Sonne, Regen und Gewitter der Juli verspricht abwechslungsreiches Wetter. Nicht jeder mag diese Abwechslung im Sommer. Für die Pflanzen eine echte Herausforderung. Ich beobachtete die Pflanzen, wie sie unter den verschiedenen Witterungsverhältnisse sich entwickeln.
Die Bauernhortensien zeigen eine kräftige Blüte im Garten.
Bei heißen Temperaturen ist es sehr wichtig, dass ihr eure Pflanzen regelmäßig mit Wasser versorgt! Hauptsächlich eure Blumen, Kräuter und Gemüse in Balkonkästen oder Kübel. Da die Erde in Kübeln/ Balkonkästen schnell durch Wind und Sonne austrocknet. In Beeten achtet auf eine durchdringen Bewässerung. TIPP: Am besten mulcht ihr eure Beete, damit sie die Feuchtigkeit halten und ihr nicht so oft wässern müsst!
Damit ihr euch über eine üppige Blütenpracht und Ernte erfreuen könnt, düngt eure Pflanzen mit einem entsprechenden flüssigen Dünger. Dieser wird nach Angabe zu dem Gießwasser hinzugefügt. Tipp: Notiert euch, wieviel Dünger ihr verwendet habt, wann und welche Pflanzen Dünger bekommen!
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Durch diese schwankenden Temperatur haben Schädlinge zum Beispiel Blattläuse oder Spinnenmilben günstige Bedingungen, um sich auszubreiten. Achten auf befallende Pflanzen/Gehölze! Wer sie eindämmen möchte, sollte auf biologische Mittel oder klassische Hausmittel zurückgreifen. Ich empfehle es, der Natur zu überlassen. Wo Blattläuse sind, da ist der Marienkäfer nicht weit!
Jetzt ist noch Zeit Erbsen und Busch Buschbohnen direkt ins Hochbeet oder Gemüsebeet zu säen. Tipp: Wer länger Erbsen ernten möchte, kann sie auch in der Küche vorziehen und dann als Jungpflanze pflanzen. So bis Mitte August ginge es!
Meine vorgezogenen Erbsen- Jungpflanzen! Bald kommen sie in den Garten ins Hochbeet! Erbsen-Jungpflanzen, vorgezogen!
Der Juli ist der ideale Zeitpunkt für die Herbst-und zum Teil Winterernte zu säen/ pflanzen zum Beispiel Grünkohl, Winterendivie oder Mini Pak Choi…Ich ziehe meistens die Pflanzen vor und setze sie dann dort, wo freie Stellen sind!
Endlich kann geerntet werden!! Viele Gemüse, Obst können im Juli geerntet und zu leckeren Essen verarbeitet werden.
Genießt euren Sommer und euren Garten! Eure Sandra
Pflanzen selber ziehen, macht nicht nur Spaß, sondern man kann beobachten, wie aus einem Saatkorn eine Pflanze entsteht. Damit euch die Anzucht gut gelingt, sollten einige grundlegenden Informationen beachtet werden.
Das Saatgut!
Die Auswahl an Saatgut im Gartencenter ist riesig. Es gibt eine beachtliche Anzahl an Pflanzenarten, die man aussäen kann. Das verwirrt sich den ein oder anderen unter euch. Daher empfehle ich euch, eine Liste zu schreiben, welche Pflanzenart ihr aussäen möchtet und ob sie in ein Beet oder auf einem Balkon wachsen soll. So stellt ihr erste Informationen zusammen. Auf den Samentüten steht direkt drauf, ob sie ins Beet oder auf den Balkon gepflanzt werden können. Genauso ist deutlich auf den Samentüten vermerkt, um welche Pflanzenart und Sorte es sich handelt. Natürlich gibt es noch weitere hilfreiche Informationen, die wir für eine erfolgreiche Anzucht benötigen.
Diese Informationen findet ihr auf den marktgängigen Saatguttüten:
Aussaatzeitpunkt: Ab und bis wann ihr diese Pflanzenart aussäen könnt
Bodenansprüche: Welcher Boden für ein optimales Wachstum der Pflanzenart sorgt?
Saatguttiefe: So tief darf das Saatgut in die Erde
Keimdauer: Wie lange dauert es, bis sich die Setzlinge aus der Erde kommen?
Vorziehen oder direkt Saat: Vorziehen bedeutet, dass sie erst auf der Fensterbank wachsen müssen und erst dann ins Beet können. Direkte Saat heißt. dass sie sofort ins Beet gesät werden und kein Vorziehen auf der Fensterbank benötigen.
Alle Saatgut-Angaben variieren je nach Pflanzenart und Sorte oder von dem Saatgut-Hersteller.
Mein Tipp: Lieber auf Qualitätssaatgut zurückgreifen und schöne, kompakte Pflanzen anzüchten. Das Saatgut aus dem Supermarkt geht zwar auch, aber die Keimrate ist etwas geringer. Probiert es selber aus und findet für euch das optimale Saatgut für eure Anzuchtchallenge!
Saatgut lose in der Saatguttüte!Saatscheibe, die direkt auf den Anzuchttopf oder Beet gelegt werden kann.
Anzuchttöpfe:
In welche Töpfe wird dass Saatgut ausgesät? Die Anzuchttöpfe können sehr vielseitig sein. Man kann zum Beispiel Teebeutel, Toilettenrollen oder Milchtüten nutzen. Dabei ist nur zu beachten, dass das Wasser ablaufen kann, es aber nicht zu einer Überschwemmung kommt.
Es gibt die klassischen Anzuchttöpfe, die im Gartencenter angeboten werden und je nach dem Material wieder verwendet werden können. Der klassische Anzuchttopf ist aus Plastik (je nach Hersteller von guter Qualität). Er kann wieder verwendet werden und ist stabil in seinem Aufbau. Sie entsprechend genau der Norm, welche ein Anzuchttopf entsprechen sollte. Ich mag diese kleinen Anzuchttöpfe sehr und nutze sie jedes Jahr, wenn die Anzuchtsaison beginnt. Ein weiteres Kriterium ist, dass sie am Topfboden Löcher besitzen, wo das überschüssige Wasser abfließen kann. Denn die Aussaat mag überhaupt keine Staunässe!
Anzuchtöpfe aus Pappmarsche werden in den unterschiedlichen Größen angeboten. Sie haben den Vorteil, dass die Setzlinge nicht aus dem kleinen Anzuchttopf heraus müssen, sondern zusammen mit dem Topf in die nächste Topfgröße oder direkt ins Beet gepflanzt werden können. Das spart Zeit und Ressourcen. Ich nutze sie vor allem für Pflanzenarten, die anschließend direkt ins Beet kommen.
Diese Punkte könnt ihr bei der Auswahl euer Anzuchttöpfe beachten:
Sind sie nachhaltig und sparen sie Ressourcen?
Material
Preiswert oder Teuer
Qualität
Haltbarkeit / Wiederverwendbar
Anzuchtsubstrat!
Für die Anzucht nutzt man die Anzucht-und Kräutererde. In der Anzuchterde ist ein geringer Nährstoffanteil und Sandanteil. Das Saatgut braucht für die Keimung keine großen Nährstoffressourcen. Die Wasseraufnahme und das Lichtangebot spielen die Hauptrolle, damit das Saatgut quellen kann und der Keimling aus der Saatschale heraus wächst. Erst beim Vereinzeln kann eine nährstoffreichere Erde verwendet werden. Der Sandanteil sorgt für die Regulierung des Wasseraushaltes. Eine Grundfeuchte wird gehalten von der Anzuchterde, aber das Wasser welches über ist wird los gelassen. Daher wird die Staunässe vermieden.
So wird gelingt euch die Aussaat!
Die Anzuchterde wird in den Anzuchttopf gefüllt. Nicht komplett bis zum Rand, sondern oben ein wenig Platz lassen.
Nun wird die Anzuchterde leicht befeuchtet mit einer Sprühflasche. So kann dass Saatgut sofort mit der Wasseraufnahme beginnen.
Jetzt nimmt ihr das Saatgut aus der Saatguttüte und verteilt es gleichmäßig und mit ein bisschen Abstand auf die vorbereiteten Anzuchttöpfe. Das überschüssige Saatgut wird wieder in die Saatguttüte gelegt. Saatband oder Saatscheiben werden einfach auf die Anzuchterde gelegt und leicht angedrückt. Bei größeren Saatgutkörner könnt ihr sie problemlos 1cm in die Anzuchterde stecken. Das verteilte Saatgut leicht mit Anzuchterde bedecken.
Nun wird mit der Sprühflasche alles angefeuchtet und kommt auf die helle Fensterbank. Dort kann es keimen und wachsen.
Gärtnern macht Spaß. Ich hoffe, mein Gartenwissen: Anzucht hilft euch, dass ihr schöne Pflanzen anziehen könnt.