Wintergemüse: Feldsalat

Feldsalat und Winter das passt. Kein anderes Gemüse trotzt der Kälte so, wie der Feldsalat. Man kann ihn nicht nur im Hochbeet oder Gemüsebeet säen, sondern in Töpfe und Schalen auf der Terrasse/ Balkon. Bei mir darf im Winter der Feldsalat nicht fehlen. Er ist der kleine König unter den bekannten Wintersalaten!

Kultivierung:

Als typische Herbstkultur wird der Feldsalat von Juli bis September ausgesät, um ihn bis zum Frühjahr ernten zu können. Er kann aber gut über das gesamte Gartenjahr kultiviert werden. Aber vorsichtig bei einer Außentemperatur von 20°C keimt er sehr unregelmäßig, denn er mag es lieber kühler.

Der Feldsalat benötigt nur wenig Wurzelraum, weshalb er für den Anbau in Töpfe sich gut geeignet. Die Ansprüche an Erde, Topf und Pflege sind so gering, dass ihr ohne großenzeitlichen Aufwand die Kultivierungvon Feldsalatbeginnen könnt. Da er wenige Nährstoff als Schwachzehrer benötigt, reichen die Nährstoffreste der Vorkultur völlig aus. Keine neue Erde verwenden, sondern die alte vorhandene in dem Topf, Beet …

Ihr könnt den Feldsalat ausäen oder gekaufte Jungpflanzen einpflanzen.

Bis zur vollständigen Blattrosette dauert es in der Regel 8-9 Wochen. Wer frühzeitiger den Feldsalat ernten möchte, empfehle ich den Kauf von vorgezogen Jungpflanzen (einige Gartencenter bieten sie mittlerweile an). Ich verwende vorgezogen Jungpflanzen jetzt schon das zweite Jahr und bin sehr zufrieden mit dieser Entscheidung. Die Ernte war sehr ergiebig.

Coole Ernte!

Der Feldsalat ist frosthart. Er verträgt bis über -15°C. Sogar bei einer Außentemperatur von 5°C keimt der Feldsalat noch. Die Ernte von Feldsalat bitte erst in den Mittagsstunden vornehmen, denn morgens ist er noch reichlich feucht und wird dadurch sehr schnell matschig.

Was schiefgehen könnt:

Leider ist der Feldsalat anfällig für Falschen Mehltau. Auf den Blättern bildet sich ein weißer mehlartiger Belag. Extremes Auftreten kommt vor, wenn die Luft feucht-warm ist. Daher verwendet besonders für den Anbau im Gewächshaus und Frühbeet resistente Sorten zum Beispiel die Sorte ‚Vit‘ und lasst genügend Abstand zwischen den einzelnen Pflanzen.

Eure Sandra

Kartoffeln im Sack!

Passend zum Buch „Kartoffelliebe“ von Heidi Lorey (unbezahlte Werbung für den Ulmer Verlag) möchte ich euch über unseren Kartoffel-Anbau berichten. Der ist in diesem Gartenjahr irgendwie ein besonderes Highlight gewesen. Wir haben unsere Kartoffeln im Sack (speziell für die Kultivierung von Kartoffeln und Zwiebeln bestimmt) angepflanzt. Eine ganz neue Erfahrung!

So sieht der Sack für die Kultivierung von Kartoffeln aus.

Voller Tatendrang und Vorfreude ging es los. Familienchaos inklusive!! Die Saatkartoffeln wurden besorgt und los ging unser Kartoffel-Abenteuer.  Ich war richtig gespannt, ob alles so funktionieren wird, wie wir es geplant haben. Vielleicht ist der Anbau in Säcken eine echte Alternative zum Beet. Denn für eine Kultivierung im Beet/ Hochbeet fehlt ein wenig der Platz. Na gut, zugeben ein oder zwei Kartoffeln sind ins große Hochbeet gelangt (wer die da wohl eingepflanzt hat ??).

Für eine erfolgreiche Ernte ist ein gutes Substrat, qualitative Saatkartoffeln, regelmäßig wässern und der Standort wichtig. Der Standort sollte sonnig, aber windgeschützt sein. Bei uns standen die Säcke beim Kompost. Erstes war es dort ziemlich sonnig und windgeschützt. Außerdem haben sie dort einen festen Stand. Alles sollte möglichst gerade und stabil stehen. Denn sonst besteht die Gefahr, dass alles umkippt und das wäre ja schade.

Alle Faktoren wurden berücksichtigt und nun hieß es warten auf die Ernte. Die Dank einer Taschenöffnung an der Seite einfach abläuft. Einfach die Tasche öffnen und nach den Kartoffeln graben. Es ist eine spaßige Aktion!

Leider haben sich die Kartoffelpflanzen nach einen guten Wuchs, nicht weiter entwickelt. Sie fingen an zu verwelken. Die Ursache ist uns unklar. Was nun? Erstmal haben wir es weiter beobachtet. Nach einer gewissen Zeit war keine Kartoffelpflanze mehr da. Sie sahen aus, wie einfache Säcke mit Erde. Also wurde beschlossen, dass wir schauen, ob überhaupt Kartoffeln gewachsen sind. Tatsächlich konnten wir Kartoffeln ernten. Waren zwar klein, aber lecker!

Im nächsten Gartenjahr werden garantiert unsere Kartoffeln aus Säcke kommen. Eure Sandra

Buchrezension: Heidi Lorey: Kartoffelliebe!

Anmerkung: Dieser Beitrag enthält unbezahlte Werbung für den Ulmer Verlag. Alle Bilder wurden von Sandra Harmel fotografiert und bearbeitet!

Zwar ist die Kartoffel-Ernte schon weitestgehend abgeschlossen. Bei einigen Hobbygärtnern beginnt aber jetzt schon die Planung für den nächsten Kartoffel-Anbau. Damit ihr euch ausreichend informieren könnt, welche Sorten und Bedingungen ihr für eine erfolgreichen Kartoffel-Anbau braucht, möchte ich euch das Buch „Kartoffelliebe“ vorstellen!

Inhalt des Buches:

Im Buch „Kartoffelliebe“ dreht sich alles, um die saftige, leckere Knolle. Es werden die verschiedenen Sorten beschrieben und was man alles beachten muss. Ein Ratgeber für Kartoffelliebhaber!

Aufbau:

Das Buch ist ein sehr handlicher Ratgeber mit einem hervorrragenden Coverbild, welches passend zum Buchtitel ausgewählt wurden ist. Bereits der Buchrückentext spricht den Leser direkt an und dieser Eindruck wird mit dem passenden Bildmaterial untermalt.

Durch eine informative Jahresübersicht kann der Leser sich sofort orientieren, wann der Anbau der Kartoffel erfolgt. Das Inhaltsverzeichnis ist gut strukturiert und mit entsprechenden Bilder sehr schön gestaltet. So kann sich der Leser sofort zu recht finden.

Abschließend ist die sehr hochwertige Qualität der Bilder zu erwähnen. Alles ist gut erkennbar und mit kleinen Texten prima erklärend.

Über das Buch: Mein persönlicher Eindruck!

Sofort beim Aufklappen des Buches ist man mitten in der Thematik der Kartoffel, durch die entsprechende Jahresübersicht im Buchdeckel.

Der Leser wird beim Vorwort direkt angesprochenund man merkt gleich, dass die Autorin ihre Berufung mit der Kultur der Kartoffel gefunden hat. Die botanischen Erklärungen sind verständlich und informativ gehalten, ohne das es komplexe Fachbegriffe gibt. Jeder Hobbygärtner kann alles gut nachvollziehen. Einzelne Kulturschritte werden sehr gut erklärt und durch das passende Bildmaterial prima ergänzt. Ein guter Einstieg ist der Autorin mit dem Kapitel zur Kultivierung der Kartoffel gelungen. Alle Kulturhinweise sind Schritt für Schritt erklärt und es zeigt, dass jeder Kartoffeln anbauen kann. Besonders gut ist, dass die Thematik „Schädlinge“ ein eignes Kapitel vorbehalten wurde. Das ist wichtig zu beachten, bei der gesamten Kulturführung. Zusätzliche Informationen sind als eine Art Stoffrest und in roter Schrift deutlich zu erkennen. Sie ergänzen den vorliegenden Text. Die Sortenbeschreibungen sind kurz und enthalten nur die wirklich wichtigen Informationen. Durch die Sortierung der Reife der einzelnen Kartoffelsorten merkt man eine sehr gute Struktur im Buch.

Außerdem bekommt der Leser einen einfachen Überblick über alles. Der Text zur Kartoffelzüchtung ist sehr lehrreich gestaltet und enthält interessante Textpassagen. Abschließend sind noch die Rezepte zu erwähnen, die sehr einfach und verständlich verfasst wurden.

Fazit:

Gesamt gesehen ein ineressantes Buch, welches uns die Thematik der Kartoffel näher bringt. Es macht Lust, selber verschiedene Kartoffelsorten anzubauen und zu verköstigen.

Eure Sandra

Ein Experiment im Hochbeet- Anbau einer Mischkultur!

Viele von Euch bauen ihre Gemüse in einer sogenannten Mischkultur an. Ich selber habe es bis zu dieser Gartensaison noch nicht ausprobiert. Die Mischkultur klingt ziemlich interessant und gleichzeitig entsteht eine Vielfalt an Gemüse,Blumen oder Kräuter auf kleinsten Beetflächen. Seit ein paar Jahren bauen wir unsere Gemüse im Hochbeet an. Ich habe mir die Frage gestellt, klappt die Mischkultur auch im Hochbeet. Im Dezember fing die Planung an (siehe Beitrag:“Planung einer Mischkultur, im Hochbeet“) und im April wurde gepflanzt.

Der ursprüngliche Plan!

Es ist immer gut, einen Plan zu erstellen,um nicht die Übersicht zu verlieren. Bohnen, Radieschen und Möhren wurden direkt in das Hochbeet gesät. Kohlrabi und Porree hat mein Papa vorgezogen und als Jungpflanzen ins Hochbeet gesetzt. Dazwischen habe ich Gewürztagetes und Tagetes gepflanzt.

Das Hochbeet in den unterschiedlichsten Wachstumsphasen!

Vor dem Hochbeet haben wir noch Erbsen gesät, als ein kleiner Kontrast zu den Bohnen.

Witziger Weise fand eine Kartoffelknolle ihren Weg ins Hochbeet. Das macht den Charakter unsere Mischkultur aus.

Zwischen der Kartoffel hat sich ein Radieschen verirrt. Überraschungen in unseren Hochbeet gibt es immer!

Die gesamte Kombination der verschiedenen Gemüsearten mit der Tagetes gibt ein harmonisches Beet und ein super, attraktives Bild. Kohlrabi und Radieschen sind bereits geerntet und verspeist. Lecker!!

Aber Achtung, nicht jede Gemüseart lässt sich zusammen kombinieren. Mit Hilfe des Buches „Mischkulturen im Beet“ kann man nachschlagen, welche Kulturen gut zusammen passen und welche man nicht zusammen setzen sollte.

Die Mischkultur lässt sich nicht nur in Beete anbauen, sondern auch im Hochbeet. Ich werde diese Kulturform weiter anbauen. Es ist super spannend und die Freude, wie alles wächst. Probiert es aus! Eure Sandra

Gemüse von der eigenen Terrasse!

Seit letztem Jahr gärtnere ich auf einer kleine, niedlichen. Terrasse. Ich hab einige Ideen entwickeltund möchte natürlichdie ein oder andere Idee in die Tat umsetzen. Einer meiner Ideen ist, den Anbau von Gemüse ein wenig zu erweitern.

Welches Gemüse ich kultivieren werde, dass entscheidet sich spontan und wieviel Platz ich zur Verfügung hab. Ich möchte erstmal experimentieren und ausprobieren. Denn für mich wird es eine ganz neue Erfahrung sein.

In meinem ersten Terrasse- Jahr hab ich erstmal Salat und Tomate angebaut. Den einen oder anderen Salat wurde bereits mit der ersten eigenen Ernte aufgepeppt.

Die Obstkiste wird auch wieder in diesem Terrasse-Jahr für den Anbau des Gemüses genutzt. Sie sieht nicht nur optisch schön aus, sondern es ist genügend Platz für die verschiedenen Gemüsesorten.

Die Tomaten (Buschtomate) wächst in einem Kübel von meiner Oma der eine gute Größe hat und daher sehr gut für die Tomate sich eignet. Es scheint so, als wenn es eine nette, kleine Ernte gibt.

Mein kleines Experiment Salat in eine Schale wachsen lassen. Ich habe die übrigen Jungpflanzen des Pflücksalates ein wenig versetzt gepflanzt und hoffe, dass er sich zu einem ordentlichen Salat entwickelt.

Eine weitere Neuheit ist der Gemüsekübel für meinen Sohn. Dort wachsen erwartungsvoll Salat und eine Balkontomate.

Mein persönlicher Wunsch wäre bis weit in den Herbst etwas Gemüse zu Ernten und in meine Gerichte einzuarbeiten. Mal schauen, ob es klappen wird.

Eure Sandra