Tagetes, Magie im Beet!

Eigentlich passt das Thema nicht ganz so in die Jahreszeit. Ich hatte das Thema Tagetes auch für den Sommer eingeplant. Aber es kommt ja immer anders als geplant. In dem Beitrag „Meine Gartenmomente im Oktober“ hab ich euch über die Tagetes im Rosenbeet erzählt und das erinnerte ich mich daran, dass ein Beitrag zur Tagetes veröffentlicht werden sollte.

Die Tagetes gehörte in den letzten Gartenjahren nicht unbedingt zu meinen Lieblingspflanzen. Durch Zufall bin ich auf die Gewürztagetes gestoßen und wollte sie sofort kultivieren. Dadurch merkten wir, dass im Garten die Tagetes in den letzten Jahren gefehlt hat. Omas zweite Lieblingspflanze darf natürlich nicht fehlen!!!

Also wurde beschlossen, dass die Tagetes wieder ein fester Bestandteil im Garten sein musste. Von der Aussaat bis zur Blüte waren wir gespannt, wie die Tagetes sich in unseren Beeten entwickelt. Ich kann euch sagen, es ist atemberaubend, wie die Blüten explodiert sind. Auch jetzt noch Ende Oktober erfreuen uns ihre zahlreichen Blüten. Zusammen mit dem Lavendel und den Rosen ist ein attraktives Blumenmeer vor der Laube entstanden.

Die Gewürztagetes wurde in unser Hochbeet gepflanzt. Mit dem Gemüse zusammen harmoniert die Gewürztagetes hervorragend. Die Kombination aus Gewürztagetes und Gemüse finde ich total gut. So dass sie in der nächsten Gartensaison wieder angepflanzt wird!

Es gibt so viele Arten/ Sorten der Tagetes. Die ein oder andere Sorte wird garantiert in der nächsten Gartensaison ausprobiert. Ich bin jetzt schon gespannt drauf!

Eine gelb und weiß, gefüllte Tagetes. Sieht interessant aus.

Magie der Tagetes darf im Garten nicht fehlen, dass ist mir jetzt sehr bewusst geworden. Omas Liebling gehört einfach in den Garten! Eure Sandra

Omas Liebling: Flieder!

Meine Oma wäre heute 90 Jahre alt geworden. Daher möchte ich ihr diesen Beitrag widmen. Meine Oma hatte eine kleine Auswahl an Lieblingspflanzen und die werde ich in einzelnen Beiträgen vorstellen. Den Anfang macht an diesem besonderen Tag der Flieder! Seit meiner Kindheit ist der lila blühende Flieder ein fester Bestandteil in unserem Garten. Ich liebe ihn sehr und immer im Mai, wenn er seine Blüte präsentiert, denke ich an meine Oma und weiß das sie ihn von oben sieht und sich dran freut! Es gab/ gibt jedes Jahr eine kleine Wette in unsere Familie, ob der Flieder vor oder nach Omas Geburtstag blüht. Jedes Jahr ist es anderes. Zu ihrem heutigen Geburtstag blüht er bereits. Das ist schon das Schönste!

Ich möchte euch den Flieder einmal vorstellen und zeigen, dass er ein einzigartiger Strauch ist. Wer einen insektenfreundlichen Garten gestalten möchte oder ihn bereits hat, sollte unbedingt einen Flieder ins Beet pflanzen. Die Blüten locken eine beachtliche Anzahl an Bienen und weiteren Insekten an. Eine absolute Herzensempfehlung!

Sein gesamtes Erscheinungsbild ist beeindruckend! Nicht nur die Blüten sind eine augenweite, sondern auch die Blätter durch ihre Form.

Der Flieder ist eine Bauerngarten-Pflanze und zählt zu den ältesten europäischen Gartensträucher. Botanisch gehört der Flieder zu der Familie der Ölbaumgewächse (Oleaceae).

Aussehen und Wuchs:

Die Wuchshöhe des Flieders liegt bei 1-1,5 Meter. Der gesamte Habitus ist sehr aufrecht und kompakt.

Sie kann auch höher werden, dass hängt von der jeweiligen Art des Flieders ab. Alle Blätter des Flieders sind gegenständig, gestielt und meist einfach an diesem tollen Gartenstrauch zu finden. Ihre Blattform kann oval, rundlich bis eiförmig sein. Unser Gartenflieder hat eher herzförmige Blätter, die einen schönen, saftigen Grünton präsentieren. In der Sonne sehen sie fast hellgrün aus und reflektieren das Sonnenlicht. Es ist ein magischer Anblick, so mein persönliches Empfinden.

Die Blütenknospen sitzen in der Regel paarweise an den Enden der im Vorjahr gebildeten Zweige. Je nach Region öffnen sie ihre Blüten ab Ende April oder Anfang Mai. Die kleinen Blüten sind zusammengesetzt, so das sie eine Rispe bilden. Diese Rispe hängt aufrecht und streckt sich der Sonne entgegen.

Standort und Boden:

Der Flieder bevorzugt einen sonnigen Standort. Er verträgt ohne große Schwierigkeiten auch eine angenehme trockene Hitze. Im Schatten kann er zwar wachsen, aber er bildet keine dichte Krone und auch die Blüten fallen eher geringer aus als an einem sonnigen Standort.

Die Ansprüche an den Boden hängt von der jeweiligen Flieder-Art ab. Er ist gegenüber den Bodenverhältnissen tolerant. Bodenverdichtungen und Staunässe sollen auf jeden Fall vermieden werden. Das mag er nicht. Das Wachstum wird dadurch sehr eingeschränkt. Denn die Wurzel bekommen nicht genügend Luftzufuhr und dadurch können die Nährstoffe über den Wurzelbereich an den Strauch gelangen. Am Besten für ein gutes, üppiges Wachstum und Blütenreichtum ist ein humos, lockerer Boden von Vorteil.

Pflanzung:

Der Flieder wird hauptsächlich im Herbst gepflanzt. Das Pflanzloch sollte mindestens den doppelten Umfang gegenüber dem Wurzelballen aufweisen. Die Erde gut andrücken und anschließend ordentlich wässern. Wer mag kann zur Versorgungen des Flieders etwas Kompost anreichen. So bekommt der Flieder ab Einpflanzzeitraum schon ein paar Nährstoffe zugefügt.

Wer seinen Flieder an einen anderen Standort pflanzen möchte, sollte dies im Zeitraum von Oktober/ März durchführen. Denn in dieser Zeit ist der Flieder in seiner Winterruh und kann sich so optimaler an seinen neuen Standort gewöhnen. Achtet vor dem Umpflanzen darauf, ob es Frostnächte gibt. Wenn ja, dann wartet noch bis der Boden vollständigen wieder frostfrei ist. So kann er besser in en Boden gepflanzt werden.

Pflege:

Der Flieder ist in seiner Pflege leicht. Er stellt keine besonderen Ansprüche an die Pflege. Wer zwischendurch Kompost anreichern möchte, der verbessert die Speicherfähigkeit von Wasser und Nährstoffen enorm. Das begünstigt sein Wachstum und natürlich auch die Blütenanzahl.

Ein Pflegeschnitt kann nach der Blüte vorgenommen werden. Meistens erfolgt dieser Ende Mai. Da werden einfach die verblühten Rispen mit einer Gartenschere abgeschnitten. So kann die weitere Pflanzenkraft in die Bildung neuer Zweige gehen und so die Voraussetzung für die neuen Blüten im nächsten Jahr schaffen.

Eure Sandra

Omas Liebling: Tulpe!

Im Herbst habe ich zusammen mit meiner Oma die Tulpenzwiebeln in die Beete gesteckt. Ich fand es toll und habe diese gemeinsame Gartenarbeit mit meiner Oma genossen. Ihre Auswahl der Farben war immer bunt gemischt und das habe ich bei behalten. 

Die Tulpe gehört zu den schönsten Frühlingsblüher. Sie ist durch ihre vielfältige Farbenpracht sehr beliebt. Ihre Pflanzenfamilie sind die Liliengewächse.

Aussehen und Wuchs:

Der charakteristische Blütenkelch gibt es als einzelne Blüte pro Pflanzenstängel. Die Tulpe hat bei jeder Sorte nur eine Blüte. Die Blüte öffnet sich zunehmend und je länger ihre Blühdauer ist, um so weiter öffnen sich die Blütenblätter bis sie abfallen und nur noch Stempel und Staubblätter zu sehen sind.  Bis auf die Farbe Blau gibt es ein großes Farbspektrum und auch verschiedene Farbkombinationen von der Tulpe.

Die Wildtulpen erreichen eine Wuchshöhe von 15cm und die Gartenhypriden können bis zu 75cm Wuchshöhe erreichen.

Standort und Boden:

Die Tulpen bevorzugen einen sonnigen Standort, wo sich hier Blüte sehr schön entwickeln kann. Sie können aber auch im Halbschatten, sowie an einem schattigen Platz wachsen. Im Schatten wird ihre Blüte aber geringer ausfallen.

An den Boden hat die Tulpe keine großen Ansprüche. Es reicht völlig aus sie in herkömmliche Garten-  oder Pflanzenerde zu stecken.

Tipp: Ich nutze für die Tulpen im Kübel einfach die vorhandene Erde. Da wachsen sie optimal drin! Alte Erde kann hier gut ein zweites Mal verwendet werden!

Die Erde sollte locker sein, damit ausreichend Luft für die Tulpenzwiebeln vorhanden ist. Daher Staunässe unbedingt vermeiden, denn sonst besteht die Gefahr,  dass euer Tulpenzwiebeln verfaulen.

Pflanzung:

Die Tulpenzwiebeln werden ab Ende September bis Ende November gesteckt. Natürlich könnt ihr sie auch noch nach November stecken. Achtet nur darauf, dass der Boden nicht gefroren ist. Der Zeitraum liegt hier zwischen Dezember und Januar.  Später bitte keine Tulpen stecken,  denn die Tulpenzwiebeln brauchen Mindmap 3 Wochen einen Kälteereiz unter 10°C, um  prächtig zu gedeihen.

Pflege:

Sobald die Blüte verwelkt ist, könnt ihr die Blüte schneiden, damit es nicht zur Samenbildung kommt. Dadurch gehen die vorhandenen Reservestoffe zurück in die Tulpenzwiebel.

Omas Gartentipp: Das Blattgrün muss kommt verwelkt sein, bevor die Tulpe aus dem Beet oder Kübel genommen wird. Die Tulpenzwiebeln bündeln und kopfüber an einen dunkeln, trockenen Ort aufhängen zum Beispiel in der Gartenlaube. 

Eure Sandra