Zucchini- Wahnsinn im Hochbeet!

In den letzten Gartenjahren hatten wir keine Zucchini. Es wollte einfach nicht so richtig funktionieren. Woran es lag, dass weiß ich leider nicht. Also haben wir im Gartenjahr 2021 ganz auf den Anbau von Zucchini verzichtet. Ich wollte es wieder wissen und habe bei meiner diesjährigen Planung der Bepflanzung die Zucchini wieder aufgenommen. Ich liebe Zucchini und besonders mag ich sie aus dem Garten!

Im Gartenjahr 2019 wuchs die Zucchini vor dem Hochbeet. Es war eine gekaufte Jungpflanzen. Unser letztes Gartenjahr, wo wir Zucchini anbauten.

Die Idee, wieder Zucchini im Hochbeet anzubauen, wurde in der Familie mit Begeisterung aufgenommen. Damit die Zucchini-Pflanzen ordentlich Platz zum Wachsen haben, entschieden wir uns für das große Hochbeet Marke Eigenbau. Unsere persönliche Challenge dabei war, klappt es oder klappt es nicht!

Nach kurzer Überlegung und genaueren Lesen der Saatguttüte entschlossen wir uns, dass das Saatgut der Zucchini direkt in das Hochbeet ausgesät wird (mehr Informationen zur direkt Saat ins Hochbeet findet ihr in diesem Beitrag: https://sandrasgartenwelt.blog/2022/06/23/gemuesejungpflanzen-und-direkte-ausaat-im-hochbeet/). Mit der direkt Saat von Zucchini hatte ich bis zu diesem Zeitpunkt noch keine Erfahrung, aber ich bin immer begeistert von eigenen Gartenexperimenten!

Gesagt, Getan! Im April kann das Saatgut der Zucchini gesät werden. Wichtig ist dabei, dass im Hochbeet gutes Substrat vorhanden ist und das Saatgut feucht, aber nicht zu nass gehalten wird. Bevor man die ersten Pflänzchen sieht, vergeht eine gewisse Zeit. Also Geduld ist hier ein entscheidender Faktor. Sobald sich die ersten zarten Zucchini-Pflanzen präsentieren, kann man schon abschätzen, ob ausreichend Platz eingeräumt wurde.

Mein Papa hat 5 Saatgutkörner am Rand des großen Hochbeetes ausgebracht und alle 5 sind gekeimt. Darüber waren wir super happy drüber. Sie sind durch das diesjährige warme Wetter gut gewachsen und dadurch haben wir leider ziemlich spät gemerkt, dass der eingeplante Platz zu eng bemessen war. Macht nichts, aber für das nächste Gartenjahr sollte der Platz für die Zucchini definitiv nicht im Hochbeet sein. Aber aus dieser Erfahrung kann man nur lernen!

Allgemein sind die Zucchini-Pflanzen hervorragend und kräftig gewachsen. Sie wurden ordentlich gewässert, ansonsten durften sie wachsen wie sie es benötigen. Diese Methode hat sich gut bewährt, denn Anfang Juli war es endlich soweit, die ersten Zucchini wurden geerntet. Diese haben natürlich besonders gut geschmeckt! Danach ging es Schlag auf Schlag mit der Ernte. Mit so einer großen Ernte hätte ich nie gerechnet. Es passte halt alles zusammen! Bei jedem Gartenbesuch hab ich mindestens eine Zucchini mit nach Hause genommen. Echt der Hammer!!

Zusammenfassend kann festgehalten werden, auch im nächsten Gartenjahr wird es Zucchini im Garten geben. Zwar nicht im Hochbeet, aber so die bisherige Idee, wird sie vor den kleinen Hochbeeten ihren Platz finden. Die direkte Ausaat an Ort und Stelle wird wieder angewendet, denn es funktioniert gut und man spart sich ordentlich Arbeitszeit. Der Pflegeaufwand ist gering und es macht Spaß!

Eure Sandra

Omas Liebling: Geranien

In den Balkonkästen meiner Oma waren immer Geranien. Hauptsächlich in den Farben rot und rosa! Später pflanzte sie zwischen ihren traditionellen Geranien blauen Männertreu und Zauberschnee. Es gab nie andere Sommerblumen in ihren Blumenkästen!

Ihre Geranien hat sie wie damals üblich im Keller überwintert und ab Februar wieder für den Sommer fit gemacht. In der Küche oder im ehemaligen Kinderzimmer meines Papas standen auf der Fensterbank einige Schnapsgläser mit Stecklingen der Geranie. Diesen Anblick werde ich nicht mehr vergessen. Es war für Oma ein gärtnerisches Hobby und ihre persönliche Challenge.

Geranien sind die Klassiker unter den Beet-und Balkonpflanzen. Es gab Zeiten, an denen sie kaum Beachtung wurden. Aber in den letzten Jahren haben sie ein ansehnliches Comeback erlebt. Auch ich war kein großer Fan der Geranie, aber durch gewisse Umstände blüht mindestens eine Geranie auf meiner Terrasse, sowie im Garten und im Waldgarten. In Gedanken an meine Oma!

Wuchs und Aussehen:

Die Geranie sieht aus wie ein Halbstrauch und wächst aufrecht. Die Triebe der Geranie sind gut verzweigt und dadurch entsteht der Charakter eines Halbstrauches. Durch ihren kräftigen Wuchs reichen bei einem kleinen Balkonkasten schon zwei Pflanzen aus.

Das Blattwerk ist dicht und die Größe des Blattes hängt je nach Art und Sorte ab. Auf den Blättern der Geranien zeichnen sich verschiedene Farbschattierungen ab. Bei den meisten Sorten ist es ein rundlicher Halbkreis in der Blattfarbe dunkelgrün. Diese Farbschattierungen können aber auch anders aussehen. Das hängt wie die Blattgröße von der Art und Sorte der Geranie ab. Die Blattform ist rundlich.

Aus der Blattachseln erscheinen kuglige Doldenblütenstände, die auf straffen Schäften. Die Blüte übertrumpft einfach! Es gibt einfac oder gefüllte Sorten. Das Farbspektrum der Blüte ist sehr weitläufig. Von einem kräftigen dunkelrot bis hin zu einem blassen rosa.

Standort und Boden:

Die Geranie wächst an einem sonnigen Standort. Sie kann aber auch im Halbschatten hervorragend ihre Pracht zur Geltung bringen.

Für ein üppiges Wachstum empfehlt es sich eine gute Blumenerde zu verwenden. Das Nährstoffverhältnis sollte ausgeglichen sein. Besonders beim Stickstoff, Phosphor und Kalium, die entscheidend für ein sehenswertes Wachstum sorgen.

Pflanzung:

Geranien werden nach den Eisheiligen (um den 15.Mai herum) in die Beete, Balkonkästen oder in Kübeln gepflanzt. Die Geranie ist eine einjährige Sommerpflanze. Sie wird ab April bis Juni in den Gärtnereien oder im Gartencenter angeboten.

Pflege:

Ihre Pflege ist relativ einfach. Mäßig Gießen, verblühte Blüten und verwelkte Blätter entfernen und mindestens einmal die Woche mit einem Flüssigdünger versorgen. So könnt ihr weit in den Oktober eure Blütenpracht der Geranien bewundern.

Eure Sandra

Staudenporträt: Bergenien

Blattschmuckpflanzen gehören für mich unbedingt in einen Garten, auf die Terrasse oder auf den Balkon. Sie harmonieren mit blühenden Pflanzen und sehen attraktiv aus. Besonders die immergrünen Blattschmuckpflanzen sind dabei sehr beliebt. Mein persönlicher Liebling unter den Blattschmuckpflanzen ist die Bergenie, da sie Immergrünen ist und zweitens sogar im Frühjahr herausragend blüht.

Die Bergiene gehört zu der Familie der Steinbrechgewäche (Saxifragaceae). Im Jahr 2017 wurde die Bergenie zur Staude des Jahres gewählt. Bei den Hobbygärtner ist sie sehr beliebt, weil sie erstens attraktiv aussieht und zweitens unkompliziert in der Pflege ist.

Wuchs:

Bergenien sind Blattschmuckpflanzen, die das ganze Jahr über ihr Laub präsentieren. Ihre Größe umfasst 35cm. Sie zählt zu den krautigen Pflanzen.

Blätter:

Die Blätter sind groß und rundlich, die in lockeren Rosetten mit kurzen Stielen wachsen. Zum Herbst bekommt das Laub eine attraktive rötliche Färbung.

Blüte:

Im Frühjahr zeigt die Bergenie ihre Blüte.  Von April bis Mai blüht sie in ansehnlichen Rosa- und Rottönen. Es gibt auch Sorten, die blühen Weiß.

Standort:

Die Bergiene bevorzugt einen halbschattigen bis schattigen Standort, wodurch sie oftmals vernachlässigt wurde. Erst wenn sie an einem sonnigen Platz wachsen, dann entfalten sie ihre sie ihre volle Pracht.

Pflanzung:

Das Frühjahr eignet sich am besten um Bergienen zu pflanzen. Bei bereits blühenden Bergienen darauf achten, dass sie vor Frost geschützt werden. Sie sind im Gewächshaus vorgezogen und gegenüber der äußeren Witterung nicht abgehärtet.

Ihr könnt Bergienen auch im Herbst pflanzen. Achtet aber darauf, dass sie ausreichend Zeit haben, um sich einzuwurzeln beziehungsweise anwachsen können.

Pflege:

Bergenien sind unkompliziert in der Pflege. Dadurch steigt Ihre Beliebtheit und Ihre Bekanntheit enorm.

Direkt nach der Blüte, können die verblühten Blütenstiele bodennah zurück geschnitten werden . Weitere Schnittmaßnahmen sind nicht erforderlich.  Aus optischen Gründen können die verwelkten Blätter entfernt werden. 

Die Bergiene benötigt einen frischen und humusreichen Boden, um sich prachtvoll zu entwickeln.  Im Juni ist eine Kompostversorgung zu empfehlen. Dadurch bekommt die Bergiene frischen, humusreichen Boden zugefügt.

Ansonsten verträgt sie Trockenheit, aber Achtung bei anhaltender Trockenheit sollte die Gießkanne zur Hand genommen und ausreichend gewässert werden.

Krankheiten und Schädlinge:

Der Dickmaulrüsseler schädigt die Bergenie. Dabei muss man unterscheiden, denn der größte Schäden entsteht durch die Larve. Die Larve des Dickmaulrüsslers frisst sich durch die Wurzeln und diese sterben dadurch ab. Die Bergenie sieht im ersten Moment aus, als wäre sie verfault. Aber die kompletten Wurzeln sind weg!

Der Käfer frisst nur die Blätter an. Es entstehen in den Blättern kleine Buchten.

Eure Sandra

Essbare Blüten: Kapuzinerkresse!

Kapuzinerkresse darf bei mir in keiner Gartensaison fehlen. Ihre Blüte ist essbar und peppt jeden Salat toll auf. Nicht nur ich mag die Blüte sehr, auch die vielen Bienen und Insekten erfreuen sich dran.

Kapuzinerkresse ist 2013, die Arzneipflanze des Jahres geworden. Eine vielseitige Pflanze, die in vielen Bereichen ihren Nutzen findet. Die heutige Form der Kapuzinerkresse ist ein Hybrid und ist einjährig.

Die Kultivierung der Kapuzinerkresse ist nicht kompliziert. Für Gartenanfänger ist sie daher optimal geeignet!

Das Saatgut wird direkt in ein Kübel oder direkt ins Beet gesät, dann ordentlich wässern und wachsen lassen. Ihr Wuchs könnte man wild beschreiben. Na klar, kann man die vielen Ranken hoch binden, aber es kommt immer drauf an, welche Wirkung die Kapuzinerkresse im Gefäß oder im Beet bewirken soll. Ich lassen, sie gerne wachsen ohne Eingriff meinerseits. Aber das ist jedem selbst überlassen!

Mittlerweile gibt es auch in einem gut sortierten Gartencenter/ Gärtnerei kräftige Jungpflanzen der Kapuzinerkresse.

Mein persönlicher Garten-Tipp: Ich nutze die vorgezogenen Jungpflanzen der Kapuzinerkresse für meine Gemüsekübel. Bei bunten Blumenmischungen säe ich die Kapuzinerkresse besser aus!

Das Zusammenspiel zwischen Gemüse und Kapuzinerkresse hat sich sehr bewährt und optisch sehenswert.

Kapuzinerkresse wächst zusammen mit Stangenbohnen im Tontopf!

Die Pflege der Kapuzinerkresse ist total easy: Regelmäßig mit Wasser versorgen, verwelkte Blätter entfernen. Wenn die Blüte verwelkt, dann bitte dran lassen, aus ihr bildet sich das Saatgut für das kommende Gartenjahr!

Mein persönlicher Garten-Tipp: Die Kapuzinerkresse kann auch super in der Küche wachsen (Indoor-Ernte).

Omas Liebling: Flieder!

Meine Oma wäre heute 90 Jahre alt geworden. Daher möchte ich ihr diesen Beitrag widmen. Meine Oma hatte eine kleine Auswahl an Lieblingspflanzen und die werde ich in einzelnen Beiträgen vorstellen. Den Anfang macht an diesem besonderen Tag der Flieder! Seit meiner Kindheit ist der lila blühende Flieder ein fester Bestandteil in unserem Garten. Ich liebe ihn sehr und immer im Mai, wenn er seine Blüte präsentiert, denke ich an meine Oma und weiß das sie ihn von oben sieht und sich dran freut! Es gab/ gibt jedes Jahr eine kleine Wette in unsere Familie, ob der Flieder vor oder nach Omas Geburtstag blüht. Jedes Jahr ist es anderes. Zu ihrem heutigen Geburtstag blüht er bereits. Das ist schon das Schönste!

Ich möchte euch den Flieder einmal vorstellen und zeigen, dass er ein einzigartiger Strauch ist. Wer einen insektenfreundlichen Garten gestalten möchte oder ihn bereits hat, sollte unbedingt einen Flieder ins Beet pflanzen. Die Blüten locken eine beachtliche Anzahl an Bienen und weiteren Insekten an. Eine absolute Herzensempfehlung!

Sein gesamtes Erscheinungsbild ist beeindruckend! Nicht nur die Blüten sind eine augenweite, sondern auch die Blätter durch ihre Form.

Der Flieder ist eine Bauerngarten-Pflanze und zählt zu den ältesten europäischen Gartensträucher. Botanisch gehört der Flieder zu der Familie der Ölbaumgewächse (Oleaceae).

Aussehen und Wuchs:

Die Wuchshöhe des Flieders liegt bei 1-1,5 Meter. Der gesamte Habitus ist sehr aufrecht und kompakt.

Sie kann auch höher werden, dass hängt von der jeweiligen Art des Flieders ab. Alle Blätter des Flieders sind gegenständig, gestielt und meist einfach an diesem tollen Gartenstrauch zu finden. Ihre Blattform kann oval, rundlich bis eiförmig sein. Unser Gartenflieder hat eher herzförmige Blätter, die einen schönen, saftigen Grünton präsentieren. In der Sonne sehen sie fast hellgrün aus und reflektieren das Sonnenlicht. Es ist ein magischer Anblick, so mein persönliches Empfinden.

Die Blütenknospen sitzen in der Regel paarweise an den Enden der im Vorjahr gebildeten Zweige. Je nach Region öffnen sie ihre Blüten ab Ende April oder Anfang Mai. Die kleinen Blüten sind zusammengesetzt, so das sie eine Rispe bilden. Diese Rispe hängt aufrecht und streckt sich der Sonne entgegen.

Standort und Boden:

Der Flieder bevorzugt einen sonnigen Standort. Er verträgt ohne große Schwierigkeiten auch eine angenehme trockene Hitze. Im Schatten kann er zwar wachsen, aber er bildet keine dichte Krone und auch die Blüten fallen eher geringer aus als an einem sonnigen Standort.

Die Ansprüche an den Boden hängt von der jeweiligen Flieder-Art ab. Er ist gegenüber den Bodenverhältnissen tolerant. Bodenverdichtungen und Staunässe sollen auf jeden Fall vermieden werden. Das mag er nicht. Das Wachstum wird dadurch sehr eingeschränkt. Denn die Wurzel bekommen nicht genügend Luftzufuhr und dadurch können die Nährstoffe über den Wurzelbereich an den Strauch gelangen. Am Besten für ein gutes, üppiges Wachstum und Blütenreichtum ist ein humos, lockerer Boden von Vorteil.

Pflanzung:

Der Flieder wird hauptsächlich im Herbst gepflanzt. Das Pflanzloch sollte mindestens den doppelten Umfang gegenüber dem Wurzelballen aufweisen. Die Erde gut andrücken und anschließend ordentlich wässern. Wer mag kann zur Versorgungen des Flieders etwas Kompost anreichen. So bekommt der Flieder ab Einpflanzzeitraum schon ein paar Nährstoffe zugefügt.

Wer seinen Flieder an einen anderen Standort pflanzen möchte, sollte dies im Zeitraum von Oktober/ März durchführen. Denn in dieser Zeit ist der Flieder in seiner Winterruh und kann sich so optimaler an seinen neuen Standort gewöhnen. Achtet vor dem Umpflanzen darauf, ob es Frostnächte gibt. Wenn ja, dann wartet noch bis der Boden vollständigen wieder frostfrei ist. So kann er besser in en Boden gepflanzt werden.

Pflege:

Der Flieder ist in seiner Pflege leicht. Er stellt keine besonderen Ansprüche an die Pflege. Wer zwischendurch Kompost anreichern möchte, der verbessert die Speicherfähigkeit von Wasser und Nährstoffen enorm. Das begünstigt sein Wachstum und natürlich auch die Blütenanzahl.

Ein Pflegeschnitt kann nach der Blüte vorgenommen werden. Meistens erfolgt dieser Ende Mai. Da werden einfach die verblühten Rispen mit einer Gartenschere abgeschnitten. So kann die weitere Pflanzenkraft in die Bildung neuer Zweige gehen und so die Voraussetzung für die neuen Blüten im nächsten Jahr schaffen.

Eure Sandra