Natur-und Waldspaziergänge mit vielen Entdeckungen!

Wald-oder Naturspaziergänge lassen den Stress des Alltags vergessen. Beim Spatziergang kommen mir immer neue Ideen oder ich kann einfach für einen kurzen Moment meinen Alltag hinter mir lassen. Auf jeden Spatziergang entdecke ich die Natur neu. Aber nicht nur im Alltag sind die Spatziergänge Pflicht, auch im Urlaub gehören sie dazu. Egal, ob es im Harz (siehe Beiträge: „Ein Herbstspaziergang im Kräuterpark“ und “ Den Harz als Garten entdecken“) oder an der Ostseeküste (Beitrag: „Die wilde Landschaft der Ostseeküste“) ist.

Wasser in Kombination mit Wald, ein harmonisches Bild. Die Natur kreiert ihr eigenes Bild. Aufnahme im Frühjahr 2019 an der Sösestausee im Harz!

Wilde Landschaft an der Ostseeküste!

Ohne den täglichen Gang an die frische Luft fehlt irgendwas in meinem Alltag. Einfach mal durchatmen und wieder Kraft tanken tut gut. Es gibt immer wieder etwas zu bestaunen oder das Bekannte aus einem anderen Blickwinkel zu sehen. Auch wenn ich die Strecke kenne. Die Natur ändert sich jeden Tag und das macht sie so besonders.

Besonders schön, ist zu beobachten, wie sich die Pflanzenwelt an die Jahreszeiten anpasst. Vor kurzem war noch alles grün und im nächsten Moment hat sich das Laub in die warmen Töne des Herbstes verfärbt. Im Sonnenlicht erstrahlen die Blätter in Gelb, Rot und Orange.

Dann kommt der Winter und es entsteht wieder ein neues Bild. Die Gehölze sind kahl und endeckt schon die Knospen für das Frühjahr/Sommer.

Die Gehölze im Winter. Das nächste Frühjahr lässt sich erahnen. (siehe auch Blog-Beitrag: Gehölze im Winter)

Im Frühjahr werden die Knospen langsam dicker und es zeigt sich, wie die Pflanze/Gehölz wohl im Sommer aussehen wird. Der Sommer ist dann voll im Grün und alles blüht herrlich. Es ist ein sichtbarer Wandel, den wir manchmal vergessen.

Bei einem Waldspaziergang durch die Eilenriede (Stadtwald in Hannover) sind mir sehr viele Pilze aufgefallen. Unglaublich, wie viele unterschiedliche Arten Pilze sich so am Wegrand angesiedelt haben. Durch die hohe Luftfeuchtigkeit wachsen die Pilze in unglaublichen Mengen. Nicht nur in der Eilenriede, sondern auch am Mittellandkanal begegne ich Pilzen.

Solche Entdeckungen machen meine Spatziergänge nie langweilig.
Neben meinen täglichen Spatziergängen in meiner Heimatstadt, sind die Naturerlebnisse im Harz immer wieder ein Highlight. Im Harz sehe ich bei jedem Urlaub einen Wandel. Der Wald verändert sich und das sieht man sehr deutlich. Das Gleiche gilt für die Pflanzen, die sich neu im Wald ansiedeln, ohne Einwirkung des Menschens. Ein sichtbarer Naturkreislauf! Daher ist es immer spannend, wenn ich im Harz bin. Für mich eine unendliche Entdeckungsreise, die hoffentlich nie endet.

Neben den vielen Pflanzen, werden auch die Tiere des Waldes entdeckt!

Ich hoffe, ihr entdeckt die Natur auch immer wieder neu, so wie ich es euch gerade beschrieben habe.

Eure Sandra

Die wilde Landschaft an der Ostseeküste!

Nicht nur im Harz oder in meiner Heimatstadt entdecke ich die Natur und seine Wildpflanzen. Sondern auch an der Ostseeküste wird man fündig an der Vielfalt der Wildpflanzen. In Kombination mit der Ostsee ist es, ein einzigartiges Naturschauspiel. Ich bin beeindruckt, wie sich die Wildpflanzen, trotz der schwierigen Bedingungen hier behaupten können. Gerne möchte ich euch diese Naturwelt in diesem Beitrag zeigen.

Reinfarn im verblühten Zustand, umgeben von verschiedenen Gräsern!

Vielleicht habt ihr schon selber Urlaub an der Ostseeküste gemacht und kennt diese Naturphänomene. Die Kombination Wasser und Wildpflanzen passt super zusammen und bilden ein harmonisches Bild. Man muss dabei bedenken, dass die Wildpflanzen anderen Bedingungen ausgesetzt sind , als im Harz oder in der Stadt. Das Wetter ist rauer und die Temperaturen in den meisten Fällen niedriger als in der Stadt. Neben dem Wetter sind die Bodenverhältnisse nicht unbedingt für das Wachstum von Pflanzen geeignet. Der Boden ist eher sandig und steinig. Hinzu kommt die Trockenheit der letzten Zeit. Trotzdem schaffen es die Pflanzen zu wachsen und ihre Pracht zu zeigen. Die Wildpflanzen können sich optimal an den vorhandenen Bedingungen anpassen. Es sind Überlebenskünstler der Natur!

Ein herbstlicher Anblick!

Die Blütezeit einiger Pflanzen ist bereits vorbei, trotzdem sehen sie im verblühten Zustand immer noch sehr attraktiv aus. Durch ihre Samenbildung werden sie im nächsten Jahr wieder zahlreich Wachsen und uns mit ihrer Schönheit verzaubern. Das Wetter wird herbstlicher, die Ostsee rauer und die Pflanzen verwildern!

Die Wildpflanzen in der Entwicklung von Saatgut für das nächste Jahr!

Im Frühjahr und Sommer entsteht dann wieder ein anderer Blick. Jede jahreszeitliche Veränderung lässt ein neues Bild entstehen. Egal, welches Bild sich gerade präsentiert, alleine der Anblick ist sehenswert.

Viele Arten wachsen in den Dünen der Ostsee und geben Schutz für die dahinter liegenden Felder. Sie dienen den Küstenschutz, der in den letzten Jahren sehr wichtig geworden ist. Auch die Arten, die zwischen den Steinen wachsen, sehen nicht nur gut aus, sondern dienen den Insekten als Nahrungsquelle. Daher sind Wildpflanzen für unseren Naturhaushalt sehr wichtig und schutzbedürftig!

Es macht Spaß die Ostseeküste mit seinen Wildpflanzen zu entdecken und den Stress des Alltags zu vergessen.

Eure Sandra

Wildpflanzen- Eine Vielfalt entdecken!

Viele von euch gehen regelmäßig spazieren oder wandern. Dabei entdecken wir viele Wildpflanzen oder andere Naturphänomene, die nicht alltäglich sind. Ich möchte euch gerne in zwei Beiträgen über die Wildpflanzen, sowie über Entdeckungen im Wald berichten. Den Anfang machen die Wildpflanzen. Schon in einem Beitrag mit dem Titel „Wildpflanzen: Meine persönlichen Wildpflanzen und ihre Bedeutung“ habe ich euch über diese Thematik berichtet. Dabei gibt es noch viele mehr!

Ackerveilchen, zeigt uns seine Blüte im Frühjahr! Auf Ackerflächen ist es all gegenwärtig.

Jedes Mal, wenn ich im Harz bin oder bei mir in der Umgebung spazieren gehe, entdecke ich neue Wildpflanzen. Es ist faszinierend und spannend. Nicht nur das Entdecken neuer Wildpflanzen macht den Spaziergang abwechslungsreich, sondern auch die Gedanken können mal abschalten. Ich muss dazu sagen, dass für mich das Entdecken neuer Wildpflanzen immer mehr in den Fokus gerückt ist. Früher ist mir das gar nicht so aufgefallen, aber seit dem Gartenbaustudium achte ich viel mehr darauf. Eine sehr schöne Bereicherung und positive Eigenschaft! Aber nicht nur für mich, sondern auch für all anderen Mitmenschen und meiner Gartenwelt.

Hufflattisch, eine Wildpflanze, die mich im Studium fast in den Wahnsinn gebracht hat. Standort muss sandig und trocken sein. Manchmal schwer zu entdecken.

Wildpflanzen zeigen uns auch schön, welche Bedingungen in dem Gebiet vorliegen. Sie sind so genannte Zeigerpflanzen. Dabei wird deutlich, dass in der Natur eine ausreichende Versorgung an Nährstoffen oder anderen Bedingungen herrschen, die uns auch zu Gute kommen. Die Artenvielfalt wird im Laufe der Zeit immer reichhaltiger, weil sich die Klimabedingungen ändern werden. Natürlich wird es auch Wildpflanzen geben, die vielleicht irgendwann verschwinden werden, weil die Bedingungen für die schlecht sind. Es wird ein ständiger Wandel statt finden. Das kann man sicher beobachten, wenn genauer hingesehen wird.

Viele Wildpflanzen erblühen im Frühjahr, weil sie dort noch ein ausreichendes Lichtangebot bekommen. Denn im Sommer haben die Bäume ihre Blätter komplett entfaltet und geben uns den Schatten, aber nehmen den am Boden wachsen Pflanzen das Licht. Daher erfreut uns der Frühling mit vielen Wildpflanzen. Auf Wiesen und Felder gibt es im Sommer, ja sogar im Herbst noch eine Vielzahl von Wildpflanzen. Es ist immer ein schöner Anblick. Da es unterschiedliche Pflanzen mit einzigartigen Blüten, die sehr verschieden sind. Für die Insekten eine sehr natürliche Quelle!

Nicht nur für uns Erwachsene ist eine Entdeckungsreise, sondern auch für die Kinder. Ich finde Kinder sollten die Wildpflanzen auch entdecken und sich von uns Erwachsenen erklären lassen. Neben den Entdecken kann man mit gesammelten Wildpflanzen (Bitte nicht im Naturschutzgebiet sammeln, nur wo es erlaubt ist!!) schöne Bilder basteln. Da kann die Phantasie freien Lauf gelassen werden. Besonders schön ist, sicher eine Art Tagebuch zu erstellen, welche Wildpflanzen man so in seinem Leben entdeckt. Das ist sicher nicht nur für Kinder, sondern auch für Erwachsene interessant. Aber am besten ist es, die Wildpflanzen in ihrem natürlichen Lebensräume zu erforschen.

Viele kennen fast keine Wildpflanzen, möchten aber welche kennen lernen. Dafür gibt es neben Apps auch passende Bestimmungsbücher, die man sich ausleihen oder kaufen kann. Speziell für Kinder gibt es auch passende Bestimmungsbücher (siehe auch meine persönliche Buchrezension „Naturführer für Kinder“).

Geht in die Natur und entdeckt unsere Vielfalt an Wildpflanzen!

Eure Sandra 🌻🌸🌺

Wildpflanzen: Meine persönlichen Wildpflanzen und Ihre Bedeutung

Wildpflanzen oder Wildkräuter sind ein Teil der Biodiversität und verschönern unsere Wälder, Flussufern oder Ackerland. Sie zeigen uns auch an, welche Standortfaktoren an diesen Orten vorliegen zum Beispiel wie der Boden ist oder welche Nährstoffe vorhanden sind. Es sind sogenannte Zeigerpflanzen, die uns Helfen unsere Wälder zu verstehen. Ein weiteres Nutzen der Wildpflanzen liegt darin, dass sie Insekten, Schmetterlinge anlocken.  Durch das Anlocken der Insekten und Schmetterlinge kommt es zum Teil zu einer natürlichen Schädlingsregulierung für die Nutzpflanzen. Daher sollte man Wildpflanzen im Garten dulden und aktiv zur Ansiedlung dieser Pflanzen beitragen.

Viele Wildpflanzen gibt es kaum noch oder sind völlig ausgestorben, durch die Eingriffe von uns Menschen und die Technik der vielen Maschinen. Daher gibt es spezielle Förderungsprogramme, um Wildpflanzen vor dem Aussterben zu schützen.

Beispiele für die Nutzung von Wildpflanzen bzw. -kräuter:

  • Heilkräuter -> z.B Brennnessel, Schafgabe und Löwenzahn….
  • Küche -> z.B Salate, Suppe….
  • für die Tierwelt
  • Dünge-und Pflegemittel

Meine persönlichen Lieblingswildpflanzen und Ihre Bedeutung. Jeder dieser Wildpflanzen ist mir in der Zeit meines Studiums begegnet.

  1. Die erste Wildpflanze, die ich euch vorstellen möchte, ist das Acker-Stiefmütterchen (Viola arvensis). Die Acker-Stiefmütterchen wächsen auf Äckern und auf Gartenbeeten. Man findet es auch an Wegrändern und auf Plätzen. Schon bei niedrigen Temperaturen fängt es an zu keimen, daher ist das Acker-Stiefmütterchen das ganz Jahr über da. Es ist eine verträgliche, hübsch anzusehene Wildpflanze. Sie ist eine alte Heilpflanze. Ihre oberirdischen Teile der blühenden Pflanze wird als Teeaufguss verwendendet.
  2. Die Weiße Taubnessel (Lamium album) wirkt mit ihren weichen Trieben, die sich über den Boden legen und mit seine aufrechten Blütenkerze unvoreingenommen als hübsche Zierpflanze. Ich finde die Blüten und Blätter glitzern förmlich in der Sonne, als ich sie am Kanal entdeckt habe. Die Blüten sehen aus, wie Lippen und daher gehören sie zu der Familie der Lippenblütengewächse. Die Weiße Taubnessel dient den Insekten als Nektargeber. Sogar Kinder wissen , dass man aus den Blüten den süßen Nektar herraussaugen kann. Weiße Taubnessel

Der Gundermann oder Gundelrebe genannt, hatte im Volksglauben einen Ruf als Zauberpflanze, die vor der Hexerei schützt. Er ist ein Allerweltskraut, dass in fast jedem Garten, unter Hecken oder auf Baumscheiben wächst. Durch eine Kindergartengruppe bin ich auf diese schöne Wildpflanze gestoßen. Die Blüten sind hellviolette Lippenblüten und die Blätter zeigen ein herrliches dunkelgrün auf. Als Bodendecker eignet sich der Gundermann hervorragend. Das Wildkraut eignet sich super für die grüne Küche in Form von Salten und Saucen…

4. Die Knoblauchrauke ist eine wilde Mischung aus Knoblauch und Senf. Sie blüht von April bis Mai. Meistens findet man sie in Wäldern, Wegrändern, im Auenwald sowie in Hecken oder verwilderten Gärten. Ihre Blüte ist weiß und wird bis zu einem Meter hoch. Ich selber, habe sie im Wald und auf einem Ackerfeld gefunden. Beim Zerreiben der Blätter kommt der Duft des Knoblauchs durch, hat aber nichts mit den Inhaltsstoffen des klassischen Knoblauch zu tun. In der Küche wird die Knoblauchrauke als Wildgemüse oder als Salat verwendet…

Knoblauchrauke

5. Der Gewöhnliche Frauenmantel ist ein schönes Wildkraut, welches schöne Blätter hervor bringt. Diese Wildpflanze ist mehrjährig und blüht von Mai bis Oktober. Die Blätter sind handförmig rund und die Blüte ist eher unscheinbar, sie weisen einen grünlich gelben Farbton auf. Hauptsächlich finden man ihn im Bergland. Man findet ihn auch in einigen Gärten als hübsche Blattschmuckstaude. In der Küche werden die Blätter von April bis Juli als Salat, Gemüsefüllung verwenden. Von Mai bis Oktober kann man dann die Blüten verwendetn als essbare Dekoration.  Also vielseitig verwendbar…

Frauenmantel

6. Eine weitere schöne Wildpflanze ist die Berg-Platterbse. Als ich sie entdeckt habe, war ich von ihrer schönen Blüte ganz verzaubert. Die Blüten sind zu 4-6 lange gestielte, lockere Trauben gewachsen. Im Bild kann man es sehr gut erkennen. Ihr Standort liegt in lichten Laubwäldern, Heiden oder in Magerrasen. Ich habe sie bei uns am Mittellandkanal entdeckt. Die Blätter sind 2-3 Fliederpaaren und unterseits bräunlich. Es ist keine rankende Pflanze. Sie ist liegend oder aufsteigend.

Berg-Platterbse

 

Wenn ich noch intetressante Wildpflanzen entdecke, werde ich euch weitere vorstellen. Die Pflanzenwelt steht ja noch am Anfang, viele Pflanzen werden erst noch blühen.

Meine Büchertipps zu diesem artenreichen Thema:

  • Steinbachs: Großer Pflanzenführer
  • Steffen G. Fleischhauer, Jürgen Guthmann, Roland Spiegelberger: Essbare Wildpflanzen, einfach bestimmen
  • Brunhild Bross-Burkhardt: Lob des Unkrautes …