Die Welt der Kartoffeln…

Die Kartoffel ist eines unserer Hauptnahrungsmittel, welches wir regelmäßig verzehren. Lange Zeit stand der Gesundheitswert und der Ertrag im Mittelpunkt, so dass man die Sortenvielfalt vergessen hat. Dabei gibt es unzählige Sorten. In letzter Zeit sind wieder die alten Sorten in den Fokus getreten und werden daher verstärkt angebaut. Manche Sorten gibt es schon über 100 Jahren, die durch neue Züchtungen ergänzt wurden. Diese neuen Züchtungen sind aromatisch und wohlschmeckend. Im Garten, vielleicht auch auf der Terrasse findet sich sicher ein Platz, um Kartoffeln anzubauen. Wer über einen längeren Zeitraum Kartoffeln ernten möchte, sollte verschiedene Sorten mit unterschiedlichen Reifezeiten kultivieren.

Seit meiner Kindheit im Garten haben meine Großeltern auf einer beachtlichen Größe Kartoffeln angebaut. Meine Oma hat sie im Frühjahr gesetzt, dann angehäuft und im Herbst, wenn das Grün der Pflanze verwelkt war geerntet, mit der Grabeschaufel. Im Winter gab es dann Kartoffeln aus dem Garten. Sie waren sehr geschmackvoll, soweit ich mich zurück erinnern kann. Der Anbau von Kartoffeln wurde in den letzten Jahren nicht mehr betrieben. Wir haben uns aus unterschiedlichen Gründen für die Kultivierung von Gemüse im Hochbeet entschieden. Daher war kein Platz mehr für die Kartoffel. Aber auf unerklärliche Weise wuchs eine Kartoffelpflanze im Hochbeet heran. In Kombination mit den anderen Gemüsesorten entstand ein einzigartiges Bild. Wir wussten gar nicht, um welche Sorte es sich handeln wird. Also abwarten und gespannt sein. Nach der Ernte stellte sich heraus, dass es eine mehlige Sorte ist. Für Kartoffelrösti oder Puffer optimal geeignet. Irgendwie war die Freude über den ungeplanten Kartoffelanbau sehr groß. Also haben wir gedacht, es wäre schön im nächsten Jahr wieder Kartoffeln zu ernten und das ohne Vorsatz.

Gesagt, getan! Einige der geernteten Kartoffeln waren schon dabei zu keimen und daher haben wir sie einfach wieder in das Hochbeet gesetzt. Sie wurde ein bisschen tiefer in die Erde gesetzt, als es wahrscheinlich üblich ist. Sicher aus dem Grund, dass sie den Winter im Hochbeet über steht. Die vorgekeimten Kartoffeln haben es tatsächlich überstanden und wuchsen hervorragend im Hochbeet.

An diesem schönen Kartoffel-Beispiel merkt man, was für eine ausdauernde Pflanzen/ Knolle die Kartoffel ist. Es ist faszinierend, der Kartoffelpflanze beim Wachsen und blühen zu schauen zu können und dann verwelkt sie und dann kommt so eine leckere Knolle zum Vorscheinen.

Eure Sandra

Tomatenvielfalt!

Tomaten gibt es zwar das ganze Jahr, aber besonders toll sind sie aus dem eigenen Garten. Es gibt unzählige Sorten von Tomaten, die im Garten optimale Bedingungen vorfinden. Ich habe euch bereits ein tolles Buch mit dem Titel „Tomatenliebe“ vorgestellt und passend dazu, möchte ich euch gerne über meine Tomatenvielfalt berichten. Das Interesse an den unterschiedlichen Tomatensorten entwickelte sich in den letzten drei Jahren. Zwar habe ich nicht viel Platz, so viele Tomatensorten anzubauen, aber ich versuche jedes Jahr eine neue Sorte für mich zu entdecken.

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Bei Zierpflanzen war mir von Anfang an klar, dass es unzählige Sorten gibt, aber bei Tomaten ist mir das nicht wirklich aufgefallen. Das wird sich aber jetzt ändern! Durch das Buch „, Tomatenliebe“ und durch die Entdeckung der Sorte ‚Roter Heinz‘ entdeckte ich die vielen verschiedenen Tomaten. Hinzu kam, dass ich an einen Saatgutaustausch über Instagram mit anderen Hobbygärtnern teilnahm und von einigen Tomatensaatgut zu geschickt bekam. Ich war total begeistert und bin es immer noch. Hoffentlich kann ich von den Tomaten das Saatgut optimal ernten, damit ich im nächsten Jahr wieder die Tomatensorten anbauen kann.

Natürlich möchte ich euch gerne die Sorten präsentieren, die meine Begeisterung für Tomaten geweckt hat. Es wird kein klassisches Sortenportrait, sondern meine Eindrücke über die Sorte, die ich bisher auf der Terrasse und im Garten kultiviert habe.

‚Roter Heinz‘:

Über den ‚Roten Heinz‘ habe ich bereits in dem Beitrag „Altes Gemüse neu entdeckt“ geschrieben. Aber mit dieser Sorte begann das Interesse an Tomatensorten. Die Pflanze wächst gut und bildet sehr viele Fruchtansätze. Das ganze Tomatengewächshaus wurde komplett von den Pflanzen eingenommen. Die Größe der Früchte war anständig und ihre Form war sehr rund. Leider war der Geschmack etwas mehlig. Daher haben wir sie nicht weiter angebaut. Das ist schade, weil es eine alte Sorte aus meiner Heimat Hannover ist.

Der ‚Rote Heinz‘ als Jungpflanze!

‚Wilde Tomate‚:

Das Saatgut der ‚Wilde Tomate‘ kam durch den oben bereits erwähnten Saatgutaustausch in meinem Besitz. Alleine der Sortennamen machte mich neugierig. Im Februar letzten Jahres habe ich sie ausgesät und war gespannt, wie sich die Pflanze entwickelt. Es dauerte ziemlich lange, bis die erste Pflanze sich blicken ließ. Aber enttäuscht wurde ich nicht. Im Tomatengewächshaus nahm das Wachstum stetig zu und es entstand ein Tomatenurwald (siehe auch Blog-Beitrag: „Wildes Tomatengewächshaus“). Auch der Fruchtansatz wuchs stetig an und wir hatten bis Mitte Oktober Tomaten ohne Ende. Die Früchte sind klein und ähneln ein bisschen an eine Cocktailtomate. In den Farben rot und gelb. Der Geschmack klassisch nach Tomate. Super für Salate geeignet. Die Sorte muss wieder angebaut werden. Gesagt, getan! Sie hat sich überraschender Weise irgendwie selber ausgesät und wächst in diesem Jahr Wild im Garten.

‚Mexikanische Honigtomate‘:

Auch diese Tomatensorte ist durch den genannten Saatgutaustausch zu mir gelangt. Ich habe noch nie etwas von dieser Sorte gehört. Daher war ich super gespannt auf ihre Kultivierung, den Früchten und besonders auf ihren Geschmack. Die Entwicklung der Pflanzen ist optimal gelaufen. Der Fruchtansatz mega gut, denn immer noch findet man die ein oder andere Blüte. Die Früchte sind mittelgroß und zeigen ein kräftigen Rotton. Auf den Geschmack war ich besonders neugierig. Der Geschmack ist etwas süßlich in Kombination mit dem klassischen Tomatengeschmack. Ich finde sie sehr lecker!

‚Buschtomate‘:

Das Besondere an der ‚Buschtomate‘ ist, dass man die Seitentriebe nicht entfernen muss. So spart man sich Zeit und Arbeit. Diese Sorte wächst im Kübel auf der Terrasse und eignet sich dafür hervorragend. Da ich sie vorab auch nicht kannte, war es ein sehr schönes Experiment. Für die Kultivierung habe ich gute Tomatenerde verwendet und einmal die Woche mit speziellen Dünger gedüngt. Das Wachstum ist immer noch sehr gleichmäßig und ein paar Fruchtansätze entdecke ich auch noch. Die Früchte sind mittelgroß und der Geschmack einfach lecker. Für Tomaten-Mozzarella Muffins super geeignet. Im nächsten Jahr werde ich sie hoffentlich wieder kultivieren.

Meine Entdeckungsreise durch die Tomatenvielfalt ist noch nicht beendet. Ich bin gespannt, welche Sorten von mir entdecken werden.

Eure Sandra

Wasserspinat- Ein besonders Gemüse!

Ich lese gerne auch andere Gartenblogs und bin vor kurzer Zeit auf einen interessanten Blog-Eintrag vom Hauptstadtgarten gestoßen. In diesem Blog-Eintrag berichtete Caro über den Wasserspinat, der bei uns als Gemüse eher unbekannt ist. Ich fand diesen Blog-Eintrag so spannend, dass ich auch an ihrer Verlosung teilgenommen habe, um Samen des Wasserspinates zu gewinnen. Nach einiger Zeit bekam ich dann die Nachricht, dass ich Samen gewonnen habe. An dieser Stelle nochmal ein Herzliches Dankeschön an Caro vom Hauptstadtgarten!

Da ich im letztes Jahr schon einen Beitrag über Gemüse-Raritäten verfasst habe, dachte ich mir, dass ich über das Wachstums des Wasserspinats eine kleine Dokumentation mache. Das bedeutet, dieser Blog-Eintrag wird sich im Laufe der nächsten Zeit immer wieder aktualisieren. Es erwarten euch, allgemeine Informationen und wie sich der Wasserspinat bei mir entwickelt und zum Abschluss der Geschmackstest…Seit gespannt genauso wie ich es bin!

Kurze Einführung, was ist eigendlich Wasserspinat?

Wasserspinat ist eine einjährige Sumpfpflanze, die sehr nasse Böden zum wachsen braucht. Er kommt hauptsächlich in der thailändischen Küche vor. Die zweite Sorte des Wasserspinates ist mehrjährig und ähnelt einer Seerose. Diese Sorte hat breite, hellgrüne Blätter mit dicken hohlen Stielen, die auf dem Wasser schwimmen. Während die andere Sorte dunkelgrüne, schmale Blätter besitzt. Ursprünglich kommt der Wasserspinat aus Asien. Heutzutage wird er in vielen anderen ländern kultiviert.

Beginn der Dokumentation Wasserspinat- von der Aussaat zur Zubereitung:

Wasserspinat

Der kleine Briefumschlag vom Hauptstadtgarten ist eingetroffen und mit freudiger Erwartung hab ich mir gleich den Inhalt angeschaut. Das Saatgut verbreitet Freude und die Spannung steigt, ob ich im Sommer Wasserspinat ernten kann. Los gehts!

Samen des Wasserspinats

Das Saatgut wird über Nacht in einer kleinen Schale mit Wasser eingeweicht. Somit wird die harte Samenschale angeregt, dass sie später in der Erde besser zum Keimen kommt.

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Kurz vor der Aussaat des Wasserspinats. Als Substrat habe ich ein sehr gutes Kräuter-und Aussaatsubstrat verwendet.

Nun ist das Saatgut des Wasserspinats auf dem Substrat. Ich habe das Saatgut noch leicht ins Substrat gedrückt. Nachdem angießen, heißt es jetzt abwarten bis die Keimung sichbar wird.

Der Standort ist mein Keller unter den Pflanzenlampe, bei einer ungefähren Temperatur von 22°C.

So jetzt ist eine gewisse Zeit schon vergangen, seitdem ich den Wasserspinat ausgesät habe. Nachdem draußen die Temperaturen in rekordverdächtige Minusgrade geraten sind, ist auch die Temperatur im Keller gefallen. Dadurch fing das Saatgut irgendwie nicht anzukeimen. Daher habe ich beschlossen, meine beiden Töpfe mit dem Wasserspinat auf die Fensterbank mit der darunter liegenden Heizung zu stellen. Somit bekommt das Saatgut die nötige Wärme zum Keimen. Bei einigen Saatkörner setzte nun tatsächlich die Keimung ein.

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Leider muss ich berichten, dass einige Saatkörner von nicht näher definierbaren Würmer befallen wurden und ich diese schnellstmöglich entfernen musste. Damit diese sich nicht ausbreiten und meine anderen Wasserspinat-Saatgutkörner befällt.

So jetzt ist eine gewisse Zeit vergangen und es hat sich einiges beim Wasserspinat getan. Leider wurden weitere Saatgutkörner von den kleinen unbekannten Würmer gefallen. Aber trotzdem sind zwei der Saatgutkörner im vollen Keimvorgang.

Es gibt Neuigkeiten aus der Anzucht des Wasserspinats. Insgesamt ist nur ein Saatkorn ordentlich gewachsen, welches ich in ein großeren Topf gepflanzt habe. Das Substrat ist ohne Torf und sehr locker. In Moment verweilt der Wasserspinat auf der Fensterbank, wo die Heizung sich darunter befindet. Dadurch bekommt der Wasserspinat ausreichend Licht und Wärme. Ich bin sehr begeistert und bin schon gespannt, wie sich der Wasserspinat weiterentwickelt.

So langsam muss ich mir überlegen, ob ich ihn auf dem Balkon oder im Garten dann zum Endprodukt weiter wachsen lasse. Ich werde euch weiterhin über meine Erfahrungen mit dem Wasserspinat berichten!

Es ist schon eine ganze Weile her, dass ich den Beitrag zum Wasserspinat aktualisiert habe. Daher werde ich das jetzt Mal nachholen. Einen Geschmackstest, wie ich am Anfang angekündigt habe, konnte noch nicht durchgeführt werden. Nachdem ich lange überlegt habe, wo ich ihn weiterkultiviere, haben sich bei mir andere Dinge in den Vordergrund gespielt. Daher blieb er den ganzen Sommer auf der Fensterbank stehen und wuchs vor sich hin. Es war erstaunlich, was sich aus einem Saatkorn entwickeln kann. Die anderen Samenkörner sind wie schon berichtet, von kleinen Trauermücken-Larven befallen wurden. Daher bin ich begeistert, wie sich der Wasserspinat entwickelt hat und wie kräftig die gesamte Pflanze ist.

Vor kurzem habe ich ihn in einen größeren Topf umgetopft. Somit hat er wieder frische Erde mit Nährstoffen bekommen und kann weiter auf der Fensterbank wachsen. Ich möchte ihn gerne so ziehen, dass er vielleicht später ein paar Samen abwirft. Das wäre sehr schön und bin da auch sehr gespannt drauf. Jetzt im Winter bekommt er durch die darunter liegende Heizung ordentlich Wärme und wird regelmäßig gut gewässert. In den folgenden Bildern zeige ich euch, den derzeitigen Wuchs des Wasserspinats.

Zusätzlich habe ich den Wasserspinat in einem meiner Produkttestungen aufgenommen.

Also das Kapitel Wasserspinat ist noch nicht abgeschlossen. Es bleibt spannend und ich werde euch auf den Laufenden halten.

Nun ist schon wieder eine gewisse Zeit vergangen, seit der letzten Aktualisierung. Es hat sich einiges getan und das möchte ich euch nicht vorenthalten. Der Wasserspinat hat einen ordentlichen Wachstumsschub hingelegt. So dass er die umstehenden Zimmerpflanzen mit seinen Ranken umschlungen hat. Mich hat es echt überrascht, wie stark sich der Wasserspinat entwickelt hat und das nur aus einem Saatkorn. Ich entdecke immer wieder neue Ausläufer und merke das sie schnell zu einer ordentlichen Größe wachsen. Letztens habe ich die kräftigen Triebe eingekürzt, um weitere Verzweigungen zu erreichen und um das gesamte Wachstum zu stärken. Nach kurzer Zeit zeigten sich wieder neue, junge Triebe. Jetzt bin ich weiterhin gespannt, wie der Wasserspinat auf der Fensterbank weiter wächst. Mein aktuelles Ziel ist es, ihn in der kommenden Gartensaison auf der Terrasse zu kultivieren und vielleicht zur Samenreife zu bewegen.

Zur aktuellen Pflege!:

Eine besondere Pflegemaßnahme führe ich nicht durch. Ich gieße ihn regelmäßig und da er auf der Fensterbank über der Heizung steht. Dadurch trocknet die Erde relativ schnell aus. Er bekommt kein Dünger oder sonst irgendwelche anderen Pflegeprodukte. Ein bisschen die verwelkten Blätter werden entfernt,um so keine Quellen für Krankheiten oder Schädlinge zu etablieren. Außerdem wird er je nach Bedarf zurück geschnitten bzw. eingekürzt. Mehr Pflege ist in Moment nicht nötig.

Nun zeige ich euch an Hand der aktuellen Bilder den Wasserspinat!

Die Bilder zeigen schön, die jungen Triebe des Wasserspinats. Für mein Ziel ihn auf der Terrasse in der kommenden Gartensaison zu kultivieren, wird er sicher nochmals umgetopft und somit mit frischen Nährstoffen versorgt wird.

Ich werde euch weiterhin über die Entwicklung des Wasserspinats berichten.

Jetzt ist wieder einige Zeit vergangen und der Wasserspinat hat sich Mal wieder ein bisschen verändert. Er hat einen neuen Standort und ich bin gespannt wie er sich dort entwickelt. Bis vor kurzem stand er auf der Fensterbank im alten Wohnzimmer, wo er von unten Wärme bekommen hat. Dadurch musste ich den Wasserhaushalt immer im Blick haben. Nun habe ich mich entschieden ihn an einen kühleren Standort weiter zu kultivieren. Somit gebe ich ihm die Möglichkeit sich an ein kühleren Klima zu gewöhnen. Denn ich möchte ihn im Sommer auf der Terrasse ein schönen Standort geben. In der Küche auf der Fensterbank herrschen wesentlich kühlere Temperaturen als im Wohnzimmer.

Zur Zeit hat der Wasserspinat zwei sehr lange Triebe. Sie machen einen guten, kräftigen Eindruck und ich hoffe, dass er sich weiter so gut entwickelt. Leider sind zwei Triebe verfault. Woran es liegt , dass weiß ich nicht.

Es bleibt weiterhin spannend!

Gemüse-Raritäten… Alte Sorten wieder entdeckt

Gemüse ist ein wichtiges Nahrungsmittel, aber alte oder ausgefallene Sorten findet man nur selten oder sie sind ganz vom Markt verschwunden. Dabei besitzen die alten Sorten hochwertige Inhaltsstoffe, die sich für unsere Gesundheit und das allgemeine Befinden si postive auswirken. Die alten Sorten haben gegenüber den neuen Sorten viele Vorteile:

  • kaum bis gar nicht züchterisch bearbeitet
  • leicht im Anbau
  • robust
  • wenig anfällig gegenüber Krankheiten

Trotz dieser vielen Vorteile werden die alten Sorten im Anbau aufgegeben, da ihr Anbau und ihre Nutzung im Vergleich zu anderen wirtschaftlich unintressant ist.  Damit der Erhalt der alten Sorten gewährleistet wird, setzen  sich Organistationen und Privatpersonen dafür ein, dass diese Kulturpflanzenvielfalt bestehen bleibt. Sie vermehren das Saatgut und vertreiben diesen, um somit diese Kulturpflanzenvielfalt zu erhalten.

In nächster Zeit stelle ich euch meine persönlichen Gemüse-Raritäten vor. Anfangen möchte ich mit der Tomatensorte `Rote Heinz` .

Tomate `Rote Heinz`:

Die Sorte `Rote Heinz` war früher eine verbreitet Tomate im Raum Hannover. Sie ist die letzte echte Hannoversche Regionalsorte. Zum Glück für uns Gärtnern und Hobbygärtnern rettete eine Gärtnerei das Saatgut und somit konnte die Sorte `Rote Heinz` vor dem Aussterben gerettet werden.

Tomate Roter Heinz

Die Früchte sind rot und eine glatte Oberfläche mit einem angenehmen mildem  Geschmack. Ich bin schon ziemlich gespannt auf das Aussehen , Geschmack und ihre Robustheit gegenüber Schädlingen und Wettereinflüssen. Das Bild zeigt sie jetzt gerade in ihrem Wachstumsstadium. Man kann sie im Gewächshaus oder im Freiland anbauen. Bei mir wächst sie bald in einem Tomatengewächshaus im Garten .

Tomate Roter Heinz 3

Vor zwei Wochen habe ich die Tomatenpflanzen der Sorte `Rote Heinz` in das Tomatengewächshaus im Garten mit guter Tomatenerde gepflanzt. Sie wächst sehr gut an und zeigt einen kräftigen Wuchs.  Das gute Wachstum kommt durch, dass ausreichende Lichtangebot, sowie die Wärme die sich in dem Gewächshaus bildet.  Halte euch weiterhin auf den Laufenden ….

Bei der Sorte `Rote Heinz` geht es nicht ausschließlich um den Geschmack, sondern um ihre Robustheit , die lange Erntedauer und besonders die Ertragsmenge.

Erdbeerspinat:

Erdbeerspinat 1

Erdbeerspinat ist keine neumodische Züchtung oder eine Genmutation. Sie ist eine uralte Kulturpflanze mit erdbeerähnlichen Früchten und spinatähnlichen Blättern. Die Blätter kann man ernten und wie Spinat zubereiten. wichtig ist dabei, dass das Herz der Pflanze geschont wird, denn dadurch treibt der Erdbeerspinat wieder neu aus. Bis August kann geernet werden, denn dann kommen die Scheinbeeren zum Vorscheinen. Diese erdbeerähnlichen Beeren haben einen hohen Zierwert, aber geschmacklich sind sie eine Enttäuschung.

Erdbeerspinat lässt sich leicht anbauen. Ich selber habe ihn vor kurzem ausgesäät und bin jetzt gespannt, wie sie sich entwickeln. Nach knapp 3 Wochen habe ich meinen Erdbeerspinat in einen meiner Balkonkästen gepflanzt. Noch kann man nicht viel sehen, aber erahnen, wie ihr auf dem folgenden Foto sehen werdet…

Erdbeerspinat 2


Nach einigen Wochen hat sich der Erdbeerspinat super entwickelt. Der Standort auf meinem sonnigen Balkon scheint ihm gut zu bekommen. Ich hoffe, dass ich bald in den Genuss komme seine Blätter zu kosten…

Jetzt ist einige Zeit vergangen und der Erdbeerspinat ist ordenlich gewachsen. Ich bin selbst überrascht. Das Wachstum der Zierfrüchte hat schon eingesetzt, somit hab ich leider den passenden Erntezeitpunkt der Blätter verpasst…Aber ich werde euch zeigen, was für dekorative Ideen sich mit den Zierfrüchten gestalten lassen…


Die Färbung der Früchte des Erdbeerspinat haben jetzt eingesetzt. Anhand der ersten Farbpigmente lässt sich erahnen, welche Farbe die Früchte bekommen. Bin selber schon ziemlich gespannt….

Also wer was besonderes auf seinem Balkon haben möchte, sollte unbedingt Erdbeerspinat pflanzen beziehungsweise selbst ziehen. Denn diese Gemüse-Rarität besitzt einen hohen Zierwert……

Erdkirsche `Molly`s`:

Die Erdkirsche stammt aus Südamerika und wurde durch einen portugiesischen Seefahrer nach Europa gebracht. Sie ist eine einjährige, breitwüchsige Pflanze, die eine Hohe von 60cm erreicht. Ihre Früchte wachsen in Lampions, wo sie mehrer Wochen haltbar sind. Das Aroma der Früchte erinnert an das Aroma der Ananas, welches angenehm ist. ich hoffe, dass ich euch im Laufe des Jahres über das Aroma der Erdkirsche berichten kann….

Die Erdkirsche wird gerne in Kübeln auf befestigten Boden kultivert, kann aber auch im Freiland angebaut werden. Ich selber, werde sie in meinem Garten weiterkultiveren, da sie in Moment eine bestimmte Größe auf meiner Fensterbank erreichen muss, damit ich sie nach draußen setzen kann….

Erdkirsche

 ​Eine Weile, ist jetzt schon vergangen und die Erdkirsche hat einen enormen Wachstumsschub gemacht. Ich habe sie in ein dekoratives Gefäß gepflanzt und kultiviere sie erstmal weiter auf der Fensterbank. Das Blattgrün der Erdkirsche leuchtet richtig und die Blattform erinnert so ein bisschen an Basilikum. Es bleibt spannend, wie die Erdkirsche sich weiter entwickelt…


Rhabarber:

Es ist das erste Obst des Jahres, welches in unseren Breiten reif ist. Botanisch gesehen zählt der Rhabarber jedoch zum Gemüse, deshalb erwähne ich ihn an dieser Stelle. Ich finde ihn super lecker und sehr vielseitig einsetzbar.

Als Gemüsepflanze wurde der Rhabarber im 18.Jahrhundert entdeckt. In Deutschland wurde die Kultur des Rhabarbers erst 1840 belegt.

Der Rharbarber ist eine Staude und ist eine Dauerkultur, die bis zu 10 Jahren stehen bleiben kann. Er hat große, saftgrüne Blätter und die Stangen sind rötlich. daher ist er in jedem Staudenbeet ein absoluter Blickfang. Der Boden sollte tiefgründig und humos locker sein. Der Standort sollte in der  vollen Sonne oder im Halbschatten liegen…

Er war lange Zeit in Vergessenheit geraten, aber Rücksinnigung auf heimisches Obst und neue Verwendungsarten haben ihn zurück in unsere Küche gebracht.

 

Meine persönlichen  Büchertipps zum Thema:

  • Christine Weidenweber: Raritäten im eigenen Garten, Alte Gemüsesorten und Wildkräuter selbst anbauen
  • Bärbel Steinberger, Katrin Schumann: Alte Gemüse- neuer Geschmack , Sorten/Geschichte/ Rezepte