Meine Samengärtnerei-Saatgutgewinnung einfach gemacht!

Samen gibt es überall, denn sonst wäre unsere Erde nicht so zahlreich und vielfältig mit Pflanzen bedeckt. Es bedarf nur eines Regenschauers, damit  überall zarte Pflänzchen aus dem Boden sprießen.

Wie kann ich eignen Samen gewinnen?

Die verblühten Blüten werden einfach nicht abgeschnitten und daraus bilden sich dann die Samen, der jeweiligen Pflanzen. In den meisten Fällen lassen sich nach einiger Zeit die Samen beziehungsweise Samenkapseln an den jeweiligen Pflanzen erkennen. Wichtig ist, dass man rechtzeitig die Samenernte beginnt und dann können sie einzeln trocknen.

verblühte KapuzinerkresseAus der Blüte wird Samen KapuzinerkresseSaatgutgewinnung Mohn Die verblühte Blüte der Kapuzinerkresse und daraus entwickelt sich das Saatgut. Das rechte Bild zeigt die Saatgut-Gewinnung vom Mohn. Beim Mohn fällt das Saatgut leicht aus der Samenkapsel.

Der richtige Zeitpunkt der Ernte ist sehr wichtig, denn ansonsten besteht die Gefahr, dass sich die Samenkapsel öffnen und der Samen rausfällt. Die Früchte werden auch einfach stehen gelassen und dann einfach ordentlich durchtrocknen lassen, bis die Samen reif sind. Die Fruchtstände einfach auf ein Papier legen und so können sie in Ruhe nachtrocknen.

Der ideale Zeitpunkt zur Samenernte hängt von der jeweiligen Pflanzenart ab. Meistens beginnt die Ernte der Pflanzensamen in den Sommer – beziehungsweise in den Herbstmonaten.

Folgende Materialen werden benötigt, damit die Gewinnung der  Pflanzensamen erfolgreich ist:

  • Kugelschreiber oder Bleistift, für das Beschriften der Papiertüten oder Gläser
  • Papiertüten oder Gläser , für die Aufbewahrung der Pflanzensamen
  • Schale oder Schüssel, damit die Pflanzensamen beim Lösen aus der Samenkapsel aufgefangen werden
  • Behälter, zum Sammeln der vertrocknenten Blüten oder Fruchtstände
  • Gartenschere

Einige Samen sind noch nicht komplett getrocknet, daher müssen sie nachgetrocknet werden. Dafür habe ich eine einfach Methode entdeckt. Einfach einen Wäschebeutel über einen Topfdeckel ziehen und den richtig stramm ziehen und dann mit einem Gummiband befestigen. So werden die Pflanzensamen von oben und unten gut belüftet, ohne das sie anfangen zu schimmeln.

Methode zur Trocknung des Saatgutes!

Wenn dann die erfolgreiche Pflanzensamen-Ernte beendet ist, kommt die Frage auf:

Wie kann ich meine gesammelten Pflanzensamen lagern?

Bei der Lagerung des Saatgutes ist folgendes zu beachtet werden: Der Raum sollte:

  • trocken, damit die Samen nicht anfangen zu schimmeln
  • einigermaßen warm
  • und dunkel  sein.

Die Aufbewahrung des Saatgutes (Papiertüte oder Glas) ist jedem selbst überlassen. Ich bewahre meine Saatgut in braunen Papiertüten auf, die ich vorab selbst gestaltet habe. Das Behältnis des Saatgutes kann man gerne  selbst gestalten. So gibt man dem Saatgut eine persönlichere Note.

Bei guter Lagerung wird  im nächsten Jahr dann das eigene Saatgut ausgesät.

Was mache ich, wenn ich zu viel Saatgut geernet habe?

Es wird immer wieder passieren, dass man zu viel Saatgut geerntet hat. Für solche Fälle gibt es Tauschbörsen, oder Pflanzenbörsen, wo man sein Saatgut anbieten beziehungsweise tauschen kann. Eine sehr schöne Idee ist es über Social Media eine Saatgut-Tauschaktion zu starten. Man verschickt sein eigenes Saatgut an alle Teilnehmer und bekommt im Gegenzug von den anderen Teilnehmer ebenfalls Saatgut zu geschickt. Es macht unheimlich Spaß und man freut sich auf die Päckchen der anderen Teilnehmer.

Bis zum nächsten Blog-Post !!!!

Jetzt wird pikiert…

Nun haben die ausgesäten Zierpflanzen ihren Keimvorgang beendet und müssen vereinzelt werden, um die nächste Entwicklungsphase beginnen zu können. im Fachjagon wird das Vereinzeln Pikieren genannt.

Folgende Arbeitsmaterialien werden für diesen Arbeitsschritt benötigt:

  • Gute Blumenerde… ich benutze gerne eine Blumenerde, die nicht auf Basis von Torf basiert, aus Gründen des Naturschutzes…
  • Pikierstab oder ein Holzstab
  • Blumentöpfe
  • Etiketten, Teller  und eine Sprühflasche mit Wasser…

Alle Arbeitsmaterialen sollten griffbereit auf dem Arbeitsplatz liegen, damit dieser Arbeitsschritt ohne Probleme durchgeführt werden kann.

Arbeitsmaterial für das Pikieren

Jetzt kann es losgehen….

  1. Als erstes werden die kleinen Pflänzchenvorsichtig  aus ihrem Anzuchttopf  herausgenommen und einzeln auf den Teller gelegt.
  2. Im nächsten Schritt wird der Blumentopf bis kurz vorm Rand mit der Blumenerde gefüllt.
  3. Anschließend nimmt man den Pikierstab oder Holzstab in die rechte Hand und bohrt ein kleines Loch in die Blumenerde. Dieses Loch dient dazu, damit die Jungpflanze leicht in die Erde gelangt. Mit der linken Hand wird das Pflänzchen genommen und vorsichtig in das vorbereitet Loch geschoben. Mit Hilfe des Pikierstabes wird die Jungpflanze leicht festgedrückt.
  4. Abschließend wird das beschriftete Etikett reingesteckt und die Pflanze mit Wasser versorgt. Die fertig pikierten Pflanzen kommen dann auf die Fensterbank, wo sie Wärme und Licht für das weitere Wachstum bekommen.

Arbeitsvorgang Pikieren

 

Die Weiterkultur beinhaltet das regelmäßige wässern, sowie Licht und Wärme zu gewährleisten. In den meisten Fällen werden die Pflanzen zu einem bestimmten Zeitpunkt (meistens um den 15.5. rum, nach den Eisheiligen) rausgepflanzt. So das zwischen dem Pikieren und rauspflanzen kein weiterer Arbeitsschritt mehr nötigt ist. Dadurch das es in diesem Jahr sehr kalt ist, musste ich bei den Zwergdahlien einen Zwischenschritt unternehmen, weil sie schon ziemlich groß sind. Das bedeutet ich musste sie nochmalig umtopfen…

Wachstum der Pflanze: Vom Samen zur Pflanze

Jetzt geht die Reise durch meine Gartenwelt erst richtig los. Ich werde heute mit dem ersten Teil zum Thema „Wachstum der Pflanze: vom Samen zur Pflanze“ beginnen. Der erste Teil befasst sich mit den Bereichen der Aussaat bis hin zur Keimung nach 6-7 Tagen bzw. 11 Tagen. Anhand von einigen Zierpflanzen führe ich euch durch diese Thematik.

Fangen wir  mit dem Bereich der Aussaat und welche Schritte wichtig sind, damit es zur Keimung kommen kann. Die Aussaat der Pflanzen sollte mit guten Arbeitsmaterialien durchgeführt werden. Wichtig ist zu wissen, welche Pflanzenart, zu welchem Zeitpunkt die Aussaat erfolgen sollte und wie lange die Keimung dauert. Diese Informationen können  auf der Rückseite der  Packung des jeweiligen Saatgutes entnommen werden. Folgende Materialien werden für eine erfolgreiche Aussaat neben den Saatgut benötigt:  gute Aussaaterde, Töpfe (ich bevorzuge die biologisch abbaubaren Töpfe) oder Plastikschalen, Sprühflasche mit Wasser, Frischhaltefolie oder wer besitzt ein Zimmergewächshaus und Etiketten. Vor der Durchführung legte ich mir die  gesamten Arbeitsmaterialen bereit, damit ich die Aussaat ohne Unterbrechung durchführen konnte.  Die Durchführung der Aussaat erfolgte in folgenden Schritten:

  1. Im ersten Schritt fülle ich meine Töpfe mit der Aussaaterde. Der Topf wird leicht auf den Tisch gestampft, damit die Erde zusammen sackt. So erreiche ich eine gleichmäßige Oberfläche.
  2. Anschließend  erfolgt das Aussäen. Das Saatgut sollte gleichmäßig über die Erdoberfläche verteilt werden. Falls Saatgut übrig bleiben sollte, dann ordenlich verschließen und dunkel lagern. Dieses kann im nächsten Jahr wieder verwenden werden.
  3. Der letzte Schritt besteht darin die Samen leicht mit der Aussaaterde zu bedecken und mit Wasser besprühen, so das die Samen gleich mit Wasser versorgt werden.  Die fertigen Töpfe mit der Frischhaltefolie abdecken und kleine Löcher reinstechen, um einen guten Luftaustausch zu gewähren. Wer ein Zimmergewächshaus besitzt, stellt die Töpfe darein. Abschließend wird das Etikett mit Pflanzennamen und das Datum der Aussaat beschriftet und in die entsprechenden Töpfe gesteckt. Die fertigen Töpfe auf die Fensterbank stellen, wo sie Licht und Wärme bekommen.

In den folgenden Bildern zeig ich euch meine Durchführung der Aussaat, die ich bereits  ausführlich beschrieben habe.

 

In kurzen Worten erkläre ich die Keimung. Die Keimung beginnt sobald die Pflanze mit Wasser in Kontakt tretet. Der Samen quilt auf und sprengt die Samensale. Somit wird der Stoffwechsel in Gang gesetzt und die Keimung beginnt. Sobald die ersten Keimblätter sichtbar werden , kann die Pflanze den Stoffwechsel selber in die Hand nehmen. Wenn die ersten Laubblätter sichtbar werden, dann sterben die Keimblätter ab und der Keimvorgang ist abgeschlossen.

Die Keimung von einigen Zierpflanzen…