Die Gartensaison nähert sich langsam dem Ende zu. Jede Gartensaison ist anders. Nach jeder Gartensaison überlege ich mir: Welche Pflanzen waren besonders toll? Mit welchen Gartenprobleme musste ich umgehen? Neue Ideen für die kommende Gartensaison? Und noch weitere Überlegung! Ich schreibe alle solche Gartenangelegenheiten in eine Art Tagebuch. So kann ich meine Erfahrungen während der aktuellen Gartensaison aufschreiben oder aus der letzten Gartensaison noch einmal nachvollziehen.
Für mein persönliches Gartentagebuch benutze ich einen Ordner.
Natürlich kann man auch ein kleines Büchlein verwenden. Das ist jedem selber überlassen. Die gesamte Gestaltung des Gartentagesbuchs soll euren persönlichen Geschmack entsprechen.
Den Ordner hab ich in verschiedene Bereiche aufgeteilt. Denn meine Gartenleidenschaft ist bekanntlich weitläufig und doch so unterschiedlich. In dem einem Kapitel schreibe ich alles auf was sich im Familiengarten bezieht, dann folgt Kapitel zwei Terrasse und abschließend kommt der Waldgarten. So hab ich eine Grundstruktur und finde alles relativ einfach wieder.
Welche Themen können in einem Gartentagebuch aufgeschrieben werden?
Welche Pflanzen waren besonders schön oder möchte ich pflanzen?
Eine Ideenliste erstellen
Welche Pflanzen werden wann ausgesät oder ausgepflanzt
Beetplanung
Gemüse-Anbau Planung
Problematik zum Beispiel Schnecken oder Blattläuse…
TIPP: Beim Lesen von Gartenzeitungen- Magazine findet ihr sicher, die ein oder andere Idee/ Anregung. Ihr könnt sie ausschneiden und auch in euer Gartentagebuch heften/kleben. So verliert ihr sie nicht aus dem Auge. Denn manch eine Gartenzeitung landet schnell in den Müll. Wäre schade, wenn eine Idee/ Anregung verloren gehen würde.
Jetzt kann ich nur noch sagen, schreibt eure Gartensaison in ein Büchlein und haltet eure eigenen Erfahrungen fest. Denn viele Erfahrungen meiner Großeltern sind verloren gegangen. Eure Sandra
Im April geht es erst richtig los im Garten! Die Liste der Gartenaufgaben ist ziemlich lang, aber das macht überhaupt nichts. Im Garten zu arbeiten, zu werkeln und zu pflanzen ist das neue Yoga! Es ist abwechslungsreich und den Erfolg der Gartenarbeit sieht man sehr schnell. Besonders wenn das erste früh gesäte Gemüse geerntet wird. Dann lasst uns an die Gartenaufgaben im April erledigen!
Pflege der Staudenbeete!
Die Staudenbeete sehen nach dem Winter nicht sehr schön aus. Das Unkraut, verwelktes Laub und die nicht mehr schöne Pflanzen kommen deutlich zur Geltung. Damit alles wieder üppig wächst und optisch was her macht, geht es jetzt an Jäten und Pflegen der Staudenbeete. Als Erstes wird das gesamte Staudenbeet vom Unkraut befreit und somit gleichzeitig die Erde aufgelockert. So kannst du zwei Pflegemaßen zeitgleich erledigen. Der überstehende Rasen mit einer scharfen Gartenschere abschneiden und dadurch wird wieder Beetfläche frei gelegt. Wer Kantensteine darunter hat, dem empfehle ich diese Pflegemaßnahme in regelmäßigen Abständen zu wiederholen. Dadurch kommen die Kantensteine je nach Art und Optik weiterhin zum Vorscheinen. Die Stauden treiben bereits neu aus! Falls ihr es noch nicht gemacht habt, schneidet sie jetzt noch zurück. Denn so kommen die neuen, frischen, grünen Triebe zum Vorscheinen und bekommen genügend Licht, um zu wachsen.
Nach dem Säubern des Beetes lässt sich erkennen, ob das Staudenbeet mit frischer Erde versorgt werden muss. Erst wenn ihr frische, neue Erde auf das Staudenbeet verteilt habt, könnt ihr die Lücken neue Stauden oder später dann einjährigen Sommerblumen bepflanzen. Die einjährigen Sommerblumen erst ab Mitte Mai pflanzen. Stauden können bereits im April in die Beete gepflanzt werden! Bei Neupflanzungen gibt ein bisschen Langzeitdünger in das Pflanzloch. So bekommen die Jungstauden schrittweise Nährstoffe, die sie zum Wachsen benötigen von Beginn an!
Aussaat von Gemüse-und Sommerpflanzen!
Ab April geht es weiter mit der Aussaat von Gemüse-und Sommerpflanzen! Im Haus werden ab April Gurken, Zucchini, Kürbis und viele einjährige Sommerblumen zum Beispiel Strohblume vorgezogen. Bis Mitte April besteht noch die Möglichkeit Tomaten auszusäen!! Eure März-Aussaaten werden inzwischen eine ordentlich gewachsen sein, so das sie in einen größeren Topf umziehen können. Tipp: Da der Platz in euren Wohnungen wahrscheinlich begrenzt ist, sät am besten in Etappen aus. Dadurch können die größeren Pflanzen bei angenehmen Wetter tagsüber nach draußen zum Abhärten. Daher plant am besten jede Aussaat genau und schreibt es in einer Liste, dann behaltet ihr einen besseren Überblick!
Es gibt Gemüse und Kräuter, die direkt in das Hochbeet, Rahmenbeet oder Kübel gesät werden. Dazu zählt Rote Beete, Radieschen, Mangold… ! Durch das direkte Aussäen spart ihr das Vorziehen im Haus und natürlich auch den Platz. Das Gemüse und die Kräuter sind an ihrem Platz und müssen nicht mehr verpflanzt werden, wodurch ihr Wachstum nicht gestört wird. Zusätzlich werden sie an die äußeren Witterungsverhältnisse direkt gewöhnt. Ich mag die direkt Aussaat sehr gerne, weil ich Zeit und Arbeit sparen kann.
Rasen-Pflege!
Wie sieht eure Rasen nach dem Winter aus? Regen, Schnee und Frost setzt dem Rasen ganz schön zu. Das Frühjahr, besonders der April kann genutzt werden, um den Rasen fit zu kriegen. Für eine kompakte und grüne Rasenfläche braucht es ein wenig Pflege. Mit Rasen mähen ist es aber nicht getan.
Zur Entfernung des Mooses und um dem Rasen wieder Luft zum atmen zu gewährleisten, sollte der Rasen nach dem ersten Mähen vertikutiert werden. Dabei werden das Moos und andere Unreinheiten aus dem Rasen gekratzt. Durch diese Maßnahme kann wieder eine Luftzirkulation innerhalb der Rasenfläche erzeugt werden. Diese ist notwendig, damit bei Regen und Nässe die Rasenfläche gleichmäßig abtrocknet.
Nach dem Mähen und vertikutieren benötigt die Rasenfläche wieder Nährstoffzufuhr! Die Nährstoffzufuhr ist wichtig, damit die Grashalme ordentlich und stabil wachsen. Außerdem geben sie den Grashalmen eine Widerstandsfähigkeit gegenüber Schädlingen und Krankheiten. Denn diese möchte ja keiner in seiner grünen Rasenfläche haben. Daher wird nach dem Vertikutieren eine Düngung empfohlen. Welchen Dünger ihr benutzt hängt davon ab, welche Wirkung ihr damit erzielen wollt. Am Besten geht in ein gut sortiertes Gartencenter und lasst euch dort beraten!
Tipps: Nach der Düngung (Anleitung genau lesen!) die gesamte Rasenfläche bewässern! Düngen, wenn es bewölkt ist und nicht bei direkt Sonneneinstrahlung.
Zusatzinformation: Das Vertikutieren entzieht der Rasenfläche Nährstoffe und die müssen anschließend wieder aufgefüllt werden!
Kahle Stellen lassen sich durch eine schnell Nachsaat beheben. Nach der Aussaat die Stellen feucht halten, damit das Saatgut gut auflaufen kann und eine geschlossene Fläche bildet.
Die Gartenlaube ist ein gemütlicher Aufenthaltsort! Daher ist es wichtig, nach der Winterzeit sie gründlich zu reinigen. Alle Spinnweben entfernen, die Möbel und den Küchenbereich säubern. Es ist zwar Zeitaufwendig, aber zum Schluss freut man sich darüber! Denn in einer sauberen Gartenlaube lässt sich besser der Kaffee kochen!
Jetzt kann der Frühling und die Gartensaison so richtig starten!