Ich liebe meine Terrasse und die Gestaltung, Bepflanzung macht mir sehr viel Spaß (siehe Terrassen-Tagebuch). Im Laufe jeden Monats entstehen neue Gesichtspunkte und den ein oder anderen Blickfang. Ein besonderer schöner Blick ist, beim Wasserspiel das Zinkgefäß mit den bienenfreundlichen Stauden. Sie wachsen gleichmäßig und die ersten Blütenknospen habe ich bereits entdeckt. In der Blüte sieht das Gefäß sicher beeindruckend aus und in Kombination mit dem Wasserspiel ein Traum.

Nach meinem letzten täglichen Gang über die Terrasse, musste ich leider feststellen, dass Blattläuse meine Stauden auch ansprechen finden. Eigentlich finde ich Blattläuse gar nicht so schlimm. Denn in der Natur ist es völlig in Ordnung, wenn an den Pflanzen Blattläuse auftreten. In den Gewächshäusern kann ein so starker Befall schon mal wirtschaftliche Schäden anrichten. Trotzdem bin ich sehr traurig, dass meine neuen Bepflanzungen betroffen sind. Aber nicht nur die Stauden, sondern auch die Kapuzinerkresse und auch noch die Tomaten zeigen erste Blattläuse.

Blattläuse sind kleine Schädlinge. Es gibt sie in verschiedenen Arten. Manche sind rotbraun, braunschwarz oder grün.

Die grüne Blattlaus ist wohl die am Bekanntesten unter den Hobbygärtnern. Eine Massenvermehrung tretet im Frühsommer bei trockenem, warmen Temperaturen auf, welche wir in Moment haben. Das unter Bild ist ein schönes Beispiel für die schnelle Vermehrung der Blattläuse.

Am liebsten mögen Blattläuse die jungen Blätter und Triebe der Pflanzen, dort entdeckt man sie am Häufigsten, sowie an den jungen Blütenknospen. Mit ihrem Mundwerkzeug stechen sie in das entsprechende Pflanzorgan und saugen sich den Pflanzsaft heraus. Man sieht meistens sehr gut die Einstichlöcher und wo dementsprechend der Pflanzensaft fehlt. Das sie bestimmte Pflanzenteile befallen, ist eigentlich nicht der größte Schaden, sondern der Honigtau den die Blattläuse ausscheiden. Dieser sogenannte Honigtau sorgt dafür, dass sich Rußtaupilze auf dem Blatt oder Trieb ansiedeln können. Die Rußtauspilze hemmen die Fotosynthese und damit das Wachstum der Pflanze. Es kommt zum Absterben. Neben den Rußtaupilzen übertragen Blattläuse Viren, die auch zum starken Schäden an der Pflanze sorgen.

Wie bekämpfe ich die Blattläuse?

Eigentlich wollte ich sie gar nicht bekämpfen. Aber bei so einem starken Befall bleibt mir nichts anderes übrig. Ich habe gedacht, dass Marienkäfer auftauchen und ihren Dienst tun. Dies ist leider nicht der Fall. Statt den nützlichen Marienkäfer, treten statt dessen vermehrt Ameisen auf. Die können sich hervorragend von dem Honigtau ernähren und verteidigen die Blattläuse sogar gegen natürliche Feinde. Ich vermute auch, dass das ein Grund dafür ist, dass keine Marienkäfer auftauchen.

Chemie kommt bei mir gar nicht zum Einsatz. Denn ich möchte das Gärtnern auf der Terrasse so natürlich wie möglich gestalten. Daher habe ich mich für ein bekanntest Hausmittel entschieden. Ich verwende einen Teelöffel Schmierseife auf einen Liter Wasser. Alles gut vermischt und in eine Sprühflasche gegeben. Dann wird alles ordentlich mit der Lösung eingesprüht. Diese Maßnahme wird mehrmals wiederholt. Es ist das meist eingesetzte Mittel. Sogar in meiner Lehre zur Gärtnerin haben wir es verwendet.

In Kürze werde ich wieder ein Produkttest für die Firma Sautter und Stepper durchführen. Dabei werden zwei verschiedene Nützlinge gegen die Läuse getestet. Über die Vorbereitung und Durchführung wird es einen Beitrag geben, sowie über das Ergebnis. Daher wird das Hausmittel, welches ich oben beschrieben habe erstmal nicht weiter zum Einsatz kommen!

Florfliegen- Einsatz gegen den Blattläuse-Befall!

Jetzt hoffe ich, dass sich mein Einsatz lohnt. Es wäre schade, wenn meine Stauden, Tomaten und die Kapuzinerkresse erhebliche Schäden davon tragen würden. Die Mühe und Arbeit wäre dann irgendwie umsonst gewesen und dieser Gedanke macht mich nachdenklich.

Interessant ist der Verlauf des Blattlaus-Befalls irgendwie schon. Denn jeden Tag entdecke ich zu meinem Leidwesen wieder einen neuen Befall. Der Salat zeigt auch schon kleine Einstichlöcher, die auf einen Blattläuse-Befall hindeutet. Das zeigt mir deutlich, dass dieser Schädling sich rasch vermehrt und in Moment unser nicht stabiles Wetter zu schätzen weiß.

Ich hoffe, ihr habt so einen starken Blattlaus-Befall nicht in eurem Garten, Balkon oder auf der Terrasse. Weiterhin wünsche ich euch eine schöne Gartensaison!

Eure Sandra

Ein Kommentar zu „Blattläuse entdecken meine Terrasse!

  1. Wie ärgerlich !!!! Ich habe heute entdeckt, dass unsere beiden Kirschen Befällen sind. Vor einem Jahr waren es 3 Zitronen…😡 was wir immer machen, ist Zwiebeln – Trunk , im Wasser gekochte Zwiebeln . 3 Stunden zieht so ein Trunk und die Läuse waren weg . Die Zitronen haben sich allerdings erst dieses Jahr erholt.

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