Farne, hol dir die Natur in den Garten!

Farne sind interessante Pflanzen. Sie haben keine Blätter, sondern bestehen aus einzelnen Wedeln, wodurch sie irgendwie wild aussehen. Ihre wildes Aussehen macht sie als Blattschmuckpflanze besonders attraktiv. In Kombination mit farbigen Blattschmuckpflanzen zum Beispiel einer roten Heuchera ein absoluter Hingucker im Schattenbeet.

Natürlich finden wir viele Farn-Arten in der Natur, besonders im lichten Wald werden wir fündig. Wo eine gewisse Feuchtigkeit und Lichterschatten vorhanden ist, da siedelt sich der Farn gerne an. Im Harz finde ich immer wieder den ein oder andere Farn und die machen optisch echt was her.

Wenn sie im Frühjahr sich ausrollen aus der Winterruhe, dann entsteht ein sagenhaftes Schauspiel. Die Wedel strecken sich langsam in die Höhe, dem Licht entgegen. In der Natur und auch im Garten kann man es sehr schön beobachten. Für mich immer ein Zeichen, dass die Gartensaison und die Natur startet.

Auch noch jetzt im Herbst erfreuen uns die Farne mit ihrem kräftigen Grün. Es gibt Farn-Arten, die bleiben im Winter uns erhalten. Andere Arten ziehen sich zurück und tanken Kraft für die nächste Wachstumsperiode.

Welche Bedingungen bevorzugen Farne?

Farne sind absolute Schattenliebhaber und mögen gerne Feuchtigkeit. An die Bodenverhältnisse passt der Farn sich hervorragend an. Hauptsache es gibt Schatten! Viel Pflege benötigt er nicht. Im Beet oder Kübel regelmäßige Wassergaben. Seine grünen Wedel freuen sich über Wasser. Das bedeutet, er darf auf den Wedel Wasser bekommen.

Farne sind so vielfältig und man kann sich so, ein wenig Natur in die Beete holen! Eure Sandra

Heuchera, die farbige Blattschmuckpflanze!

Heuchera ist eine ganz vielseitige Blattschmuckpflanze, die in der Herbstbepflanzung nicht fehlen darf. Das Farbenfrohe Purpurglöckchen, so ihr deutscher Name ist gerne in Gesellschaft, alleine mag es gerne. In Kombination kommt die intensive Blattfärbung besonders zur Geltung.

Der Farn und die Heuchera bilden ein traumhaftes Bild im Beet !

Ab dem Spätsommer tauchen die Heuchera mit ihren spektakulären Farben in Gärtnereien und Gartencenter auf, da landet sofort die ein oder andere in den Einkaufskorb. Leider findet sich im Beet meistens kein Platz für diese herbstliche Schönheit. Zum Glück gibt es ja den einen oder anderen Kübel auf der Terrasse/ Balkon der neu bepflanzt werden möchte.

Jetzt kommen die knalligen Farben zum Einsatz! Da darf der Blattstar Heuchera natürlich nicht fehlen. Passende Begleiter sind Astern, Heide, Chrysanthemen und was halt gefällt. Eigentlich sind der Fantasie keine Grenzen gesetzt, um sich den Herbst zu verschönern.

Die Sortenauswahl ist richtig groß! Es gibt grün-silbrige, Purpurschwarze bis hin zu rotlaubige Blattfärbungen. Für jeden Geschmack ist etwas dabei. Die rot-rotbrauen Sorten zeigen ihre Farbe bei kühleren Temperaturen nocheinmal intensiver (kleiner Tipp!).

Heuchera ist eine immergrüne Blattschmuckpflanze und verzaubert uns auch den Winter. Im Frühjahr kann sie dann in neue, erfrischende Kombinationen integriert werden. Eine Vielseitige Blattschmuckpflanze!

Eure Sandra

Skimmie, eine Pflanze voller Überraschungen!

Ich möchte gerne in mehreren Beiträgen euch meine persönlichen Lieblingspflanzen präsentieren. Einige Pflanzen begleiten mich schon mein ganzes Leben. Den Anfang macht die Skimmie.

Die Skimmie war im Oktober 2019, die Pflanze des Monats und ihre Entwicklung seitdem ist atemberaubend. Das hat mich sehr beeindruckt. Jeden Tag entdeckte ich etwas neues an ihr. Egal, ob es sich um eine Veränderung an dem Blatt oder an der Blüte handelt. Aber nicht nur ich mag sie, sondern auch die Hummeln. Also wer seinen Garten, Balkon oder Terrasse insektenfreundlich gestalten möchte, da darf keine Skimmie fehlen.

Sie ist immergrüne und hat in den Wintermonaten rote Früchte, die sehr zauberhaft in der Wintersonne strahlen.

Ab Februar, kommt auch sicher auf die vorhandenen Temperaturen an, öffnen sich zarte Blüten. Ich war ziemlich überrascht, als ich die erste Blüte entdeckte. Nach und nach wurden es mehr und zur Zeit steht die Skimmie in voller Blüte. Die zarten Blüten verströmen einen angenehmen, diskreten Duft. Insekten sieht man auch ab und zu auf den Blüten einfliegen. Ich hoffe, dass die Blüten noch lange mich erfreuen.

Die Skimmie in ihrer einzigartigen Blütenpracht!

Der Pflegeaufwand ist gering und das hätte ich nicht gedacht. Ich habe sie im Herbst in einen einfachen Blumentopf mit gutem Substrat gepflanzt und soweit es erforderlich war, gewässert. Zwischendrin Mal das ein oder andere faule Blatt entfernt und auf Schädlinge untersucht. Zum Winter hin, wurde der Topf mit Vlies umwickelt, um ihn so vor Frost zu schützen.

Ein kleiner Winterschutz schützt vor Frost und schmeichelt der Skimmie!

Die Skimmie hat mich als Pflanze sehr begeistert und ich hoffe, dass sie sich auf meiner Terrasse weiter entwickelt. Sie lässt sich herrlich mit den Herbstblühern und jetzt mit den schönen Frühjahrsblüher kombinieren.

Eure Sandra

Phlox trägt die Sonne in den Garten!

Schon als kleines Kind erzählte mir meine Oma, wie toll der Phlox im Sommer in unseren Beeten wächst und blüht. Immer wenn ich den Phlox mir anschaue, dann strahlt die Sonne im Garten. Deswegen habe ich mir diesen Titel für den Beitrag über den Phlox überlegt. Der Phlox kommt zum Blühen und schon ist die Sonne nicht weit entfernt.

Seit Generationen ist der Phlox ein fester Bestandteil in unseren Gärten. Dadurch gibt es immer wieder neue Züchtungen und diese sorgen dafür, dass der Kreis der Flammenblumen-Fans sich erweitern. Flammenblume ist die deutsche Bezeichnung für den Phlox. Ich finde seine Blüte hat eine gewisse Art einer Flamme. Sie besitzt opulente Blütendolden die sich auf meist 80 bis 100cm hohen Stängeln befinden. Natürlich gibt es auch kleine Arten vom Phlox. Zum Beispiel der Teppichphlox, welcher seine Blüten im zeitigen Frühjahr präsentiert. Die Blüten vereinen auf annehmlicher Weise Anmut und Lebensfreude miteinander. Je mehr Sonne sie bekommt, umso üppiger fallen die Blüten aus. Daher ist ein heller, luftiger und sonniger Standort besonders vom Vorteil.

Die Blüten erstrahlen in Weiß oder glühen in Orangerot, aber vorwiegend in Rosa und Blauviolett. Besonders auffällig ist der Phlox, wenn er eine mehrfarbige Sorte ist. Bei uns im Garten erblüht der Phlox in Weiß und Lila. Dadurch besteht die Möglichkeit diese schöne Pflanze mit anderen farbenfrohen Pflanzen zu kombinieren. Gerne würde ich den ein oder anderen Phlox noch in den Garten oder im Kübel auf der Terrasse pflanzen. Nicht nur ihre einzigartige Schönheit ist atemberaubend, auch Hummeln, Bienen und Schmetterlinge. Wer Hummeln und Co. mit der Blüte des Phloxes eine Nahrungsquelle bieten will, der sollte auf Sorten achten, die duften! Denn nicht alle Sorten haben duftende Blüten.

Bei der Beetgestaltung sollte darauf geachtet werden, dass man nicht zu viele Farben miteinander kombiniert! Da die Blüte sehr üppig ausfällt und außerdem wirkt das aus der Ferne eher zu knallig als stimmig. Ich finde eine Kombination aus zwei Farbtönen im Beet reichen aus. Mit zwei Farbtönen lassen sich weitere harmonische Farben finden und das Gesamtbild wirkt dadurch auch ruhiger.

Der Phlox in lila und weiß im Beet! Kombination mit der Farbenvielfalt des Gewürztagetes.

Pflegehinweise:

Viel Pflege braucht der Phlox nicht. Die verblühten Blüten werden regelmäßig entfernt, einfach bis zum nächsten Knospenansatz schneiden. Blätter, die verwelkt oder verfault sind entsorgen. Eine gute Wasserversorgung ist wichtig, aber bitte Staunässe vermeiden. Im Weiteren bitte den Phlox wie bereits erwähnt, luftig pflanzen. Dadurch können die Blätter und Blüten schneller abtrocknen, sonst besteht die Gefahr auf Fäulnis und das möchte ja keiner. Vor dem Frost kann der Phlox runter geschnitten werden und treibt dann im Frühjahr neu, kräftig aus.

Phlox gehört in jeden Garten, egal ob ins Staudenbeet oder in einem Steingarten.

Eure Sandra

Lavendel – Mehr als ein Rosenbegleiter…

Ich liebe den Duft von Lavendel. Er wirkt beruhigend und entspannend. Aber nicht nur ich mag Lavendel auch die vielen Insekten sind von seinen Duft angetan. Nicht nur der Duft ist so herrlich, sondern auch seine intensiven, violetten Blüten. Mittlerweile gibt es die Blüten nicht nur in Violett, auch in Weiß. Für meine neue Terrasse habe ich mich für beide Blütenfarben entschieden. Sie harmonieren unglaublich zauberhaft miteinander.

Viele nutzen den Lavendel für ihre Rosen als Begleiter. Dabei ist der Lavendel mehr als ein Begleiter. Na klar, sieht er in Kombination mit den Rosen gut aus. Aber die Rose steht hierbei im Mittelpunkt. Ehrlich gesagt, habe ich ihn viele Jahre auch nur als Rosenbegleiter gesehen. Manchmal muss man eines besseren belehrt werden. Inzwischen gehört der Lavendel zu meinen absoluten Lieblingspflanzen. Daher ist es selbstverständlich, dass ich ihm einen eigenen Artikel widme.

Der Lavendel im Frühjahr im Garten zwischen den Rosen!

Das Hauptaugenmerk liegt beim Lavendel nicht auf das Blatt, sondern auf die Blüte und dem Duft. Erst nach der Blüte kommen die Blätter zur Geltung. Dann hat der Lavendel wieder eine neue Funktion. Wenn man es allgemein betrachtet, dann ist der Lavendel ein echtes Multitalent.

Vor der Blüte und später nach der Blüte bereichert der Lavendel uns als Blattschmuckpflanze. Durch die Feinheit der Blätter harmoniert er im Frühjahr herzlich mit den Frühjahrsblüher. Seine silbrig, graue Farbe sticht dabei hervor und kräftige Blütenfarben kommen so stärker zur Geltung. Sind erst die ersten Blüterispen sichtbar,kommen auch schon die ersten Insekten angeflogen. Durch den intensiven Duft ist der Lavendel die erste Adresse für die Bienen und Hummeln. Im Sommer ein echt schönes Schauspiel. Wer Bienen und Hummeln fördern möchte, sollte Lavendel kultivieren. Denn ihre Pflege ist nicht aufwendig. Lavendel bereichert uns den ganzen Sommer über mit seinen Blüten.

Lavendel eignet sich auch hervorragend für selbst gebastelte Duftkissen. Einfach die Blüten in kleine Sträußen binden und an einen trockenen, dunkeln Ort hängen. Nach dem Trocknen einfach die Blüten in ein Stück Stoff rieseln lassen und ordentlich verschließen. Dann an den Ort hängen, wo ihr mögt. Im Kleiderschrank gegen Motten oder im Schlafzimmer für einen beruhigend Schlaf. Man kann den kleinen, getrockneten Lavendelstrauß für gewisse Dekorationen verwenden. Also Vielseitig einsetzbar!!

Wer Saatgut vom Lavendel ernten möchte, muss einfach die Blüte komplett verblühen lassen. Nach einer gewissen Zeit entdeckt man in den vertrockneten Blütenhülsen kleine, schwarze Samen. Einfach die Hülse entfernen und den Samen trocken und dunkel lagern. Im nächsten Jahr kann man den Lavendel selber ziehen. Gute Aussaaterde verwenden und ein bisschen Geduld haben!

In vielen Kombinationen gehört der Lavendel dazu, aber auch als Einzelgänger ist er ein Blickpunkt im Garten, Terrasse oder auf dem Balkon. Ich habe mich auf der Terrasse für die Variante Einzelgänger entschieden, in einer Halbampel. Diese Halbampel hängt an dem Sichtschutz zum Nachbarn und bildet so einen echten Hingucker. Im Garten findet man den Lavendel sehr klassisch im Rosenbeet und im passend noch im Kräuterturm. Denn die Lavendel-Blüten können für Nachspeisen verwendet werden.

Lavendel in der Halbampel in Gesellschaft mit Kräutern, Himbeere und Erdbeeren, sowie der Petunie!

Hier in Kombination mit Rosen, Schokoladenblume und Zinnen!

Beim Kräuter-Turm darf er nicht fehlen, leider blüht er da noch nicht. Zu sehen ist er über dem Salbei!

Zum Abschluss möchte ich euch kurz noch ein bisschen was zur Pflege und dem Standort berichten. Da Lavendel aus den südlichen Regionen stammt, mag er einen voll sonnigen Standort. Der Boden kann gerne mit Sand angereichert sein, sollte trotzdem locker und humose Anteile besitzen. Staunässe nimmt er übel, eher trocken halten. Entweder nach der Blüte einen Rückschnitt durchführen, vielleicht kommt eine zweite Blüte. Ansonsten ist der Lavendel super pflegeleicht. Schädlinge und Krankheiten treten bei ihm in den seltenes Fällen auf.

Ich hoffe, meine Begeisterung für Lavendel hat euch gefallen und ihr habt Lust bekommen ihn selber ein zu Hause zu schenken!

Eure Sandra