Die Kultivierung von Kräuter ist sehr im Trend. Nicht nur in den Gärten, sondern auch auf dem Balkon, auf der Terrasse, ja sogar im öffentlichen Raum. Tipp: In der Wohnung wachsen einige Kräuter auch! Seine Gerichte mit frischen Kräutern aufzupeppen, schmeckt nicht nur gut, sondern sieht auch schön aus. Es macht einfach Spaß! Ich habe die Kultivierung von Kräuter erst vor ein paar Jahren für mich entdeckt und in diesem Jahr zum Schwerpunkt meiner Gartensaison gemacht.
Kräuter nur anbauen und ernten ist wahrscheinlich auf Dauer langweilig. Mit den passenden Gefäßen und Dekorationen können Kräuter perfekt in Szene gesetzt werden und jeder guckt gerne zweimal dort hin. Sicher fällt dem einen oder anderen sofort eine Menge an Ideen ein. Der Fantasie sind keine Grenzen gesetzt.
Verschiedene Kräuter in einer alten Obstkiste gepflanzt. Die Obstkiste steht zwischen Tomaten, Sommerblumen!
Kreativität fängt bereits bei den Gefäßen an, wo die Kräuter wachsen und gedeihen können. Auch ein langweiliger Kulturtopf kann zu einem wahren Hingucker werden. Einfach Farbe und Pinsel verwenden und den Topf in einen Farbrausch versetzen. Besonders toll, finde ich Kräuter in leere Konservendosen oder ausgemusterte Kochtöpfe als Übertöpfe zu verwenden.
Auf dem Regal habe ich eine Erhöhung drauf gestellt und so roter Basilikum, Salatrauke und Petersilie in den Blickpunkt zu stellen!
In Kombination mit Sommerblumen kommen die entsprechenden Kräuter sehr elegant zur Geltung. Dazu zählen Thymian, Rosmarin, Zitroneverbene und Salbei. Kräuter, die viel Platz und sich stark ausbreiten sollten vermieden werden! Wer auf Pfefferminze oder Zitronenmelisse nicht verzichten möchte, kann sie in einzelne Töpfe pflanzen und zu den Sommerblühern stellen.
Die Möglichkeiten Kräuter perfekt zu arrangieren sind fast unbegrenzt. Lasst die Kräuter-Spiele beginnen!
Im Garten gibt es sicher die ein oder andere Ecke, die Wild aussieht. Na klar, denkt man sofort, dass muss aber wieder ansehnliche werden. Spart euch den Aufwand und lasst die Ecke so wild. Ihr tut was gutes für die Wildbienen und Co.! Außerdem spart ihr euch den kompletten Arbeitsaufwand. Ein Garten muss nicht perfekt sein.
Der Giersch im Blumenbeet. Seine Blüte passt auf seine Art ins Beet.
Auch in unserem Garten gibt es Wilde Ecken. Wir hielten sie immer in Grenzen. Nach vielen Recherchen, was noch zu einem bienenfreundlichen Familiengarten gehört, stellten wir fest, dass es genau diese Wilden Ecken sind. Es wurde im Familienrat beschlossen, dass man bewusst, so eine Wilde Ecke gestalten. Gesagt, getan…..
Die Fläche am Zaun ist für unsere Vorhaben optimal geeignet. Erster wild Wuchs ist durch unsere Nachbarin schon vorhanden und zweitens finde ich die Kombination aus wild Wuchs und Heidelbeeren sehr spannend.
Ein weitere Vorteil für diese Fläche ist, dass in der Nähe das Insektenhotel steht. Zusätzlich haben meine Funkien einen schönen, neuen Platz gefunden. Ein Apfelbaum wächst seit drei Jahren prächtig vor sich hin.
Wild Wuchs wächst ordentliche. Es sieht attraktiv aus und hat für die Wildbienen und Co. einen enormen Nutzen.
Neben den Apfelbaum wurden Heidelbeeren in Mauerer Kübel gepflanzt und neben den Apfelbaum gestellt. Die Fläche am Zaun ist vorwiegend Schattig, erst zum Abend hin kommt die Sonne. Danach haben wir, um den Apfelbaum eine insektenfreundliche Blumenwiese ausgesät. Irgendwie fehlte aber noch was. …
So sah es im Frühjahr aus! Irgendwie langweilig!
Nach einigen Überlegungen kam uns die Idee, einfach wild irgendwelche Stauden und Gewächse anzupflanzen und es wild werden lassen. Die Stauden habe ich von meinem Terrassen-Garten verwendet.
Die Stauden und Pflanzen, die im Garten so gefunden wurden.
Eine weitere Blumenwiese wurde ausgesät. Hier haben wir eine schattige Saatgutmischung verwendet. Zwischen drin wurden Wildpflanzen aus der Hecke gepflanzt oder was man im Beet gefunden hat und gut in die Ecke passt.
Die schattige Blumenmischung zeigt sich!
Eine neu gestaltete Ecke, ohne viel Aufwand. Jetzt darf alles wachsen und blühen. Die Wildbienen und Co. freuen sich, bei so einer Wild Ecke.
Im letzten Jahr habe ich euch unsere Pool-Ecke vorgestellt (https://sandrasgartenwelt.blog/2019/07/24/viva-mallorca-im-garten/). Fertig wird so ein Gartenprojekt bei uns nicht immer. Es kommen neue Ideen dazu. Das finde ich besonders schön und macht wahnsinnig Spaß!
Urlaub im Garten! Bild aus dem Jahr 2019!
Mit passenden Pflanzen kann man natürlich einiges ausrichten, um ein gewisses Urlaubsfeeling zu erreichen. Aber nicht jede Pflanze wächst im Sand. Unsere Anregung sammelten wir an der Ostseeküste. Dort wächsen Gräser und Hunderosen, die sehr gut mit den rauen Bedingungen klar kommen. Also warum nicht, die Dünen von der Ostseeküste in den Garten übertragen.
So sah der hintere Bereich vor der Umgestaltung aus!
Idee, Besprochen und Getan! Im ersten Moment konnte ich es mir nicht genau vorstellen, aber spannend war es alle Mal. Mein Papa hatte da genau seine Vorstellung.
Der Sand wurde aufgeschüttet, um den Effekt der Düne zu erzeugen. Zwischen den beiden Dünen wird weiterhin der Tannenbaum stehen. In der Natur wird ja auch nichts geplant. Warum dann im Garten, der Natur freien Lauf lassen. Die Gräser bekamen als Erstes ihren Platz auf unseren beiden Dünen. Einige Gräser wachsen im Beet schon und durch ihre Größe können sie gut geteilt werden. Gesagt, getan! Zeit zum Anwachsen!
Die Sanddüne mit den Gräsern.
Nach den Gräser ging die Suche nach den passenden Hunderosen los. Das hat ein bisschen Zeit in Anspruch genommen. Aber so manch ein Gartenprojekt benötigt auch Zeit. Die Hunderosen wurden in einer Rosengärtnerei gefunden und im März in unsere Düne gepflanzt. Der Effekt war sofort da und ich bin sehr begeistert.
Jetzt steht der Pool und der Sommer kann beginnen. Die Gräser zeigen ihre Pracht und die Hunderosen beginnen zu Blühen! Ein wahres Urlaubgefühl in Garten!
Natürlich ist die Pool-Ecke noch nicht komplett. Sicher fällt uns das ein oder andere ein! Eure Sandra
Das Warten auf den Frühlingsanfang kann einem ganz schön lang vorkommen. Mir persönlich kommt es mit jedem Jahr nur noch länger vor! Der Winter lässt sich im Februar leider nicht ignorieren. Am Liebsten möchte ich all meine Gartenpläne sofort umsetzten, aber ich übe mich in Geduld. Dieses Gefühl kennt ihr sicher all zu gut. Damit die Wartezeit auf den Frühling doch nicht allzu lang erscheint, hol ich mir den Frühling in meine Wohnung. Denn ab Januar gibt es ausgewählte Frühlingsboten, die sich in der Wohnung wohlfühlen.
Tulpen in der Vase!
Die Auswahl an Tulpen für Vasen ist mit der Zeit sehr gestiegen. Sie bringen Farbe in die Wohnung und steigern die Vorfreude auf den Frühling. Ab Januar stehen Tulpen regelmäßig in meinen Vasen, so wie auf dem oberen Bild sehr schön zu sehen ist. Welche Farbe meinen Tulpen haben, dass wähle ich nach ihren Standort oder der dekorativen Idee aus. Besonders in meinem Flur arrangiere ich die Tulpen, weil sie ersten Farbe in die weiße Umgebung geben und zweitens es im Flur nicht zu warm ist. Dadurch hält ihre Blütenpracht länger. Mein Tipp: Tulpen in Vasen nicht zu warm stellen, lieber etwas kühler. So habt ihr länger etwas von der farbigen Blütenpracht!
In Kombination mit verschiedenen Elementen entsteht eine schöne frühlingshafte Dekoration. Zusammen mit einem Kranz aus Moos und Trockengras trumpft die weiße/goldene Vase mit den bunten Tulpen auf. Sie bleibt trotz der anderen Elemente im Vordergrund. Mit der kaltweißen Lichterkette, wirkt alles harmonisch und es sieht aus, wie ein Frühlingsabend auf dem Balkon oder auf der Terrasse. Solche kleinen Zusammenspiele zwischen mehreren Dekorationselemente bringen Freude und man kann viele Dinge aus dem Haushalt neu interpretieren.
Kissenprimel als Tischdekoration!
Nicht nur Tulpen für die Vasen bringen Frühlingsgefühle in die Wohnung. In den Gartencentern findet man zu dieser Jahreszeit eine bunte Auswahl an Primeln. Die Kissenprimeln, wie sie genau heißen, können nicht nach draußen. Sie vertragen keine Fröste! Wer sie gerne auf dem Regal oder so dekorativ hinstellen möchte, sollte die Nachttemperaturen im Blick behalten. Ansonsten in die Wohnung holen (kühler Raum ist empfehlenswert). In der Wohnung sehen sie genauso schön aus, wie an der frischen Luft. Ich mag Primeln sehr und überlege mir immer wieder aufs Neue, wie ich sie dekorativ als Tischdeko, für den Schuhschrank oder einfach auf den Schrank verwenden kann.
Da die Kissenprimeln es lieber im Freien mögen, ist ihre Haltbarkeit in der Wohnung nicht von langer Dauer. Diesen Gedanken sollten ihr zu mindestens im Hinterkopf behalten.
Die Kissenprimeln kommen attraktiv zur Geltung, wenn ihr sie in ein altes Gefäß pflanzt. Der alte Kochtopf eignet sich prima, um dort die Kissenprimeln hinein zu pflanzen. Da in den Zwischenräumen etwas Platz vorhanden ist, kann man dort vergessene Narzissen-Zwiebeln setzen. Für den optischen Wert kann man Lichtquellen, sowie Kerzen oder vertrocknete Blüten zum Beispiel der Kletterhortensie verwenden. Solche Kombinationen aus verschiedenen Materialien ergeben immer eine einzigartige Dekoration. Ich mag es gerne aus alten Gegenstände eine neue Dekoration zu gestalten. So wie ihr es im oberen Bild mit den Kissenprimeln im alten Kochtopf sehen könnt.
Der Klassiker ist natürlich, die Kissenprimel in einen Übertopf zu stellen und auf den Tisch, Schuhschrank oder Sideboard zu stellen. Eine Alternative zu dem klassischen Übertopf ist, sich aus einer alten Jeans einen Überzug zu nähen und den individuell zu gestalten. Euer eigener Geschmack spielt dabei die zentrale Rolle. In den Jeans-Überzug dann einfach die Kissenprimel stellen. Beim Gießen vorsichtig sein, sonst kann es zu einer Überschwemmung auf dem Tisch kommen. In Kombination mit anderen Frühlingsblühern, Lichterkette und Ästen kommen die Kissenprimel in ihrer Optik nicht zu kurz. Probiert es aus und lasst euren eigenen Geschmack sprechen.
Blumenzwiebeln gehören in den Garten. Eine alte Aussage, die zur Zeiten meiner Großeltern vielleicht zutreffend war, aber in den letzten Jahren sicher nicht mehr bestand hatte. Denn auch frühlingshafte Blumenzwiebeln, die wir aus dem Garten kennen, können unsere Wohnungen in einen Frühlingstraum verwandeln. In den Gartencentern finden man ab Januar eine beachtliche Auswahl an vorgezogenen Blumenzwiebeln zum Beispiel Tulpen, Narzissen oder Muscari. Aus Ihnen lassen sich individuelle Dekorationen zaubern.
Blumenzwiebeln in der Tasse und im Glas!
Meine Lieblingsdekoration ist es, die Blumenzwiebeln in eine Tasse zu pflanzen und mit Moos zu bedecken. Danach wird sie auf den Tisch gestellt oder wo mir eine Dekoration fehlt. Für die Blumenzwiebel in der Tasse nimmt ihr eine Tasse, die ihr nicht mehr im alltäglichen Gebrauch habt und füllt sie mit Blumenerde. Jetzt wird die Blumenzwiebel rein gesetzt. Achtet darauf das die gesamte Zwiebel oben bleibt und nicht mit Erde bedeckt ist. So fühlt sie sich am Wohlsten und es besteht keine Fäulnisgefahr durch Staunässe! Zum Schluss die trostlose Erde mit Moos abdecken. Fertig ist die Tasse samt Blumenzwiebel. Welche Blumenzwiebel ihr nimmt ist euren Geschmack überlassen. Ich variiere gerne. Im oberen Bild habe ich Hyazinthen in die Tassen gesetzt.
Aber nicht nur in einer Tasse machen sich Blumenzwiebeln gut, auch in Gläsern. Für diese Dekorationsidee könnt ihr ein Einmachglas oder ein Keksglas verwenden. Der Boden wird hier für ca.2cm mit Blumenerde bedeckt und dann werden die Tulpenzwiebeln mittig gesetzt. Wie viele Tulpenzwiebeln in das Glas passen hängt von der Größe des Glases ab. Lieber weniger als zu viel, denn es soll euch ja freute bereiten und nicht zu eng aussehen. Bevor ihr dekorative Steine oder Moos um die Tulpen drapiert, besprüht die Erde ausreichend mit Wasser, die Blumenzwiebeln speichern es dann. Jetzt könnt ihr dekorative Steine oder Moos attraktiv ins Glas geben. Das gibt der Tulpe nochmal zusätzlich einen Halt. Anschließend mit einer schönen Tischdecke und grünen Efeuranken zu einem Tulpentraum verschmelzen lassen.
Tipp: Für die Dekorationen mit den Blumenzwiebeln könnt ihr wunderbar eure vergessenen Blumenzwiebeln nutzen. Ich mache das jedes Jahr, denn im Schrank übersieht man gerne etwas.
Vergessene Blumenzwiebeln in einen Topf setzen und den selbst genähten Jeans-Überzug drüber. Fertig ist der Frühling auf dem Tisch!
In all meine Dekorationsideen verwende ich ausschließlich alte Gegenstände! Das Thema Upcycling macht mir Spaß und ich kann sehr schön meiner Fantasie freien Lauf lassen. Probiert es selber aus und seit begeistert, was alles so entstehen kann.
Der Garten ist jetzt in der Winterruhe und tankt Kraft für die nächste Gartensaison. Viele von euch überlegen, was war gut in der vergangenen Saison und was ist nicht optimal gelaufen?! Welches Gemüse oder welche Kräuter haben uns eine reichhaltige Ernte beschert? Oder es werden bereits Pläne für die kommende Gartensaison geschmiedet? Habt ihr schon Pläne für neue Gartenprojekte geschmiedet? Viele Ideen sind bei mir schon gesammelt und bereits in die Planung übergegangen.
Seit einigen Jahren kultivieren wir unser Gemüse in einem Hochbeet (siehe Blog-Beitrag: „Gärtnern im Hochbeet“) und in diesem Jahr kam ein weiteres Hochbeet dazu. Aus jedem Gartenjahr nehmen wir neue Erfahrungen in das nächste Jahr mit. Wir tauschen uns dann aus und schauen zusammen, was wir verbessern können. Der Anbau von Gemüse hat sich in letzter Zeit bei uns wieder verstärkt und das soll noch ein weiteres Stück ausgebaut werden. Der Anbau von eigenen Gemüse im Garten, auf der Terrasse oder sogar auf dem Balkon hat in den letzten Jahren sehr an Bedeutung gewonnen. Denn Gemüse aus dem eigenen Anbau schmeckt immer am besten.
Unsere beiden Hochbeete im Frühjahr 2019!
Unsere Planung für die beiden Hochbeete sind im vollen Gange. Nicht nur das Gärtnern bereitet uns Freude, auch das Schmieden von Plänen. Für die neue Gartensaison ist ein weiteres Hochbeet in Planung, damit wir noch ein bisschen mehr Gemüse ernten können. Über die genaue Größe des neuen Hochbeetes haben wir uns noch nicht verständigen können. Naja, ein bisschen Zeit ist ja noch, bevor es mit dem Anpflanzen des Gemüses los geht. Der Standort des neuen Hochbeetes ist schon festgelegt und welche Gemüsekulturen wir dort kultivieren. Das neue Hochbeet findet seinen Platz bei den bereits vorhandenen Hochbeeten. So dass sie zusammen eine Einheit bilden.
Der Anbau in den Hochbeeten war bei uns immer ein bisschen chaotisch, trotz einer Idee. Die Ernte war trotzdem sehr üppig und hat so manchen Teller gefüllt.
Ein guter Ansatz eines Anbauplans, aus dem Jahr 2016!
Für die nächste Gartensaison möchten wir die Mischkultur anwenden. In dem Buch von Schwester Christa Weinrich OSB “ Mischkultur im Hobbygarten“ (unbezahlte Werbung Ulmer Verlag, eine persönliche Buchrezension) wird gut erklärt, wie die Mischkultur anzuwenden ist und daraus habe ich einen Anbau-Plan für das kommende Jahr entwickelt.
Es hat mir sehr viel Spaß gemacht und bin jetzt schon ziemlich gespannt, wie sich der Anbau-Plan umsetzen lässt. Bei der Planung für den Anbau einer Mischkultur ist zu beachten, dass sich die Kultur vertragen. Es gibt Kulturen, die man nicht zusammen anbauen sollte. Aus dieser Grundlage entstanden meine Pläne! Nachfolgend möchte ich euch gerne meine Anbau-Pläne für eine Mischkultur präsentieren.
Der Anbau-Plan für das große Hochbeet!
Vielleicht bekommt ihr jetzt auch Lust, Pläne für die neue Gartensaison zu gestalten! Dabei wünsche ich euch viel Spaß!