Es wird sommerlich auf der Terrasse!

Während ich diesen Beitrag schreibe, sitze ich auf der Terrasse und lass mich dadurch inspirieren. Ich mag es sehr draußen auf der Terrasse zu sitzen und an meinem Blog zu Arbeiten. Besonders im Frühjahr und Sommer ein absolutes Highlight (im Herbst/ Winter ist es eher zu kalt für das Draußen arbeiten).

Der Sommer ist nicht mehr weit. Die Eisheiligen liegen endlich hinter uns und die sommerlichen Blumen, Gemüse und Kräuter können ihren Platz im Garten/ Balkon oder auf der Terrasse beziehen. Es ist die schönste Gartenzeit im gesamten Gartenjahr, neben der Erntezeit.

Ich fange immer Schritt für Schritt mit den sommerlichen Blumen und dem Gemüse an. Denn meine Frühjahrsblüher und das Frühjahrgemüse ist noch so schön beziehungsweise noch nicht erntereif. Die Hornveilchen blühen ausdauernd und bilden immer wieder neue Knospen. Ich mag sie daher nicht entfernen. Die Kombination aus Frühjahr und Sommer finde ich sehr hübsch und so entstehen keine trostlosen Lücken, die sich erst spät schließen lassen.

Das Frühjahr-Gemüse hab ich wohl ein bisschen zu spät gesät. Aber das Wetter war auch noch nicht ganz so frühlingshaft, dass es sich gelohnt hat, erste Radieschen oder Salat auszusäen. Das hole ich halt jetzt nach. In den Gemüse-Kübeln experimentiere ich gerne und das bereitet mir eine große Freude. In diesem Gemüse-Jahr werde ich das erste Mal überhaupt kleine Radieschen ernten. Das ist mir bis jetzt noch nicht geglückt. Die werden direkt in den Mund wandern und mit Genuss gegessen. Eine zweite Aussaat hab ich schon erledigt. In den beiden schwarzen runden Kübeln wachsen in diesem Gemüse-Jahr: Erbsen, Rote Rübe (ein Experiment), Mangold Radieschen, Pflücksalat, Kohlrabi, Petersilie und Schnittlauch.

In den beiden schwarzen, eckigen Kübeln gedeihen Radieschen, Mangold, Stangenbohne, Basilikum, Zimtbasilikum und Mexikanische Honigtomate. Der runde, graue Kübel beherbergt Aubergine, rote Paprika und Erbsen. Es ist eine bunte Mischung entstanden und wenn ein kleiner Platz wieder frei wird, kommt eine neue Gemüseart dazu. Ich probiere alle möglichen Gemüsearten aus und bin auf das leckere Ergebnis gespannt. Gerne würde ich noch eine Mini-Gurke und Möhren in die Kübel pflanzen, aber das kommt noch. Gemüse auf der Terrasse zu kultivieren ist ein Genuss und man kann so toll experimentieren. Besonders mit Kindern! Probiert es einfach aus und seit erstaunt, welche leckeren Ergebnisse ihr erzielt.

Meine Lieblingsecke ist dort, wo ich meine Sonnenliege hinstelle! In der Sonnenliege sitzen und entspannen, was will man mehr. Ich stelle sie dort hin, wo die hängenden Töpfe sind und die Tonkästen. Es ist eine bunte und gemütliche Ecke. Genau das richtige für mich. Das sommerliche Gefühl stellt sich sofort ein. Man kann gut abschalten und den Geräuschen lauschen. Irgendwie ein bisschen wie im Urlaub. Gerne würde ich die Ecke noch ein wenig mehr in ein Urlaubsflair verwandeln, aber die passende Idee fehlt noch. Auf jeden Fall kommt meine Zitrone wieder dahin und auch ein kleiner Olivenbaum soll einen Platz finden. Mit Gräsern kombiniert wirkt es sicher etwas mehr, wie im Urlaub. Mal schauen, was mir demnächst im Gartencenter begegnet.

In Moment sieht es mehr nach Frühling in der Stadt aus. So kommt mir es vor, wenn ich dieses Bild betrachte.

Die blumigen Gesellen auf der Terrasse sind traumhaft. Die Kletterrose und die Bodendeckerrose wachsen gut und haben kräftige Knospenansätze. Es wird wahrscheinlich nicht mehr lange dauern, bis sich ihre Knospen öffnen. Ich freue mich riesig auf ihre Blüte. Rosen gehören zu meinen absoluten Lieblingen, schon seit Kindertagen. Der pinke Rhododendron blüht hübsch und stark im Farbausdruck. Er passt an der Stelle hervorragend und das wird auch so bleiben.

Im Euonymus hab ich kleine Lücken geschnitten, damit bepflanzte Tontöpfe hineingestellt werden können. Das peppt das ganze ein wenig auf. So fand ich ihn ziemlich langweilig. Die Tontöpfe werden dann jahreszeitlich bepflanzt. Für den sommerlichen Flair sind es dieses Mal Dahlien. Ich mag ihre ausdrucksstarken und farblichen Blüten sehr. Sie kommen gut zur Geltung und fallen sofort beim Betreten der Terrasse auf! Im hintern Teil des Euonymus ist ein größerer Kübel in dem eine Lenzrose wächst. Sie blüht im zeitigen Frühjahr und macht im Sommer mit ihren Blättern auf sich aufmerksam. Aus einem langweiligen Stück ist ohne großen Aufwand eine bunte, ansehnliches Highlight entstanden. Vielleicht setze ich einen weiteren Topf noch rein, muss ich mir nochmal überlegen.

Ein kleiner gärtnerischer Traum von mir ist eine Outdoor-Küche. Auf der Terrasse ist dafür bekanntlich nicht so der benötigte Platz. Daher hab ich mir überlegt, wenigstens im Sommer das Regal in Kombination mit dem Gasgrill zu bringen. Natürlich nicht mit Schüsseln oder so etwas. Eher mit Übertöpfen mit unterschiedlichen Kräutern. Eine Art Grill Gardening! Die Kräuter können direkt vom Topf geerntet werden und sofort verwendet werden. Ob für den Salat oder für eine leckere Marinade! Alle Übertöpfe bilden mit dem Regal eine Einheit. Das war mir schon in den letzten beiden Jahren wichtig.

Bei der Auswahl der Kräuter hab ich mich für meine Lieblingskräuter entschieden. Sie passen zum Thema gut und bilden eine schmackhafte Mischung. Diese Kräuter bilden mein persönliches Grill Gardening: Olivenkraut, Zitronenverbene, Rosmarin, Liebstöckel und Zitronentymian. (Mehr Informationen zu diesen Kräutern gibt es in einem separaten Beitrag demnächst)

Das sommerliche Flair auf der Terrasse ist eingezogen und ich bin darüber total happy. Ein Outdoor-Wohnzimmer ist eine feine Sache und jeder der die Möglichkeit besitzt sollte sie nutzen.

Auf einen schönen Sommer 2023!

Eure Sandra

Beitragshinweis zum Thema: Terrasse

Mein blumiges Paradies!

Gehölzkunde: Rhododendron

Endlich ist es soweit, der Rhododendron blüht und man sieht überall die eindrucksvolle, farbliche Blüte. Nach der Blüte erfreuen uns ihre ausdrucksstark Blätter. Der Rhododendron ist nicht nur ein Blühgehölz, sondern auch ein Blattschmuckgehölz. Da er im Winter seine ansehnlichen Blätter behält. Der Rhododendron gehört zur Familie der Heidekrautgewächse und umfasst über 1000 Gattungen mit vielen Blütenfarben.

Wuchs:

Der Rhododendron wächst im Jahresverlauf recht langsam. Seine Blätter trägt er meistens wechselständig und sie sind radial um die Zweige angeordnet. Beim Austrieb ist das Laub von einigen Sorten mit einem weißen, gelben oder rosaroten Filz bedeckt. Dieser dient als Schutz vor Sonnenbrand.

Der Rhododendron wächst als Strauch, kann aber auch als hoher Baum vorkommen. 

Blätter und Blüten:

Die Blätter des Rhododendrons sind eiförmig bis länglich (siehe oberes Bild). Dabei sind sie ganzrandig und oft haben sie einen nach unten gewölbten Blätterrändern.

Die Blütenknospen sind endständig und werden bereits im Vorjahr gebildet. Das Farbspektrum der Blüten des Rhododendrons ist größer als bei den Rosen.  Die Blütezeit fängt im April an und endet je nach Sorte im Mai.

Standort und Boden:

Der Rhododendron benötigt einen kühlen, feuchten Standort. Im lichten Schatten gedeiht er am besten. 

Beim Boden ist der Rhododendron recht anspruchsvoll. Er benötigt einen kalkfreien, sehr lockeren und humusreiche Erde. Der pH-Wert des Bodens sollte zwischen 4,0 und 4,5 liegen. Dieser Wert beschreibt einen sauren Bereich.

Pflanzung:

Bevor der Rhododendron gepflanzt werden kann, sollte eine gute Bodenvorbereitung erfolgen. Dafür kann eine spezielle Rhododendron- Erde genutzt werden. Die Rhododendron-Erde ist auf die Bodenansprüche des Rhododendrons ausgerichtet.

Bei der Pflanzung ist darauf zu achten, dass der Rhododendron nicht zu tief gesetzt wird. Anschließend wird der Boden mit einer leichten Mulchschicht abgedeckt. Dies beugt ein Austrocknen vor und schützt ihn vor äußere Einflüssen.

Der ideale Pflanzzeitpunkt ist der Herbst!

Pflege:

Der Rhododendron wird ausschließlich mit Regenwasser gegossen. Da im Regenwasser sich fast kein Kalk ansiedelt. Denn Kalk verträgt der Rhododendron nicht. Durch das Regenwasser bekommt er die benötigte Säure in den Boden.

Die verblühten Blütenknospen nach der Blüte entfernen. Dadurch wird die Bildung neuer Blütenknospen angeregt.

Eine Düngergabe wird im zeitigen Frühjahr empfohlen. Das fördert die Blüten.

Eure Sandra