Sommerliche Schönheiten im Waldgarten!

Der Sommer ist im Waldgarten angekommen. Ich lasse mir persönlich mit der Auswahl der Sommerblumen für den Waldgarten ein wenig Zeit. Erstens müssen sie robust sein und zweitens finde ich, dass die Blütenfarbe in dem Waldgarten auffällt.

Meine Oma wäre in diesem Jahr 95 Jahre alt geworden und daher wollte ich ihr die sommerliche Bepflanzung im Waldgarten widmen. Ihre sommerlichen Bepflanzungen waren immer sehenswert und pflegeleicht. Das ist mir in Erinnerung geblieben und das möchte ich nutzen für den Waldgarten. Die besten Pflanzenanleitungen stehen nicht in einem Gartenbuch, sondern sind die Erfahrungswerte von meinen Großeltern und meine Eigenen.

Die Geranie gehört jedes Gartenjahr in den sommerlichen Waldgarten. Sie kommt mit den klimatischen Bedingungen, die im Waldgarten herrschen, sehr gut klar. Geranien sind robust und können hervorragend eine zeitlang mit Trockenheit umgehen. Daher pflanze ich sie in die Blumenkasten am Küchenfenster und sie blühen den ganzen Sommer über. Bei jedem Aufenthalt im Waldgarten blühen die Geranien in ihren zauberhaften Farben. So wie im Waldgarten haben die Geranien auch bei meinen Großeltern auf dem Balkon und im Garten geblüht.

Neben den Geranien blühen in diesem Waldgartenjahr das Löwenmäulchen, Petunie, Tagetes, Vanillieblume und Begonien in den vier Balkonkästen. Die Löwenmäulchen sind meine Lieblingssommerblumen. Bereits im letzten Waldgartenjahr habe ich die Löwenmäulchen in die Balkonkästen gepflanzt und sie sind gut mit den vorhandenen Bedingungen zurecht gekommen. Darüber bin ich sehr erfreut. Ich probiere immer wieder aus, welche Sommerblumen im Waldgarten wachsen und blühen.

Im Waldgarten lassen sich besonders gut Stauden kultivieren. Stauden können sich hervorragend an ihre Umgebung anpassen und diese Eigenschaft nutze ich, damit eine blühreiche und insektenfreundlicher Waldgarten entsteht.

Seit Jahren gibt es Pflanzen im Waldgarten, die mit ihren Blättern eine schöne Struktur geben, aber ihre ursprüngliche Wirkung nicht zur Geltung kommt. Dafür kann es die unterschiedlichen Gründe geben. Umso größer ist es dann, wenn diese Pflanzen ihre wahre Schönheit präsentieren.

Die Feige wächst jedes Jahr ein Stückchen höher und ihre Blätter sehen atemberaubend aus. Durch ihre Blattgröße und ihr Aussehen fällt sie im Waldgarten sofort auf und sie zeigt, uns, das sie sich an die Gegebenheiten gewöhnt hat. Normalerweise wächst die Feige in wärmeren Regionen (zum Beispiel Kroatien), gleichzeitig kann sie sich in ihrer Umgebung  wohlfühlen. Aber Früchte hat sie bis jetzt nicht ausgebildet. Als ich sie bei meinem letzten Besuch angeschaut habe, wurde ich fündig. Die Feige bildet Früchte aus. Ich bin gespannt, ob sie reif werden und wir sie probieren können . Die Freude ist riesig darüber. 

Es gibt soviele sommerliche Schönheiten im Waldgarten, dass zeigt mir, wie sich ein Garten entwickeln kann.

Eure Sandra

Omas Liebling: Geranien

In den Balkonkästen meiner Oma waren immer Geranien. Hauptsächlich in den Farben rot und rosa! Später pflanzte sie zwischen ihren traditionellen Geranien blauen Männertreu und Zauberschnee. Es gab nie andere Sommerblumen in ihren Blumenkästen!

Ihre Geranien hat sie wie damals üblich im Keller überwintert und ab Februar wieder für den Sommer fit gemacht. In der Küche oder im ehemaligen Kinderzimmer meines Papas standen auf der Fensterbank einige Schnapsgläser mit Stecklingen der Geranie. Diesen Anblick werde ich nicht mehr vergessen. Es war für Oma ein gärtnerisches Hobby und ihre persönliche Challenge.

Geranien sind die Klassiker unter den Beet-und Balkonpflanzen. Es gab Zeiten, an denen sie kaum Beachtung wurden. Aber in den letzten Jahren haben sie ein ansehnliches Comeback erlebt. Auch ich war kein großer Fan der Geranie, aber durch gewisse Umstände blüht mindestens eine Geranie auf meiner Terrasse, sowie im Garten und im Waldgarten. In Gedanken an meine Oma!

Wuchs und Aussehen:

Die Geranie sieht aus wie ein Halbstrauch und wächst aufrecht. Die Triebe der Geranie sind gut verzweigt und dadurch entsteht der Charakter eines Halbstrauches. Durch ihren kräftigen Wuchs reichen bei einem kleinen Balkonkasten schon zwei Pflanzen aus.

Das Blattwerk ist dicht und die Größe des Blattes hängt je nach Art und Sorte ab. Auf den Blättern der Geranien zeichnen sich verschiedene Farbschattierungen ab. Bei den meisten Sorten ist es ein rundlicher Halbkreis in der Blattfarbe dunkelgrün. Diese Farbschattierungen können aber auch anders aussehen. Das hängt wie die Blattgröße von der Art und Sorte der Geranie ab. Die Blattform ist rundlich.

Aus der Blattachseln erscheinen kuglige Doldenblütenstände, die auf straffen Schäften. Die Blüte übertrumpft einfach! Es gibt einfac oder gefüllte Sorten. Das Farbspektrum der Blüte ist sehr weitläufig. Von einem kräftigen dunkelrot bis hin zu einem blassen rosa.

Standort und Boden:

Die Geranie wächst an einem sonnigen Standort. Sie kann aber auch im Halbschatten hervorragend ihre Pracht zur Geltung bringen.

Für ein üppiges Wachstum empfehlt es sich eine gute Blumenerde zu verwenden. Das Nährstoffverhältnis sollte ausgeglichen sein. Besonders beim Stickstoff, Phosphor und Kalium, die entscheidend für ein sehenswertes Wachstum sorgen.

Pflanzung:

Geranien werden nach den Eisheiligen (um den 15.Mai herum) in die Beete, Balkonkästen oder in Kübeln gepflanzt. Die Geranie ist eine einjährige Sommerpflanze. Sie wird ab April bis Juni in den Gärtnereien oder im Gartencenter angeboten.

Pflege:

Ihre Pflege ist relativ einfach. Mäßig Gießen, verblühte Blüten und verwelkte Blätter entfernen und mindestens einmal die Woche mit einem Flüssigdünger versorgen. So könnt ihr weit in den Oktober eure Blütenpracht der Geranien bewundern.

Eure Sandra