Danke Waldgarten, für die schönen Momente 2023!

Nun ist die Waldgarten-Saison 2023 zu Ende! Wir haben das Wasser jetzt abgestellt und das ein oder andere Winterfest gemacht. Ich bin ein wenig traurig darüber. Die Waldgarten-Saison war total schön und ich habe jede Minute genossen, die wir draußen verbracht haben.

Ich sitze auf der Couch in der Waldhütte und lausche den stürmischen Waldgeräuchen. Dabei trinke eine Tasse Tee. Es ist herbstlich gemütlich und ich mag solche Momente sehr.

Rückblickend war es eine tolle Waldgarten-Saison 2023. Zwei geplante Gartenprojekte könnte ich durchführen und eines komplett beenden. Das erste Gartenprojekt war die Outdoor-Küche. Sie war in der letzten Waldgarten-Saison bereits geplant, aber so eine richtige Vorstellung, wie sie aussehen soll, hatte ich nicht. Nun war es endlich soweit. Ich bin richtig glücklich darüber, dass sie endlich fertig ist. Im nächsten Waldgartenjahr wird sie wieder hergerichtet und ich freue mich jetzt schon darauf, draußen wieder zu kochen. Alle Gerätschaften werden in die Waldhütte verstaut. So sind sie draußen nicht der Witterung ausgesetzt. Die Gewürze und der Tischläufer werde ich mit nach Hause nehmen. Abschließend wird der Tresen sauber gemacht und wartet dann drauf, im nächsten wieder zur Outdoor-Küche zu werden.

Das zweite Gartenprojekt war ein neues Beet anzulegen. Ich habe mich dafür entschieden, dass Beet bei der Feige anzulegen. Die Feige gibt den Beet nochmal einen individuellen Charakter und vorhandene Bäume oder Sträucher kommen so wieder in den Blick. Die Feige hat ein attraktives Blatt, welches unbedingt wieder zur Geltung kommen muss. Durch das entstandene Beet soll dieser Plan funktionieren (die einzelnen Arbeitsschritte zum Thema Beet anlegen, wird in einem separaten Beitrag erklärt). Nachdem ich alles an Wildwuchs entfernt habe, kam die neue Erde drauf und die Abgrenzung, welche auszurecht gesägten Baumstämmen entstanden ist. Eine Bepflanzung wird im nächsten Waldgartenjahr geplant und ausgeführt. Aber ich bin schon froh, dass ich es geplant und erste Arbeitsschritte durchgeführt habe.

Im Allgemeinen hat sich der Waldgarten seit ich ihn gestalte und Pflege eine tolle Entwicklung gemacht. Die vorhandenen Beete werden gepflegt und gegebenenfalls mit neuen Pflanzen ergänzt. Das Beet vor der Waldhütte war von Beginn an irgendwie schwierig, aber nach einigen Ideen, war ich mir bewusst, dass ich es nur so annehmen kann, wie es ist. Nach einer kurzen Reinigung von dem vorhandenen Wildwuchs, hab ich zur optischen Verschönerung das Kleingehäckselte auf dem Beet verteilt. Ich finde dadurch kommt die Waldoptik nochmals zur Geltung. Die alten, abgestorbenen Äste/ Baumstämme gebe ich so dem Wald wieder. 

Das nächste Frühjahr kommt und ich freue mich jetzt schon darauf. Damit der Waldgarten zum Saisonstart 2024 schon blumige Highlights vorzeigen kann, hab ich einige Tulpen und Hyazinthen Blumenzwiebeln gesetzt. Bin gespannt, wie es aussehen wird.

Neben den Blumenzwiebeln hab ich mir überlegt, passend zum Thema Waldgarten und Heidekreis überlegt, weitere Heidepflanzen zu pflanzen. Ich mag Heide sehr und erfreue mich an ihren Knospenblüten. Ich lasse sie über das ganze Gartenjahr stehen und in ihrer gepflanzten Umgebung wachsen. Wenn alle äußeren Einflüsse miteinander harmonieren, blüht die Heide in nächsten Gartenjahr wieder und in diesem Waldgartenjahr hat es schon geklappt.

Es war ein tolles Waldgartenjahr und ich bin glücklich, dass es diesen Ort gibt und ich die Möglichkeit habe es zu genießen.

Eure Sandra

Zauberhafte, herbstliche Tage im Waldgarten!

Der Herbst ist da! Ich liebe den Herbst. Es ist meine Lieblingsjahreszeit. Die Natur verwandelt sich in ein buntes Laubenmeer und das beeindruckende Farbspiel ist einzigartig. Gleichzeitig wird mir bewusst, dass die Waldgarten-Saison sich dem Ende zu neigt. Doch bevor die Saison beendet ist,  konnten wir das lange Wochenende (Brückentag plus Feiertag) im Waldgarten verbringen.

An erster Stelle stand natürlich die Erholung vom Alltag, der ziemlich Stressig sein kann. Auf meiner persönlichen Agenda stand: Lernen an der frischen Luft und gemeinsame Zeit mit meiner kleinen Familie zu verbringen. Beides konnte ich sehr gut kombinieren.

Besonders die kleinen Spaziergänge zur Aller und durch das Waldgebiet brachten die nötige Entspannung und förderte meine Konzentration, um die Lerninhalte zu verstehen.

Die größte Überraschung war, dass meine Sonnenblumen, die ich einfach ausgesät hatte, endlich blühten. Damit hatte ich fast gar nicht mehr gerechnet, umso größer ist meine Freude darüber. Es passt zauberhaft in den Charakter des Waldgartens und steht für zwei Jahreszeit, die ohne Übergang im Waldgarten präsent sind. Auf der einen Seite hat man das Gefühl als wäre es noch Sommer und im nächsten Moment spürt man den Herbst.

Heide, die ich im letzten Herbst gepflanzt habe, fangen jetzt an zu Blühen. Für mich war es ein kleines Experiment und ich bin glücklich darüber, dass sie wieder ihre Knospenblüten zum Vorscheinen bringen. Die Witterungsverhältnisse, die im Waldgarten herrschen, wirken sich positiv auf die Heide aus.

Daraus hab ich zwei weitere Heide gepflanzt und auch diese werde ich einfach wachsen lassen. Bin gespannt, ob es wieder funktioniert.

Die sommerlichen Pflanzen sehen immer noch attraktiv aus und daher bleiben sie in ihren Kübeln und Kästen.

Die Vielfalt des Sedums passt hervorragend in den Waldgarten. Diese hat sich durch Zufall ergeben. Ich habe zwei Sedum-Arten in die Kübel gepflanzt, damit die Kübel wieder attraktiv aussehen. Alle anderen Sedum-Arten wachsen schon länger im Waldgarten und wurden von mir nach und nach entdeckt. Solche Überraschungen liebe ich im Waldgarten. Zu jeder Jahreszeit entdecke ich eine Pflanze, die ich vielleicht bisher gar nicht in Augenschein genommen habe.

Es waren wieder wunderschöne Tage im Waldgarten und es fühlte sich an, wie ein kleiner Urlaub.

Eure Sandra

Gartenprojekt: Outdoor-Küche!

Draußen zu kochen, ist ein richtiger Trend im Garten geworden. Ich finde kochen an der frischen Luft entspannend. Die Möglichkeit einer eigenen Outdoor-Küche zu haben, hat sich bis zum jetzigen Zeitpunkt nicht ergeben. Ich hatte viele Ideen, wie meine eigene Outdoor-Küche aussehen soll.  Inspirationen fand ich in einigen Gartenzeitungen.

In dem Waldgarten konnte ich mir eine Outdoor-Küche sehr gut vorstellen. Viele Plätze im Waldgarten boten die Möglichkeit, um dort eine Outdoor-Küche zu bauen. Die einfachste und nahliegendes Idee, um eine praktische Outdoor-Küche war der Tresen im Eingangsbereich zur Waldhütte. Eine stabile Fläche war somit vorhanden. Der Tresen steht außerdem in unbarer Nähe zum Grill, so kann ich die Salate oder andere Leckereien optimal zubereiten und es kommt schnell an den gedeckten Tisch.

So viele Vorteile sind vorhanden und müssen daher unbedingt genutzt werden.  Jetzt fehlten nur noch die einzelnen Details, um mein Vorhaben den Tresen in  eine Outdoor-Küche umzuwandeln. 

Zwischen dem Tresen und der Innenküche haben wir den neuen Kühlschrank platziert, so haben wir einen kleinen Platz im Wohnbereich geschaffen, den wir anderes nutzen können. Somit war der Kühlschrank ein erster Meilenstein in Richtung meiner eigenen Outdoor-Küche. Wenn ich draußen koche, brauche ich nicht weit gehen, um die Zutaten aus dem Kühlschrank zu holen. Kurze Wege, leckeres Essen!

Trotzdem war mir noch nicht klar, wie zum Schuss die Outdoor-Küche aussehen wird.

Unsere Kaffeeautomat stand von Beginn an auf dem Tresen. Morgens den Kaffee an der frischen Luft zu zubereiten, weckt alle Lebensgeister. Besonders schön finde ich dabei, der morgendliche Ruhe im Wald zu lauschen. Ein toller Start in einen neuen Tag!

Zwei Bestandteile meiner Outdoor-Küche sind somit schon vorhanden, ohne das es eine strukturierte Planung gab. Es hat sich spontan so  ergeben und manchmal sind es die schönsten Momente. Ich freue mich über solche Entwicklungen sehr und schätze sie. Auf einer alten Gusseisenpfanne hab ich symbolisch mit einem Kreidestift „Outdoor-Küche“ drauf geschrieben. So könnte ich an meinen Gartentraum weiter arbeiten.

Ich wollte die Outdoor-Küche mit einfachen und kostengünstige gestalten. Meine Idee dahinter war, einige Dinge zu nutzen, die bereits in der Waldhütte vorhanden sind. Das macht die Outdoor-Küche rustikal und es passt wunderbar in mein gesamt Konzept „Upcycling“ , welches ich im Waldgarten oft umsetze.

Nach dem Kaffeeautomat bekam unsere Fritteuse einen Platz in meiner Outdoor-Küche. Sie passt gut in mein Konzept und wird garantiert, dass ein oder andere Mal verwendet. Sie steht dafür, dass eine Vielfalt an Gerichten draußen gekocht werden kann.

Der letzte und entscheidende Schritt, damit sich mein Gartentraum Outdoor-Küche erfüllt, ist die Kochplatte. Das hat etwas länger gedauert. Aber was lange dauert, wird ja bekanntlich am Ende gut. Eine Induktionsplatte hab ich nach langer Überlegung ausgeschlossen, da ich nicht wusste, ob die alten Kochtöpfe drauf funktionieren. Daher fiel die Entscheidung auf eine klassische, elektrische Kochplatte. So eine elektronische Kochplatte wurde bereits im Garten von meiner Oma verwendet. Ich sehe es auch als Hommage an meine Oma. Sie wäre sicher von dieser Art der Outdoor-Küche begeistert.

Mit einigen Details wird die Outdoor-Küche noch verschönert. Ich liebe es aus vorhandenen Dingen eine neue Dekoration zu gestalten. Dadurch wird meine Outdoor-Küche individuell und der Charakter des Waldgartens wieder aufgegriffen.

Das Kochen an der frischen Waldluft macht richtig Spaß und ich bin glücklich darüber, dass ich meinen Traum von einer Outdoor-Küche verwirklichen konnte!

Eure Sandra

Sommer im Waldgarten!

Im Sommer ist der Waldgarten an der Aller besonders schön. Eine Vielzahl der Stauden, die einjährigen Sommerblumen oder die Gehölze erstrahlen mit ihren Blüten oder einem ausdrucksstarken Blatt. Es wirkt friedlich und lädt zum Entspannen ein! So eine Idylle macht natürlich auch Arbeit, aber wenn man anschließend das Ergebnis sieht, ist es pures Glück.

Ich habe noch einige Ideen, die ich gerne in die Tat umsetzen möchte.

Ein neues Beet entsteht!

Dabei steht an erster Stelle, dass neue Beet weiter zu bepflanzen und ein wenig zu erweitern. Der Mittelpunkt bildet die Feige, die mit ihren Blättern ein optischer Hingucker ist. Um die Feige herum, möchte ich eine Kombination aus Stauden, Gemüse und Kräuter pflanzen. So meine Idee! Inzwischen wachsen in dem Beet schon Salat, eine Skimmie, eine Schafgarbe und zwei Nadelgehölze.

Ein ganzes Stück Arbeit liegt bereits hinter mir. Ich habe den kompletten Wildwuchs entfernt und anschließend mit Erde aufgefüllt. Als Abgrenzung dient die Wurzel des Kirschbaumes und zurecht geschnittene Äste. Aus einer trostlosen Ecke ist wieder ein neues Stück Beet entstanden. Geschützt wird das Beet durch eine Heidelbeere, die auch schon länger dort wächst. Dadurch wird das Beet zu der Stelle wo das Carport mal war, optisch abgegrenzt.

Der nächste Arbeitsschritt wird sein, dass nochmal Erde aufgefüllt wird und die ein oder andere Staude gesetzt wird. Bei der Auswahl der Stauden, achte ich darauf, dass sie gut in einen Waldgarten passen und nicht exotisch sind. Naturnah und Waldcharakter spielen eine zentrale Rolle bei der Gestaltung des Waldgartens.

Direkt unter dem Kirschbaum ist auch starker Wildwuchs. Diesen möchte ich entfernen und somit das Beet erweitern. Sobald alles sorgfältig entfernt wurde, wird auch hier Erde aufgefüllt. Welche Pflanzen dann in diesem Abschnitt wachsen werden, darüber mache ich mir dann anschließend Gedanken.

Ein Bienen-und Insekten Garten!

Im Februar 2022 ist bei dem heftigen Sturm eine Fichte umgekippt und direkt auf das Carport, welche darauf hin entsorgt werden musste. Der Stamm der Fichte liegt unverändert an Ort und Stelle, wo sie heraus gerissen wurde. Ich finde es total schön, so natürlich. Der Standort und die Lage eignet sich gut, um dort eine Wilde Ecke für Insekten und Bienen entstehen zu lassen. In dem Stamm der Fichte wurden Löcher gebohrt, so dass die Insekten und Bienen einen Unterschlupft haben. Um den Stamm der Fichte lasse ich alles wachsen und überlasse es der Natur, wie diese Ecke aussieht. Zwischendrin werde ich einiges an Wildwuchs entfernen, damit wieder weitere Pflanzen Platz bekommen. Der Efeu wuchert über den Fichtenstamm und damit die Insekten/ Bienen die Löcher finden, muss er ein wenig eingekürzt werden. Ansonsten greife ich gärtnerisch nicht ein.

Demnächst werde ich eine Wasserstelle zum Trinken bereitstellen, denn die fehlt noch zum perfekten Bienen und Insekten-Garten.

Blumiger Waldgarten!

Die einjährigen Sommerblumen und die Stauden verwandeln den Waldgarten in ein blumiges Paradies. Es ist schön zu sehen, wie viele Blüten jede einzelne Pflanze hervorbringt. Daran sieht man gut, dass sie sich an die Gegebenheiten des Waldgartens gewöhnt haben. Eine regelmäßige Versorgung mit Wasser bekommen sie nicht, da wir nicht jeden Tag vor Ort sind. Ich wässere sie sobald wir das sind. Da der Waldgarten eher schattig liegt, verbrauchen die Pflanzen weniger Wasser.

Trotz aller Gegebenheiten belohnen sie uns mit einer üppigen Blüte. Die Stauden sind robust und wachsen ungefähr seit 3 Jahren im Waldgarten. Es ist wirklich faszinierend. Sobald wir ankommen, gilt mein erster Blick den blumigen Gesellen und ich bin jedes Mal erstaunt, wie schön alles ist. So kann es weiter gehen. Faszination Blumen!

Wellness für die Seele!

Nach all der Arbeit darf der Spaß nicht zu kurz kommen! Entspannung vom Alltag ist ein wichtiger Aspekt und sollte nicht vergessen werden! Die Aller ist ca. 50 Meter vom Waldgarten entfernt und lädt zum Schwimmen, Boot fahren oder zum Stand up -Paddeln ein. Das Wasser ist herrlich erfrischend und beim Boot fahren weht einem eine frische Brise um die Nase. Ab und zu muss man sich ja auch einen kleinen Luxus gönnen.

Sobald man sich in der Aller erfrischt hat, geht es zum Aufwärmen in den hauseignen Whirlpool. Entspannung pur und sorgt dafür das der Körper nach dem kaltem Wasser auskühlt. Die Muskeln entspannen sich und es tut einfach nur gut.

Die Sommerzeit ist für den Waldgarten die Hauptsaison! Es blüht alles, die Aller wird zum Wasserparadies und man kommt raus aus der Stadt. Was für die New Yorker die Hamptons ist, ist für mich der Waldgarten an der Aller.

Eure Sandra

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Endlich war es soweit, die Winterpause im Waldgarten ist vorbei! Die Freude auf den ersten Besuch des Jahres im Waldgarten war riesig. Ich liebe den Waldgarten sehr. Der erster Besuch des Jahres ist immer aufregend, denn ich weiß nie, welche Stauden und welche Frühjahrsblüher mich überraschen. Schon bei Betreten des Waldgartens weht eine frische Brise Waldluft einem entgegen und man spürt sofort die herrliche Ruhe.

Die Entdeckungstour beginnt sofort! Natürlich liegen viele Äste, Tannennadeln und Tannenzapfen überall rum, typische Waldidylle. Durch einige stürmische Tage sind auch wieder Äste abgebrochen, aber das sind wir schon gewöhnt. Alle Äste werden als Erstes entfernt und fachgerecht entsorgt. Anschließend alles gefegt und gesäubert und dann geht es erst richtig los! So eine Grundreinigung erfolgt grundsätzlich nach jeder Winterpause. Ansonsten herrscht nur Chaos und einen Anfang sieht man nie.

Ein attraktives Highlight ist die abgeschnittene Tanne (sie ist im letzten Jahr durch den Sturm umgestürzt), um den gesamten Stamm wachsen Efeu und es haben sich typische Pilze gebildet. Der Wald holt sich alles wieder und man sieht hier deutlich den Kreislauf des Waldes. Noch ist der Stamm der Tanne gut zu erkennen, aber ich kann mir vorstellen, dass man ihn im nächsten Jahr fast nicht mehr erkennt. Er bietet hervorragend Unterschlupf für Insekten. Daher möchte ich einige Löcher in den Stamm bohren, damit sich Insekten, Wildbienen und andere Kleinlebewesen dort einnisten können. So hat dieses kleine Unglück ein Jahr danach ein Nutzen. Der Platz davor könnte ich mir gut als Wildwiese vorstellen. Es wäre eine schöne und gleichzeitige nützliche Kombination, ohne großen Aufwand zu betreiben. Dabei steht der Gedanke des natürlichen Gärtners an erster Stelle, welchen ich im Allgemeinen im Waldgarten folge.

Alle Stauden, die ich im letzten Waldgartenjahr gepflanzt habe, treiben wieder stark aus. Was mich mit einer Freude erfüllt! Die Tage werden jetzt hoffentlich wärmer und dann wachsen sie kräftig. So das im späten Frühjahr und im Sommer eine bienenfreundliche Staudenpracht erblüht. Daher hab ich gleich bei meinem ersten Besuch alle alten, verwelkten Triebe entfernt, damit die neuen frischen Triebe ordentlich Licht zum Wachsen abbekommen. Das war mir eine Herzens Angelegenheit! Nicht geplante Gartenarbeiten sind ja bekanntlich die Schönsten!

Ich achte bei der Auswahl der Stauden darauf, dass sie bienenfreundlich sind. Das Summen der Bienen im Wald ist herrlich und entspannt einen so toll.

Ich pflanze gerne Stauden in den Waldgarten, weil es einfach gut passt und nicht jedes Waldgartenjahr die Töpfe/ Beete neu pflanzen muss. Das spart Zeit, die ich dann wieder für andere Waldgarten-Projekte nutzen kann. Daher werden die Balkonkästen, welche sich an der Waldhütte befinden in diesem Waldgartenjahr mit Stauden bepflanzt. Sie sehen gerade richtig trostlos aus und das möchte ich zeitnah ändern. Es wird eine Kombination aus einer immergrünen Blattschmuckpflanze , frühlings-sommerblühende Staude und einer spätblühenden Staude werden. So meine Idee!

Die vorhanden Beete sehen nach dem Winter nett aus. Ich war total positiv überrascht. Das Beet vor der Waldhütte bekommt eine neue Schicht groben Rindenmulch, weil es gut passt und somit der Pflegeaufwand geringer wird. Die gesamten Sträucher und Stauden bleiben erhalten. Eine Neupflanzung direkt in den Boden ist leider nicht möglich, da der Boden ziemlich verwurzelt und verfilzt ist. Daher werde ich es mit Kübeln aufhübschen. Im letzten Herbst hab ich damit angefangen und finde diese Lösung sehr hübsch.

Das Beet an der Terrasse nimmt mit jedem Waldgartenjahr an Form und Struktur zu. Die gepflanzten Stauden treiben ordentlich aus. Es wird erblühen mit seinem eignen Charakter. Auf dem gesamten Beet liegt im Moment eine Schicht aus vielen Tannennadeln, aber die wird gründlich entfernt und mit frischer Erde versorgt. Dadurch wirkt alles freundlicher und es lässt sich die ein oder andere Staude ins Beet setzen. Spontan und ohne festen Plan, so mag ich es am Liebsten!

Meine beiden Himbeeren treiben vielversprechend aus. Ich bin gespannt, wie weit sie beim nächsten Waldgarten-Besuch sind. Wenn ihr Wachstum stetig steigt, dann wird es die ein oder andere Himbeere mehr geben, als im vergangen Waldgartenjahr. Ich hoffe es und bleibe optimistisch. Neue Erde und eine gute Portion Dünger wären von Vorteil, um das Wachstum und die Fruchtbildung zu fördern. Das steht garantiert auf meiner Liste!

Zu einem Waldgarten gehören typische Obstarten. Ich möchte gerne zu den Himbeeren noch eine Brombeere und vielleicht eine Heidelbeere setzen. Eine Naschobst-Ecke wäre voll toll. Man geht durch den Waldgarten und kann sich eine Himbeere oder Brombeere in den Mund stecken. So etwas macht besonders Spaß und ich kenne es aus meiner eignen Kindheit.

Ich liebe es meine Runden durch den Waldgarten zu gehen und wenn ich eine Ecke betrachte, dann fällt mir immer eine Idee ein , wie man sie nutzen kann. Im vorderen Bereich des Waldgartens ist eine Ecke, wo Überraschung eine Feige wächst. Dort ist es sonnig und hell, also ein optimaler Standort, um Gemüse zu kultivieren. In Kombination mit der Feige stelle ich mir es richtig schön vor. Ich möchte es als Beet anlegen und in diesem Waldgartenjahr schauen, welche Gemüsearten es denn mögen.

Mein Plan ist Folgender:

Die Feige wird durch fachgerechte Pflegemaßnahmen, ihren alten Glanz zurück bekommen. Denn im nächsten Arbeitsschritt wird alles entfernt, was nicht dort hingehört. Anschließend muss der Boden unbedingt von Unkraut befreit und aufgelockert werden. Nach diesen Arbeitsvorgang kann das Anlegen eines neuen Beetes erfolgen. Alles wird genau abgegrenzt und mit Erde aufgefüllt. Wenn alles geklappt hat und die Qualität der Erde gut ist, dann wird das erste Gemüse gepflanzt. Vielleicht wird es auch eine Kombination aus blühenden Blumen und Gemüse geben. Beide ziehen ein Nutzen aus dem jeweiligen anderen.

Dies ist für dieses Waldgartenjahr mein persönliches Projekt und ich bin voller Tatendrang, dass es klappen wird!

Ansonsten möchte ich viele blühende, naturnahe Highlights setzen. Upcycling gehört natürlich auch dazu!

Ich freue mich auf die Waldgartensaison 2023 mit vielen spannenden und entspannenden Momenten.

Eure Sandra