Kletterpflanzen wollen hoch hinaus!

Ich finde Kletterpflanzen total faszinierend. Es ist spannend zu sehen, wie sie sich ihren Weg an der Fassade oder an einen entsprechenden Gestell machen. Die Kletterpflanzen gibt es mit Blüten zum Beispiel Clematis oder als grüne Blattschmuckpflanze zum Beispiel Efeu (siehe Beitrag „Efeu, ein Kletterkünstler“). Die Auswahl ist sehr groß und für jeden Geschmack ist garantiert was dabei.

Unsere Clematis in voller Blüte. Der Sichtschutz ist komplett mit ihr bewachsen.

Kletterpflanzen sind schön und geben dem Garten eine gewisse Raumteilung oberste dienen als Sichtschutz. Sie können auch sehr gut als Fassadenbegrünung eingesetzt werden. Ich ziehe gerade Wilden Wein an dem Eingang der Waldhütte hoch. TIPP: Nutzt bitte bei einer Fassadenbegrünung ein Rankhilfe! Die Ranken der Kletterpflanzen machen ansonsten die Fassade kaputt! Pflanzenabhängig.

Egal, welche Funktion eure Kletterpflanzen erfüllen sollen. Alleine ihr Aussehen und ihre Wuchskraft ist atemberaubend. Jedes Mal, wenn ich mir meine Kletterpflanzen anschaue, merke ich, wie kräftig sie wieder gewachsen ist.

Meine Lieblingskletterpflanzen möchte ich euch kurz vorstellen:

Die Kletterhortensie!

Die Kletterhortensie blüht im Frühjahr und Sommer. Sie hat weiße, tellerförmige Blüten. Ihre Wuchskraft ist enorm und daher sehr zu empfehlen, als Sichtschutz! Mindestens einmal im Jahr ist ein Rückschnitt durchzuführen.

Die Clematis, Omas zweiter Liebling!

Bereits bei Oma und Opa blühte die Clematis. Die Clematis blüht im Frühjahr und Sommer. Ihre langen Triebe wickeln sich sehr kräftig, um die Rankhilfe. Vertrocknete Triebe sollten rausgeschnitten werden. So könnt ihr die Clematis immer wieder verjüngern.

Die Kletterrose, ein Allrounder!

Ich liebe Kletterrosen. Ihre Wuchskraft und ihre Blüte sind einfach nur atemberaubend. Im Frühjahr benötigt sie einen Rückschnitt, ansonsten kann man sie gut wild wachsen lassen.

Wild, wilder Wein!

Der Wilde Wein wächst wie er mag und das liebe ich an ihm. Im Kübel oder Balkonkasten lässt er sich gut kultivieren. Anspruchslos. Im Herbst erfreut er uns mit seinen roten Blättern, je nach Sorte. Mein absoluter Liebling unter den Kletterpflanzen.

Natürlich gibt es noch viel mehr Kletterpflanzen. So das für alle die Richtige dabei ist. Ich hoffe, der kleine Überblick gibt euch eine gute Vorstellung, warum es sich lohnt Kletterpflanzen zu pflanzen. Eure Sandra

Gehölzkunde: Hortensien

Die Hortensien ist ein wunderschönes Gehölze, welche im Halbschatten optisch sehr ansprechend aussieht. Neben der bekannten Bauernhortensie gibt es die Rispenhortensie, Ballenhortensie und die Kletterhortensie. In unserem Schrebergarten haben wir die bekannte Bauernhortensie, sowie eine Rispenhortensie. Beide Gattung finde ich sehr schön, besonders im Sonnenlicht des Herbstes. Die Kletterhortensie hab ich erst vor kurzem entdeckt, sie dient als Abgrenzung zum Nachbarn. Dabei ist sie attraktiv und bildet ein Grundgerüst für das gesamt Bild der Terrasse.

Charaktereigenschaften:

Bauernhortensie: Ihre Blüte setzt sich aus vielen kleinen, einzelnen Blüten zum Ballen zusammen. Die Blütenfarbe reicht von weiß über rosa bis hin zu Blau. Bei den Bauernhortensien mit einer blauen Blüte sollte mit Hortensien-Blau gedüngt werden, um die blaue Blütenfarbe zu halten! Die Blätter der Bauernhortensie sind oval-länglich und haben einen kräftigen Grünton. Das Zusammenspiel zwischen der Ballenblüte und des Blattes passt hervorragend und optisch ergänzen sie sich prima. Eine Besonderheit gibt es bei der Bauernhortensie, sie verträgt keinen Rückschnitt. Wenn ihr sie zurück schneidet, dann wird sie im darauffolgenden Jahr nicht blühen, erst wieder im darauffolgenden Jahr! Nur die verwelkten Blüten abschneiden!!

Rispenhortensie: Die breiten, kugelförmigen Blütenrispen können 20 -25 cm lang werden, je nach Sorte. Von Juli bis August erblühen sie am Ende der neuen Triebe. Die Rispe setzt sich aus vielen kleinen einzelnen Blüten zusammen. Beim Verblühen der Rispen verfärben sich die Blüten blassrosa oder dunkelrot, je nach Sorte. Die Blätter sind meistens gegegständig. Ihre Form könnte man als eiförmig beschreiben. Blattgröße 5-7 cm lang.

Einen Rückschnitt im Februar führt dazu, dass sich neue lange Triebe bilden, diese werden dann besondere große Rispenblüten bilden.

Kletterhortensie: Die Kletterhortensie wächst stark nach oben. Sie weist starke Triebe auf, die für das Halten notwendig sind. Im Winter kommen diese mit den neu gebildeten Blütenknospen zur Geltung. Die weiße Blüte sieht aus, wie ein Teller auf dem die Blüten darauf legen. Wenn die Blüte verwelkt ist, lasst sie stehen, denn sie sieht auch verblüht sehr attraktiv aus! Ihre Blätter sind oval-eiförmig und gehen eher ins dunkelgrün. Zum Herbst hin, werden sie gelblich, aber behalten ihren eigentlichen Charakter. Die Kletterhortensie verträgt einen guten Rückschnitt. Ich schneide immer die vertrockneten Äste raus und die zu lang sind. Dabei achte ich auf die Größe der neu gebildeten Knospen, um genau dort den Trieb ab zuschneiden. Die Kletterhortensie ist für Bienen und andere Insekten zur Blütezeit eine wichtiger Pollen und Nektarspender.

Standort:

Die Bauernhortensie mag es eher halbschattig bis schattig. Direkte Sonne sollte bei der Standortwahl vermieden werden. Durch direkte Sonneneinstrahlung kann es zu Verbrennungen der Blätter und Blüten kommen. Sie sieht schlapp aus, sobald sie wieder im Schatten ist, erholt sie sich gut.

Kletterhortensie und Rispenhortensie fühlen sich im Halbschatten, sowie an einem sonnigen Standort wohl. Unsere Kletterhortensie wächst an einem sonnigen Standort und die verträgt sie sehr gut. In der Sonne kommen die Blüten der Rispenhortensie besonders zur Geltung. Ein spannendes Farbenspiel wird sichtbar. Ich mag das sehr!

Bodenansprüche:

Bauernhortensie: Damit eure Bauernhortensie ordentlich anwachsen können, solltet ihr das Beet mit spezieller Erde bearbeiten. Dafür verwendet ihr am besten die produktfertiges Substrat für Hortensien, Rhododendron und anderen Moorbeetpflanzen. Dieses spezielle Substrat beinhaltet alle Nährstoffe, sowie den gewünschten pH-Wert, den Hortensien benötigen! Optimal Zeitpunkt Bauernhortensien zu pflanzen , ist das zeitige Frühjahr, denn dann ist der Boden bereits aufgewärmt und die Bauernhortensie kann gut anwachsen. Im Winter sollte sie nicht gepflanzt werden, denn sie wird nicht anwachsen. Es ist zu kalt dafür sie! Frostempfindlich!

Rispenhortensie: Der Boden für die Rispenhortensie sollte locker, humusreich und nicht zu nährstoffarm sein. Daher kann das Beet vor der Pflanzung einer Rispenhortensie optimal mit Kompost oder guter Pflanzenerde verbessert werden. Rispenhortensie können das ganze Jahr über gepflanzt werden, da sie frosthärter sind als die Bauernhortensie.

Kletterhortensie: Die Kletterhortensie benötigt einen leichten saueren bis sauren Boden. Daher ist zu empfehlen, in das Pflanzloch eine gute Handvoll Rhododendron-Erde zu geben. Sie mag keine kalkhaltigen Böden und man sollte darauf achten, dass es im Boden keine Verdichtungen gibt. Denn die mag sie absolut nicht nicht. Daher mal öfter den Boden rund um die Kletterhortensie lockern mit Hilfe einer Harke.

Pflege:

Bauernhortensie: Die Bauernhortensie braucht im Sommer eine ausreichende Wasserversorgung. Wer seine Bauernhortensie im Kübel kultiviert, sollte sie mindestens zweimal am Tag mit Wasser versorgen. Im Winter eher weniger! Um die Nährstoffversorgung gewährleisten zu können, ist es wichtig mindestens zweimal die Woche mit einem flüssigen Hortensiendünger die Bauernhortensie zu versorgen. So bleibt gleichzeitig der pH-Wert im Boden im saueren Bereich. Im Frühjahr die trocknen Äste rausschneiden, um so Licht und Platz für neu gebildete Triebe zu schaffen.

Rispenhortensie: Nach der Pflanzung einer Rispenhortensie ist auf eine gute Wasserversorgung zu achten. Es ist zu empfehlen, mit Herbstlaub oder Rindenmulch den Boden zu mulchen. So kann die Verdunstung verringert werden! Rispenhortensie im Kübel alle 8 bis 14 Tage mit einem entsprechenden Flüssigdünger versorgen. Alte und kranke Triebe aus der Pflanze entfernen, um so das weitere Wachstum zu stärken.

Kletterhortensie: Auch die Kletterhortensie braucht eine ausreichende Wasserversorgung, sowie eine regelmäßige Düngergabe. Ganz wichtig, die abgestorbenen und toten Triebe zu entfernen, so fördert ihr die Verzweigung der Kletterhortensie.

Krankheiten und Schädlinge:

Bauernhortensie, Rispenhortensie und Kletterhortensie sind anfällig für Dickmaulrüsseler, Echter Mehltau und Blattfleckenkrankeit.

Eure Sandra