Ein Beet wird Sommerfit gemacht.

Im Garten dürfen Beete mit schönen Stauden, Gehölze und einjährigen Sommerblumen nicht fehlen. Sie geben den Garten das zauberhafte Gesamtbild. Mit den Rasenflächen, Hochbeeten sind sie eine Einheit, die unseren Garten erst seinen eigenen Charakter geben.

Innerhalb einer Gartensaison kann es gut möglich sein, dass eines der Beete seinen Charakter verliert und nicht die gewünschte Aufmerksamkeit bekommt. Bei unserem Beet unter dem Flieder (passende Beitrag ist bereits erschienen) habe ich es extrem gemerkt. Man schafft nicht alles innerhalb einer Gartensaison. Ein Garten soll nicht nur aus Arbeit bestehen, sondern eine Oase der Entspannung im stressigen Alltag dienen.

Das schmale, längliche Beet, welches zum nächsten Garten grenzt, musste dringend einen neuen Style bekommen. Der Rasen und das Unkraut haben bereits einen groß Teil der Beetfläche eingenommen.

Das Beet vor der Neugestaltung!

Die Buchsbäume waren extrem vom Buchsbaumzünsler befallen. Somit wurden die Buchsbäume entfernt. Dadurch ist Platz für neue Pflanzen entstanden.

Erste Maßnahmen zur Beet Neugestaltung war, Rasen und Unkraut zu entfernen!

Die Neugestaltung!

Der Rasen wurde abgestochen und der Rand mit verschiedenen, großen Steinen eingegrenzt. Bei der pflanzlichen Gestaltung haben wir drauf geachtet, dass es sich um bienenfreundliche Pflanzen handelt. Ich pflanzte Löwenmäulchen, Strohblume, Wandelröschen und Tagetes. Dahlien wurden gesetzt und essbare Blütenmischung ausgesät.

Das Meer aus Tagetes!
Das Löwenmäulchen zeigt seine Blüte im Sonnenlicht!

Dadurch ist eine Vielfalt an Pflanzen ins Beet gekommen, die Insekten freuen wird. Pfingstrose, Schmetterlingsflieder, Hibiskus und das ein oder andere Gehölz vervollständigen das neue Erscheinungsbild.

Alles wächst und blüht!!! Die Grundidee dahinter wurde von uns perfekt umgesetzt. Natürlich wird es in jeder Gartensaison Ergänzung oder Veränderungen geben, aber sonst wäre es bei uns zu langweilig. Erstmal ist ein kleines Paradies für Wildbienen und Co. entstanden!!!

Eure Sandra

Die wilde Ecke am Zaun!

Im Garten gibt es sicher die ein oder andere Ecke, die Wild aussieht. Na klar, denkt man sofort, dass muss aber wieder ansehnliche werden. Spart euch den Aufwand und lasst die Ecke so wild. Ihr tut was gutes für die Wildbienen und Co.! Außerdem spart ihr euch den kompletten Arbeitsaufwand. Ein Garten muss nicht perfekt sein.

Der Giersch im Blumenbeet. Seine Blüte passt auf seine Art ins Beet.

Auch in unserem Garten gibt es Wilde Ecken. Wir hielten sie immer in Grenzen. Nach vielen Recherchen, was noch zu einem bienenfreundlichen Familiengarten gehört, stellten wir fest, dass es genau diese Wilden Ecken sind. Es wurde im Familienrat beschlossen, dass man bewusst, so eine Wilde Ecke gestalten. Gesagt, getan…..

Die Fläche am Zaun ist für unsere Vorhaben optimal geeignet. Erster wild Wuchs ist durch unsere Nachbarin schon vorhanden und zweitens finde ich die Kombination aus wild Wuchs und Heidelbeeren sehr spannend.

Ein weitere Vorteil für diese Fläche ist, dass in der Nähe das Insektenhotel steht. Zusätzlich haben meine Funkien einen schönen, neuen Platz gefunden. Ein Apfelbaum wächst seit drei Jahren prächtig vor sich hin.

Wild Wuchs wächst ordentliche. Es sieht attraktiv aus und hat für die Wildbienen und Co. einen enormen Nutzen.

Neben den Apfelbaum wurden Heidelbeeren in Mauerer Kübel gepflanzt und neben den Apfelbaum gestellt. Die Fläche am Zaun ist vorwiegend Schattig, erst zum Abend hin kommt die Sonne. Danach haben wir, um den Apfelbaum eine insektenfreundliche Blumenwiese ausgesät. Irgendwie fehlte aber noch was. …

So sah es im Frühjahr aus! Irgendwie langweilig!

Nach einigen Überlegungen kam uns die Idee, einfach wild irgendwelche Stauden und Gewächse anzupflanzen und es wild werden lassen. Die Stauden habe ich von meinem Terrassen-Garten verwendet.

Die Stauden und Pflanzen, die im Garten so gefunden wurden.

Eine weitere Blumenwiese wurde ausgesät. Hier haben wir eine schattige Saatgutmischung verwendet. Zwischen drin wurden Wildpflanzen aus der Hecke gepflanzt oder was man im Beet gefunden hat und gut in die Ecke passt.

Die schattige Blumenmischung zeigt sich!

Eine neu gestaltete Ecke, ohne viel Aufwand. Jetzt darf alles wachsen und blühen. Die Wildbienen und Co. freuen sich, bei so einer Wild Ecke.

Eure Sandra

Ostseedünen im Garten!

Im letzten Jahr habe ich euch unsere Pool-Ecke vorgestellt (https://sandrasgartenwelt.blog/2019/07/24/viva-mallorca-im-garten/). Fertig wird so ein Gartenprojekt bei uns nicht immer. Es kommen neue Ideen dazu. Das finde ich besonders schön und macht wahnsinnig Spaß!

Urlaub im Garten! Bild aus dem Jahr 2019!

Mit passenden Pflanzen kann man natürlich einiges ausrichten, um ein gewisses Urlaubsfeeling zu erreichen. Aber nicht jede Pflanze wächst im Sand. Unsere Anregung sammelten wir an der Ostseeküste. Dort wächsen Gräser und Hunderosen, die sehr gut mit den rauen Bedingungen klar kommen. Also warum nicht, die Dünen von der Ostseeküste in den Garten übertragen.

So sah der hintere Bereich vor der Umgestaltung aus!

Idee, Besprochen und Getan! Im ersten Moment konnte ich es mir nicht genau vorstellen, aber spannend war es alle Mal. Mein Papa hatte da genau seine Vorstellung.

Der Sand wurde aufgeschüttet, um den Effekt der Düne zu erzeugen. Zwischen den beiden Dünen wird weiterhin der Tannenbaum stehen. In der Natur wird ja auch nichts geplant. Warum dann im Garten, der Natur freien Lauf lassen. Die Gräser bekamen als Erstes ihren Platz auf unseren beiden Dünen. Einige Gräser wachsen im Beet schon und durch ihre Größe können sie gut geteilt werden. Gesagt, getan! Zeit zum Anwachsen!

Die Sanddüne mit den Gräsern.

Nach den Gräser ging die Suche nach den passenden Hunderosen los. Das hat ein bisschen Zeit in Anspruch genommen. Aber so manch ein Gartenprojekt benötigt auch Zeit. Die Hunderosen wurden in einer Rosengärtnerei gefunden und im März in unsere Düne gepflanzt. Der Effekt war sofort da und ich bin sehr begeistert.

Jetzt steht der Pool und der Sommer kann beginnen. Die Gräser zeigen ihre Pracht und die Hunderosen beginnen zu Blühen! Ein wahres Urlaubgefühl in Garten!

Natürlich ist die Pool-Ecke noch nicht komplett. Sicher fällt uns das ein oder andere ein! Eure Sandra

Staudenlust für kleine Beete…

Stauden sind mehrjährige Pflanzen, die sich im Winter zurück ziehen und dann in der nächsten Gartensaison uns wieder mit ihrem Blattwerk und Blütenreichtum erfreuen. Für kleine Flächen fordert die Gestaltung Fingerspitzengefühl und die Auswahl der passenden Stauden. Bei großen Flächen ist es dagegen einfacher, weil genügend Platz zur Verfügung steht. Daher möchte ich gerne auf die Staudenlust bei kleineren Flächen näher eingehen.

Es ist wichtig, dass eine Fläche mit wenigen Quadratmeter so gestalten, dass es für einen gewissen Zeitraum funktioniert. Das bedeutet, wie sieht das Beet optisch mit Jahren aus. Überwuchert oder besonders attraktiv mit vielen interessanten Stauden, die vielleicht zu unterschiedlichen Zeiten blühen? Daher ist die Auswahl ein entscheidender Faktor. Stauden, die stark wachsen oder sich frühzeitig zurück ziehen sollten unbedingt vermieden werden. Die Beetfläche sieht dann eher gruselig aus, als das sie schön ist.

Bei der Auswahl der passenden Stauden ist auf gemäßigte Stabilität im Wuchs zu achten und das die Blühzeit sich über den kompletten Sommer bis in den frühen Herbst erstreckt. Natürlich kann eine kleine Beetfläche mit unterschiedlichen Blattschmuckstauden bepflanzt werden. Wir haben so ein Beet unter dem Flieder entstehen lassen (der passende Beitrag ist bereits auf dem Blog erschienen).

Die Blattschmuckstauden bilden ein einzigartiges Farbenspiel aus Struktur und Farbe der Blattwerke!

Die Pflanzenauswahl ist natürlich für sonnige Lagen größer als wenn eine Fläche komplett im Schatten liegt.

Beispiele für sonnige Beete:

  • Mädchenauge
  • Sonnenhut
  • Sedum
  • Phlox
  • Lavendel
Beispiele für ein sonniges Staudenbeet!

Doch auch im Schatten kann man sehenswerte Beete gestalten.

Beispiele für schattige Beete:

  • Funkie
  • Purpurglöckchen
  • Farne
  • Elfenblume
Farn und Funkie trifft man häufig im Garten an.

Natürlich gibt es noch viele weitere interessante Stauden. Die Auswahl wird von Jahr zu Jahr größer.

Buchtipp zu diesem Thema: Renate Hudak und Harald Harazim: Schnell, einfach, blüht! (unbezahlte Werbung für den Ulmer Verlag) !

Eure Sandra