Hochbeetgarten: Die Schichten innerhalb des Hochbeetes!

Der November eignet sich hervorragend dafür, ein Hochbeet zu  bauen oder ein komplett, fertiges zu kaufen. In dem Beitrag „Hochbeet: Selber bauen oder ein Fertiges kaufen!“ hab ich berichtet, welche Möglichkeiten es gibt sich den Traum vom Hochbeet zu erfüllen.

Unser erstes, selbstgebautes Hochbeet.
Unsere kleinen Hochbeete sind fertig gekauft worden.

Nun möchte ich näher auf die Befüllung eines Hochbeetes eingehen und welche Aufgaben jede einzelne Schicht inne hat.

Damit alle Vorteile eines Hochbeetes voll ausgeschöpft werden, ist eine schichartige Befüllung sehr sinnvoll.

Welche Vorteile hat ein Schichtsystem?

  1. Die Wurzel haben genügend Platz und bekommen so ausreichend Luft, um ein dichtes Geflecht zu bilden. So wird auch Wurzelfäule zum größtenteils vermieden. Durch die gute Luftzirkulation und den ausgleichenen Wasserhaushalt!
  2. Durch das organische Material, welches in der Schichtung eingearbeitet wird, fördert das aktive Bodenleben. Dadurch werden Nährstoffe freigesetzt und Wärme kann entstehen.  Wodurch das Hochbeet bereits im zeitigen Frühjahr genutzt werden kann.
  3. Eine gleichmäßig Feuchtigkeit wird gehalten und überschüssiges Wasser kann abfließen. Die Erde hat durchgehend eine ausgeglichene Feuchtigkeit, um die Versorgung des Gemüses zu gewährleisten.

Die einzelnen Schichten!

Wie hoch die einzelnen Schichten im Hochbeet sein sollten, hängt von der jeweiligen Größe des Hochbeetes hab. Ich nehme unsere Hochbeete im Garten als Beispiel.

Alles was grober Schnitt ist, gehört nach unten. Sie besteht aus Ästen, Zweigen und Heckenschnitt. Die unterste Schicht sollte mindestens 20cm dick sein. Bei einem kleinen Hochbeet reichen auch ca.10cm. Diese grobe Schicht sorgt für die Bodenbelüftung und verhindert so, dass die Wurzeln faulen. 

Die zweite Schicht besteht aus Rasenschnitt. Davon benötigt ihr nicht viel, ca. 5cm. Der Rasenschnitt dient zur Abgrenzung. So wird die grobe Schicht nicht mit den feinen Schichten vermischt.

Als nächstes könnt ihr Laub und den groben Kompost in euer Hochbeet füllen. Im Herbst habt ihr wahrscheinlich genügend Laub im Garten. So sorgt ihr für genügend Nährstoffe im Hochbeet und das Bodenleben wird aktiv gefördert.

Die vorletzte Schicht besteht aus Kompost. Er dient als eine Art Düngung und bringt vorhandene Bodenlebewesen ins Hochbeet. Wichtig ist, dass der Kompost gut gereift ist und sich keine Unkräuter drin befinden. Wer keinen Kompost hat, kann gut Garten-Pflanzerde verwenden.

In der obersten Schicht könnt ihr gute Pflanzerde auffüllen. Natürlich könnt ihr auch eine spezielle Hochbeet-oder Gemüse/Tomatenerde verwenden. Wir verwenden eine gute Pflanzerde und die Gemüsepflanzen wachsen hervorragend. Die Kombination Kompost und Pflanzerde ist sehr zu empfehlen.

Kombination aus Pflanzerde und Kompost

Tipp: Nach der Saison sackt das Hochbeet ab. Da die organischen Materialien sich langsam zersetzen. Das ist ein normaler, biologischer Prozess. Ihr könnt mit dem Herbstlaub euer Hochbeet auffüllen und dann zur neuen Gartensaison mit Kompost und Pflanzerde wieder füllen.

Eure Sandra

Mein erstes Jahr als Waldgärtnerin. Ein persönliches Fazit!

Im letzten Jahr haben wir völlig überraschend, dass Waldgrundstück übernommen. Als Erstes hab ich gedacht, dass werde ich nie schaffen. Denn an Gartenarbeiten wird es nicht mangeln. Ich habe erstmal nur gedacht, dass ich einige blühenden Pflanzen pflanze. So dass es nicht trostlos aussieht.

Nach und nach sind dann einige Idee entstanden. Davon hab ich zwei bereits letztes Jahr umgesetzt. Für den Anfang ein kleiner Schritt in die richtige Richtung. Daher möchte ich es nicht als mein erstes Jahr als Waldgärtnerin bezeichnen. Ich nenne es lieber das Jahr des Kennenlernen!

In der Winterpause hab ich mich mit den Gegebenheiten konkreter Auseinander gesetzt. Welche Bodenverhältnise hab ich? Welche Stauden und einjährigen Sommerblumen passen in die Umgebung Wald? So ist der ein oder andere Plan entstanden. Aber manchmal können Pläne nicht immer umgesetzt werden.

Das Wetter im Frühjahr war kein Gartenwetter. Vieles musste weitestgehend verschoben werden. Der gärtnerische Start im Waldgarten war dadurch erst im Juni.

Die Sommerblumen wurden erstmal gepflanzt. Damit Farbe in den Wald kommt. Besonders die Blumenkästen an der Waldhütte und am Wohnwagen standen dabei im Mittelpunkt. Mir war dabei wichtig, dass sie robust und ein wenig Trockenheit vertragen und lange blühen.

Der Zierwein erfreute mich bei jedem Besuch im Waldgarten. Im letzten Jahr gepflanzt und hat sich sehr schön entwickelt.

Man gut, dass Pläne sich ändern lassen und neue entstehen. Beerenobst passt sehr schön in einen Waldgarten. Ich habe mir die sonnigste Ecke ausgesucht und begonnen die Fläche zum Beet umzugestalten. Die Ersten beiden Himbeersträucher sind gepflanzt und wachsen sehr gut. Im nächsten Gartenjahr kommen noch weitere Himbeeren, Brombeere und Erdbeeren dazu. Hoffentlich können wir die ein oder andere Ernte im nächsten Jahr schon Naschen.

Es gibt noch viel zu tun, aber die ersten Schritte sind getan. Ich hab viele Pläne und freue mich jetzt schon darauf Sie umzusetzen. Der Waldgarten bietet so viele Möglichkeiten. Er muss nur aus seinem Winterschlaf aufwachen.

Eure Sandra

Das Gartentagebuch!

Die Gartensaison nähert sich langsam dem Ende zu. Jede Gartensaison ist anders. Nach jeder Gartensaison überlege ich mir: Welche Pflanzen waren besonders toll? Mit welchen Gartenprobleme musste ich umgehen? Neue Ideen für die kommende Gartensaison? Und noch weitere Überlegung! Ich schreibe alle solche Gartenangelegenheiten in eine Art Tagebuch. So kann ich meine Erfahrungen während der aktuellen Gartensaison aufschreiben oder aus der letzten Gartensaison noch einmal nachvollziehen.

Für mein persönliches Gartentagebuch benutze ich einen Ordner.

Natürlich kann man auch ein kleines Büchlein verwenden. Das ist jedem selber überlassen. Die gesamte Gestaltung des Gartentagesbuchs soll euren persönlichen Geschmack entsprechen.

Den Ordner hab ich in verschiedene Bereiche aufgeteilt. Denn meine Gartenleidenschaft ist bekanntlich weitläufig und doch so unterschiedlich. In dem einem Kapitel schreibe ich alles auf was sich im Familiengarten bezieht, dann folgt Kapitel zwei Terrasse und abschließend kommt der Waldgarten. So hab ich eine Grundstruktur und finde alles relativ einfach wieder.

Welche Themen können in einem Gartentagebuch aufgeschrieben werden?

  • Welche Pflanzen waren besonders schön oder möchte ich pflanzen?
  • Eine Ideenliste erstellen
  • Welche Pflanzen werden wann ausgesät oder ausgepflanzt
  • Beetplanung
  • Gemüse-Anbau Planung
  • Problematik zum Beispiel Schnecken oder Blattläuse…

TIPP: Beim Lesen von Gartenzeitungen- Magazine findet ihr sicher, die ein oder andere Idee/ Anregung. Ihr könnt sie ausschneiden und auch in euer Gartentagebuch heften/kleben. So verliert ihr sie nicht aus dem Auge. Denn manch eine Gartenzeitung landet schnell in den Müll. Wäre schade, wenn eine Idee/ Anregung verloren gehen würde.

Jetzt kann ich nur noch sagen, schreibt eure Gartensaison in ein Büchlein und haltet eure eigenen Erfahrungen fest. Denn viele Erfahrungen meiner Großeltern sind verloren gegangen. Eure Sandra