheidung und ich kann es euch wärmstens empfehlen! Sie wachsen hervorragend und sehen sehr attraktiv aus. Die ersten Möhren-Ernte ist bereits erfolgt und das nach ca. 3 Wochen nach der Pflanzung.  Der Sellerie kann bald geerntet werden. Alleine das kräftige Grün macht Appetit!

Durch das Pflanzen von Gemüsejungpflanzen macht das Hochbeet optisch bereits mehr her, als wenn man nur die direkte Ausaat wählt. Es sieht nicht leer aus!

Bei einigen Kulturen ist der Kauf von Gemüsejungpflanzen teuer, besonders wenn man sie direkt aussäen kann. Radieschen und Erbsen sind der Klassiker. Seit Omas und Opas Zeiten werden sie bei uns direkt ausgesät. In dieser Saison haben wir (hauptsächlich mein Papa) Zucchini und rote Beete ins Hochbeet gesät. Sie wachsen und alle ausgesäten Samen haben sich zu einer ordentlichen Gemüsepflanze entwickelt. Besonders von dem Wachstum der Zucchini bin ich angetan. Die erste Ernte steht bald an.

Das kleine Hochbeet ist nach der Radieschen-Ernte komplett frei geworden. Da hab ich jetzt Grünkohl und Winterendivie ausgesät. Sie wachsen bereits ziemlich gleichmäßig. Im großen Hochbeet sind kleine Flächenstücke frei. Hier hab ich noch Radieschen, Mangold und Salatrauke nachgesät. Alles wächst und man freut sich bereits auf die Ernte!

Auf folgende Punkte solltet ihr bei der direkt Aussat achten:

  • Die Aussaat regelmäßig mit Wasser versorgen
  • Jedes Saatgut einzeln in die Erde säen, erspart das Vereinzeln
  • Leicht mit Erde bedecken

Eure Sandra