Neustart 2.0 im Waldgarten!

Der Sturm hat ganz schön gewütet und einiges in den Gärten durcheinander gewirbelt. Auf meiner Terrasse und auch in unserem Familiengarten sind keine großen Schäden entstanden. Dafür hat der Waldgarten an der Aller ganz schön erwischt.

Eine große Tanne ist aus dem Boden gerissen worden. Mit voller Kraft auf das Carport! Das Carport ist nicht mehr zu retten. Total Schaden! Als ich das Ausmaß gesehen habe, war ich schon ziemlich geschockt. Aber nach kurzer Zeit, dachte ich okay Neuanfang 2.0 ! Denn ändern kann man es nicht. Wenn ich jetzt, wann dann!

Die Aufräumarbeiten haben schon begonnen. Von unserem Nachbarn musste schließlich die Einfahrt frei werden, damit er auf sein Grundstück kommt. Bis die komplette Tanne entfernt ist, wird es garantiert noch dauern.

Im ganzen Waldgarten liegen überall Tannenzweige rum. Es sieht aus, wie eine geschlossene Decke aus. Man könnte meinen, dass es so aussehen soll. Mit der Zeit kommt dann auch der Waldgarten wieder in Ordnung und es kann gegärtnert werden.  *Freu*

Der Nestfarn unter einer dicken Schicht von Zapfen, Ästen und Zweigen!

Ich habe gleich die Gelegenheit genutzt, um nach den Pflanzen zu schauen und wurde positiv überrascht. So viel blüht oder treibt aus. Irgendwer muss mal Blumenzwiebeln gesetzt haben, denn die Treiben seelenruhig aus. Das macht dann Laune für die weitere Planung und  bin jetzt schon am Ideen sammeln und werde die demnächst in einen Art Plan umwandeln (über die Planung wird es einen separat Beitrag geben).

Die Schneeheide und das Hornveilchen stehen in voller Blüte. Erst im letzten Herbst gepflanzt und jetzt schon im Blütenrausch.

Trotz des Sturmschadens sehe ich einen positiven Effekt. Ein Neustart kann nur von Vorteil sein. Ich werde ihn nutzen, um den Waldgarten aus dem Dornröschenschlaf zu holen. Eure Sandra

Wald und Natur pur…mehr geht nicht!

Wald und Natur sind gerade meine Entspannung vom Alltag. Die Waldhütte mit dem Garten ist zu einer Art Ruhepool geworden. Jede Vogelstimme und das Rascheln der Bäume bringen Ruhe und ich kann gut abschalten vom Alltag.

Auch der Anblick der Aller ist ein weiterer Bonus, warum ich diesen Ort so lieb gewonnen habe. Natürlich macht ein Waldgrundstück Arbeit, aber ich schaffe mir und meiner kleinen Familie ein Wohlfühlort. Damit wir aus der Stadt schnell mal rauskommen.

Gemütliche Stunden am Grill gehören für uns fest dazu. Alleine der Geruch von Tannzapfen und Holzkohle ist einzigartig. Man vergisst den Alltag und fühlt sich immer wieder im Urlaub.

Unsere kleine Feuerstelle.

Der Waldgarten selbst, ist ein einzige Überraschung. Man entdeckt so viele Sträucher und Pflanzen, dass glaubt man gar nicht. Nachdem ich das eine Beet vor der Waldhütte so langsam wieder in Schwung bringe, hab ich tatsächlich eine weiße Bauernhortensie und ein versteckten Sedum entdeckt. Völlig begeistert, wie die Pflanzen mit dem vorhanden Waldboden klar kommen.

Letztes Jahr hab ich mich mit dem Thema beschäftigt, welche Stauden passen zum Wald und Natur. Die Waldaster war eine von ihnen und leider hat sie noch nicht geblüht im letzten Jahr. Endlich fängt sie an zu Blühen und es passt super.

Egal, ob man im Waldgarten sich beschäftigt oder in der Natur, man ist an der frischen Luft und kann alles genießen. Ein Gefühl von Freiheit! Ich brauche diese Art von Freiheit, um den Kopf frei zu bekommen. Natur und Wald gehört zu meinem Leben dazu und das Schöne ist, meine kleine Familie erlebt es auch. Eure Sandra

Ein Betongefäß voller heimischer Wildstauden!

Im hinteren Bereich des Waldgartens steht ein Betongefäß, welches sofort mein Interesse auf sich zog. Viele Ideen sind entstanden, wie man es optimal gestalten kann.

In der Mitte des Betongefäßes stand eine sehr schöne Weide, die gut passte. Die untere Fläche war leider karg und sah trostlos aus. Das wollte ich auf jeden Fall ändern. Farbliche Akzente wollte ich durch Sommerblumen setzen. Diesen Plan hab ich dann auch umgesetzt (siehe unteres Bild).

So sah das Betongefäß nach meiner ersten Unterbepflanzung aus. Ausdrucksstarke Blütenfarben.

Die zweite farbliche Unterbepflanzung der Weide!

Leider hat die Weide den starken Winter (2020) nicht überlebt. Es ist zwar schade, aber das Wetter kann man nicht ändern. Nachdem wir die Überreste der Weide entfernt haben, sah das Betongefäß traurig und wild aus. Mir war wichtig, dass es wieder eine neue Bepflanzung erhält. Gestalterisch fügt sich dieses Betongefäß gut in den gesamten Waldgarten. Er ist schlicht und seine Form greift das Thema Wald eindrucksvoll auf.

So sah das Betongefäß nach dem Entfernen der Weide aus. Wild und voller Unkraut.

Der Farn ist wunderschön, passt hervorragend zu dem Betongefäß. Er stammt aus der blumigen Unterbepflanzung 2019. Farne überstehen jede Witterung! Da ich bei der Bepflanzung das Thema Wald und Bienenfreundlich aufgreifen wollte, war der Farn eine gute Grundlage dafür!

Ich fing an ein wenig zu recherchieren und stellte fest, daß heimischen Wildstauden gerade Topaktuell sind. Heimische Wildstauden und der Farn würden toll zusammen aussehen. Also war die neue Bepflanzung schnell geplant, fehlt nur noch die Ausführung. Ich könnte es kaum erwarten!

In einer Baumschule hab ich dann 4 heimischen Wildstauden gefunden und sofort mitgenommen. Besonders gut war, dass es direkt auf dem Etikett vermerkt war, dass es sich um eine heimische Wildstaude handelt.

Diese 4 heimischen Wildstauden wachsen in dem Betongefäß:

  1. Feld-Tymian
  2. Karthäuser-Nelke
  3. Gemeines Leinkraut
  4. Leider ist mir der Name entfallen, wird nachgereicht!

So sah das Betongefäß direkt nach der Bepflanzung aus.

Die gesamte Kombination gefällt mir sehr! Jetzt dürfen Sie wachsen, ohne große Pflege meinerseits. Alle heimischen Wände sollen wachsen, wie sie es für sie am besten ist. So wie es im Wald üblicherweise vorkommt.

Es werden nicht die letzten heimischen Wildstauden sein, die ich im Waldgarten pflanzen werde. Eure Sandra