Gartenwissen: Winterschutz!

Jetzt zieht langsam der Winter ein! Die erste Nacht im Minusbereich haben wir bereits geschafft. Erst gestern hatten wir angenehme milde Temperaturen um die 10°C oder so und schwupps ist der Frost da. Es wird Zeit, für einen ausreichend Winterschutz deiner Pflanzen zu sorgen. In diesem Beitrag zeige ich euch, wie der Winterschutz angewendet wird und welche Materialien dafür notwendig sind!

Ich benutze nur Materialien zum Winterschutz, von den ich überzeugt bin. In Baumärkten und Gartencenter wird eine große Auswahl an Vlies, Polsterfolie oder Jutesäcke angeboten. Juteprodukte ist immer meine erste Wahl, weil ich sie mehrere Jahre verwenden kann (bei guter Lagerung). Produkte, die aus Plastik oder anderen nicht näher bekannten Material sind, kommen bei mir nicht in den Einkaufswagen. Ein weiterer Vorteil der Produkte aus Jute ist, dass sie handlich und wärmender sind. Für welchen Winterschutz als welchen Materialien ist eure eigene Entscheidung und welche Pflanzen ihr abdecken müsst.

Bei einigen Pflanzen reicht eine Abdeckung durch Vlies oder einen Jutesack. Andere Kübelpflanzen müssen in ein Winterquatier bekommen zum Beispiel Zitronenbäumchen oder Kefirlimette.

Wie sollte das Winterquatier für mein Zitronenbäumchen oder anderen mediterranen Pflanzen sein?

Das vorgesehene Winterquatier sollte nicht zu warm sein. Ich empfehle eine Raumtemperatur um die 12°C, kann gerne auch ein bisschen kühler sein. Diese Räume eignen sich optimal: Schlafzimmer oder Hausflur. Darauf achten, dass ein Fenster vorhanden ist oder wenigstens hell ist. Die mediterranen Pflanzen bitte nicht direkt an die Heizung oder in der Zugluft stellen. Das mögen sie auf gar keinen Fall. Sie werfen bei ungünstigen Bedingungen ihre Blätter ab. Denk bitte daran, dass sie in ihrem Winterquatier mindestens einmal die Woche mit ausreichend Wasser versorgt werden. Trockenheit bitte vermeiden!

Abdeckung mit Winterschutzprodukten!

Die Abdeckung durch Produkte, die zum Winterschutz Verwendung finden, gibt es in einer großen Auswahl. Durch Jute oder Vlies werden die Pflanzen in ihren Kübel vor den Frost geschützt. Denn bei einigen Pflanzen treiben bereits jetzt schon die Neutriebe für das kommende Gartenjahr aus und diese müssen vor den Frost geschützt werden. Durch eine Abdeckung erzeugt man eine Art Wärme, die sich die Pflanze zu Nutzen machen. Zweitens kommt keine Kälte direkt an die Pflanzentriebe. Drittes sieht es nett aus! Viertens der Topf wird gleichzeitig vor Frost geschützt.

Es gibt vorgefertigte Säcke aus verschiedenen Materialien, die könnt ihr direkt über den Kübel ziehen und zu ziehen. Ich nutze diese vorgefertigten Säcke seit einem Jahr und bin damit sehr zufrieden. Es spart Zeit und ist praktisch.

Eine zweite Variante ist es, Vliesrollen zu nehmen und sie entsprechend dem Kübel zurecht zu schneiden. Das angepasst Vliesstück evtl. über die Kübel legen und einfach einklemmen am Kübel für den nötigen Halt oder am besten den Kübel mittig stellen und mit Schnur oben zusammen binden. Beide Variationen sind gut und simpel umzusetzen.

Für einen sicheren Winterschutz nutzt die angebotenen Produkte. Man kann sie für den nächsten Winter gut einlagern uns so wieder verwenden!

Winterschutz mit Laub und Tannenzweigen:

Beete und Balkonkästen brauchen im Winter auch einen Schutz vor Kälte und Frost. Aber Vlies oder Jute zu nutzen, wäre unpraktisch und abschließend teuer! Beete können mit Rindenmulch oder den abfallenden Laub geschützt werden. Durch diese Winterschutz-Maßnahme wird der Boden vor starken Frost geschützt und man minimiert die Gefahr der Staunässe, welche im Winter durch starken Regen verursacht werden kann. Für meine Beetabdeckung nehme ich das Laub, welches von den umstehenden Bäumen runterfällt. Einfach zwischen den Stauden und Gehölzen verteilen. Im Frühjahr muss ich es nicht entfernen, sondern zersetzt sich und die zersetzten Bestandteil geht an den Boden zurück. Davon haben dann alle etwas! Wer lieber Rindenmulch nimmt, kann ihn genauso wie das Laub anwenden.

Für den Winterschutz der Balkonkästen nehme ich Tannenzweige und stecke sie in die Erde, um die Pflanzen herum. Erstens schützen sie die Erde im Balkonkasten und zweitens sehen sie dekorativ aus. Lichterkette anbringen und schon ist es gemütlich, weihnachtlich. Ich liebe es sehr!

Nicht vergessen, auch im Winter eure Pflanzen mit Wasser an frostfreien Tagen versorgen/kontrollieren!

Was gehört noch zum Winterschutz?

Zum Winterschutz gehört nicht nur die Pflanzen und Gefäße vor den kalten Nächten/ Tagen zu schützen, auch die Wasserversorgung, sowie die Wasserspringbrunnen.

Im Garten ist es wichtig eure Wasserpumpen und wenn ihr besitzt, dass automatische Wassersystem abzuschalten. Die Wasserpumpe wird von den Leitungen abgeschraubt und das Rest Wasser aus dem Druckspeicher entfernen. Danach die Wasserpumpe frostfrei einlagern zum Beispiel im Keller. Alle Regentonnen entleeren und auf den Kopf stellen. So das kein Wasser mehr in das Innere gelangen.

Das Wasser in euren Wasserspiel vollständig entfernen und die komplette Stromversorgung ausschalten. Am besten zusätzlich noch mit einem Jutesack vor äußeren Einflüssen schützen. Ist eine Pumpe dabei, diese heraus nehmen und säubern und Frostfrei überwintern.

Kommt gut durch die Wintermonate!

Eure Sandra

Gartenwissen: Blumenzwiebeln!

Die Gartensaison neigt sich dem Ende zu. Bevor aber der Garten, Terrasse oder der Balkon in den Winterschlaf geht, ist jetzt der ideale Zeitpunkt, die Blumenzwiebel für das nächste blühende Frühjahr zu stecken. Im Gartenfachhandel findet ihr eine große Auswahl von unterschiedlichen Varianten der Blumenzwiebeln. Die Klassiker sind Tulpen, Narzissen oder Muscari.

Tulpen im Frühjahr!

Worauf sollte ich beim Kauf meiner Blumenzwiebeln achten?

  1. glatthäutiges Aussehen
  2. trocken sein
  3. sich fest anfühlen
  4. Die Verpackung darf nicht beschäftigt sein

In welchen Zeitraum werden die Blumenzwiebeln gesetzt?Der Zeitraum um Blumenzwiebeln in die Erde zu stecken liegt von Ende September bis Anfang November! Die Blumenzwiebeln können auch noch später in die Erde gesetzt werden, solange kein Frost in Sicht ist.

Wie sollte der Boden vorbereitet sein?
Der Boden sollte noch angenehm warm sein, dadurch haben die Blumenzwiebeln die Möglichkeit optimal im Boden an zuwachsen. Ein weiterer Anspruch an den Boden ist, dass er locker und gut durchlässig ist. Dadurch kann die Wasserversorgung ausgeglichen sein und es kann nicht zu unnötiger Staunässe kommen. Bei Staunässe besteht die Gefahr, dass die Blumenzwiebeln faulen und somit im Boden absterben.

Wie tief werden Blumenzwiebeln gesetzt?

Das Pflanzloch sollte ca. 3 Mal so tief sein, wie hoch die Blumenzwiebel ist. Die Große der Blumenzwiebeln variiert je nach Sorte, dadurch kann das Pflanzenloch unterschiedlich ausfallen. Ich probiere immer aus, ob das Pflanzloch schon reicht, in dem ich die Blumenzwiebeln zwischendrin schon reinsetze. So kann ich ungefähr abschätzen, ob das Pflanzloch die richtige Größe hat.

Wie viele Blumenzwiebeln setze ich in ein Pflanzloch?

Um eine schöne, kompakte Blütenpracht zu erzeugen, sollten die Zwiebeln in Gruppen gesetzt werden. Die Gruppe besteht aus mindestens drei und maximal fünf Blumenzwiebeln. Ihr könnt die unterschiedlichen Arten und Sorten zusammen als eine Gruppe kombiniert werden.

Wo ist oben und wo ist unten bei einer Blumenzwiebel?

Die Oberseite der Blumenzwiebeln befindet sich dort, wo die Zwiebel spitz zusammen läuft. Die untere Seite der Zwiebel ist flach abgerundet. Beim Pflanzen ist darauf zu achten, dass die Spitze nach oben zeigt. Das bedeutet, die flache Fläche der Blumenzwiebel muss Kontakt mit dem Boden haben. Wenn die Blumenzwiebeln ihre Position bekommen haben, müssen sie mit der Erde wieder zugedeckt werden.

Winterschutz?

Als Winterschutz, aber auch als Dekoration stecke ich Tanenzweige in die Kübel und Balkonkästen. So bleibt die Wärme im Boden und er friert nicht komplett zu. Aus eigener Erfahrung sehr von Vorteil!

Dann heißt es abwarten und sich auf den kommenden Frühling freuen.

Eure Sandra

Gartenwissen: Düngung

Dieser Beitrag enthält unbezahlte Werbung für die Firma Compo. Alle Bilder wurden von Sandra Harmel fotografiert.

Damit Obst, Gemüse und alle weiteren Pflanzen uns mit einem üppigen Wachstum erfreuen, benötigen sie neben Licht und Wasser auch Nährstoffe. Die Hauptnährstoffe bestehen aus: Stickstoff, Phosphor und Kalium. Neben den Hauptnährstoffen spielen auch die Spurennährstoffe eine wichtige Rolle. Eisen, Magnesium und Calcium sind die bekanntesten Spurenelemente. Aus den Hauptnährstoffen und Spurennährstoffe werden die unterschiedlichen Dünger für die jeweilige Pflanzenzielgruppe zusammengestellt.

Welche Funktionen haben die Hauptnährstoffe?

Stickstoff: Der Stickstoff ist ein wichtiger Baustein des Chlorophylls, welches im Blatt produziert wird. Daher ist er auch für den Prozess der Photosynthese wichtig.

Phosphor: Phosphor ist vor allem für Nutzpflanzen und Blühpflanzen enorm wichtig. Er sorgt für eine üppiges Wachstum und somit eine reichhaltige Ernte, sowie eine prachtvolle Blütenpracht.

Kalium: Der Kalium hat in der Pflanze vielfältige Aufgaben, hauptsächlich im Stoffwechsel. Er ist sehr beweglich und somit leicht für die Pflanze verfügbar.

Welche Funktionen haben Eisen, Magnesium und Calcium?

Eisen: Das Eisen wird für den Elektronentransport benötigt. Somit ist Eisen ein Bestandteil für die Atmungskette und der Photosynthese.

Magnesium: Magnesium ist ein zentraler Baustein des Chlorophylls (Blattgrün) und daher für die Lichtreaktion enorm wichtig. Außerdem ist er unverzichtbar für die Synthesen und Speicherungen von wichtigen Pflanzenstoffen.

Calcium: Der Calcium reguliert in erster Linie die Zusammensetzung des Pflanzensaftes, so wie auch Magnesium und Kalium.

Warum müssen wir düngen?

Die Pflanzen kommen in frisches Substrat, welches mit einem Nährstoff-Depot ausgestattet ist. Dieses Nährstoff-Depot ist circa nach 4 Wochen aufgebraucht. Damit wie bereits erklärt, Pflanzen üppig wachsen und uns mit einer reichhaltigen Ernte/ Blütenpracht erfreuen, ist es wichtig sie mit Nährstoffen zu versorgen. Über eine Düngung geben wir den Pflanzen die benötigen Nährstoffe.

Es gibt zwei Möglichkeiten, wie eine Düngung erfolgen kann. Die Anwendung von Langzeitdünger oder die Verwendung von Flüssigdünger.

Langzeitdünger: Der Langzeitdünger wird beim Pflanzen sofort in die Erde eingearbeitet oder nach circa 4 Wochen untergemischt. Die Nährstoffe werden je nach Witterung an die Pflanzen abgeben. Dieser Prozess verläuft langsam.

Flüssigdünger: Der Flüssigdünger wird mit Wasser vermischt und wird beim Gießen an der Pflanze verteilt. Die Nährstoffe sind sofort verfügbar und nehmen ihre Funktion innerhalb der Pflanze auf. Mindestens einmal die Woche sollte ein Flüssigdünger verwendet werden. Nährstoffmängel werden somit schnell behoben.

Die Anwendung:

Langzeitdünger: (Kübel) Ich nehme eine Handvoll von dem Langzeitdünger (Biologisch mit Schafwolle) und vermische die Pellets mit dem Substrat. Nach der Pflanzung gieße ich alles an, damit der Dünger gleich in Kontakt mit Wasser kommt, um vielleicht die ein oder anderen Nährstoffe der Pflanze zur Verfügung zu stellen. Die Wirkung der Pellets liegt bei 4-6 Monate. Durch den Einsatz des Langzeitdüngers gebe ich der Pflanze bereits die ersten Nährstoffe für ein gesundes Wachstum.

Flüssigdünger: Auf der Flasche des Flüssigdüngers von Compo ist eine genaue Anwendung in Form einer Tabelle aufgeführt. Sie fängt bei einem Liter Wasser an und hört je nach Art des Düngers bei 5 Litern auf. Die Menge des Düngers wird über die Kappe angegeben. Bei einem Liter Wasser wird der Dünger bis zu dem ersten Strich (1) in der Kappe gefüllt. Bei ungefähr 5 Litern wird eine volle Kappe des Düngers verwendet. Diese Angaben variieren je nach Dünger. Da es unterschiedliche Dünger gibt zum Beispiel Gemüse/Obst, Kräuter…

Der Vorteil besteht darin, dass die Nährstoffe gleich verfügbar sind und ein Nährstoffmangel sofort behoben werden kann. Ich verwende unterschiedliche Flüssigdünger und mindestens einmal die Woche erfolgt eine ausreichende Versorgung meiner gesamten Pflanzen auf der Terrasse. Tipp: Am Besten ihr schreibt euch auf, wann ihr gedüngt habt. So habt ihr immer einen Überblick und seht genau welche Pflanzen wann gedüngt wurden.

Düngung ist ein wichtiger Bestandteil der Gartenarbeit im Frühjahr und Sommer!

Eure Sandra

Gartenwissen: Blattschmuckpflanzen

Nicht nur Blühpflanzen verschönern unsere Beete, Balkonkästen oder Kübel, sondern auch eine Vielzahl an Blattschmuckpflanzen. Die Blattschmuckpflanzen sind in den letzten Jahren richtige Trendsetter geworden. Es gibt mittlerweile eine große Auswahl an verschiedene Blattschmuckpflanzen, die sich in Form und Blattfarbe deutlich unterscheiden. In Kombination oder auch einzeln entfalten sie ihre Blattschönheit.

Was sind eigentlich Blattschmuckpflanzen?

Blattschmuckpflanze ist eine Sammelbezeichnung für Zierpflanzen, die wegen der Größe, Färbung oder des Schnittes ihrer Blätter verwendet wird. Wenn sie Blüten bekomme , dann sind sie unscheinbar und spiele keine große Rolle. Auch Ziergräser gehören zu den Blattschmuckpflanze, die nochma besondere Eigenschaften aufweisen.

Einige Blattschmuckpflanze sind immergrün und sie zieren unsere Beete, Balkonkäste oder Kästen auch im Winter mit ihren Blättern. Andere Blattschmuckpflanze ziehen sich im Winter zurück und sammeln Kraft für das darauffolgend Jahr, zum Beispiel Funkie.

Die Blätter der Blattschmuckpflanzen müssen nicht immer grün sein. Sie können auch mehrfarbig oder rötliche Blätter haben.

Durch ihre Blattfarbe, Größe und Form geben sie im Beet, Balkonkästen oder in Kübeln eine einzigartige Struktur.

Neben den mehrjährigen Blattschmuckpflanzen, gibt es mittlerweile auch einjährige Blattschmuckpflanzen, die im Sommer-oder Herbstsortiment zu finden sind.

Jahreszeitliche Verlauf der Blattschmuckpflanzen!

Frühjahr:

Es ist Zeit für die Entfaltung!

Die Blätter fangen an ihre jungen Triebe aus dem Boden zu schieben. Bei Farnen zeigen sich kunstvolle Wedel, die sich gekonnt ausrollen. Junge Laubknospen entspringen bei vielen Gehölzen. Dieser Anblick des Austriebs der verschiedenen Pflanzen symbolisiert, dass der Garten oder der Balkon zu neuem Leben erwacht.

Sommer:

Im Sommer können wir, die volle Pracht genießen. Jetzt kombinieren sie sich mit den Blüten der sommerlichen Pflanzen. Es entstehen ein harmonische Bilder.

Herbst:

Noch einmal blüht das Laub auf, in warmen und feurigen Farbtönen, bevor die Speicherstoffe ihren Rückzug antreten. Durch den Rückzug der Speicherstoffe durchlaufen die Blätter mehrere Farbstufen bis sie abfallen.

Zierwein mit herbstlicher Blattfarbe

Einzige Ausnahme bildet die immergrünen Blattschmuckpflanzen. Sie behalten ihre attraktiven Blätter im Herbst.

Winter:

Im Winter sieht man nur die Blätter, der immergrünen Blattschmuckpflanzen. Sie können die Bedingungen des Winters gut aushalten und bringen ein bisschen grün in die ansonsten leeren Beete, Balkonkästen oder Kübeln. Zu den immergrünen Blattschmuckpflanzen zählt zum Beispiel der Spindelstrauch oder Bergenie.

Alle anderen Blattschmuckpflanzen befinden sich im Winterschlaf und speichern ihre Speicherstoffe, um im kommenden Jahr ihre Blattschönheit wieder zu entfalten.

Bekannte Blattschmuckpflanzen:

Eure Sandra

Gartenwissen: Rosen

Rosen sind seit Jahrhunderten die „Königin“ der Blumen beziehungsweise in der Pflanzenwelt. Die älteste Darstellung einer Rose führt auf den berühmten Fresko in Knossos auf Kreta im 17.Jahrhundert vor Christus zurück. Dort wurde sie das erste Mal gesehen. Ab Ende des 19.Jahrhundert explodierte die Rosenzucht. Die Rose kam in Mode und überall gab es Rosenausstellungen. Erste Rosarien entstanden und seitdem ist die Rose ein fester Bestandteil in unserer Gesellschaft.

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Der bekannteste Rosenzüchter ist der Engländer David Austin. Seine Rosen sind weltbekannt. In Deutschland ist der Name Kordes bekannt. Schaut man in gut sortierte Gartencenter, dann findet man garantiert eine Rose von Kordes. 

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Klassifizierung der Rosen:

Beetrosen:

Sie eignen sich für Beete und Rabatten. Ihr maximale Höhe beträgt zwischen 60-80cm. Unter dem Sammelbegriff der Beetrosen werden verschiedene Sortengruppen zusammengefasst, die früher als Polyantha-oder Floribunda-Rosen bezeichnet wurden.

Edelrosen:

Die Edelrosen sind die populärste Rosengruppe, da sie dem Idealbild der Rose am Nächsten ist. Sie haben die schönsten und edelsten Blüten.

Zwergrosen:

Durch ihren niedrigen Wuchs sind die Zwergrosen ideal für Kübel, Töpfe oder besondere Pflanzengefäße geeignet. Ihr Laub ist zierlich und die Blüten sind zauberhaft klein.

Kleinstrauchrosen:

Kleinstrauchrosen ist vielseitig und von den Freizeitgärtnern in seiner Fülle noch gar nicht entdeckt. Sie sind blühwillig, reinigen sich selbst und haben eine ordentliche Blattgesundheit. 

Strauchrosen:

Ihre Bezeichnung kommt von ihrem wüchsigen und stark verzweigen Wuchs. Sie eignen sich besonders für Einzelstand im Beet und Rabatten oder Gehölzpflanzungen, sowie in einer Rasenfläche. Die modernen Strauchrosen blühen überwiegend öfter, aber es gibt auch Sorten die nur einen Blütenflor im Sommer haben. 

Kletterrosen:

Die Gruppe der Kletterrosen ist sehr umfangreich und lassen sich in zwei verschiedene Typen mit unterschiedlichen Wuchscharakter aufteilen. Climber und Rambler ! Sie erreichen eine Höhe bis zu 3 Meter und benötigen meisten eine Kletterhilfe. 

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Historische Rosen:

Alte Sorten sind genauso vielfältig, wie man es von Rosen erwarten darf. Sie stellen das Bindeglied zu unseren heutigen Rosen dar.

Wildrosen:

So werden Rosen bezeichnet die an ihrem natürlichen Standort vorkommen und nicht in irgendeiner Form züchterisch bearbeitet wurden. Wer einen naturnahen Garten gestalten möchte, der sollte unbedingt Wildrosen pflanzen, denn sie bieten den Insekten und Wildbienen eine gute Nahrungsquelle. 

Gestaltung mit Rosen: 

Mit Rosen hat man in seinen Beeten, Rabatten unendlich viele Gestaltungsmöglichkeiten. 

Diese Bedingungen sind Voraussetzung für eine schöne Gestaltung mit Rosen: 

Der Standort:

Rosen lieben die Sonne und ein sonniger Standort ist daher gewünscht. Einige Rosen-Sorten können auch wunderbar im Halbschatten wachsen. Es sollte kein Standort ausgewählt werden, wo stauende Hitze herrscht , etwa an Mauern mit Dachüberstand oder überdachten Terrassen. Dort siedeln sich gerne Spinnmilben und Mehltau an, welche die Rosen sehr schädigen. 

Abstand zu den Rosenbegleitern: 

Der Abstand zwischen Rosen und ihren Begleitern sollte mindestens 1- 1,50 Meter betragen. Damit sie genügend Platz haben, ihre gesamte Größe zu entfalten. 

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Abstand zwischen den Rosen:

Die Pflanzdichte der Rosen sollte beachtet werden. Zu eng gepflanzte Zu eng gepflanzte Rosen bringen kurze Zeit ein prächtiges Beet hervor, aber in den Folgejahren stören sie sich gegenseitig im Wuchs. Am besten den Abstand so wählen, wie sich der Wuchscharakter der einzelnen Rosen ist.

Farben kombinieren:

Jede Farbe hat seinen eignen Effekt. Die Wirkung der Farben kann in den Kombinationen verstärkt oder geschwächt werden. Dabei sollte man seinen persönlichen Geschmack mit einbeziehen.

Edel-und Beetrosen eignen sich besonders für die Gestaltung eines klassischen Rosenbeetes. Wer eine Beeteinfassung oder kleinere Rabatten mit Rosen gestalten möchte, dafür werden Vorzugweise Kleinsträucher genutzt. Um einzelne Akzente im Garten zu setzen, werden Solitärrosen gepflanzt. Für die Begrünung von Wänden oder Pergolen mit Rosen, werden die Kletterrosen eingesetzt. Wild-und Strauchrosen pflanzt man gerne in einer Gruppe zusammen. 

Die Rosen-Praxis:

Das Angebot an Rosen ist in den letzte Jahren gestiegen. Die Rosen werden häufig als wurzelnackte Ware angeboten. Da wurzelnackten Rosen sehr schnell austrocknen, müssen sie unverzüglich nach dem Kauf eingepflanzt werden. Eine spezielle Angebotsform von Rosen, ist die ballierte Form. Ballierte Rosen können ohne großen Aufwand sofort an ihren Standort gepflanzt werden. Die Ballierung zersetzt sich im Laufe der Zeit. Das teuerste Angebot bei Rosen, sind die Container-Rosen. Sie können außer bei Frost das ganze Jahr über gepflanzt werden.

Die beste Pflanzzeit für Rosen ist der Herbst!

Bei der Pflanzung von Rosen sollte beachtet werden, dass das Pflanzloch doppelt so groß ist als der Wurzelballen. Die Veredlungsstelle muss 5 cm unter der Erdoberfläche liegen. Nach der Pflanzung sollte ordenlich gewässert werden, damit zwischen Wurzeln und Boden keine luftgefüllten Löcher entstehen.

Bitte achtet bei Rosen auf Schädlinge oder Erkrankungen!! Befallenes Laub entfernen, aber nicht auf dem Kompost entsorgen. Schädlinge oder Erkrankungen können sich durch die vorhanden Bedingungen weiterentwickeln.

Rosen im Winter: Gegen die Kälte im Winter hilft das Anhäufel des Wurzelhalses und das klassische Abdecken mit Tannenzweige.

Bildergalerie Rosen (Rosarium Sangerhausen) 

Eure Sandra