Meine Terrasse 2023- Der Start!

Jetzt geht es los!

Die Terrasse ist im Sommer unser Outdoor-Wohnzimmer. In Moment wenn ich raus schaue, sieht alles ein wenig trostlos aus. Das möchte ich endlich ändern. Für diese Terrassen-Saison habe ich mir einiges vorgenommen, wie zum Beispiel die Obst-Ecke umgestalten oder Kräuter, Gemüse und Blumen wieder zu kombinieren. Damit sich diese Ideen in Pläne umsetzten lassen, nutze ich die etwas gemütlichere Zeit dafür, eine Grundordnung zu schaffen.

Los geht es mit einer Grundreinigung!

Im ersten Schritt werde ich die Gräser, die Stauden zurückschneiden. Die Neuaustriebe sind bereits kräftig im Wachstum. Sie werden wieder sehr attraktiv aussehen. Darauf freue ich mich schon sehr! In diesem Jahr muss ich unbedingt die Kletterrose stark zurück schneiden. Denn sie hat viele trockene Äste, die unausweichlich entfernt müssen. Das sieht zur Zeit absolut nicht mehr schön aus. Den Rückschnitt werde ich aber erst vornehmen, wenn die Nächte nicht so kalt sind. Ich möchte keine Frostschäden an der Kletterrose riskieren. Nach dem Schnitt wird es in den Bereich, wo die Kletterrose wächst, wieder gut aussehen.

Der Sedum nach dem Rückschnitt.

Überall liegt das ganze herabgefallene Laub herum, dass muss weg. Also wird der Besen geschwungen und das Laub wird aufgefegt und ab damit in die Biotonne. Mir kommt es so vor, dass es in diesem Jahr noch mehr Laub ist als im letzten Jahr. Auch das Laub auf den Beetabschnitten wird komplett entsorgt. Genauso wie die Tannenzweige, die ich zum Winterschutz eingesetzt habe.

Nach meinem ersten Terrassen-Rundgang 2023 ist mit aufgefallen, dass die Minzen, der Rosmarin und der große Lavendel den Frost nicht stand gehalten haben. Das kann passieren, aber glücklich über diese Entwicklung bin ich nicht gerade. Wer wäre darüber auch glücklich? Den Lavendel und die Minzen habe ich bei der ersten Grundreinigungstour schon entsorgt. Als nächstes wird der Rosmarin leider den Weg in die Biotonne finden. Aber ein neuer Rosmarin wird garantiert wieder einen Platz auf meiner Terrasse finden.

Eine besondere Grundreinigung bekommt die Ecke, wo die Himbeere und Erdbeeren wachsen. Diese Ecke hat es dringend nötig. Sie gefällt mir so gar nicht mehr. Die Erdbeeren werden verpflanzt und zwar in die Ampel, so der Plan. Alle anderen Erdbeeren werden wahrscheinlich in den Garten oder vielleicht auf den Balkon meiner Mutter einen neuen Platz bekommen. Mein Plan ist es, diese Ecke mit einer Brombeere und Johannisbeere zu erweitern. Daher ist es wichtig, dass ich dort eine gute Grundreinigung vornehmen, um auch zu sehen, wie viel Platz überhaupt zur Verfügung steht. Darauf freue ich mich sehr!

Mein Outdoor-Wohnzimmer 2023- Der Plan!

Nach der Grundreinigung kann das Pläne schmieden direkt starten. Ich schreibe meine Ideen, Pläne und dazugehörige Skizzen in eine Art Gartentagebuch auf. So habe ich immer einen übersichtlichen Überblick.

Die neue Obst-Ecke:

Wie bereits erwähnt, ist die bisherige Obst-Ecke nicht so attraktiv und das möchte ich in diesem Terrassen-Jahr ändern. Nach der Grundreinigung werde ich genau sehen, wie viel Platz ich habe. Es wird nicht sehr viel sein, aber meine Kreativität kennt keine Grenzen. In der alten Weinkiste lass ich die Himbeere weiter wachsen. Das bedeutet, die Ausläufer können ununterbrochen sich in der alten Weinkiste ausbreiten und wachsen. Um die Himbeertriebe zu stützen werden sie mit Hilfe von einem Gerüst gestützt. Mein Ziel ist es auch, dass vielleicht der ein oder andere Trieb der Himbeere an den Rosenbogen befestigt wird und in diese Richtung wächst. Das hat seit der Pflanzung hin und wieder geklappt.

Die Erdbeeren werden umgepflanzt. Hierfür habe ich die Ampel eingeplant. So kommen sie besser zur Geltung. Da ich reichliche Erdbeerpflanzen habe, werde ich einen Teil in den Garten oder im Waldgarten pflanzen. Ich möchte dadurch erreichen, dass ich genügend Platz bekomme für weiterer kleine Obststräucher.

Der Ist-Zustand der Obst-Ecke! Langweilig und unstrukturiert!

Der Bodengrund soll mit feinen Rindenmulch ausgelegt werden. Ich mag die Struktur des feinen Rindenmulches und es wird ein schöner Kontrast gebildet zu den Obststräuchern . Darauf freue ich mich schon sehr und würde am Liebsten los legen. Aber ein wenig Geduld ist hier gefragt.

Meine Überlegung ist eine Johannisbeere und eine Brombeere in große Kübel zu Pflanzen und sie in der Ecke zu platzieren. Dabei wird es sich um Sorten handeln, die sich gut für den Kübel eignen. Das ist mir bei der Auswahl sehr wichtig, genauso das sie eine gewisse Toleranz gegenüber der Witterung und der Schädlinge/ Krankheiten haben. Bin schon jetzt aufgeregt, wenn es ins Gartencenter geht. es ist mein persönliches Terrassen-Projekt 2023!

Gemüse und nochmal Gemüse:

Die Kübel für den Gemüse-Anbau sind alle von einer tollen Qualität und ihre Optik passt optimal zu der gesamten Terrasse. Einige Wintergemüse habe ich dort bereits angebaut und freue mich auf das Frühjahr. Salat, Tomate und eine Gurke werden auf alle Fälle gepflanzt. Die wachsen gerne und gut in Kübeln, so meine Erfahrung aus den letzten Terrassen-Jahren.

Neben den Klassikern hab ich mir vorgenommen: Erbsen, Stangen-und Buschbohne und Porree, sowie Radieschen zu pflanzen/säen. Mangold wird es auch wieder geben, aber der kommt wie im letzten Jahr mit Blumen in ein Gefäß.

Es wird Zeit, dass es auch beim Gemüse losgeht. Meine vorläufige Planung steht, aber ich kenne mich gut und kann garantieren, dass sicher das ein oder andere Gemüse noch den Weg in meine Gemüse-Ecke findet. Besonders wenn ich bei den Saattüten stehe!

Ich kann nur jeden raten, Gemüse im Kübeln anzubauen macht Spaß, besonders zusammen mit Kindern!

Beetgestaltung 2.0:

Alle einzelnen Beete, die bereit bepflanzt sind, brauchen dringend eine Frischekur. Sie sehen nicht lieblos aus, aber irgendetwas fehlt. Sie benötigen alle frisches Substrat. Denn die Erde sieht zusammengefallen aus und es fehlt somit an Struktur. Am Traurigsten sieht das kleine Beet rechts neben dem Wasserspiel aus. In Moment steht dort eine bepflanzter Kübel, um ein wenig Farbe zu haben. Aber eine Dauerlösung ist es nicht. Meine bisherigen Pflanzungen haben nicht gepasst und das möchte ich gerne ändern. Schöne Stauden (bienenfreundlich) und Gräser könnte ich mir da sehr gut vorstellen. Ein wenig Zeit, um für dieses Beet einen Plan zu schmieden bleibt ja noch.

Die andere Beete sind optisch in Schuss, aber ich finde die ein oder andere Staude würde gut zur Ergänzung passen. Da werde ich in nächster Zeit ein bisschen recherchieren und mich im Gartencenter inspirieren lassen. So was macht mir immer viel Spaß! Kennt ihr sicher auch?

Hier sieht man schön, dass die Erde zum Teil weggeschwemmt ist und dadurch wenig Erde noch übrig bleibt.

Alle Töpfe werden wieder bunt!

Die Kübel und die Kästen an der Seite werden natürlich wieder saisonal bepflanzt. Jetzt kommen erstmal die Frühjahrsblüher. Hornveilchen, Stiefmütterchen, Bellis und Ranunkeln bringen Farbe auf die Terrasse. Das ist Frühling und es ist bunt, so wie ich es mag. Die Auswahl der Sommerblumen beginnt erst, wenn der Mai da ist. Eine Sommerblume steht wie jedes Jahr fest und das ist die Geranie. Sie darf nicht fehlen, denn sie ist für mich ein Andenken an meine Oma!

Es ist viel in Planung und ich freue mich drauf!

Eure Sandra

Wintergemüse: Grünkohl

Grünkohl ist das bekannsteste Wintergemüse! Ich esse ihn gerne klassisch mit Kartoffeln, Bregenwurst und Kassler. Dabei ist er noch vielfältiger als man denkt. Sein größter Vorteil gegenüber anderen Wintergemüse ist, dass er frosthart ist. Besonders jetzt bei den Minustemperaturen um die – 7°C. Die kühlen Temperaturen machen sogar den Geschmack der krausen Blätter deutlich besser.

Wissenswertes:

Der Grünkohl gehört zur Familie der Kreuzblütengewächse. Er wurde als erste Kohlsorte sehr früh auf dem eurasischen Kontinent verbreitet. Von Anfang an ist er weltweit bekannt.

Sein hoher Gesundheitswert macht ihn zu einem hochbasischen Gemüse. Calcium, Eisen, Vitamin K, und Vitamin C und noch einige mehr können über den Grünkohl aufgenommen werden.  In grünen Smoothis wird er viel eingearbeitet, um seine gesundheitsfördernde Inhaltsstoffe zu nutzen. 

Kulturführung!

Die Kultur ist einfach in Beete, Hochbeete oder Kübeln zu kultivieren. Der Grünkohl stellt keine besonderen Ansprüche an Boden, Nährstoffversorgung.

Im Hochbeet:

Der Grünkohl wird als Nachkultur in unseren Hochbeeten gepflanzt. Durch seine geringen Ansprüche an das Substrat, kann er direkt nach Plan in eine Lücke des Hochbeetes gesetzt werden. Wir verwenden seit wir Grünkohl kultivieren, gekaufte Jungpflanzen aus der Gärtnerei. So sparen wir uns den Schritt der Aussaat und das Hochbeet sieht nicht leer aus.

Beim Pflanzen achtet darauf, dass ausreichend Platz zwischen den einzelnen Grünkohl-Pflanzen besteht. Nachdem Pflanzen des Grünkohl mach ich zwischen den Pflanzen ein wenig Herbstlaub, welches Erstens zum Schutz des Grünkohls und zweitens für einen neuen Schichtaufbau für das kommende Gartenjahr ist. Außerdem werden die Jungpflanzen ausreichend gewässert. Wenn es trocken ist, möglichst ausgiebig wässern, damit der Grünkohl gut anwächst.

Jetzt kann er zu einer ordentlichen Grünkohl-Pflanze heran wachsen.

Der Grünkohl zwischen Radieschen und Wintersalat.

Im Kübel:

Es ist das erste Mal, dass ich Grünkohl im Kübel anbaue. Die Idee kam mir spontan und bin begeistert, wie toll der Grünkohl im Kübel wächst. Auch hier habe ich aus der Gärtnerei Jungpflanzen gekauft und in den Kübel gesetzt. Durch ihre einfache Kulturführung verwendete ich das alte Substrat, welches ich mit Frisches und eine Handvoll Langzeitdünger ergänzte. Diese Mischung mag der Grünkohl sehr. Auch hier wieder angießen und bei anhalter Trockenheit gut wässern.

Weitere Pflege führe ich nach den Aussehen der Grünkohl-Pflanzen aus. Bis auf vergilbte Blätter entfernen, war noch nichts weiter durch zuführen. 

Also der Anbau in Kübeln kann ich euch sehr empfehlen!

Sortenempfehlung für den Herbst-und Winteranbau:

Die Auswahl an Sorten im Gartencenter bei Grünkohl ist überschaubar. In den meisten Gartencenter wird eine Sorte des Grünkohls angeboten, egal ob es sich um Saatgut oder einer Schale Jungpflanzen handelt. 

Diese Sorten eignen sich gut für den Herbst-und Winteranbau:

  • Lerchenzunge
  • Niedriger Grüner Krauser
  • Vitessa
  • Westländer Winter

Coole Ernte:

Wer eine Grünkohl- Mahlzeit zubereitet möchte,  sollte die Blätter frisch geerntet werden. Nur die benötigte Menge wird entnommen.  So kann der Grünkohl weiter wachsen.  Die Pflanze wird von unten nach oben entblättert. Die Blattkrone wird erst als Letztes abgeerntet. Den kahlen Strunk einfach im Kulturraum stehen lassen und im Frühjahr bilden sich kleine Rosenkohlsprossen. Diese können als Frühlingsgemüse verwendet werden.

Lasst die Grünkohl-Spiele beginnen.  Eure Sandra

Sandras Pflanzenwelt: Niedrige Scheinbeere (Gaultheria procumbens)

Die niedrige Scheinbeere ist im Herbst/ Winter eine attraktive Pflanze. Sie bringt mit ihren Beeren und der kleinen unscheinbaren weißen Blüten einen Kontrast zu Gräsern oder Hornveilchen in die Kübel oder ins Beet. Ich pflanze sie sehr gerne im Spätherbst in Kübeln oder Balkonkästen. Wenn Sie richtig gepflegt wird, dann kann sie ein zweites oder sogar drittes Jahr ihre Schönheit präsentieren.

Wissenswertes:

Ihre Ausstrahlung kommt besonders in den Wintermonaten zum Ausdruck. Da die niedrige Scheinbeere ein immergrüner Kleinstrauch ist, kann sie über das gesamte Gartenjahr mit allen jahreszeitlichen Pflanzen kombiniert werden. Sie ist eine attraktive Blüten-, Fruchtschmuckpflanze mit einem malerischen Wuchs. Pflanzenfamilie: Heidegewächse (Ericaceae)

Ihre ursprüngliche Heimat ist der Nord/ Osten der USA und Kanada, wo die niedrige Scheinbeere in den Wäldern wild wächst. Hierzulande ist sie eine reine Gartenpflanze und verwildert nicht.

Gartenstil:

Die niedrige Scheinbeere findet eine vielseitige Anwendung. Sie kann in einem Blumengarten, Heidegarten, sowie in einem Topfgarten einen ansehnlichen Platz finden. Wer einen Waldgarten hat, sollte die niedrige Scheinbeere unbedingt pflanzen. Durch ihre ursprüngliche Herkunft ist der Wald ihr persönlicher Lieblingsstandort. Bei mir wächst sie auch im Waldgarten und bin sehr begeistert, wie sie dort wächst.

Wuchs und Aussehen:

Ihr Wuchs ist bodendeckend und flachwachsend. Der Zwergstrauch wird 20cm groß, welche er elegant zur Schau stellt. Die immergrünen Blätter sind verkehrt eiförmig und elliptisch. Wenn die Sonne auf die dunkelgrünen Blätter scheint, dann glänzend sie richtig. So kommt das Blattwerk der niedrigen Scheinbeere optisch noch einmal intensiv zur Geltung.

Beim genaueren Hinschauen findet ihr eine glockenähnliche, weiße Blüte. Sie ist relativ unscheinbar, spielt aber für Hummeln eine wichtige Rolle. Aus ihrer weiße, glockenähnliche Blüte entwickeln sich prächtige, kräftige, rote Kapselfrüchte. Diese ausdrucksstarken Kapselfrüchte bilden mit den Blättern das Hauptaugenmerk.

Besonderheit:

Die niedrige Scheinbeere beinhaltet in ihren Blättern ätherische Öle. Zerreibt man man die Blätter zwischen den Fingern, verströmen sie durch das Freisetzen der enthaltenen ätherische Öle einen aromatischen- frischen Duft nach Minze.

Standortansprüche:

Der Boden kann sauer sein, sollte aber trotzdem einen Humusanteil und keinen Kalk enthalten. Denn Kalk verträgt die niedrige Scheinbeere nicht. Ich nehme für die niedrige Scheinbeere gute Pflanzerde und sie wächst hervorragend mit diesem Substrat. Wer mag kann für die Kultivierung Moorbeeterde beimischen, um den Gehalt an Sauer zu gewährleisten.

Am besten gedeiht die niedrige Scheinbeere im lichten Schatten . Volle Sonne sollte vermieden werden, denn die mag sie gar nicht. Im Winter ist das Angebot an Sonnenstunden eher geringfügig, daher kann sie in diesen Monaten an einen sonnigen Platz gedeihen.

Pflege:

Die Pflege ist relativ unkompliziert. Sie ist vollständig frosthart. Somit haben wir über den ganzen Winter eine attraktive Pflanze, die mit ihrem Aussehen gut punkten kann. Im Winter wird bekanntlich kaum gegossen, aber austrocknen darf die niedrige Scheinbeere auch nicht. Durch Trockenheit wirft sie ihre Blätter ab und sieht richtig vertrocknet aus. Also darauf achten, dass sie eine Grundfeuchtigkeit bekommt, besonders vor Frost nochmal leicht mit Wasser versorgen. Trockenfrostschäden!

Staunässe mag sie auch nicht besonders. Ihr reagiert sie mit Fäulnis und matschigen Früchten. Diese sollten sofort beim Auftreten entfernt werden, um ihre Schönheit weiter zu erhalten.

Die niedrige Scheinbeere brauch keinen Rückschnitt. Sie treibt selbstständig neu aus. Ihr könnt einfach die verwelkten Blüten, Blätter und Früchte entfernen. In den Wintermonaten bitte nicht düngen, erst wieder im Frühjahr damit beginnen.

Mein Kombinationstipp:

Besonders ausdrucksvoll kommt die niedrige Scheinbeere zur Geltung, wenn ihr sie mit Hornveilchen oder Heide zusammen pflanzt. Das kräftige Rot der Kapselfrüchte bildet einen starken Kontrast zu den Blüten/ Knospen.

Eure Sandra

Staudenporträt: Frauenmantel (Alechemilla)

Seit ich den Frauenmantel in einen Beetstück an der Terrasse gepflanzt habe, bin ich ein großer Fan von dieser Gartenstauden. Sie passt sich an die Gegebenheiten an und sie lässt sich wunderbar mit anderen Stauden oder einjährigen Sommerblumen kombinieren. Der Frauenmantel gehört schon Jahre zu den Top Gartenstauden. Ich finde ihn in fast jeden Garten.

Beschreibung:

Der Frauenmantel gehört zu der Familie der Rosengewächse. Er lässt sich neben Lavendel und Katzenminze sehr gut als Rosenbegleitstaude einsetzen. Doch Achtung, er wird mit den Jahren größer und bildet kleine Ausläufer. Daher ist es zu empfehlen, ihn nach ca. 2 Jahren zu teilen!

Sein Wuchs ist ist krautig bis hin zu strauchförmig. Wenn ich ihn mir anschaue, kommt mir der Wuchs ein bisschen wild vor. Aber das gefällt mir gut. Hauptaugenmerk liegt bei den Blätter. Daher kann er vorzüglich als Blattschmuckstaude in die Beete eingegliedert werden. Seine Laubblätter sind in den Blattstielen und Blattspreiten angegliedert. Sie sind gelappt bis hin zu gefingert und am Rand sind sie leicht gezähnt. Das Wasser legt sich sanft auf den Blättern nieder. Eine kleine Wasserkugel wird dann sichtbar und das sieht besonders toll aus.

Kleine, unscheinbare Blüten erscheinen im Frühsommer. Sie sind klein und gelb. Wenn der Frauenmantel zum Blühen kommt, dann erfreuen sich die Bienen und andere Insekten an ihren Pollen und Nektar.

Pflanzung und Boden/Erde:

Über das ganze Jahr (soweit es frostfrei ist) kann der Frauenmantel in Beete oder Kübeln gepflanzt werden. Optisch kommt er bemerkenswert in Kombination mit anderen Pflanzen zur Geltung. Daher empfehle ich euch, den Frauenmantel mit anderen Pflanzen ins Beet zu setzen. Auch im Kübel (Bitte auf ausreichend Platz achten!) lieber mit anderen Pflanzen kombinieren!

Der Frauenmantel kann außerdem als Bodendecker eingesetzt werden. Da er flach und breit wächst. In mehreren gärtnerischen Funktionen kann diese Staude verwendet werden.

Der Boden/ Erde sollte locker sein. Zur Bodenverbesserung kann Kompost oder geeignete Pflanzenerde eingearbeitet werden. Alles ordentlich mischen, so sind beste Voraussetzungen für den Frauenmantel geschaffen. Bei Pflanzung im Kübel darauf achten, dass eine gute Qualitätspflanzerde verwendet wird. Sie hat alle nützlichen Eigenschaften, die zum Wachstum des Frauenmantel wichtig sind.

Nachdem Pflanzen des Frauenmantels das Angießen nicht vergessen!

Vermehrung:

Der Frauenmantel kann über die Teilung vermehrt werden. Dafür wird im Frühjahr mit Hilfe eines Spatens der Frauenmantel in der Mitte in zwei Teile geteilt. Wichtig ist dabei, dass beide Pflanzenteile ausreichend Wurzelmaterial aufweisen, um die Anwachschancen zu gewährleisten. Die Teilung sollte im zeitigen Frühjahr durchgeführt werden, wenn der Frauenmantel noch keine neuen Triebe ausgebildet hat.

Pflege:

Besonders Pflege intensiv ist der Frauenmantel nicht. Er mag es sonnig bis halbschattig. Eine ausreichende Wasserversorgung ist zu empfehlen. Ansonsten passt der Frauenmantel sich hervorragend an seine Bedingungen an.

Rückschnitt und Überwinterung:

Wie die meisten Stauden wird auch der Frauenmantel nicht zurück geschnitten. Die Blätter einfach welken lassen und anschließend ziehen sie sich zurück in die Erde.

Durch das alte Laub entsteht ein natürlicher Frostschutz. Dafür bitte das alte Laub an Ort und Stelle liegen lassen!

Eure Sandra

Blumen und Gemüse- Zusammen im Kübel!

Zu Omas und Opas Zeiten wurde grundsätzlich Gemüse und die Blumenvielfalt voneinander getrennt. Das hat sich mit der Zeit geändert. In Beeten oder in Kübeln werden Gemüse und Blumen kunterbunt miteinander kombiniert.

So sah es bei Oma und Opa aus, Gemüse und Blumen getrennt voneinander!

Im Hochbeet haben wir diese Partnerschaft schon ausprobiert und sind von dem Aussehen, sowie den positiven Effekt begeistert (siehe Bild).

Gemüse wächst zusammen mit Gewürztagetes im Hochbeet (Bild aus dem Jahr 2019)

Ich bin von dieser Pflanzkombination so angetan, dass ich es in dieser Gartensaison auf meiner Terrasse ausprobiere! Aber nicht nur auf der Terrasse können diese Zusammenstellungen gepflanzt werden, auch auf dem Balkon!

Wichtiger Aspekt bei der Kombination Gemüse und Blumen ist, dass beide Kulturen vertragen und nicht in Konkurrenz stehen. Wachsen Gemüse und Blumen zusammen gibt es einen gärtnerischen Effekt. Sie beeinflussen sich positiv, zum Beispiel Erhöhung der Ernte durch mehr Bestäubung, da Bienen und Co. angelockt werden.

Ab Mitte Mai ging es dann los, dass ich mein Gemüse mit Blumen zusammen gepflanzt habe. In den ersten Kübel hab ich eine Miniaubergine mit einem rosa farbenden Löwenmäulchen und einer weißen Verbene. Ich habe diese Kombination zusammengestellt, weil ich rosa, lila und weiß sehr mag. Aber auch weil Löwenmäulchen ein Bienenmagnet ist und so von Nutzen für die Miniaubergine ist.

Aktuelles Bild! Blüten kommen noch Viele!

Ich wollte unbedingt in diesem Gartenjahr eine Zucchini-Pflanze auf der Terrasse kultivieren. Denn Zucchini esse ich ziemlich gern! Alleine in den Tonkübel sah meine Zucchini eher verloren aus. Nach kurzer Recherche fand ich heraus, dass Tagetes sehr gut zu Zucchini passt. Somit hab ich eine Tagetes zu der Zucchini gepflanzt. Diese Kombination gefällt mir ausgesprochen gut. Das Schöne saftige Grün mit der Rot, gelben Blüte der Tagetes gibt einen tollen farblichen Kontrast. Ich mag solche Kontraste sehr!

Ein besonderes farblicher Akzent setzt der bunte Mangold. Zusammen mit gelb, Roter Tagetes, Aster lila blühend, Zinnen und einen grün,weißen Spindelstrauch gibt es eine farbliche Explosion. Bunt gemischt! Für solche Farbenspiele eignet sich der bunte Mangold sehr, da er sofort ins Auge fällt! Ohne Mangold geht es in keiner Gartensaison bei mir.

Ich hoffe, dass die Schnecken nicht so dolle Zuschlagen!

Mein blumiger Favorit in diesem Gartenjahr ist, die Kapuzinerkresse! Ich mag ihr Blüte und ihren scharfen Geschmack im Salat. Als Arrangement mit der Snackgurke und mit einer Stangenbohne. Wenn die Kapuzinerkresse und die Stangenbohne blüht ergibt es sicher einen zauberhaften Kontrast.

Ich kann mir gut vorstellen, noch weitere Blumen mit Gemüse zu gestalten. Eure Sandra