Staudenlust für kleine Beete…

Stauden sind mehrjährige Pflanzen, die sich im Winter zurück ziehen und dann in der nächsten Gartensaison uns wieder mit ihrem Blattwerk und Blütenreichtum erfreuen. Für kleine Flächen fordert die Gestaltung Fingerspitzengefühl und die Auswahl der passenden Stauden. Bei großen Flächen ist es dagegen einfacher, weil genügend Platz zur Verfügung steht. Daher möchte ich gerne auf die Staudenlust bei kleineren Flächen näher eingehen.

Es ist wichtig, dass eine Fläche mit wenigen Quadratmeter so gestalten, dass es für einen gewissen Zeitraum funktioniert. Das bedeutet, wie sieht das Beet optisch mit Jahren aus. Überwuchert oder besonders attraktiv mit vielen interessanten Stauden, die vielleicht zu unterschiedlichen Zeiten blühen? Daher ist die Auswahl ein entscheidender Faktor. Stauden, die stark wachsen oder sich frühzeitig zurück ziehen sollten unbedingt vermieden werden. Die Beetfläche sieht dann eher gruselig aus, als das sie schön ist.

Bei der Auswahl der passenden Stauden ist auf gemäßigte Stabilität im Wuchs zu achten und das die Blühzeit sich über den kompletten Sommer bis in den frühen Herbst erstreckt. Natürlich kann eine kleine Beetfläche mit unterschiedlichen Blattschmuckstauden bepflanzt werden. Wir haben so ein Beet unter dem Flieder entstehen lassen (der passende Beitrag ist bereits auf dem Blog erschienen).

Die Blattschmuckstauden bilden ein einzigartiges Farbenspiel aus Struktur und Farbe der Blattwerke!

Die Pflanzenauswahl ist natürlich für sonnige Lagen größer als wenn eine Fläche komplett im Schatten liegt.

Beispiele für sonnige Beete:

  • Mädchenauge
  • Sonnenhut
  • Sedum
  • Phlox
  • Lavendel
Beispiele für ein sonniges Staudenbeet!

Doch auch im Schatten kann man sehenswerte Beete gestalten.

Beispiele für schattige Beete:

  • Funkie
  • Purpurglöckchen
  • Farne
  • Elfenblume
Farn und Funkie trifft man häufig im Garten an.

Natürlich gibt es noch viele weitere interessante Stauden. Die Auswahl wird von Jahr zu Jahr größer.

Buchtipp zu diesem Thema: Renate Hudak und Harald Harazim: Schnell, einfach, blüht! (unbezahlte Werbung für den Ulmer Verlag) !

Eure Sandra

Meine Terrasse wird zum Selbstversorger-Garten!

Seit letztem Jahr lebe ich meine Gartenleidenschaft auf der Terrasse aus. Es gibt viele tolle Ideen in meinem Kopf, aber alle kann ich nicht umsetzen. Mein Plan für diese Gartensaison ist, ein bisschen mehr Gemüse anzubauen, nicht nur Tomaten und Salat. Sie haben uns im letzten Jahr den einen oder anderen leckeren Salat verfeinert.

Einen konkreten Plan, wie das Gemüse auf der Terrasse kultiviert wird, habe ich nicht. Ich möchte einfach darauf los experimentieren und beobachten. Einfach starten, finde ich besonders spannenden.

Aus dem letzten Jahr wusste ich, dass die Buschtomate und der Salat sich hervorragend im Topf und in der Obstkiste kultivieren lassen. Sie dürfen auf keinen Fall fehlen. Spinat kann auch sehr gut im Topf wachsen, zwar dient er nur als Beigabe im Salat, aber man sollte es garantiert ausprobieren.

So sah der Gemüse-Anbau im letzten Jahr aus!

In der Obstkiste wachsen in dieser Saison mehrere Gemüsesorten. Neben den Salat (einmal selber aussgesät und einfach Mal nachwachsen lassen) wachsen Radieschen, Aubergine und bunte Möhren. Eine experimentelle Mischung! Ich bin selber gespannt auf die Ernte.

Meine Gemüsekiste!

Paprika kann gut im Topf wachsen. Sie wird demnächst in den Topf gepflanzt. In Moment ist die Paprika-Pflanze noch zu klein. Ich gebe ihr Zeit noch größer zu werden, für ein größeres Pflanzgefäß.

Die Paprika in ihrem jetzigen Wachstumsstadium!

Außerdem möchte ich noch Mangold anbauen. Im letzten Jahr habe ich es schon probiert, aber so wirklich hat es nicht geklappt, daher soll es in dieser Saison wieder versucht werden.

Mein Plan ist es ja, bis in den späten Herbst zu ernten und davon kleine Mahlzeiten zu zaubern. Feldsalat, Spinat und was mir noch begegnen anzupflanzen. Ein Platz findet sich immer.

Eure Sandra

Buchrezension: Andrea Christmann: Miniteich und Brunnen!

Dieser Beitrag enthält unbezahlte Werbung für den Ulmer Verlag. Anmerkung: Die Bilder wurden von Sandra Harmel fotografiert und bearbeitet!

Seit ich an meiner Terrasse ein kleines Wasserspiel habe, beschäftig mich die Thematik Miniteiche und Brunnen sehr. Da ist ein kleiner Ratgeber rund um diese Thematik sehr hilfreich. Man möchte ja auch nicht ständig ein dickes Buch durchblättern.

Inhalt:

Der kleine Ratgeber „Miniteich und Brunnen“ beschäftig sich mit dem Anlegen eines Miniteiches oder Brunnen, welche Pflanzen bis hin zur allgemeinen Pflege. Verschiedene Spezial-Themen werden seperat nochmal erläutert.

Aufbau des Buches:

Es ist ein kleiner, handlicher Gartenratgeber. Der ein Thema kompakt beinhaltet. Die Buchvorderseite ist passend zum Titel ausgesucht wurden. Das zentrale Thema kommt so in den Vordergrund.

Der Buchrückentext wurde kurz und knapp gehalten, aber gibt die wesentlichen Inhalte vorab an den Leser weiter. Durch zwei passende Bilder wird der Buchrückentext ansehnlich unterstützt.

Die Gestaltung des Inhaltsverzeichnis ist sehr schön und einzelne Kapitel farblich unterteilt. Spezialgebiete zu den einzelnen Kapiteln wurden praktisch hervorgehoben, so das der Leser weiß, wann welches Spezial-Thema an der Reihe ist.

Das ausgewählte Bildmaterial hat eine gute Qualität und wurden an den passenden Textstellen eingesetzt. Jedes Detail lässt sich gut erkennen und werden somit in den zentralen Mittelpunkt des Lesers gebracht.

Über das Buch: Mein persönlicher Eindruck!

Zwar ist der Buchtitel sehr kurz und knapp gewählt wurden, aber macht auf das Buch als Ratgeber aufmerksam. Es müssen nicht immer lange Buchtitel sein. Gleich beim Aufklappen kommt das gut, strukturierte Inhaltsverzeichnis zum Vorscheinen, so weiß man sofort welche Themengebiete ihn erwarten. Ein guter Auftakt! Die Einleitung bringt die gesamte Thematik auf den Punkt. Der Leser wird sofort und direkt angesprochen.

Die einzelnen Themengebiete werden ein zweites Mal im Buch mit der Seitenzahl erwähnt, zu den passenden Kapitel. Das ist für den Leser sehr praktisch, so muss er nicht zum Inhaltsverzeichnis zurück blättern.

Besonders wenn ihn nur ein spezielles Thema interessiert. In kleinen Smart-Kästchen geben zusätzliche Informationen an den Leser weiter . Sie sind leicht zu erkennen und tauchen an passenden Stellen auf. Wichtige Details sind in einer detallierten Übersicht zusammengefasst, so dass man nicht mehr den kompletten Text lesen muss.

Ich finde es sehr gut, dass für einen Miniteich die Materialien präsentiert werden und was man beachten sollte, bevor man einen Miniteich anlegt. Das ist eine super Hilfestellung für den begeisterten Leser. Die Spezialseiten bilden eine hervorragende Ergänzung und sind gut von der Autorin formuliert wurden. Durch ihre farbliche Erkennung weiß der Leser sofort an welcher Stelle er sie im Buch findet.

Die kurzen Pflanzenporträts sind kompakt gehalten und enthalten alle informativen Details, die wichtig sind. Sie bilden nicht den zentralen Kernpunkt des Buches, daher sind sie nur kurz erwähnt. Das Kapitel zur Pflege ist durchweg informativ und alle wesentliche Themen werden erwähnt.

Fazit:

Abschließend kann ich sagen, dass es ein sehr ansprechenender Gartenratgeber ist. Alle Themenbereiche sind präzise erwähnt ohne komplexe Zusammenhänge, die der Leser nicht versteht.

Eure Sandra

Sommerliche Dekorationen selbst gemacht!

Im Sommer gibt es nichts Schöneres als die Zeit auf der Terrasse, auf dem Balkon oder im Garten zu verbringen. Alles blüht und erstrahlt in einem malerischen Ambiente. Mit der passenden Dekoration wird das Outdoor-Wohnzimmer zur echten Wohlfühloase, wo wir unseren alltäglichen Stress vergessen können. Natürlich kann man die dekorativen Elemente kaufen, aber ich finde es schöner selbst kreativ zu werden. Daher möchte ich gerne euch meine selbstgemachten sommerlichen Dekorationen zeigen.

An einen schön gedeckten Tisch setzt man sich gerne und es macht Spaß, die Zeit dort zu verbringen. Mit einer tollen, selbstbemalten Tischdecke gibt den ganzen einen gemütliches Flair. Einen großen Materialaufwand ist dafür nicht nötig!

  • Stoff, welcher sich zum Bemalen eignet
  • Stoffmalfarben
  • Pinsel, Schablonen für die gewünschten Motive, Unterlage zum Schutz, ein Becher mit Wasser
Alle Materialien auf einem Blick!

Die gewünschten Motiven vorab auf den Stoff übertragen. Welche Motive eure Tischdecke zieren soll, dass ist eurem persönlichen Geschmack überlassen. Nachdem Vorzeichnen könnt ihr eure Motive mit den entsprechenden Stoffmalfarben verzieren.Wichtig ist, dass ihr euch Zeit nimmt, damit es wirklich schön wird. Die Farben gut trocknen lassen und dann ist sie Einsatzbereit.

Damit die Tischdecke bei Wind nicht weg weht, zeige ich euch eine einfache Art der Beschwerung. Aus Filzstoff und Sand entstehen ansehnliche Tischbeschwerer.

  • Filzstoff, Farbe nach Geschmack
  • Sand
  • Nadel, Faden, Wäscheklammern und kleine Kugeln

Der Filz wird kreisförmig ausgeschnitten. Von jedem Kreis müssen zwei vorhanden sein. Diese werden zur Hälfte zusammengenäht.

Die ersten Bastelschritte auf einem Blick!

Über diese Öffnung wird der Sand hinzugefügt. Der Sand macht den Kreis schwer. Wenn der Sand drin ist,wird der Kreis komplett vernäht. Die Wäscheklammer dient zum Befestigen an der Tischdecke.

Jeder Arbeitsschritt auf einem Blick!

Nachdem der Tisch für das Sommerbuffet fertig ist, muss die Liege oder der Stuhl mit einem gemütlichen Kissen ausgestattet werden. Einfach Stoffreste zusammennähen und mit einem Schaumstoff ausfüllen. Ist super schnell und unkompliziert anzufertigen.

Auf einfache Art entsteht ein schönes Kissen!

Ich wünsche euch eine schöne Gartensaison und viel Spaß beim Nachmachen!

Eure Sandra

Quer durch den Kräutergarten!

Über Kräuter gibt es so viel zu berichten, dass ein einziger Beitrag gar nicht dafür ausreichen würde. Einige Beiträge habe ich auch schon über Kräuter und ihre Verwendung verfasst und veröffentlicht. In „Quer durch den Kräutergarten“ möchte ich euch einige Kräuter vorstellen, die ich gerne auf der Terrasse oder im Garten kultiviere. Meine persönlichen Erfahrungen über das Kraut möchte ich in dieser Beitragsreihe vermitteln.

Na klar, kann man vieles in Büchern nachlesen, aber durch eigene Erfahrungen lernt man dazu. Mein Wissen über die Kräuter-Welt habe ich zwar zum Teil in der Lehre gelernt und zum Teil im Studium, aber den größten Teil im eigenen Garten, auf dem Balkon und jetzt auf der Terrasse. Zu Beginn der neuen Beitragsreihe gebe ich euch einen allgemeinen Überblick über den Anbau von Kräutern.

Welche Kräuter sollten unbedingt kultiviert werden?

Man sollte immer die Kräuter anbauen, die jeder gerne mag und in der Küche Verwendung finden. In meinem persönlichen Kräutergarten gehört auf jeden Fall Rosmarin, Oregano und Thymian. Diese Kräuter finden bei mir eine regelmäßige Verwendung. Ansonsten experimentiere ich mit großer Freude. In diesem Jahr wird Majoran, Gewürzfenchel, Bohnenkraut und vielleicht Basilikum hinzukommen. Mit der Zeit kann man seinen Kräutergarten erweitern und mit den Erfahrungen wird es besser.

In einer alten Obstkiste kultiviere ich meine Kräuter. Das ein oder andere Kraut kommt noch dazu!

In welchen Gefäßen, welche Erde werden Kräuter angebaut?

Im Grunde kommt es drauf an, wie viel Platz ihr zur Verfügung habt. In einem Garten könnt ihr direkt ein Kräuterbeet anlegen oder eine Kräuterspirale bauen. Wir haben in unserem Garten einen Kräuterturm. Auf dem Balkon oder auf der Terrasse ist der Platzbedarf eher geringer. Daher erfolgt der Anbau von Kräutern in Töpfen, Balkonkästen oder vielleicht in einer Obstkiste (siehe oberes Bild). Da kann jeder kreativ werden!!

Der Kräuterturm im letzten Sommer!
Ein Balkonkasten mit Wacholder, Schnittlauch, Feldthymian, Zitroneverbene und Thymian.

Das Substrat muss auf die Ansprüche der Kräuter ausgerichtet sein. Im Gartencenter findet ihr entsprechende Substrate, die extra für Kräuter geeignet sind. Ansonsten kann auch eine qualitative, hochwertige Pfanzerde genutzt werden.

Ist der Pflegeaufwand groß?

Kräuter benötigen keine große Pflege. Ich gieße sie regelmäßig, so das keine Staunässe entsteht und putze die verfaulten Blätter nach Bedarf aus. Ab und zu bekommen die Kräuter eine spezielle Düngung, damit ich ihnen frische Nährstoffe zu füge. Aber das ist nicht unbedingt notwendig. Ich finde das sollte jeder für sich entscheiden, ist sicher auch eine Frage, ob man das Geld für den Dünger ausgeben möchte.

Ein Rückschnitt sollte in regelmäßigen Abständen erfolgen. Dadurch wird der Neuaustrieb ordentlich angeregt. Meistens mache ich den Rückschnitt im Zusammenhang mit der Ernte. Ein Arbeitsvorgang in einem!

Es macht Spaß Kräuter zu kultivieren, zu ernten und dann in den entsprechenden Gerichten zu verwenden. Wer jetzt noch keine Kräuter im Garten, auf den Balkon oder auf der Terrasse hat, sollte jetzt damit beginnen. Auch Bienen freuen sich über Kräuter.

Eure Sandra