Hallo Waldgarten, schön dich wieder zu sehen!

Endlich war es soweit, die Winterpause im Waldgarten ist vorbei! Die Freude auf den ersten Besuch des Jahres im Waldgarten war riesig. Ich liebe den Waldgarten sehr. Der erster Besuch des Jahres ist immer aufregend, denn ich weiß nie, welche Stauden und welche Frühjahrsblüher mich überraschen. Schon bei Betreten des Waldgartens weht eine frische Brise Waldluft einem entgegen und man spürt sofort die herrliche Ruhe.

Die Entdeckungstour beginnt sofort! Natürlich liegen viele Äste, Tannennadeln und Tannenzapfen überall rum, typische Waldidylle. Durch einige stürmische Tage sind auch wieder Äste abgebrochen, aber das sind wir schon gewöhnt. Alle Äste werden als Erstes entfernt und fachgerecht entsorgt. Anschließend alles gefegt und gesäubert und dann geht es erst richtig los! So eine Grundreinigung erfolgt grundsätzlich nach jeder Winterpause. Ansonsten herrscht nur Chaos und einen Anfang sieht man nie.

Ein attraktives Highlight ist die abgeschnittene Tanne (sie ist im letzten Jahr durch den Sturm umgestürzt), um den gesamten Stamm wachsen Efeu und es haben sich typische Pilze gebildet. Der Wald holt sich alles wieder und man sieht hier deutlich den Kreislauf des Waldes. Noch ist der Stamm der Tanne gut zu erkennen, aber ich kann mir vorstellen, dass man ihn im nächsten Jahr fast nicht mehr erkennt. Er bietet hervorragend Unterschlupf für Insekten. Daher möchte ich einige Löcher in den Stamm bohren, damit sich Insekten, Wildbienen und andere Kleinlebewesen dort einnisten können. So hat dieses kleine Unglück ein Jahr danach ein Nutzen. Der Platz davor könnte ich mir gut als Wildwiese vorstellen. Es wäre eine schöne und gleichzeitige nützliche Kombination, ohne großen Aufwand zu betreiben. Dabei steht der Gedanke des natürlichen Gärtners an erster Stelle, welchen ich im Allgemeinen im Waldgarten folge.

Alle Stauden, die ich im letzten Waldgartenjahr gepflanzt habe, treiben wieder stark aus. Was mich mit einer Freude erfüllt! Die Tage werden jetzt hoffentlich wärmer und dann wachsen sie kräftig. So das im späten Frühjahr und im Sommer eine bienenfreundliche Staudenpracht erblüht. Daher hab ich gleich bei meinem ersten Besuch alle alten, verwelkten Triebe entfernt, damit die neuen frischen Triebe ordentlich Licht zum Wachsen abbekommen. Das war mir eine Herzens Angelegenheit! Nicht geplante Gartenarbeiten sind ja bekanntlich die Schönsten!

Ich achte bei der Auswahl der Stauden darauf, dass sie bienenfreundlich sind. Das Summen der Bienen im Wald ist herrlich und entspannt einen so toll.

Ich pflanze gerne Stauden in den Waldgarten, weil es einfach gut passt und nicht jedes Waldgartenjahr die Töpfe/ Beete neu pflanzen muss. Das spart Zeit, die ich dann wieder für andere Waldgarten-Projekte nutzen kann. Daher werden die Balkonkästen, welche sich an der Waldhütte befinden in diesem Waldgartenjahr mit Stauden bepflanzt. Sie sehen gerade richtig trostlos aus und das möchte ich zeitnah ändern. Es wird eine Kombination aus einer immergrünen Blattschmuckpflanze , frühlings-sommerblühende Staude und einer spätblühenden Staude werden. So meine Idee!

Die vorhanden Beete sehen nach dem Winter nett aus. Ich war total positiv überrascht. Das Beet vor der Waldhütte bekommt eine neue Schicht groben Rindenmulch, weil es gut passt und somit der Pflegeaufwand geringer wird. Die gesamten Sträucher und Stauden bleiben erhalten. Eine Neupflanzung direkt in den Boden ist leider nicht möglich, da der Boden ziemlich verwurzelt und verfilzt ist. Daher werde ich es mit Kübeln aufhübschen. Im letzten Herbst hab ich damit angefangen und finde diese Lösung sehr hübsch.

Das Beet an der Terrasse nimmt mit jedem Waldgartenjahr an Form und Struktur zu. Die gepflanzten Stauden treiben ordentlich aus. Es wird erblühen mit seinem eignen Charakter. Auf dem gesamten Beet liegt im Moment eine Schicht aus vielen Tannennadeln, aber die wird gründlich entfernt und mit frischer Erde versorgt. Dadurch wirkt alles freundlicher und es lässt sich die ein oder andere Staude ins Beet setzen. Spontan und ohne festen Plan, so mag ich es am Liebsten!

Meine beiden Himbeeren treiben vielversprechend aus. Ich bin gespannt, wie weit sie beim nächsten Waldgarten-Besuch sind. Wenn ihr Wachstum stetig steigt, dann wird es die ein oder andere Himbeere mehr geben, als im vergangen Waldgartenjahr. Ich hoffe es und bleibe optimistisch. Neue Erde und eine gute Portion Dünger wären von Vorteil, um das Wachstum und die Fruchtbildung zu fördern. Das steht garantiert auf meiner Liste!

Zu einem Waldgarten gehören typische Obstarten. Ich möchte gerne zu den Himbeeren noch eine Brombeere und vielleicht eine Heidelbeere setzen. Eine Naschobst-Ecke wäre voll toll. Man geht durch den Waldgarten und kann sich eine Himbeere oder Brombeere in den Mund stecken. So etwas macht besonders Spaß und ich kenne es aus meiner eignen Kindheit.

Ich liebe es meine Runden durch den Waldgarten zu gehen und wenn ich eine Ecke betrachte, dann fällt mir immer eine Idee ein , wie man sie nutzen kann. Im vorderen Bereich des Waldgartens ist eine Ecke, wo Überraschung eine Feige wächst. Dort ist es sonnig und hell, also ein optimaler Standort, um Gemüse zu kultivieren. In Kombination mit der Feige stelle ich mir es richtig schön vor. Ich möchte es als Beet anlegen und in diesem Waldgartenjahr schauen, welche Gemüsearten es denn mögen.

Mein Plan ist Folgender:

Die Feige wird durch fachgerechte Pflegemaßnahmen, ihren alten Glanz zurück bekommen. Denn im nächsten Arbeitsschritt wird alles entfernt, was nicht dort hingehört. Anschließend muss der Boden unbedingt von Unkraut befreit und aufgelockert werden. Nach diesen Arbeitsvorgang kann das Anlegen eines neuen Beetes erfolgen. Alles wird genau abgegrenzt und mit Erde aufgefüllt. Wenn alles geklappt hat und die Qualität der Erde gut ist, dann wird das erste Gemüse gepflanzt. Vielleicht wird es auch eine Kombination aus blühenden Blumen und Gemüse geben. Beide ziehen ein Nutzen aus dem jeweiligen anderen.

Dies ist für dieses Waldgartenjahr mein persönliches Projekt und ich bin voller Tatendrang, dass es klappen wird!

Ansonsten möchte ich viele blühende, naturnahe Highlights setzen. Upcycling gehört natürlich auch dazu!

Ich freue mich auf die Waldgartensaison 2023 mit vielen spannenden und entspannenden Momenten.

Eure Sandra

Mit Kindern basteln: Österliche Anhänger aus Salzteig!

Die Osterwoche hat begonnen und die letzten österlichen Dekorationen werden vorgenommen. Besonders schön und einzigartig sind die österlichen Dekorationen, die zusammen mit euren Kindern entstehen. Seit ich Mama bin, ist meine Kreativität mehr in den Fokus gerückt und zusammen mit meinem Sohn macht es doppelt so viel Spaß!

Der Salzteig ist ein Klassiker, den ich bereits aus meiner eignen Kindheit kenne. Wer kennt ihn nicht? Für unseren Osterstrauch fand ich es passend, den Klassiker Salzteig für österliche Anhänger zu nutzen. Für Kinder ist es ein riesiger Spaß! Teig kneten, Formen ausstechen und dann bunt anzumalen, anschließend aufhängen. Mein Sohn war mit so einer Begeisterung bei der Sache, dass ich gerne unsere Anleitung zu den österlichen Salzteig- Anhänger an Euch weitergeben möchte!

Jeder einzelne Arbeitsschritt ist so beschrieben, dass ihr es mit euren Kindern leicht nachbasteln könnt!

Salzteig:

  • 1 Tasse Salz
  • 1 Tasse Wasser
  • 2-3 Tassen Mehl, je nach Teigkonsistenz. Ich habe 2 1/2 Tassen Mehl verwendet.
  • 1 TL Öl

Alle Zutaten werden in einer Schüssel zu einem geschmeidigen Teig verknetet. Achtung es ist ein wenig kleberig. Am Besten ein wenig Mehl auf die Hände geben und verreiben, so bekommt ihr den Teig gut von den Fingern.

Als nächstes wird der Teig aus der Schüssel heraus genommen und auf eine Arbeitsfläche gelegt. Ich benutze als Arbeitsfläche eine Silikonunterlage. Sie ist stabil und lässt sich später gut reinigen (Geschirrspülmaschinen geeignet!).

Mit einem Teigroller wird der Salzteig gleichmäßig dick ausgerollt. Das ist wichtig für den Back-oder Trocknungsprozess! Um ein Kleben des Salzteiges an der Teigrolle zu vermeiden, wird die Teigrolle ein wenig mit Mehl bestäubt. So wird auch verhindert, dass der ausgerollte Salzteig reißt. Die Arbeitsfläche ebenfalls mit Mehl leicht bestreuen, zur Vermeidung des Festklebens!

Nach dem Ausrollen des Salzteiges werden die österlichen Formen für den Anhänger ausgestochen. Dafür eignen sich ganz einfache Ausstecher für Kekse in Form von Hase, Ostereier, Henne und Blumen…! Diese werden mit der scharfen Seite in den Salzteig gedrückt und vorsichtig heraus geschnitten. Anschließend auf ein Blech mit Backpapier legen. Es ist die übliche Vorgehensweise wie beim Kekse backen. Umso viele Formen aus dem Salzteig zu bekommen, ist es am Einfachsten mit dem Ausstechen am Rand zu beginnen und jeden Zentimeter des Teiges zu nutzen.

Mein Sohn beim Ausstechen eines Hasen.

Da wir österliche Anhänger aus Salzteig hergestellt haben, wird mit Hilfe eines Holzstabes ein Loch ziemlich mittig produziert. Das Loch dient dazu, damit man eine Schnur durchziehen und nach Fertigstellung sie an den Osterstrauch aufhängen kann. Dies muss unbedingt vor dem Back-oder Trocknungsvorgang erfolgen, ansonsten ist der Salzteig hart und kann später dadurch brechen. Das wäre ja schade.

Wenn alle österlichen Anhänger auf dem Backblech sind, geht es weiter. Der Salzteig muss trocken sein, damit er aufgehängt oder je nach Dekoration genutzt werden kann. Ihr habt zwei Möglichkeiten eure Salzteig-Anhänger zu trocknen.

Möglichkeit Eins:

Man kann den Salzteig an der Luft trocknen lassen. Einfach auf dem Backblech mit dem Backpapier liegen lassen und an einen trockenen Ort stellen. Zwischendrin die österlichen Anhänger umdrehen, damit sie von beiden Seiten vollständig trocknen können. Als Ort zum Trocknen eignet sich zum Beispiel der Keller. Er darf natürlich nicht feucht sein oder so. Denn Feuchtigkeit ist sehr schlecht für die Trocknung. Es kann dann zu Fäulnis an den Salzteig-Formen kommen.

Der Trocknungsprozess dauert mehrere Tage bis hin zu zwei Wochen!

Möglichkeit Zwei:

Die zweite Möglichkeit ist die Trocknung im Backofen. Dadurch werden eure Salzteig-Anhänger schneller trocken und ihr könnt sie am selben Tag weiter gestalten und aufhängen. Wer sie kurz vor Ostern herstellen möchte, für den ist die zweite Möglichkeit sehr gut geeignet.

Der Backofen kurz auf 200°C vorheizen, so ca. 5 Minuten, danach sofort auf 50°C herunter drehen. Kurz warten und dann für eine halbe Stunde die Salzteig-Anhänger in den Backofen schieben. Das ist der erster Trocknungsvorgang im Backofen. Nach einer halben Stunde wird der Backofen auf 150°C gedreht. Die Salzteig-Anhänger werden für 1-2 Stunden weiter getrocknet. Zwischendrin immer mal wieder kontrollieren, wie weit sie schon getrocknet sind. Die Trocknungszeit variiert, da jeder Backofen eine andere Ausstattung hat. Aus eigner Erfahrung ist die Umluft am geeignetsten. Bei Ober-und Unterhitze würde ich nach einer halben Stunde die Salzteig-Anhänger umdrehen. So das beide Seiten je von oben als auch von unten die Wärme bekommen.

Ich finde die Trocknungsmethode mit dem Backofen am effektivsten, weil alles gleichmäßig und zeitgleich trocken wird. Zweitens kann nach dem Auskühlen, die Anhänger sofort bemalt werden, sowie an den Osterstrauch gehängt werden.

Aber egal welche Trocknungsmethode ihr anwendet, das Endergebnis und Spaß zählen dabei.

Die farbliche Gestaltung der österlichen Salzteig-Anhänger!

Die farbliche Gestaltung der österlichen Salzteig-Anhänger erfolgt nach dem persönlichen Geschmack. Wer es eher schlicht mag, der lässt seine Anhänger in seinem natürlichen Ton.

Farbliche Akzente geben dem gesamten Salzteig-Anhänger eine persönliche Note, welches mein klarer Favorit ist. Bunt und Ostern das passt immer ! Es gibt verschiedene Möglichkeiten, wie ihr eure Salzteig-Anhänger anmalen könnt. Sie können mit Acrylfarben oder ganz einfach mit Filzstiften angemalt werden.

Das Colorieren mit Filzstiften finde ich für Kindern am Besten. Sie können sofort beginnen mit dem ausmalen und die Farbwirkung ist sehr vielfältig. Farben können somit leicht gemischt werden und die Schmiererei ist nicht ganz so groß.

Für einen intensiven Farbton eignen sich die Acrylfarben.

Nun sind eure österlichen Salzteig-Anhänger fertig und können an euren Osterstrauch gehängt werden.

Mit Kindern zu basteln macht immer Spaß und bring riesige Freude. Ich freue mich immer riesig mit wie viel Eifer und freude mein sohn bei der Sache ist. Nach der Entstehung unserer österlichen Salzteig-Anhänger hat er das Endergebnis sofort seinem Papa gezeigt! Er war so stolz auf seine österlichen Salzteig-Anhänger.

An die Zutaten und los geht es! Viel Spaß beim Kreativ werden !

Eure Sandra

Gehölzkunde: Lavendelheide (Pieris japonica)

Die Lavendelheide (Pieris japonica) ist ein attraktives Gehölz, welches ab Ende März uns seine Blütenrispen zeigt. Sie wächst auf meiner Terrasse schon jahrelang und ich habe sie von der Vorbesitzerin übernommen. In dieser Größe und ihrer Schönheit hab ich die Lavendelheide noch nie gesehen. Von Beginn an, war ich fasziniert und sie gibt der Terrasse das gewisse etwas.

Die Lavendelheide (Pieris japonica) wird auch Schattenglöckchen genannt, welches vermutlich Bezug auf ihren Standort ist. Wer einen schönen, attraktiven Rhododendron-Begleiter sucht, liegt bei der Lavendelheide vollkommen richtig. Beiden blühenden Gehölze stellen die gleichen Ansprüche an Standort und Boden und die Blüten bilden ein optisches Highlight in jeder Schattenecke! Aber nicht nur im Beet fühlt sich die Lavendelheide (Pieris japonica) wohl, sie eignet sich auch zur Kultivierung in einem Kübel!

Ihre Pflanzenfamilie sind die Heidekrautgewächse (Ericaceae).

Wuchs:

Die Lavendelheide (Pieris japonica) zählt zu den Laubgehölzen und ist ein attraktiver Kleinstrauch. Er kann eine Größe von 100-300cm erreichen. Das hängt von der jeweiligen Sorte der Lavendelheide ab. Unsere Lavendelheide (Pieris japonica) hat ungefähr eine Größe von 1,70m. Das Wachstum ist aufrecht locker und die Äste sind alle verzweigt. Optisch sieht es sehr ordentlich aus, aber sobald es windig wird, wirkt es wild. Das mag ich gerne. Die Lavendelheide (Pieris japonica) ist ein langsam wachsendes Gehölz und dadurch ist eine Kultivierung im Kübel gut möglich. Eine Besonderheit fällt bei der Rinde der einzelnen Triebe auf. Die Rinde der älteren Zweige und Äste haben einen rötlichen Ton, während die jungen Triebe einen grün Ton zeigen. Mir selber ist es noch nicht aufgefallen.

Blätter und Blüten:

Die Blätter der Lavendelheide (Pieris japonica) sind immergrün. Das sie immergrün ist, steigert die Attraktivität der Lavendelheide (Pieris japonica) . Ich finde es im Winter immer schön, dass die grünen Laubblätter in der Sonne glitzern. Ihre Anordnung an den Zweige und Ästen ist wechselständig und das kann man nach der Blüte gut erkennen. Die Laubblätter sind sind lanzzettlich geformt und am Ende der Triebe sind sie quirlartig angeordnet.

Erst die Blüten machen die Lavendelheide (Pieris japonica) zu einem zauberhaften Kleinstrauch. Die maiglöckchenartigen Blüten sind cremweiß oder rosa. Das ist sortenabhängig, welche Blütenfarbe die Lavendelheide hat. Ab März fängt die 12cm lange, locker überhängende Rispe an zu blühen. Die Blühzeit dauert über mehrere Wochen. Welches ein weiterer Vorteil sich eine Lavendelheide (Pieris japonica) ins Beet oder in den Kübel zu pflanzen.

Standortansprüche:

Am Liebsten mag die Lavendelheide (Pieris japonica) einen halbschattigen und geschützten Platz. Ein Standort unter hohen Bäumen findet sie besonders ideal. Dort kann sie geschützt wachsen und ist im Halbschatten. Niedrige Sorten der Lavendelheide (Pieris japonica) können wie bereit erwähnt im Kübel kultiviert werden. Hier auch den halbschattigen Standort beachten! Sonnige Standorte im Winter und trockne Sommer mag die Lavendelheide (Pieris japonica) überhaupt nicht. Es kann zu Schädigung der Blätter kommen!

Der Boden sollte locker und humusreich sein. Dabei drauf achten, dass er Kalkfrei ist. Denn die Lavendelheide (Pieris japonica) mag kein Kalk! Der pH-Wert des Bodens sollte um die 5 liegen, sauer. Wer es genau wissen möchte, kann einen pH-Wert-Test aus dem Gartencenter machen.

Bei der Pflanzung im Kübel wird empfohlen, Rhododendron-Erde zu verwenden. Die hat einen pH-Wert um 5, sauer und hat alle Voraussetzungen für ein erfolgreiches Wachstum der Lavendelheidel (Pieris japonica).

Pflanzung:

Die Lavendelheide (Pieris japonica) wird ausschließlich im Frühjahr (ab März) gepflanzt. Natürlich kann sie auch im Herbst gepflanzt werden, aber achtet hier auf die Temperaturen wegen Nachtfrösten! Bei dichten Böden unbedingt vor der Pflanzung den Boden lockern und mit Rhododendronerde verbessern oder falls es nötig ist, austauschen. Nach der Pflanzung werden im Wurzelbereich Hornspäne verteilt . Damit der Boden nicht austrocknet alles mit Rindenmulch abdecken, so bleibt der Boden feucht.

Pflege:

Dieser wunderschöne Kleinstrauch ist sehr pflegeleicht. Daher eignet er sich hervorragend für Gartenneulinge. Ich wässere ihn gleichmäßig bei anhaltender Trockenheit und das war es auch schon an Pflege. Nach der Blüte erst entferne ich vertrocknete Äste. Aber ein großer Rückschnitt ist bei der Lavendelheide (Pieris japonica) nicht nötig.

So ein toller Kleinstrauch! Ich kann ihn euch von Herzen empfehlen, ihn im Garten oder in einem Kübel zu pflanzen. Ihr habt das ganze Jahr ein attraktives Gehölz. Im Frühjahr sind die maiglöckchenartigen Blüten das Highlight und den Rest des Jahres seine immergrünen Laubblätter!

Eure Sandra

Hochbeetgarten: Arbeiten im Frühjahr!

Endlich geht es im Hochbeetgarten weiter! Der Winter ist fast fort und im Hochbeetgarten werden die ersten Arbeiten geplant und durchgeführt. Ich finde die ersten Arbeiten an den Hochbeeten spannend, denn sie sind in jedem Gartenjahr unterschiedlich. In diesem Frühjahr (2023) sind einige Arbeiten im Hochbeetgarten zu erledigen. Das große Hochbeet ist mittlerweile 10 Jahre alt und das sieht man deutlich.

Die Arbeiten im Frühjahr können individuell sein, je nach Hochbeet-Typ, Standort und anderen Faktoren.

Reparaturen am Hochbeet!

Manche Hochbeete stehen schon Jahre in euren Gärten. Je nach Material des Hochbeetes können vereinzelte Teile durch Witterungseinflüsse kaputt oder kleine Risse bekommen haben. Diese sollten natürlich vor der neuen Pflanzung in Ordnung gebracht werden. Denn sobald die neue Erde und die neuen Pflanzen im Hochbeet sind, wird es schwierig diese Schäden zu reparieren! Unser großes Hochbeet, welches wir selbstgebaut haben, ist mittlerweile 10 Jahre alt und man sieht sofort das es in die Jahre gekommen ist. Daher besteht unsere erster Aufgabe es zu reparieren. Das Hochbeet besteht aus einzelnen Holzlatten und diese sind zum Teil verrottet und müssen ersetzt werden.

Dafür hat mein Papa zwei größerer Holzplatten aus dem Baumarkt besorgt. Dadurch können wir Zeit sparen, denn die Hochbeetsaison soll ja los gehen. Die alten Holzlatten hat mein Papa dann entfernt, was einfach von der Hand ging. Sie waren bereits sehr marode und hatten überhaupt keinen Halt mehr. Die besonders schlechten Holzlatten werden entsorgt, aber einige waren noch in einem vernünftigen Zustand. Diese werden an der Seite neu befestigt, wo auch einige marode sind. So spart man im Garten Geld. Bevor die Holzplatten befestigt wurden, werden sie mit Holzschutz bestrichen, damit sie witterungsbeständig bleiben. Jetzt kommen sie an die längliche Seite des Hochbeetes. Alles fest und schon ist es wieder einsatzbereit.

Die erste Begutachtung der Substanz euer Hochbeete ist daher enorm wichtig. Besonders wenn ihr die Hochbeete selber gebaut habt. Neben dem äußeren Eindruck des Hochbeetes, schaut euch auch die Innenseite des Hochbeetes an. Die Folie im Inneren kann nach einem gewissen Zeitraum spröde werden und reißen. Sind Risse oder andere Mängel an der Folie zu sehen, bitte erneuert sie. Eure Gemüsepflanzen bedanken sich mit einer reichhaltigen Ernte!

Tipp: Wenn ihr euer Hochbeet komplett neu Schichten möchtet, ist der Zeitpunkt ideal um die Folie zu erneuern! Ansonsten erneuert nur den Teil der Folie den ihr der durch das Absacken der Erde gut zugänglich ist!

Pflege der Hochbeete!

Die Pflege der Hochbeete ist je nach Material abhängig. Bei Metall oder Stein können leichte Verschmutzungen ohne großen Aufwand entfernt werden. Mit einem Lappen und Wasser ist die Pflege schnell abgeschlossen. Bei Moosablagerungen die mal vorkommen können, kann ein Mittel zum Moosentfernen genutzt werden. Achtet aber darauf, dass es sich um ein biologisches Mittel handelt. Chemische Mittel tun der Umwelt nicht gut und dem Material auch nicht. Nach der Reinigung mit so einem Mittel, alles gut abtrocknen lassen. Am besten einen Tag dafür aussuchen, wenn die nächsten Tage kein Regen angesagt ist.

Bei Hochbeeten die aus Holz sind, wird empfohlen eine Holzschutzlasur aufzutragen. Diese Holzschutzlasur sorgt dafür, dass das Holz vor den Witterungseinflüssen geschützt ist. Besonders vor Nässe und Feuchtigkeit. Welche Holzschutzlasur ihr verwendet hängt davon ab, wieviel Geld ihr ausgeben möchtet und welche Anforderungen sie erfüllen soll. Wichtig ist das ihr sie gleichmäßig auftragt und ihr diese Arbeit bei trocknem Wetter durchführt! Nach dem Auftragen sollte es nicht die darauffolgende Tage unbedingt regen, damit es gut trocknet.

Solche kleinen Pflegemaßnahmen schützen das Material und zweites sieht es optisch auch wieder schön aus!

Auffüllen der Hochbeete!

Wenn ihr eure Hochbeete jetzt genauer betrachtet, fällt euch sicher auf, dass die Erde extrem abgesackt ist. Im ersten Moment sieht das nicht schön aus, aber auf dem zweiten Blick wird einem klar, dass die Zersetzung der organischen Materialien gut funktioniert hat. Es ist auch ein Zeichen dafür, dass eine gute Portion Mikroorganismen vorhanden sind und sie für ein einwandfreies Ökosystem innerhalb des Hochbeetes sorgen. Ein natürlicher Prozess! Jetzt heißt es wieder die Hochbeete müssen bis zum Rand aufgefüllt werden.

Beim Auffüllen der Hochbeete achte ich darauf, dass es eine Kombination aus kleingeschnittenen Äste, Kompost und einer qualitativ hochwertigen Hochbeet-Erde ist. Damit haben wir sehr gute Erfahrungen gemacht und eine reichhaltige Ernte bekommen. Da jetzt der ideale Zeitpunkt der Rückschnitte ist, kommt eine ausreichende Menge an Ästen zusammen. Diese Äste werden so klein wie möglich geschnitten und auf die vorhandene Erdschicht des Hochbeetes gleichmäßig verteilt. Zum Zerkleinern der Äste kann ein Häcksler oder eine scharfe Gartenschere genutzt werden!

Nach den kleingeschnittenen Ästen kommt die Schicht aus reifen Kompost. Wer im Garten einen eignen Kompost hat, spart Ressourcen und Fahrwege. Den reifen Kompost ordentlich sieben, damit grobe Bestandteile nicht in euer Hochbeet kommen. Sobald der Kompost gesiebt ist, kann er direkt auf das Hochbeet verteilt werden. Die Schicht aus Kompost kann gute 5-7cm sein. Sie bringt weitere Mikroorganismen in das Hochbeet, welche für eine gute Erdstruktur sorgen. Wenn ihr keinen Kompost zur Verfügung habt, dann könnt ihr ihn euch bei einer städtischen Deponie kostenlos oder für wenig Geld besorgen. Informiert euch am besten, welche Möglichkeiten ihr in euer Stadt habt.

Auf die Kompostschicht kommt jetzt die Hochbeeterde! Diese bekommt ihr im Baumarkt oder im Gartencenter. Wer nachhaltig gärtnert, der kann auf torffreie Varianten zurückgreifen. Das Angebot ist da weitläufig und für jeden Anspruch ist was dabei. Die Hochbeeterde ist sofort einsatzbereit. Den Beutel aufschneiden und gleichmäßig auf das Hochbeet verteilen, wie bereits die vorherigen Schichten auch.

Nachdem ihr alle Schichten aufgefüllt habt, lasst euch ein oder zwei Tage Zeit bevor ihr mit den pflanzen oder der direkt Aussaat los legt. die Erde sackt noch ein bisschen ab, vielleicht müsst ihr dann noch etwas Hochbeeterde auffüllen. Einfach mal gucken und dann entscheiden!

Nun sind die ersten Arbeiten im Hochbeetgarten abgeschlossen und die Hochbeetsaison kann los gehen!

Eure Sandra

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4 Jahre Terrasse!

Als ich neulich auf den Kalender geschaut habe, wurde mir schnell bewusst, dass ich jetzt seit 4 Jahren auf der Terrasse gärtnere. Die Zeit ist vergangen, wie im Flug und meine Ideen werden zum Glück nicht weniger. Seit März 2019 bin ich nun Terrassengärtnerin und es erfüllt mich mit Freude. In den vier Jahren sind einige Veränderungen von mir vorgenommen wurden, denn mein Ziel ist und bleibt es, dass es meinem persönlichen Geschmack entspricht. Im Fokus steht natürlich, dass alles kindgerecht ist. Mein Sohn soll sich austoben können und auf Entdeckungsreise dabei gehen. Daher werden garantiert keine giftigen Pflanzen auf unserer Terrasse gepflanzt!

Die Grundstruktur der Vorbesitzerin war sehr gut erhalten, so dass ich sofort nach dem Umzug in den Frühling starten könnte. Mir hat das Konzept, welches sofort erkennbar war, aufgenommen. Pflegeleicht und lädt zum Verweilen ein!

April 2019, erste Frühjahrsblüher haben einen Platz auf der Terrasse gefunden.

Die Tonkonstruktion!

Besonders begeistert bin ich bis heute, an der Tonkonstruktion aus drei Kästen und zwei Erhöhungen, wo Kübel noch einen Platz zusätzlich haben. Sie passt optisch total gut zu dem gepflasterten Bereich der Terrasse. Rustikal und gleichzeitig modern. Zu Beginn hab ich meine Erdbeeren vom alten Balkon in die Kästen gepflanzt, aber richtig glücklich war ich mit dieser Entscheidung nie. Es war trostlos! Also ging die Veränderung los!

Damit alles eine Einheit ergibt, haben wir den Sichtschutz zu einem Vertikalen Garten umfunktioniert und so wirkt alles fröhlicher. Jetzt waren die Kästen an der Reihe. Die Erdbeeren wurden von mir umgepflanzt und ab sofort werden in diese Kästen Stauden oder einjährige, jahreszeitliche Pflanzen eingepflanzt. Diese Mischung aus langlebigen und einjährigen Pflanzen gibt den ganzen einen eignen Charakter. Auf der kleinen Erhöhung steht mittlerweile eine bepflanzte Zinkschale und auf der flacheren Erhöhung stehen immer wechselnde Kübel. Das wird sich in diesem Jahr auch endlich ändern. An dem Sichtschutz hängt außerdem eine Halbschale, die ich von der Vorbesitzerin übernommen habe. Sie passt optisch gut dazu und sie wird liebevoll von mir gepflegt und bepflanzt.

Das Wasserspiel unter der Lavendelheide!

Das kleine Wasserspiel unter der Lavendelheide sah sehr schön aus und durch das Plätschern des Wassers wurde eine beruhigende Wirkung erzeugt. Ich fand es sehr schön und bereitete mir Freude. So ein Wasserspiel fand ich schon immer toll und daher ging so ein kleiner Wunsch in Erfüllung.

Leider ging irgendwann die Pumpe und der dazugehörige Schlauch kaputt. Daher beschlossen wir ein neues Wasserspiel zu installieren. Aus dem sprudelnden Stein ist ein Fass mit Lichtinstallation geworden.

Die gesamte Grundsanierung war ziemlich aufwendig. Irgendwie haben wir es unterschätzt. Es waren viele Steine verteilt und das Loch für die Pumpe musste mit einer großen Menge Erde verschlossen werden. Durch diesen ganzen Aufwand ist neben dem neuen Wasserspiel auch ein weiteres Stück Beet entstanden. Für mich als Gärtnerin natürlich besonders toll. So eine richtige Beetstruktur ist bis jetzt noch nicht entstanden, aber das möchte ich so bald wie möglich ändern.

Gesamt gesehen bin ich total glücklich mit dem Fass als Wasserspiel und dem neu gewonnen Beetabschnitt. Auf wenig Raum ist ein kleines Paradies entstanden, welches mit den weiteren Gartenjahren attraktiver wird.

Der Efeu!

Als Abgrenzung zum Nachbargrundstück wuchs eine attraktive Efeu-Hecke und die war so dicht, dass man nicht rüber schauen könnte, sowie von uns als von den Nachbarn. So einen Efeu hatte ich bis zu diesem Zeitpunkt noch nicht gesehen. Ich habe ihn grob geschnitten und musste dabei in irgendeine Art vorsichtig sein, um nicht Triebe zu erwischen, die eine Lücke verursachen. Das war relativ schwierig, aber ich war mit meiner eignen Vorgehensweise immer sehr zufrieden.

Manchmal passieren dann Dinge , die nicht unbedingt von Vorteil sind. Die Efeu-Hecke wurde von der Nachbarseite dann radikal geschnitten (da möchte ich nicht näher drauf eingehen), so das der Efeu langsam verwelkt ist. Das hat mich traurig gemacht! Nichts desto trotz musste eine schnelle, neue Lösung für einen Sichtschutz her. Gesagt, Getan! Ein Sichtschutz in Weideoptik wurde an den Zaun von unserer Seite angebracht, welcher rustikal und gleichzeitig zu dem Charakter der Terrasse passt. Solche optischen Zusammenhänge gefallen mir sehr und das war in diesem Zusammenhang mir wichtig.

Bevor der neue Sichtschutz in Weideoptik angebracht werden konnte, wurde der restliche Efeu entfernt. Das war ein hartes Stück Arbeit, aber was getan werden muss, dass muss erledigt werden. Nachdem der Schichtschutz aus Weideoptik seinen Platz bekommen hat, ging es an die Pflanzenoptik. Direkt die Pflanzen in den Boden setzten, dass ging leider nicht. Denn vor dem Zaun wurde eine Art Steinmauer gesetzt und die verhindert das die Pflanzen direkt in den Boden gepflanzt werden können. Das war nicht schön und hier gab es nur eine Lösung. Kübel!!

Also haben wir uns für schmale Kübel angeschafft und die hab ich bepflanzt. In dem vorderen Kübel wächst eine Bodendeckerrose, der mittlerer Kübel beheimatet ein Gras und im hintere Kübel hat eine Astillbe ihr Reich. Es ist eine bunte Mischung entstanden, da die jeweiligen Standorte unterschiedlich sind. Die Kübel selber sind einheitlich und das war mir vom ersten Moment als die Lösung feststand wichtig. Für den Moment war es eine guter Lösungsansatz!

Mittlerweile fehlt mir das gewisse etwas. Ich bin nicht hundertprozentig zufrieden mit dem pflanzlichen Sichtschutz. Da werde ich mir demnächst noch mal ein paar Gedanken zu machen.

So sah es nach allen ausgeführten Arbeiten aus. Juli 2021

Beete entstehen!

So richtige Beete waren nicht vorhanden, dass wollte ich auf jeden Fall ändern. Die Grundvoraussetzungen waren vorhanden und diese wollte ich nutzen. Ich war überrascht, dass es nicht nur eine Terrasse ist, sondern eher einen kleinen Garten entspricht. Das erste Minibeet entstand gleich im ersten Jahr. Es war einfach zu gestalten, da hier die Grundstruktur vorhanden war. Das überwucherte Gras habe ich komplett entfernt und zum Vorschein kam ein Stück Beet, so zusagen. Alles wurde entfernt und anschließend mit Erde aufgefüllt. Die ersten Stauden und einjährige Pflanzen fanden einen Platz. Das Minibeet hat ganz viel Potential und ich werde es garantiert herausholen.

Ein weiteres Minibeet entsteht im hinteren Teil des kleinen Terrassen-Garten. Den Grundstein hab ich im letzten Jahr dafür gelegt. Mit einer Steinumrandung fing die Gestaltung an. Aber mit den Pflanzen, die ich ein wenig ohne Gedanken gepflanzt habe, bin ich bis heute unzufrieden. Das wird sich ändern und darauf freue ich mich!

Das dritte Minibeet ist das Größte und wirkt immer ein bisschen wild, aber das möchte ich auch so haben. Denn es umschließt, wie bereits erwähnt, das Fass und somit muss es in die Gestaltung einbezogen werden. Daher passt wild ganz gut. Damit es noch wilder, strukturierter kommt sicher noch die ein oder andere Staude/Gras dazu.

Nach 4 Jahren ist einiges entstanden und es ist mein kleines Paradies. Mit jedem weiteren Jahr entwickelt sich die Terrasse weiter und das komplette Potential ist noch nicht ausgeschöpft.

Seit gespannt, es wird weitere interessante Beiträge geben. Eure Sandra