Unser Schrebergarten im Frühling!

Im Frühling liebe ich den Garten besonders. Die Sträucher zeigen ihre grünen Blätter und die ersten Blüten öffnen sich.  Bienen und Schmetterling fliegen durch den Garten und es wirkt freundlich.

Man entdeckt immer wieder etwas neues. Manchmal sind Blumen dabei, die im letzten Gartenjahr an einigen Stellen noch gar nicht gewachsen sind. Es erinnert mich an eine Art Schatzsuche. Einige Stauden wachsen bereits im Garten, aber sie sind unentdeckt, weil sie zum Beispiel in dem Gartenjahr keine Blüten hatte und plötzlich wächst eine ausdrucksstark Blüte. Über solche Pflanzenphanomäne bin ich immer wieder erstaunt.

Die Bergenie gehört zu den Stauden, die im Garten unscheinbar wachsen. Auf meinen persönlichen Gartenrundgang bin ich auf die Bergenie aufmerksam geworden, weil ihre pinke, hohe Blüte im Sonnenlicht angestrahlt wurde. Die Bergenie wächst im zweiten Turm in einem der hinteren Kübel und fällt daher nicht auf den ersten Blick auf. Aber durch ihre Blüte rückt sie in den Vordergrund und die hinteren Kübel des Turmes werden genauer in Augenschein genommen.

Die Tulpen blühen mittlerweile und ich freue mich sehr darüber. Sie gehören schon seit meiner Kindheit dazu. Bereits im Herbst, wenn die Blumenzwiebel in die Erde gesetzt werden, kann ich es kaum erwarten ihre Blüte zu sehen. Besonders die kräftigen Farben geben dem Beet einen starken Charakter. In diesem Gartenjahr sind die Farben der Blüten zarter und gleichzeitig irgendwie eleganter. Ich finde, dass das experimentieren mit den unterschiedlichen Farbnuancen erst dem Garten seinen einzigen Charakter verleiht.

Jetzt ist die Zeit, wo alle Obstgehölze egal ob Apfel, Sauerkirsche oder Nashi ihre weißen bis zartrosen Blüten präsentiert.  Anhand der Blüten bekommt man eine ungefähre Vorstellung, wieviel Früchte wachsen können. Natürlich wird die ein oder andere Fruchtkapsel noch abfallen, gleichzeitig steigt die Vorfreude auf das eigene Obst aus dem Garten bei der Betrachtung der Blüten.

Im Hochbeet wurden schon Radieschen und Erbsen ausgesät. Radieschen und Erbsen können ab März direkt ins Hochbeet ausgesät werden. Dadurch können wir frühzeitig im Gartenjahr mit dem Ernten beginnen und genießen. Weiter Gemüsearten ziehen im weiteren Frühjahr ein.

Ich liebe den Frühling im Garten und genieße jede freie Zeit dort. Es ist schön mit anzusehen, wie der Garten aus dem winterlichen Zustand ins Frühlingsgrün wechselt.

Eure Sandra

Waldgarten 2024: Frühling!

Der Waldgarten startet in die Saison 2024! Ich werde jedes Mal überrascht, wie sich die Pflanzen und Bäume verändern. Es ist eine Freude, diese Veränderungen zu sehen und zu beobachten.  Ich liebe den Waldgarten, besonders im Frühling, wenn alles zu blühen und grün wird.

Mein diesjähriges Frühlingshighlight ist die Tulpenblüte. Im Herbst hatte ich einige Tulpenzwiebeln verteilt und wollte es einfach ausprobieren, ob sie unter den Bedingungen des Waldes überhaupt wachsen und anschließend blühen. Es hat funktioniert und die Tulpenblüte ist so schön geworden. Das hätte ich so nicht erwartet, durch den vielen Regen. Natürlich sind einige Tulpenzwiebeln leider durch den vielen Regen verfault. Daher ist die Freude groß, dass einige Tulpen blühen!

Die Stauden, welche ich in den letzten Jahren gepflanzt habe,  treiben wieder kräftig aus. Sie werden ihre Schönheit wieder präsentieren. Es zeigt mir, dass sie sich an die Bedingungen im Wald angepasst haben.

Besonders schön fand ich, dass die im letzten Jahr gepflanzten Gräser wieder austreiben. Das zeigt mir, dass sie gut angewachsen sind. Ihr Charakter und ihre Optik hübschen das kleine Beet an dem Sitzbereich total auf. Das kleine Beet ist in der letzten Waldgartensaison 2023 entstanden. Eine Grundstruktur war vorhanden und die habe ich für die Gestaltung eines kleines Beetes genutzt. 

Im letzten Waldgartenjahr habe ich angefangen ein neues Beet bei der Feige anzulegen (darüber wird es noch einen Beitrag geben). Die Feige gibt eine gute Struktur für ein Beet vor und lässt sich in ein Beet gut integrieren. Ich habe erstmal die gesamte Beetfläche gereinigt und anschließend die Stauden gepflanzt. Einige Stauden sind schon in einer prächtigen Größe gewachsen, dass ich sie für das neue Beet teilen könnte. Mir hat es Spaß gemacht,  ein neues Beet anzulegen und es zu bepflanzen. Es ist das erste große Beet, welches ich im Waldgarten gemacht habe. Ich bin gespannt, wie die Stauden wachsen und gedeihen.

Ich freue mich sehr auf die Waldgarten-Saison 2024. Es gibt immer etwas zu tun und das finde ich sehr schön. Trotzdem muss natürlich Zeit zum entspannen und genießen bleiben.

Eure Sandra 

Weitere Beiträge über den Waldgarten:

Ein Hauch von Frühling im Waldgarten!

Danke Waldgarten, für die schönen Momente 2023!

Sommer im Waldgarten!

Dein Balkonguide: Endlich Frühling!

Der Frühling ist da! Die Forsythien blühen und endlich kann die Balkonsaison beginnen! Nachdem ihr euren Balkon kennen gelernt, vielleicht schon erste Pläne erstellt habt und die Basics kennt, geht es im vierten Teil der Reihe „Dein Balkonguide“ um das Thema Frühling. Der Frühling ist der ideale Zeitpunkt, aus deinem Balkon dein Outdoor-Wohnzimmer zu gestalten . Ich möchte dir gerne zeigen, welche Balkon-Arbeiten ihr erledigen solltet und welche Blütenpracht ihr bereits im Frühling pflanzen könnt. Neben den bunten Blumen, kann selbstverständlich auch Gemüse in Balkonkästen und Kübeln wachsen und anschließend geerntet werden.

Die Grundreinigung!

Eine Grundreinigung ist nötig, damit ihr den Schmutz und die Überreste des Winters entfernt. Der Balkonboden sollte gründlich gesäubert werden, um Blätter und Grünverfärbung zu beseitigen. Es sieht besser aus, vor allem in Kombination mit euren Balkonmöbeln (vielleicht richtet ihr euch komplett neu ein…). Ein schöner Balkonboden macht garantiert einiges aus. Wenn euch der Belag des Balkonbodens nicht gefällt, ist jetzt die beste Gelegenheit sich einen neuen Bodenbelag zu verlegen oder den Balkonboden mit einem attraktiven Outdoor-Teppich zu verschönern.

Falls ihr Balkonkästen/Kübel aus der vorherigen Balkonsaison besitzt, dann macht sie ordentlich sauber, so könnt ihr vermeiden, dass sich Schädlinge/ Krankheiten in eure neuen Bepflanzung ansiedeln. Ich reinige die Kübel erst mit einem Handfeger und anschließend nutze ich lauwarmes Wasser zum Reinigen. Anschließend an der Luft trocknen lassen. Nun kann die neue Erde in die gereinigten Balkonkästen/Kübeln.

Es wird bunt!

Jetzt kann es losgehen mit einer bunten, frühlingshaften Bepflanzung! In den Gartencenter ist die Auswahl der Frühlingsblüher atemberaubend. Es werden neben den klassischen Stiefmütterchen und Hornveilchen noch viele weitere Frühjahrsblüher angeboten. Wer Tulpen und Co. nicht verzichten möchte und im Herbst keine Blumenzwiebel gesteckt hat, wird im Gartencenter fündig. Sie werden als vorgezogene Topfware verkauft. Aus eigener Erfahrung kann ich sagen, dass es sich lohnt auf sie zurückzugreifen. Für Balkonneulinge eine schöne Alternative!

Meine Top 3 der Frühjahrsblüher, die auf keinen Fall auf den Balkon fehlen dürfen:

  1. Vergiss mal nicht (Myosotis)
  2. Hornveilchen (Viola cornuta)
  3. Ranunkel (Ranunculus asiaticus)

Zusammen im Kübel oder im Balkonkasten bringen sie Farbe und vertreiben das Grau auf dem Balkon.

Der Frühling ist auch der optimale Zeitpunkt Stauden zu pflanzen. Einige Stauden blühen bereits und ergänzen sich eindrucksvoll mit den einjährigen Frühjahrsblüher. So habt ihr eine dauerhafte Bepflanzung, welche ihr mit einjährigen Pflanzen ergänzen könnt. Der Pflegeaufwand ist dadurch gering. Besonders schön sind diese Kombinationen, wenn aus der blühenden Staude eine Blattschmuckstaude wird, Beispiel: Bergenien. Auch für sommer-oder herbstblühende Stauden ist jetzt der ideale Zeitpunkt gepflanzt zu werden. Achtet bei der Auswahl der Stauden darauf, ob sie für euren Balkon geeignet ist bezüglich Standort (sonnig, halbschatten oder schattig) und auf ihre Gesamthöhe. Denn auf einen Balkon passt keine Staude, die bis zu 2 Meter werden kann!

Gemüse auf den Balkon- Voll im Trend!

Ab Frühling könnt ihr nicht nur bunte Frühjahrsblüher oder Stauden pflanzen, auch die ersten Gemüsearten können auf euren Balkon einziehen! Salat, Radieschen, Spinat wachsen gerne in Balkonkästen und Kübeln. Ab Ende März sät ihr sie am besten direkt in den Balkonkasten oder in den Kübel. Die erste Ernte kann bei gutem, milden Wetter bereits Mitte April erfolgen. Falls es noch mal richtig frostig werden sollte, empfehle ich euch ein Vlies zum Abdecken der Gemüseaussaaten. So bleibt es darunter ein bisschen wärmer. Ab wann ihr welche Gemüsearten aussäen könnt, steht auf im oberen Bereich der Saatguttüte.

Direktaussaat:

  1. Spinat (ab Ende März)
  2. Feldsalat (Februar)
  3. Radieschen (ab Mitte März)
  4. Rote Rübe (Mitte April)
  5. Erbse / Mangold (Mitte April)

Eine Alternative zur Direktsaat ist die Pflanzung von vorgezogenen Jungpflanzen. Die vorgezogenen Jungpflanzen werden in Schachteln im Gartencenter angeboten. Das Angebot wurde in den letzten Gartenjahren ausgeweitet. Man findet sogar vorgezogene Möhren! Es spart Zeit und die Erntemenge ist ansehnlich und ausreichend. Achtet darauf, wenn ihr vorgezogene Jungpflanzen kauft: das sie kräftig gewachsen sind, keine Fäulnisstellen vorweisen, nicht vertrocknet oder über nässt sind. Auf den vorhanden Etikett findet ihr alle weiteren wichtigen Informationen, die ihr unbedingt lesen solltet!

vorgezogene Jungpflanzen:

  1. Kohlrabi (ab Ende März)
  2. Pflücksalat (ab Ende März)

Bei starken Frostnächten die Gemüsejungpflanzen mit Vlies abdecken!

Nachdem ihr eure Balkonkästen/ Kübel bepflanzt habt, befestigt oder stellt alle an ihren Platz.

Tipp: Bepflanzt die Balkonkästen und Kübel direkt an ihren Platz. So spart ihr Arbeit und Zeit. Außerdem bekommt ihr dadurch einen Überblick, wo anschließend die Balkonmöbel stehen sollen.

Jetzt wird es gemütlich!

Die Balkonkästen und Kübel sind an ihren Platz und bringen Farbe auf den Balkon. Nun ist der ideale Zeitpunkt das die Balkonmöbel ihren Platz auf den Balkon einnehmen. Mit dem entsprechenden Mobiliar wird das frühlingshafte Outdoor-Wohnzimmer gemütlich. Es lädt zum Verweilen ein und man kann gut vom täglichen Stress abschalten.

In den Gartencentern gibt es eine riesige Auswahl an Balkonmöbeln. Die Auswahl hängt jeweils von dem eigenen Geschmack ab, wie viel Platz auf dem Balkon zur Verfügung steht. Zusätzlich ist wichtig, dass ihr die Traglast des Balkons berücksichtigt (nicht nur bei den Balkonmöbeln, auch bei den Balkonkästen/ Kübel)!

Stellt eure Balkonmöbel so auf, dass ihr noch genügend Platz habt, damit ihr euch einigermaßen bewegen könnt und die Kübel nicht umgestoßen werden!

Genießt den Frühling auf euren Balkon!

Eure Sandra

Beiträge aus der Themenreihe „Dein Balkonguide“:

Dein Balkonguide: Lerne deinen Balkon kennen!

Dein Balkonguide: Planung deines Outdoor-Wohnzimmer!

Dein Balkonguide: Die Basics!

Omas Liebling: Tulpe!

Im Herbst habe ich zusammen mit meiner Oma die Tulpenzwiebeln in die Beete gesteckt. Ich fand es toll und habe diese gemeinsame Gartenarbeit mit meiner Oma genossen. Ihre Auswahl der Farben war immer bunt gemischt und das habe ich bei behalten. 

Die Tulpe gehört zu den schönsten Frühlingsblüher. Sie ist durch ihre vielfältige Farbenpracht sehr beliebt. Ihre Pflanzenfamilie sind die Liliengewächse.

Aussehen und Wuchs:

Der charakteristische Blütenkelch gibt es als einzelne Blüte pro Pflanzenstängel. Die Tulpe hat bei jeder Sorte nur eine Blüte. Die Blüte öffnet sich zunehmend und je länger ihre Blühdauer ist, um so weiter öffnen sich die Blütenblätter bis sie abfallen und nur noch Stempel und Staubblätter zu sehen sind.  Bis auf die Farbe Blau gibt es ein großes Farbspektrum und auch verschiedene Farbkombinationen von der Tulpe.

Die Wildtulpen erreichen eine Wuchshöhe von 15cm und die Gartenhypriden können bis zu 75cm Wuchshöhe erreichen.

Standort und Boden:

Die Tulpen bevorzugen einen sonnigen Standort, wo sich hier Blüte sehr schön entwickeln kann. Sie können aber auch im Halbschatten, sowie an einem schattigen Platz wachsen. Im Schatten wird ihre Blüte aber geringer ausfallen.

An den Boden hat die Tulpe keine großen Ansprüche. Es reicht völlig aus sie in herkömmliche Garten-  oder Pflanzenerde zu stecken.

Tipp: Ich nutze für die Tulpen im Kübel einfach die vorhandene Erde. Da wachsen sie optimal drin! Alte Erde kann hier gut ein zweites Mal verwendet werden!

Die Erde sollte locker sein, damit ausreichend Luft für die Tulpenzwiebeln vorhanden ist. Daher Staunässe unbedingt vermeiden, denn sonst besteht die Gefahr,  dass euer Tulpenzwiebeln verfaulen.

Pflanzung:

Die Tulpenzwiebeln werden ab Ende September bis Ende November gesteckt. Natürlich könnt ihr sie auch noch nach November stecken. Achtet nur darauf, dass der Boden nicht gefroren ist. Der Zeitraum liegt hier zwischen Dezember und Januar.  Später bitte keine Tulpen stecken,  denn die Tulpenzwiebeln brauchen Mindmap 3 Wochen einen Kälteereiz unter 10°C, um  prächtig zu gedeihen.

Pflege:

Sobald die Blüte verwelkt ist, könnt ihr die Blüte schneiden, damit es nicht zur Samenbildung kommt. Dadurch gehen die vorhandenen Reservestoffe zurück in die Tulpenzwiebel.

Omas Gartentipp: Das Blattgrün muss kommt verwelkt sein, bevor die Tulpe aus dem Beet oder Kübel genommen wird. Die Tulpenzwiebeln bündeln und kopfüber an einen dunkeln, trockenen Ort aufhängen zum Beispiel in der Gartenlaube. 

Eure Sandra

Tulpen, Primeln und Blumenzwiebeln bringen Farbe auf den Tisch!

Das Warten auf den Frühlingsanfang kann einem ganz schön lang vorkommen. Mir persönlich kommt es mit jedem Jahr nur noch länger vor! Der Winter lässt sich im Februar leider nicht ignorieren. Am Liebsten möchte ich all meine Gartenpläne sofort umsetzten, aber ich übe mich in Geduld. Dieses Gefühl kennt ihr sicher all zu gut. Damit die Wartezeit auf den Frühling doch nicht allzu lang erscheint, hol ich mir den Frühling in meine Wohnung. Denn ab Januar gibt es ausgewählte Frühlingsboten, die sich in der Wohnung wohlfühlen.

Tulpen in der Vase!

Die Auswahl an Tulpen für Vasen ist mit der Zeit sehr gestiegen. Sie bringen Farbe in die Wohnung und steigern die Vorfreude auf den Frühling. Ab Januar stehen Tulpen regelmäßig in meinen Vasen, so wie auf dem oberen Bild sehr schön zu sehen ist. Welche Farbe meinen Tulpen haben, dass wähle ich nach ihren Standort oder der dekorativen Idee aus. Besonders in meinem Flur arrangiere ich die Tulpen, weil sie ersten Farbe in die weiße Umgebung geben und zweitens es im Flur nicht zu warm ist. Dadurch hält ihre Blütenpracht länger. Mein Tipp: Tulpen in Vasen nicht zu warm stellen, lieber etwas kühler. So habt ihr länger etwas von der farbigen Blütenpracht!

In Kombination mit verschiedenen Elementen entsteht eine schöne frühlingshafte Dekoration. Zusammen mit einem Kranz aus Moos und Trockengras trumpft die weiße/goldene Vase mit den bunten Tulpen auf. Sie bleibt trotz der anderen Elemente im Vordergrund. Mit der kaltweißen Lichterkette, wirkt alles harmonisch und es sieht aus, wie ein Frühlingsabend auf dem Balkon oder auf der Terrasse. Solche kleinen Zusammenspiele zwischen mehreren Dekorationselemente bringen Freude und man kann viele Dinge aus dem Haushalt neu interpretieren.

Kissenprimel als Tischdekoration!

Nicht nur Tulpen für die Vasen bringen Frühlingsgefühle in die Wohnung. In den Gartencentern findet man zu dieser Jahreszeit eine bunte Auswahl an Primeln. Die Kissenprimeln, wie sie genau heißen, können nicht nach draußen. Sie vertragen keine Fröste! Wer sie gerne auf dem Regal oder so dekorativ hinstellen möchte, sollte die Nachttemperaturen im Blick behalten. Ansonsten in die Wohnung holen (kühler Raum ist empfehlenswert). In der Wohnung sehen sie genauso schön aus, wie an der frischen Luft. Ich mag Primeln sehr und überlege mir immer wieder aufs Neue, wie ich sie dekorativ als Tischdeko, für den Schuhschrank oder einfach auf den Schrank verwenden kann.

Da die Kissenprimeln es lieber im Freien mögen, ist ihre Haltbarkeit in der Wohnung nicht von langer Dauer. Diesen Gedanken sollten ihr zu mindestens im Hinterkopf behalten.

Die Kissenprimeln kommen attraktiv zur Geltung, wenn ihr sie in ein altes Gefäß pflanzt. Der alte Kochtopf eignet sich prima, um dort die Kissenprimeln hinein zu pflanzen. Da in den Zwischenräumen etwas Platz vorhanden ist, kann man dort vergessene Narzissen-Zwiebeln setzen. Für den optischen Wert kann man Lichtquellen, sowie Kerzen oder vertrocknete Blüten zum Beispiel der Kletterhortensie verwenden. Solche Kombinationen aus verschiedenen Materialien ergeben immer eine einzigartige Dekoration. Ich mag es gerne aus alten Gegenstände eine neue Dekoration zu gestalten. So wie ihr es im oberen Bild mit den Kissenprimeln im alten Kochtopf sehen könnt.

Der Klassiker ist natürlich, die Kissenprimel in einen Übertopf zu stellen und auf den Tisch, Schuhschrank oder Sideboard zu stellen. Eine Alternative zu dem klassischen Übertopf ist, sich aus einer alten Jeans einen Überzug zu nähen und den individuell zu gestalten. Euer eigener Geschmack spielt dabei die zentrale Rolle. In den Jeans-Überzug dann einfach die Kissenprimel stellen. Beim Gießen vorsichtig sein, sonst kann es zu einer Überschwemmung auf dem Tisch kommen. In Kombination mit anderen Frühlingsblühern, Lichterkette und Ästen kommen die Kissenprimel in ihrer Optik nicht zu kurz. Probiert es aus und lasst euren eigenen Geschmack sprechen.

Blumenzwiebeln gehören in den Garten. Eine alte Aussage, die zur Zeiten meiner Großeltern vielleicht zutreffend war, aber in den letzten Jahren sicher nicht mehr bestand hatte. Denn auch frühlingshafte Blumenzwiebeln, die wir aus dem Garten kennen, können unsere Wohnungen in einen Frühlingstraum verwandeln. In den Gartencentern finden man ab Januar eine beachtliche Auswahl an vorgezogenen Blumenzwiebeln zum Beispiel Tulpen, Narzissen oder Muscari. Aus Ihnen lassen sich individuelle Dekorationen zaubern.

Blumenzwiebeln in der Tasse und im Glas!

Meine Lieblingsdekoration ist es, die Blumenzwiebeln in eine Tasse zu pflanzen und mit Moos zu bedecken. Danach wird sie auf den Tisch gestellt oder wo mir eine Dekoration fehlt. Für die Blumenzwiebel in der Tasse nimmt ihr eine Tasse, die ihr nicht mehr im alltäglichen Gebrauch habt und füllt sie mit Blumenerde. Jetzt wird die Blumenzwiebel rein gesetzt. Achtet darauf das die gesamte Zwiebel oben bleibt und nicht mit Erde bedeckt ist. So fühlt sie sich am Wohlsten und es besteht keine Fäulnisgefahr durch Staunässe! Zum Schluss die trostlose Erde mit Moos abdecken. Fertig ist die Tasse samt Blumenzwiebel. Welche Blumenzwiebel ihr nimmt ist euren Geschmack überlassen. Ich variiere gerne. Im oberen Bild habe ich Hyazinthen in die Tassen gesetzt.

Aber nicht nur in einer Tasse machen sich Blumenzwiebeln gut, auch in Gläsern. Für diese Dekorationsidee könnt ihr ein Einmachglas oder ein Keksglas verwenden. Der Boden wird hier für ca.2cm mit Blumenerde bedeckt und dann werden die Tulpenzwiebeln mittig gesetzt. Wie viele Tulpenzwiebeln in das Glas passen hängt von der Größe des Glases ab. Lieber weniger als zu viel, denn es soll euch ja freute bereiten und nicht zu eng aussehen. Bevor ihr dekorative Steine oder Moos um die Tulpen drapiert, besprüht die Erde ausreichend mit Wasser, die Blumenzwiebeln speichern es dann. Jetzt könnt ihr dekorative Steine oder Moos attraktiv ins Glas geben. Das gibt der Tulpe nochmal zusätzlich einen Halt. Anschließend mit einer schönen Tischdecke und grünen Efeuranken zu einem Tulpentraum verschmelzen lassen.

Tipp: Für die Dekorationen mit den Blumenzwiebeln könnt ihr wunderbar eure vergessenen Blumenzwiebeln nutzen. Ich mache das jedes Jahr, denn im Schrank übersieht man gerne etwas.

Vergessene Blumenzwiebeln in einen Topf setzen und den selbst genähten Jeans-Überzug drüber. Fertig ist der Frühling auf dem Tisch!

In all meine Dekorationsideen verwende ich ausschließlich alte Gegenstände! Das Thema Upcycling macht mir Spaß und ich kann sehr schön meiner Fantasie freien Lauf lassen. Probiert es selber aus und seit begeistert, was alles so entstehen kann.

Eure Sandra