Meine Staudenlieblinge!

In der diesjährigen Gartensaison habe ich angefangen, mich intensiv mit Stauden und ihren Eigenschaften zu beschäftigen. Vorher waren es für mich hübsche Zierpflanzen, ohne das ich mir bewusst war, welche einzigartige Vielfalt Stauden zu bieten haben. Hört die eine Staude auf zu blühen, erscheint bei der Nächsten bereits die Blüte. So das durchgehend einen Blütenmeer im Beet oder vielleicht im Kübel entsteht.

Einige Stauden sind mir besonders ans Herz gewachsen und die möchte ich euch gerne zeigen.

Die Astillbe!

Die Astillbe hab ich im letzten Jahr in einer Gärtnerei entdeckt und einfach mal in ein Gefäß im Waldgarten gepflanzt. Ich war richtig neugierig, wie die Blüte und das komplette Blattwerk im darauffolgenden Sommer aussieht. Meine Erwartungen wurden nicht enttäuscht. Die Blätter sind dunkelgrün und ziemlich filigran. Irgendwie wild. Zwar ist die Blütenrispe zart und fein, aber in der Kombination mit dem Blattwerk entsteht eine Art Pflanzenfeuerwerk. Sie eignet sich hervorragend für Beete, Kübel die den Halbschatten- oder Schattenbereich verschönern soll.

Schafgabe, Staude des Jahres 2021!

Eine Staude, die mir sehr ans Herz gewachsen ist. Sie ist nicht ohne Grund zur diesjährigen Staude gewählt worden. Ihr langer Blütenstiel ist schon aus der Ferne zu sehen. Die Blütenform erinnert mich irgendwie an einen Teller und Wildbienen & andere Insekten können gut auf dem Blütenteller sich ausruhen und Nektar saugen. Das Blattwerk ist wild und braucht sich gegenüber der hohen Blüte verstecken. In der Natur begegnet man der Schafgarbe regelmäßig. Hauptsache an trocknen Standort. In einer maritimen Bepflanzung gehört garantiert Schafgarbe dazu.

Die Waldaster, meine neu Entdeckung!

Als ich recherchiert habe, welche Stauden in einen Waldgarten gehören, bin ich auf die Waldaster aufmerksam geworden. Auf den ersten Blick eher unscheinbar und sehr zart in ihrer Erscheinung. Im letzten Jahr hab ich sie ins Beet, welches an der Terrasse angrenzt gepflanzt. Ich war neugierig, wie sie wächst und auf ihr komplettes Aussehen. Sie hat den starken Winter überlebt und mit zarten, weißen Blüten überrascht. Der Waldboden ist sandig und das scheint sie gerne zu mögen.

Herbstanemone, Überraschung im Beet!

Wenn ich an die Herbstanemone, denke ich an eine blumige Überraschung. Die Herbstanemone hab ich erst im letzten Jahr im Rhododendron entdeckt. Vorher war mir gar nicht bewusst, dass dort eine Herbstanemone wächst. Ihr Blatt ist groß und hält sich diskret im Hintergrund. Die rosa farbende Blüte überragt alles. Er fällt sofort ins Auge, wenn man auf die Terrasse schaut. Lässt man die verblühten Blüten stehen, wodurch Saatgut entsteht, kann es gut sein, dass an einer anderen Stelle eine neue Herbstanemone wächst. Ohne diese tolle Herbstanemone würde garantiert irgendwas auf der Terrasse fehlen.

Es gibt noch viele weitere Stauden, die ich toll und einzigartig finde. Dies sind aber meine absoluten Staudenlieblinge. Eure Sandra

Comeback des Betongefäßes.

Im hinteren Bereich des Waldgartens befindet sich ein großes Betongefäß, welches mich von Beginn begeistert hat. Mir sind auf Anhieb tausend Ideen, wie man ihn Bepflanzen kann und so besser in Szene zu setzen. Eine Weide zierte die Mitte und unten war Platz für pflanzliche Ergänzungen. Einfach perfekt.

So sah das Betongefäß nach meiner ersten Unterbepflanzung aus. Ausdrucksstarke Blütenfarben.

Leider hat die Weide den Winter nicht überstanden. Sie war sehr schön und hat ein sehr schönes Grundgerüst des Betongefäßes gebildet. Irgendwie symbolisch für die Neugestaltung des Waldgartens. 

Nur Chaos im Betongefäß. Wild halt. Der Farn ist sehr kräftig im Wuchs und wurde natürlich mit integriert.

Natürlich hab ich mir im Vorfeld bereits einige Gedanken gemacht, wie man das Betongefäß wieder optimal in das Gesamtbild des Waldgartens integrieren kann. Meine erste Idee war, mit einjährigen Sommerblumen Farbe ins Spiel zu bringen, aber das spiegelt irgendwie nicht den Charakter des Waldgartens wieder. Es muss zusammen passen, Wald und Pflanzen!

Wie der Zufall will, ist mir die optimale Idee nach der ersten Übernachtung in der Waldhütte gekommen. Heimische Wildstauden sind gerade Topaktuell und sie gehören garantiert in einen Garten im Wald. So war sofort klar, in das Betongefäß gehören heimische Wildstauden.

Nach einigen Recherchen bin ich fündig geworden. Ab in die Baumschule und einige heimische Wildstauden in den Einkaufswagen. Ich war sehr begeistert und konnte es fast nicht erwarten sie in das Betongefäß zu pflanzen.

Die heimischen Wildstauden haben ihren Platz gefunden.

Das Pflanzen der Wildstauden hat mir sehr viel Spaß gemacht. Es zeigt mir, dass mit langsamen Schritten ein Waldgarten zu unsere Wohlfühloase werden kann.

Ein Waldgarten braucht Zeit und man genießt die kleinen Veränderungen. Eure Sandra

Bergenie, eine immergrüne Blattschmuckpflanze zeigt ihre Blüte.

Ich mag gerne Blattschmuckpflanzen. Sie geben den Blühpflanzen einen sehr attraktiven Kontrast im Beet, Kübeln oder sogar in Blumenkästen. Über einige Blattschmuckpflanzen habe ich bereits einen Beitrag verfasst (zum Beispiel über die Funkie). Nun möchte ich euch über eine besondere Blattschmuckpflanzen berichten. Die Bergenie!

Als ich im letzten Frühjahr sie entdeckt habe,  war ich sofort von ihr angetan. Die darf einfach nicht auf meiner Terrasse fehlen. Im Kübel als Einzelpflanze ist zwar schön anzusehen, aber leider kommt der gewünschte Effekt nicht rüber. In Kombination mit anderen Blühpflanzen entsteht ein tolles Bild über das gesamte Jahr. 

Eine Bergenie gehört ins Beet oder in einen Kübel mit anderen Blühpflanzen. Dadurch das sie das ganze Jahr über ihre sagenhaft Blätter vorhanden ist, können alle passenden Blühpflanzen dazu gepflanzt werden. Der Bonus dieser attraktiven Blattschmuckpflanze sind im Frühjahr ihr Blüte. Ich war sehr gespannt, wie sich die Blüten aussehen,  nachdem ich sie ins Beet gesetzt habe.  Einfach nur mega cool und es harmoniert mit alle anderen vorhanden Pflanzen. 

Die Blüte gibt es in den Farben weiß, zartrosa oder in Pink.

Das Blatt ist dunkel grün, kann aber je nach Sorte variieren. In den kalten Monaten verfärbt sich das Blatt rötlich und das fällt natürlich sofort auf. Auch jetzt noch findet man vereinzelt rötliche Blätter.

Durch ihre starke grüne Farbe passt jede andere Pflanze dazu. Auch farbliche, immergrüne Sträucher können eingesetzt werden.

Ich liebe Bergenie und den Frühling! Eure Sandra

Staudenlust für kleine Beete…

Stauden sind mehrjährige Pflanzen, die sich im Winter zurück ziehen und dann in der nächsten Gartensaison uns wieder mit ihrem Blattwerk und Blütenreichtum erfreuen. Für kleine Flächen fordert die Gestaltung Fingerspitzengefühl und die Auswahl der passenden Stauden. Bei großen Flächen ist es dagegen einfacher, weil genügend Platz zur Verfügung steht. Daher möchte ich gerne auf die Staudenlust bei kleineren Flächen näher eingehen.

Es ist wichtig, dass eine Fläche mit wenigen Quadratmeter so gestalten, dass es für einen gewissen Zeitraum funktioniert. Das bedeutet, wie sieht das Beet optisch mit Jahren aus. Überwuchert oder besonders attraktiv mit vielen interessanten Stauden, die vielleicht zu unterschiedlichen Zeiten blühen? Daher ist die Auswahl ein entscheidender Faktor. Stauden, die stark wachsen oder sich frühzeitig zurück ziehen sollten unbedingt vermieden werden. Die Beetfläche sieht dann eher gruselig aus, als das sie schön ist.

Bei der Auswahl der passenden Stauden ist auf gemäßigte Stabilität im Wuchs zu achten und das die Blühzeit sich über den kompletten Sommer bis in den frühen Herbst erstreckt. Natürlich kann eine kleine Beetfläche mit unterschiedlichen Blattschmuckstauden bepflanzt werden. Wir haben so ein Beet unter dem Flieder entstehen lassen (der passende Beitrag ist bereits auf dem Blog erschienen).

Die Blattschmuckstauden bilden ein einzigartiges Farbenspiel aus Struktur und Farbe der Blattwerke!

Die Pflanzenauswahl ist natürlich für sonnige Lagen größer als wenn eine Fläche komplett im Schatten liegt.

Beispiele für sonnige Beete:

  • Mädchenauge
  • Sonnenhut
  • Sedum
  • Phlox
  • Lavendel
Beispiele für ein sonniges Staudenbeet!

Doch auch im Schatten kann man sehenswerte Beete gestalten.

Beispiele für schattige Beete:

  • Funkie
  • Purpurglöckchen
  • Farne
  • Elfenblume
Farn und Funkie trifft man häufig im Garten an.

Natürlich gibt es noch viele weitere interessante Stauden. Die Auswahl wird von Jahr zu Jahr größer.

Buchtipp zu diesem Thema: Renate Hudak und Harald Harazim: Schnell, einfach, blüht! (unbezahlte Werbung für den Ulmer Verlag) !

Eure Sandra

Schöne, attraktive, spätblühende Stauden verlängern die Gartensaison!

Wenn ich durch den Garten gehe, merke ich das es langsam auf den Herbst zu geht. Auch wenn man deutliche Anzeichen für den Herbst zu sehen bekommt, bereichern uns die spätblühenden Stauden mit ihrer Blütenpracht. Einige Sommerblumen geben nochmals alles und zeigen uns ihrer volle Pracht. Es entsteht somit im Beet, Balkonkästen oder Kübeln herrliche Kombinationen.

In diesem Monat liegen die Tagestemperaturen vieler Orts noch deutlich über 20 Grad. Also optimale Bedingungen für die Sommerblumen, sowie für die Stauden. Besonders trumpfen aber jetzt die spätblühenden Stauden auf. Besonders die Dahlien oder die Fetthenne (Pflanze des Monats September) erfreuen uns zur Zeit mit ihren Blüten.

Die spätblühenden Stauden erleuchten in sehr warmen Tönen von Gelb über orange bis zu einem kräftigen Rotton. Im Sonnenlicht kommen die warmen Töne sehr elegant zur Geltung. Als Gegenpart benötigen die warmen Töne einige Pflanzen in einem kühleren Farbton. Stauden in lila oder blauen Tönen bilden im Beet, Balkonkasten oder in Kübeln einen entsprechenden Kontrast.

Für die Kübel oder Balkonkästen lassen sich mit dem bekannten Herbstzaubermix oder Heide attraktive Blumenhighlights erzeugen. Einige der spädblühenden Stauden eignen sich optimal für die Balkonkästen- oder Kübelbepflanzung. Für meine eigene Terrasse habe ich die passenden Stauden gefunden. In Kombination mit den Herbstblühern entsteht ein einzigartiger Blickpunkt.

Natürlich können im Beet auch solche Effekte erzeugt werden. So einen Effekt kann man sehr schön mit Dahlien erzeugen. Die Dahlie gibt es in den unterschiedlichen Farben und Formen, welches nochmal einen zusätzlichen Blickfang im Beet erzeugt.

In meinem eigenen Garten findet sich bereits die ein oder andere Dahlie, aber ihre wahre Schönheit muss noch hervorgehoben werden.

Durch die vielen Blüten, die uns noch bereichern, wird die Gartensaison auf schöner Weise verlängert. Der Gedanke an den bevorstehenden Winter ist noch weit weg. Genießt die herbstliche Sonne und die leuchtende Blütenpracht der vielen spätblühenden Stauden!

Eure Sandra