Sandras Pflanzenwelt: Niedrige Scheinbeere (Gaultheria procumbens)

Die niedrige Scheinbeere ist im Herbst/ Winter eine attraktive Pflanze. Sie bringt mit ihren Beeren und der kleinen unscheinbaren weißen Blüten einen Kontrast zu Gräsern oder Hornveilchen in die Kübel oder ins Beet. Ich pflanze sie sehr gerne im Spätherbst in Kübeln oder Balkonkästen. Wenn Sie richtig gepflegt wird, dann kann sie ein zweites oder sogar drittes Jahr ihre Schönheit präsentieren.

Wissenswertes:

Ihre Ausstrahlung kommt besonders in den Wintermonaten zum Ausdruck. Da die niedrige Scheinbeere ein immergrüner Kleinstrauch ist, kann sie über das gesamte Gartenjahr mit allen jahreszeitlichen Pflanzen kombiniert werden. Sie ist eine attraktive Blüten-, Fruchtschmuckpflanze mit einem malerischen Wuchs. Pflanzenfamilie: Heidegewächse (Ericaceae)

Ihre ursprüngliche Heimat ist der Nord/ Osten der USA und Kanada, wo die niedrige Scheinbeere in den Wäldern wild wächst. Hierzulande ist sie eine reine Gartenpflanze und verwildert nicht.

Gartenstil:

Die niedrige Scheinbeere findet eine vielseitige Anwendung. Sie kann in einem Blumengarten, Heidegarten, sowie in einem Topfgarten einen ansehnlichen Platz finden. Wer einen Waldgarten hat, sollte die niedrige Scheinbeere unbedingt pflanzen. Durch ihre ursprüngliche Herkunft ist der Wald ihr persönlicher Lieblingsstandort. Bei mir wächst sie auch im Waldgarten und bin sehr begeistert, wie sie dort wächst.

Wuchs und Aussehen:

Ihr Wuchs ist bodendeckend und flachwachsend. Der Zwergstrauch wird 20cm groß, welche er elegant zur Schau stellt. Die immergrünen Blätter sind verkehrt eiförmig und elliptisch. Wenn die Sonne auf die dunkelgrünen Blätter scheint, dann glänzend sie richtig. So kommt das Blattwerk der niedrigen Scheinbeere optisch noch einmal intensiv zur Geltung.

Beim genaueren Hinschauen findet ihr eine glockenähnliche, weiße Blüte. Sie ist relativ unscheinbar, spielt aber für Hummeln eine wichtige Rolle. Aus ihrer weiße, glockenähnliche Blüte entwickeln sich prächtige, kräftige, rote Kapselfrüchte. Diese ausdrucksstarken Kapselfrüchte bilden mit den Blättern das Hauptaugenmerk.

Besonderheit:

Die niedrige Scheinbeere beinhaltet in ihren Blättern ätherische Öle. Zerreibt man man die Blätter zwischen den Fingern, verströmen sie durch das Freisetzen der enthaltenen ätherische Öle einen aromatischen- frischen Duft nach Minze.

Standortansprüche:

Der Boden kann sauer sein, sollte aber trotzdem einen Humusanteil und keinen Kalk enthalten. Denn Kalk verträgt die niedrige Scheinbeere nicht. Ich nehme für die niedrige Scheinbeere gute Pflanzerde und sie wächst hervorragend mit diesem Substrat. Wer mag kann für die Kultivierung Moorbeeterde beimischen, um den Gehalt an Sauer zu gewährleisten.

Am besten gedeiht die niedrige Scheinbeere im lichten Schatten . Volle Sonne sollte vermieden werden, denn die mag sie gar nicht. Im Winter ist das Angebot an Sonnenstunden eher geringfügig, daher kann sie in diesen Monaten an einen sonnigen Platz gedeihen.

Pflege:

Die Pflege ist relativ unkompliziert. Sie ist vollständig frosthart. Somit haben wir über den ganzen Winter eine attraktive Pflanze, die mit ihrem Aussehen gut punkten kann. Im Winter wird bekanntlich kaum gegossen, aber austrocknen darf die niedrige Scheinbeere auch nicht. Durch Trockenheit wirft sie ihre Blätter ab und sieht richtig vertrocknet aus. Also darauf achten, dass sie eine Grundfeuchtigkeit bekommt, besonders vor Frost nochmal leicht mit Wasser versorgen. Trockenfrostschäden!

Staunässe mag sie auch nicht besonders. Ihr reagiert sie mit Fäulnis und matschigen Früchten. Diese sollten sofort beim Auftreten entfernt werden, um ihre Schönheit weiter zu erhalten.

Die niedrige Scheinbeere brauch keinen Rückschnitt. Sie treibt selbstständig neu aus. Ihr könnt einfach die verwelkten Blüten, Blätter und Früchte entfernen. In den Wintermonaten bitte nicht düngen, erst wieder im Frühjahr damit beginnen.

Mein Kombinationstipp:

Besonders ausdrucksvoll kommt die niedrige Scheinbeere zur Geltung, wenn ihr sie mit Hornveilchen oder Heide zusammen pflanzt. Das kräftige Rot der Kapselfrüchte bildet einen starken Kontrast zu den Blüten/ Knospen.

Eure Sandra

Mein goldener Oktober 2022

Oktober 2022: Sonne, Garten und noch vieles mehr, so kann man ihn beschreiben. Ich hab jede freie Minute draußen verbracht, egal ob in der Natur, im Garten und im Waldgarten. Der Oktober war so schön und hat den Namen goldener Oktober zu Recht verdient.

Bäume, Stauden und einjährige Sommerblumen erstrahlen in der herbstlichen Sonne. Mein absolutes Gartenhighlight ist die Artischocken, die sich zu einer atemberaubenden Gemüsestaude entwickelt. Die Frucht hat eine stattliche Größe erreicht und macht den Hochbeetgarten attraktiv im Herbst. Hoffentlich kommt sie im nächsten Gartenjahr wieder.

Der Garten sah im Oktober so märchenhaft (https://sandrasgartenwelt.blog/2022/09/20/der-maerchenhafte-herbstliche-garten/). Die Rosen fangen wieder an zu blühen und die Kapuzinerkresse gibt im Rosenbeet nochmal alles.

Ich bin bei jedem Gartenbesuch begeistert. Das Rosenbeet vor der Laube ist im Herbst immer wieder ein Highlight. Egal, ob vor den Rosen Tagetes oder eine Kapuzinerkresse wächst.

Die Gräser bringen ihre Attraktivität zusehends in Position. Ihre vielseitigen Facetten sind bei jedem Anblick anders und das macht es zum Eyecatcher. Sie lockern im Herbst alles ein wenig auf und geben den blühenden Pflanzen einen ansehnlichen Kontrast. Egal ob im Garten oder auf meiner Terrasse. Gräser und blühende Pflanzen bilden ein schönes, attraktives Duo im Beet oder im Kübel.

Meine beiden Lieblingsmotive im Oktober waren der Sedum auf meiner Terrasse und die Hortensie im Garten. Sie bilden immer neue Farbakzente im Sonnenlicht. Die größten Farbfacetten zu unterschiedlichen Zeiten, brachte die Hortensie zum Vorscheinen. Das überraschte mich sehr!

Die Sedum-Blüte verändert sich mit der Zeit. Mir kommt es so vor, als wenn der Prozess der Veränderung des Blütenstands jeden Tag von statten geht. Es ist faszinierend und beeindruckend mich nachhaltig. Egal aus welcher Perspektive ich den Sedum betrachtete und fotografiere, er ist immer der Star.

Im Oktober gab es für meinen Sohn eine kleine Ernte von Himbeeren. Sie schmecken frisch, süß und lecker. Es ist eine Freude auf die Terrasse zu gehen und sofort sieht man die rote Himbeerfrucht.

Dadurch wird einem bewusst, wie warm der Oktober war. Denn viele Gemüsearten und auch Obstarten können noch zahlreich geerntet werden.

Das gepflanzte Wintergemüse auf der Terrasse und im Hochbeetgarten gedeiht prächtig. Die Pflanzen sehen kräftig aus und die erste Ernte der Wintersalate kann bald erfolgen. Am meisten bin ich auf den roten Feldsalat, den ich das erste Mal kultiviere.

Der Oktober war mega toll, egal ob im Garten oder auf der Terrasse. Jetzt beginnt der November und ich freue mich auf viele Gartenhighlights. Eure Sandra

Buchrezension: Sandra Jägers: Keine Zeit zu gärtnern!

Anmerkung: Dieser Beitrag enthält unbezahlte Werbung für den EMF Verlag und der Gartenbloggerin Sandra Jägers. Alle Bilder wurden von Sandra Harmel fotografiert und bearbeitet.

Den Blog „Grüneliebe “ von Sandra Jägers (https://sandrasgartenwelt.blog/2021/03/17/gartenblogger-stellen-sich-vor-sandra-und-ihr-blog-grueneliebe/) verfolge ich seit über 5 Jahren und inspiriert mich sehr. Bereits von ihrem erstes Buch „Ernte gut, Alles gut“ bin ich sehr begeistert und hab den ein oder anderen Aspekt selber ausprobiert. (https://sandrasgartenwelt.blog/2021/05/26/buchrezension-ernte-gut-alles-gut/)

Jetzt möchte ich euch gerne ihr zweites Buch „Keine Zeit zu gärtnern “ vorstellen.

Inhalt:

Sandra Jägers zeigt euch auf einfachste Weise, wie man ohne großen Zeitaufwand trotzdem eine üppige Ernte erzielen kann. Mit Beetplänen,Checklisten und Profi-Tipps ist das Buch ein Ratgeber, der jedem weiterhilft.

Aufbau des Buches:

Das Buchcover passt gestalterisch optimal zu dem Buchtitel, sowie der gesamten Buchthematik. Es fällt sofort auf, dass eine Sanduhr zentral abgebildet ist, um die Kernaussage Zeit lautet. Der Buchrückentext wird in eine Art Notizzettel dargestellt und reicht völlig als erste Information über die Thematik aus. Das Zusammenspiel zwischen Vorderseite und Rückseite ist gut gelungen.

Schaut man auf das Inhaltsverzeichnis, fällt die klare Struktur auf und alles ist übersichtlich gestaltet. Für den Leser alles auf einen Blick und die Themenbereiche können einzelne nachgeschlagen werden ohne das ganze Buch durchzublättern zu müssen.

Das gesamte Bildmaterial ist von hochwertiger Qualität, genauso wie die Beetpläne,Checklisten und Tabellen. Die Bilder sind toll und direkt aus ihrem eigenen Garten, dass macht es persönlicher. Ihre tabellarischen Ausführungen sind verständlich gestaltet und es sind nur die nützlichen Informationen drin verarbeitet.

Über das Buch: Mein persönlicher Eindruck!

Bereits das Vorwort ist mit einer persönlichen Note der Autorin geschrieben und man merkt gleich, dass dieses Buch ihr eine Herzensangelegenheit ist. Sie gärtnert mit großer Freude und gibt es gerne an andere Hobbygärtner weiter. Die Grundlagen sind alle vorhanden und gut strukturiert, um sein persönliches Gartenabenteuer zu starten. Die Pflanzenporträts hat Sandra nicht zu lang gestaltet, sondern so aufgebaut das alles wissenswertes erfasst wurde.

An passenden Textstellen hat Sandra ihre persönlichen Tipps mit einfließen lassen, was dem gesamten Buch eine eigene Note verleit. Sie sind eine schöne Art dem Hobbygärtner Hilfestellung zu geben. Die Beetpläne sind so konzipiert, dass sie anschaulich zu verstehen sind. So können sie ohne große Mühe auf die eigenen Beete/Hochbeete umgesetzt werden.

Mit dazugehörigen Gartenarbeiten für jeden Monat, die das jeweilige Gemüse braucht. So erkennt man sofort, welche Zeitersparnis es gibt.

Die abschließenden Rezepte sind so gegliedert, dass sie leicht nach zu kochen sind. Ein sehr schöner Abschluss eines interessanten Gartenbuches.

Mein persönliches Fazit:

Es ist ein eindrucksvolles Gartenbuch, welches hervorragend aufzeichnet, wie viel Zeit man beim Gärtnern sparen kann. Gesamt betrachtet finde ich das Buch von Sandra Jägers interessant und informativ und das ein oder andere werde ich in der nächsten Gartensaison sicher ausprobieren.

Ich kann es sehr empfehlen! Eure Sandra

Der Hochbeetgarten im Herbst!

Der Erntekorb ist im Spätsommer noch reichlich gefüllt, während der Herbst ruhiger wird. Wer jetzt denkt, die Hochbeet-Saison ist beendet, der wird positiv überrascht. Durch das regelmäßige Ernten in den Hochbeeten gibt es neuen Platz für den Anbau von Wintergemüse- Salate.

Die Tage werden zusehends kürzer und die Terrasse sinken ab. Aber durch die Herbstsonne werden wir weiterhin mit reifen Früchten verwöhnt. Ich nutze die Herbstsonne gerne, um unseren Hochbeetgarten zu pflegen und Wintergemüse- Salate zu pflanzen oder auszusäen.

Diese Gemüsearten können im Herbst ins Hochbeet gesät oder als Jungpflanzen gepflanzt werden!

– Feldsalat

– Grünkohl (vorgezogene Jungpflanzen)

– Spinat

– Mangold

– Radieschen

Jetzt ist der ideale Zeitpunkt Winterzwiebeln und Knoblauch zu stecken.

Pflege des Hochbeetes!

Die große Pflege findet bei uns erst im Frühjahr statt (darüber werde ich euch in einem separaten Artikel informieren). Ich nenne die jetzige Pflegemaßnahme „Meine kleine Herbstpflege“.

Auf allen leeren Flächen entfernt ihr alle restlichen Pflanzenteile und das Unkraut, welches jetzt erst sichtbar wird. Die Fläche komplett säubern! Das frische Pflanzensubstrat, welches ihr im Frühjahr auf das Hochbeet gegeben habt, ist mit eingesackt. Dieser Vorgang gehört zu dem System des Hochbeetes dazu.

Kleiner Exkurs: In den unteren Schicht arbeiten die Mikroorganismen und sorgen dafür das die Nährstoffe und Wärme für das Pflanzenwachstum freigesetzt wird. Durch diesen biologischen Prozess sacken die einzelnen Schichten im Hochbeet ab. (Zum Thema Schichtaufbau im Hochbeet auf folgenden Link klicken: https://sandrasgartenwelt.blog/2021/11/08/die-schichten-des-hochbeetes/)

Ich lockere die Hochbeetflächen mit einer Handharke auf und kann so noch das ein oder andere Unkraut, grobe Äste oder verfaulte Pflanzenteile entfernen. Jetzt ist das Hochbeet wieder sauber.

Von der Gartensaison bleibt garantiert der ein oder andere angefange Substratsack übrig. Diese Substratreste verteile ich auf die Hochbeetflächen und harke sie unter. So bekommen die Wintergemüse auf einfache Art frisches Substrat und ich hab in der Winterpause keine angefangen Substratsäcke rum liegen.

Hier sieht man, wie ich das restliche Substrat auf die gesäubert Fläche verteile. Beispiel Rahmenbeet.

Nach dem Pflanzen oder aussäen könnt ihr das anfallende Laub entweder zwischen den Jungpflanzen oder leicht über dem ausgesäten verteilen. So habt ihr gleichzeitig ein Wärmeschutz und gleichzeitig habt ihr eine frische Schicht Laub eingearbeitet. Diese Schicht kann sich bis zum Frühjahr in Ruhe zersetzen und die Nährstoffe/ Wärme für den nächsten Gemüse-Anbau zur Verfügung.

Denkt daran, auch im Herbst bitte die Jungpflanzen/ Ausaaten angießen, um sie von Beginn an mit ausreichend Wasser zu versorgen!

Wann kann geerntet werden?

Der beste Zeitpunkt, um Feldsalat und die anderen Gemüsearten zu Ernten ist, in der Mittagszeit. Zu dieser Zeit ist der Morgentau abgetrocknet und die zarten Gemüseblätter sind nicht matschig. Ich empfehle euch, immer nur so viel zu Ernten, wofür ihr es verwenden wollt. Besonders im Herbst und Winter ist es von Vorteil, so zu Ernten.

Eure Sandra

Die herbstliche Ruhe im Waldgarten!

So langsam geht die Waldgartensaison zu Ende. Das Wasser wird abgestellt und der Wirlpool geht in die Winterpause. Wenige Momente werden wir noch im Waldgarten verbringen. Als Erstes Fazit kann festgehalten werden, es war eine tolle Waldgartensaison 2022.

Die herbstliche Ruhe ist eingezogen! Ich genieße es und nehme jeden kleinen Augenblick auf, egal ob optisch oder akustisch. Typische Walddüfte werden intensiver und ich genieße es und möchte sie am Liebsten einfangen.

Durch die herbstliche Sonne wirkt der gesamte Waldgarten hell und freundlich. Ein wenig Wehmut liegt in der Luft, da die Wintermonate vor der Tür quasi stehen und wir fast gar nicht in den Waldgarten sein werden. Da erfreut man sich an der herbstlichen Ruhe intensiver.

In einem Waldgarten findet man garantiert, den einen oder anderen Pilz im Rasen oder zwischen den Kübel. Bereits bei der Ankunft kam mir der Geruch von Waldpilzen entgegen. Ein herrlicher Duft und so typisch für Wald und Herbst.

Alle Stauden und einjährigen Sommerblumen blühen ausgiebig oder haben sich nach dem trockenen Sommer wieder erholt. Alles sieht freundlich aus und so langsam erkenn ich selber, was ich mit wenig Aufwand erreicht habe. Es waren immer nur optische Kleinigkeiten, aber sie bringen Strukturen und Ordnung rein. Die Freundlichkeit des Waldgartens kommt zur Geltung und wird zum Wohlfühlort. Garantiert liegt es daran, dass die herbstliche Ruhe eingezogen ist und man das gesamt Bild endlich sieht. Ich bin wirklich glücklich über diese Entwicklung.

Ich bin in dieser Waldgartensaison von zwei Pflanzen positiv überrascht worden. Die Hängebegonie in einem orangen Farbton. Sie blüht die ganze Zeit und leuchtet in ihrer eher dunklen Ecke. Die Farbe passt zum Thema Herbst hervorragend. Als ich sie gepflanzt habe, war es ein kleines Pflanzenexperiment und ich bin voll happy darüber, dass sie in den Waldgarten passt.Im nächsten Waldgartenjahr wird sie definitiv wieder einen Platz bekommen. Meine Pflanzenempfehlung: Wer schattige Ecken dekorativ bepflanzen möchte, dem empfehle ich aus Überzeugung knallige Farben der Begonie zu nehmen!

Der Wilde Wein hat im dritten Jahr einen enormen Wachstumsschub bekommen. Er ist bis zum Dachrand der Waldhütte gewachsen. So schnell konnte ich die Ranken gar nicht um das vorhandene Rankgitter wickeln. Nun wechseln sie von ihrem kräftigen Grünton zum herbstlichen gelb/rot. Die neuen Knospen für die nächste grüne Blattwand sind bereits angelegt. Bin gespannt, wie weit der Wilde Wein im nächsten Waldgartenjahr wächst.

Beim Schlendern durch den Waldgarten sind mir wieder viele Ideen, die ich am liebsten sofort umsetzen möchte. Bis zur nächsten Waldgartensaison muss ich noch ein bisschen warten. Es ist soviel Platz zum Gärtnern da, dass nicht alle Ideen sofort realisiert werden können (über meine Gestaltungsideen und der Plan dahinter, wird in einem separaten Beitrag genauer beschrieben).

Der nächste Frühling kommt garantiert und damit auch im Waldgarten der Frühling eingeläutet wird, hab ich in die Beete und Töpfe ein paar Blumenzwiebeln gestecktzum Beispiel Tulpe. Ohne Vorher groß zu überlegen, an welchen Stellen. Ein paar hier und ein paar dort. Eher wild als strukturiert, so wie es sich für einen Waldgarten gehört. Ich freue mich schon darauf, wenn sie blühen und wie es aussieht. Denn es war das erste Mal, dass ich Blumenzwiebeln verteilt habe.

Erstmal möchte ich die wenige Zeit, die noch vorhanden ist nutzen, um blühende Pflanzen zu pflanzen, die auch im kommenden Frühjahr blühen. Zusätzlich möchte ich ein vorhandenes Beetstück wieder in Schuss bringen. Dafür ist jetzt genau, die richtige Zeit, um die herbstliche Ruhe gärtnerisch zu nutzen. Wenn meine Zeit und das Wetter mitspielt, werde ich ein weiteres Beet anlegen. Vielleicht klappt es ja!?

Eure Sandra