Gartenwissen: Rosen

Rosen sind seit Jahrhunderten die „Königin“ der Blumen beziehungsweise in der Pflanzenwelt. Die älteste Darstellung einer Rose führt auf den berühmten Fresko in Knossos auf Kreta im 17.Jahrhundert vor Christus zurück. Dort wurde sie das erste Mal gesehen. Ab Ende des 19.Jahrhundert explodierte die Rosenzucht. Die Rose kam in Mode und überall gab es Rosenausstellungen. Erste Rosarien entstanden und seitdem ist die Rose ein fester Bestandteil in unserer Gesellschaft.

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Der bekannteste Rosenzüchter ist der Engländer David Austin. Seine Rosen sind weltbekannt. In Deutschland ist der Name Kordes bekannt. Schaut man in gut sortierte Gartencenter, dann findet man garantiert eine Rose von Kordes. 

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Klassifizierung der Rosen:

Beetrosen:

Sie eignen sich für Beete und Rabatten. Ihr maximale Höhe beträgt zwischen 60-80cm. Unter dem Sammelbegriff der Beetrosen werden verschiedene Sortengruppen zusammengefasst, die früher als Polyantha-oder Floribunda-Rosen bezeichnet wurden.

Edelrosen:

Die Edelrosen sind die populärste Rosengruppe, da sie dem Idealbild der Rose am Nächsten ist. Sie haben die schönsten und edelsten Blüten.

Zwergrosen:

Durch ihren niedrigen Wuchs sind die Zwergrosen ideal für Kübel, Töpfe oder besondere Pflanzengefäße geeignet. Ihr Laub ist zierlich und die Blüten sind zauberhaft klein.

Kleinstrauchrosen:

Kleinstrauchrosen ist vielseitig und von den Freizeitgärtnern in seiner Fülle noch gar nicht entdeckt. Sie sind blühwillig, reinigen sich selbst und haben eine ordentliche Blattgesundheit. 

Strauchrosen:

Ihre Bezeichnung kommt von ihrem wüchsigen und stark verzweigen Wuchs. Sie eignen sich besonders für Einzelstand im Beet und Rabatten oder Gehölzpflanzungen, sowie in einer Rasenfläche. Die modernen Strauchrosen blühen überwiegend öfter, aber es gibt auch Sorten die nur einen Blütenflor im Sommer haben. 

Kletterrosen:

Die Gruppe der Kletterrosen ist sehr umfangreich und lassen sich in zwei verschiedene Typen mit unterschiedlichen Wuchscharakter aufteilen. Climber und Rambler ! Sie erreichen eine Höhe bis zu 3 Meter und benötigen meisten eine Kletterhilfe. 

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Historische Rosen:

Alte Sorten sind genauso vielfältig, wie man es von Rosen erwarten darf. Sie stellen das Bindeglied zu unseren heutigen Rosen dar.

Wildrosen:

So werden Rosen bezeichnet die an ihrem natürlichen Standort vorkommen und nicht in irgendeiner Form züchterisch bearbeitet wurden. Wer einen naturnahen Garten gestalten möchte, der sollte unbedingt Wildrosen pflanzen, denn sie bieten den Insekten und Wildbienen eine gute Nahrungsquelle. 

Gestaltung mit Rosen: 

Mit Rosen hat man in seinen Beeten, Rabatten unendlich viele Gestaltungsmöglichkeiten. 

Diese Bedingungen sind Voraussetzung für eine schöne Gestaltung mit Rosen: 

Der Standort:

Rosen lieben die Sonne und ein sonniger Standort ist daher gewünscht. Einige Rosen-Sorten können auch wunderbar im Halbschatten wachsen. Es sollte kein Standort ausgewählt werden, wo stauende Hitze herrscht , etwa an Mauern mit Dachüberstand oder überdachten Terrassen. Dort siedeln sich gerne Spinnmilben und Mehltau an, welche die Rosen sehr schädigen. 

Abstand zu den Rosenbegleitern: 

Der Abstand zwischen Rosen und ihren Begleitern sollte mindestens 1- 1,50 Meter betragen. Damit sie genügend Platz haben, ihre gesamte Größe zu entfalten. 

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Abstand zwischen den Rosen:

Die Pflanzdichte der Rosen sollte beachtet werden. Zu eng gepflanzte Zu eng gepflanzte Rosen bringen kurze Zeit ein prächtiges Beet hervor, aber in den Folgejahren stören sie sich gegenseitig im Wuchs. Am besten den Abstand so wählen, wie sich der Wuchscharakter der einzelnen Rosen ist.

Farben kombinieren:

Jede Farbe hat seinen eignen Effekt. Die Wirkung der Farben kann in den Kombinationen verstärkt oder geschwächt werden. Dabei sollte man seinen persönlichen Geschmack mit einbeziehen.

Edel-und Beetrosen eignen sich besonders für die Gestaltung eines klassischen Rosenbeetes. Wer eine Beeteinfassung oder kleinere Rabatten mit Rosen gestalten möchte, dafür werden Vorzugweise Kleinsträucher genutzt. Um einzelne Akzente im Garten zu setzen, werden Solitärrosen gepflanzt. Für die Begrünung von Wänden oder Pergolen mit Rosen, werden die Kletterrosen eingesetzt. Wild-und Strauchrosen pflanzt man gerne in einer Gruppe zusammen. 

Die Rosen-Praxis:

Das Angebot an Rosen ist in den letzte Jahren gestiegen. Die Rosen werden häufig als wurzelnackte Ware angeboten. Da wurzelnackten Rosen sehr schnell austrocknen, müssen sie unverzüglich nach dem Kauf eingepflanzt werden. Eine spezielle Angebotsform von Rosen, ist die ballierte Form. Ballierte Rosen können ohne großen Aufwand sofort an ihren Standort gepflanzt werden. Die Ballierung zersetzt sich im Laufe der Zeit. Das teuerste Angebot bei Rosen, sind die Container-Rosen. Sie können außer bei Frost das ganze Jahr über gepflanzt werden.

Die beste Pflanzzeit für Rosen ist der Herbst!

Bei der Pflanzung von Rosen sollte beachtet werden, dass das Pflanzloch doppelt so groß ist als der Wurzelballen. Die Veredlungsstelle muss 5 cm unter der Erdoberfläche liegen. Nach der Pflanzung sollte ordenlich gewässert werden, damit zwischen Wurzeln und Boden keine luftgefüllten Löcher entstehen.

Bitte achtet bei Rosen auf Schädlinge oder Erkrankungen!! Befallenes Laub entfernen, aber nicht auf dem Kompost entsorgen. Schädlinge oder Erkrankungen können sich durch die vorhanden Bedingungen weiterentwickeln.

Rosen im Winter: Gegen die Kälte im Winter hilft das Anhäufel des Wurzelhalses und das klassische Abdecken mit Tannenzweige.

Bildergalerie Rosen (Rosarium Sangerhausen) 

Eure Sandra

Verwendung von Kräutern…

Der Anbau und der dekorative Wert von Kräuter habe ich euch in meinem letzten Blog-Beitrag drüber brichtet. Zu diesem Blog-Beitrag kommen in nächster Zeit, noch ein paar Ergänzung. Viele wissen von euch nicht, was man mit Kräutern herstellen kann. Daher habe ich in letzter Zeit ein bisschen mit einigen Kräutern experimentiert und das Ergebnis möchte ich euch in diesem Blog-Beitrag präsentieren.

Beim ersten Rezept handelt es sich um das richtige Einfrieren von Kräutern. Welche Kräuter eignen sich zum Einfrieren? Geeigente Kräuter sind :

  • Schnittlauch
  • Petersilie
  • Basilikum
  • Kapuzinerkresse oder Minze ….

Für die Kräutereiswürfel benötigt ihr folgende Zutaten:

  • Eiswürfelform
  • Frische Kräuter , ich habe für meine Kräuterwürfel Minze genommen
  • Wasser

Zutaten Minze-Eiswürfel Die Zutaten für die Kräutereiswürfel beziehungswiese Minz-Eiswürfel auf einen Blick

Die Zubereitung:

  1. Die Kräuter (in diesem Fall die Minze) ernten, waschen und trocken tupfen. Im Anschluss werden die Kräuter zerkleinert und auf die Fächer der Eiswürfelform verteilt.
  2. Abschließend wird das Wasser vorsichtig über die Kräuter gegeben und dann für mehrere Stunden ins Eisfach gestellt.

Die beiden Bilder verdeutlichen die oben beschriebenen Arbeitsschritte zur Herstellung der Kräutereiswürfel.

Mein persönlicher Tipp: Mit den Minze-Eiswürfeln könnt ihr eure Getränke aufpimpen!!

Eine tolle Verwendung finden Kräuter für das Herstellen eines Kräutersalzes, welches in erster Linie das Konservieren von Kräuter ermöglich, sondern auch für die Küche super geeignet ist. Diese Zutaten benötigt ihr für euer Kräutersaalz:

  • Salbei, Rosmarin, Thymian
  • Pfefferkörner
  • grobes Meersalz
  • Messer, Schüssel, Brett, Löffel
  • luftdichtes verschließbares Gefäß

Die einzelnen Arbeitsschritte für das Kräutersalz:

  1. Das grobe Meersalz in die vorgesehende Schüssel geben. Auf das grobe Meersalz kommen als Erstes die Pfefferkörner.
  2. Die Kräuter werden gewaschen, trocken getupft und dann mit Hilfe des Messers zerkleinert und in die Schüssel mit dem Meersalz und den Pfefferkörner gegeben.Verarbeitung Kräutersalz
  3. Die Mischung aus groben Meersalz, Pfefferkörner und den Kräutern wird in diesem Arbeitsschritt gründlich durchgemischt. So entsteht eine einheitliche Mischung aus allen Zutaten. Vermischung der Kräuter mit dem Salz
  4. Zum Schluss, die Mischung in ein luftdichtes Gefäß geben und ordenlich verschließen. Das Kräutersalz sollte dann ca.2 Wochen stehen bleiben, damit es die Aromen gut aufnimmt bzw.verteilt im Salz.

Essig und Öl gehört zum täglichen Leben dazu, um so schöner ist es doch, wenn man sich den Essig und das Öl selber und individuell herstellen kann. Mit Hilfe einfacher Zutaten lässt sich dieser Wunsch erfüllen. Diese einfach Zutaten werden dafür verwendet:

  • saubere Glasflaschen
  • Essig mit mindestens 5-6 Prozent Säure
  • Olivenöl oder Sonnenblumenöl
  • Kräuter zum Beispiel Salbei , Thymian, Basilikum und Romarin
  • wer mag kann noch ins Öl Knoblauch oder Pfefferkörner geben Zutaten für Kräuteröl und Kräuteressig

In kurzen Schritten zum Kräuteröl und Kräuteressig:

  1. Alle Zutaten breit stellen. Die Kräuter waschen und abtupfen.
  2. Im Anschluss werden die Kräuter einzeln oder wer mag gemischt in die vorgesehen sauberen Glasflaschen hineingegeben. Kräuter in den Flaschen
  3. Das Olivenöl und der Essig werden dann vorsichtig in die Glasflaschen gefüllt. Die Kräuter sollten so gut es möglich ist mit dem Öl und dem Essig bedeckt sein. Nur so können sie können sie ihre Aromen abgeben. Dann werden die Glasflaschen luftdicht verschlossen und ca. 4 Wochen ziehen lassen. Nach ca. 4 Wochen konnt ihr das Kräuteröl und den Essig genießen

Ergänzend möchte ich euch jetzt zwei weitere Verwendungsmöglichkeiten für die Kräuter präsentieren.

Die einfachste Art Kräuter zu konservieren und ihre Aromen auch noch nach der Ernte zu nutzen, ist der Vorgang der Trocknung. Diese Kräuter eignen sich richtig gut für den Vorgang des Trocknens:

  • Thymian
  • Majoran
  • Salbei
  • Sommer-Bohnenkraut
  • Rosmarin
  • Zitronenmelisse
  • Orgegano
  • Pefferminze oder Ysop ….

Die einfachste Methode zum Trocknen ist, die Kräuter zu kleinen Sträußen zu binden und an eine Leine oder  etwas ähnliches kopfüber aufzuhängen. Der Standort sollte dafür möglichst schattig, luftig und warm sein. Ich selber hänge meine Kräuter in der Küche an einer für Küchenlöffel geeignete Stange auf. In den beiden Bilder könnt ihr sehen, wie der Kräuterstrauch und die aufgehängten Kräuter aussehen.

Die Trocknung der Kräuter dauert ca. 2 Wochen. Wenn die Trocknung der Kräuter abgeschlossen ist, sollten die Blätter, Stiele je nach der Kräuterart in ein gutes schließbares Gefäß. Die getrockneten Kräuter behalten ein Jahr ihr Aroma. Ich trockne nur so viele Kräuter, dass ich sie auch inhalb des Jahres aufbrauche. Die folgenden Bilder geben einen kleinen Ausriss aus dem Verfahren des Trocknens:

 

Als nächste Verwendungsmöglichkeit für Kräuter habe ich mich für ein Kräuterpesto entschieden. Es passt super zu Nudeln oder Kartoffeln, aber auch zum Marinieren von Fleisch. Die Zubereitung ist simpel und es ist sehr schnell hergestellt.

Die Zutaten für das Kräuterpesto:

  • 1 Bund Petersilie, glattblättriger
  • 1 Bund Basilikum
  • 1 Bund Schnittlauch
  • 1 Handvoll Haselnüsse
  • 2 Zehen Knoblauch, zerkleinert
  • 1/2 Teelöffel grobes Meersalz
  • Olivenöl nach Bedarf

Zutaten Kräuterpesto

Die Kräuter werden gewaschen, trocken getupft. Bei der Petersilie und dem Basilikum werden die Blätter grob gezupft und in ein großes Gefäß gegeben. Dazu kommt dann der in drei Teile geschnittene Schnittlauch.

Verarbeitung der Kräuter für das Pesto

Zu den geschnitten und gezupften Kräuter werden die Haselnüsse, der zerkleinerte Knoblauch und das grobe Meersalz dazu gegeben.

Vor dem Pürieren kommt noch ein bisschen Olivenöl zu den restlichen Zutaten. Dann werden die gesamten Zutaten mit einem Mixer oder mit Hilfe eines Pürierstabes zu einer homogenen Masse verarbeitet.

Fertige Pesto

Das Kräuterpesto ist 4 Wochen haltbar in einem luftdichten Gefäß und sollte immer mit ein bisschen Olivenöl bedeckt sein.  Guten Appetitt!

Weiter Verwendungsmöglichkeiten mit Kräuter kommen sicher noch in nächster Zeit…

 

Kräuter: Eine Vielfalt wird wieder entdeckt…

Das Wissen um die Wirkung von Kräutern ist so alt , wie die Menschheit selbst. Die Kräuter sind wichtig für unser Wohlbefinden. Es lohnt sich, dass die Kräuter für unsere Vorfahren selbstverständlich waren, in der heutigen Zeit wieder entdeckt werden. Wie kamen die Kräuter in die Gärten? Durch die Ansiedlung von Klöstern entstanden sogenannte Klöstergärten. Leider gibt es fast keine Aufzeichnungen, wie die frühen Klostergärten ausgesehen haben. Ich selber habe in Schleswig auf dem Holm einen Klostergarten besichtigen können und ich war über die vielen Pflanzen und die einfache rechteckige Gliederung der Beete sehr beeindruckt. Von den Klöstergärten aus entstanden dann die Bauerngärten, wo Nutz-und Zierpflanzen aufeinander treffen. Dadurch ensteht eine wunderschöne Mischung, die in der heutigen Zeit genutzt wird. Unsere Kräuterwissen verdanken wir Hildegard von Bingen, die im Mittelalter lebte und mit ihrem Wissen Menschen helfen konnte.

Durch die Vielfalt, den leichten Anbau und ihr Nutzen können Kräuter jeden Balkon, Terasse oder den eigenen Garten super aufpeppen. Ein paar Hinweise sollten beachtet werden, um einen Traum mit Kräutern zu erwirken.

  • Standort -> sonnig, halbschatten oder schatten
  • Boden -> Für Kübel, Balkonkasten ist es ratsam, eine gute Kräutererde zu verwenden -> allgemein : lockerer, nicht zu sandige oder tonige Böden
  • Welche Kräuter lassen sich gut kombinieren? Thematik der Kräuter?

Die Gestaltung rund um die Kräuter ist jedem selbst überlassen. Da gibt es eine hohe Anzahl der Gestaltungsmöglichkeiten, wie sich Kräuter gut in Szene setzen lassen.

Ich möchte euch meine persönlichen Lieblingskräuter in einem kurzen Porträt vorstellen. Den Anfang meiner Lieblingskräuter machen die Würzigen ….

Die Würzigen:

  • Bohnenkraut (Satureja hortensis)

Bohnenkraut 1

Das Bohnenkraut gehört zur weitläufigen Familie der Lippenblütler und kann mit den Jahren zu einem ansehnlichen holzigen Wurzelstock heranwachsen. Die Pflanze wird insgesamt 40cm groß und hat einen starken aromatischen Geruch. Durch diesen intensiven duft lockt das Bodenkraut viele Nützlinge und Schmetteringe an. Die Ernte kann über das ganze Jahr erfolgen. Das Bohnenkraut ist das Gewürz nummer 1 für alle Bohnengerichte.

Bohnenkraut 2

  • Liebstöckel (Levisticum officinale) oder besser bekannt als Maggiekraut:

Liebstöckel

Das Liebstöckel ist eine bis zu 2m hoher aufrecht-buschige wachsende mehrjährige Pflanze. Bei uns im Garten gedeiht das Liebstöckel schon Jahre lang ohne das man großen Aufwand betreibt. Der Duft ist scharf-würzig nach Maggie, wodurch der Name Maggiekraut entstanden ist. Die Ernte erfolgt Mitte Mai und es eignet sich gut zum Würzen von Suppen, Sauce oder Gemüse.

Die Südländer:

  • Salbei (Salvia officinalis)

Salbei

Salbei ist eine mehrjährige Pflanze und ältere Pflanzen können eine Höhe bis zu 70cm erreichen. Im oberen Bild sieht ihr noch kleinere Pflanzen, dieser Salbei wurde erst in diesem Jahr neu gepflanzt. Man kann deutlich sehen, das Salbei leicht wollige Blätter besitzt. Die Blätter schmecken würzig und leicht bitter. Die Ernte des Salbeis erfolgt über das ganze Jahr. Im unteren Bild sieht ihr einen Goldsalbei, seine Besonderheit ist die Blattfarbe, die zwei Grüntöne aufweist. In Kombination mit andren Kräuter sticht dieser Salbei sehr hervor.

  • Oregano (Origanum vulgare)

Oregano

Der Oregano ist eine buschige, horstbildene Pflanze, die in unsere Gegend mehrjährig wächst. Er erreicht eine Größe bis zu 6ocm und lockt durch seine violetten Blüten viele Insekten an. Über das gesamte Kräuterjahr können die jungen Triebe geerntet werden. Oregano findet großen Anklang in der italienischen Küche,wobei der Gedanke sofort zur Pizza schwenkt…

Die Duftenden:

  • Lavendel (Lavendula angustifolia)

Lavendel

Lavendel ist eine sehr buschige, schnell wachsende Pflanze und kann im günstigen Fall eine Höhe von bis zu einem halben Meter erreichen. Ihre Blüten zeigen je nach Sorte hell-,über mittelbis hin zu einem intensiven violett auf. Sie ist ein beliebter Treffpunkt für Insekten und Schmetterlinge. Damit man ihren Duft und die Farbe beibehält, sollten die Lavendelblüten geernten und getrocknet werden, bevor sich die Blüte vollständig aufgeblüht ist.

Lavendel

  • Zitronenmelisse (Melissa officinalis)

Die Zitronenmelisse gehört zur Familie der Lippenblütler und ist eine aufrecht, mehrjährige Pflanze. Sie kann bis zu 70cm hoch werden und breitet sich ziemlich aus. Ihre Blüten sind unscheinbar und spielen daher keine Rolle. Die Blätter weisen ein hell-bis dunkelgrün auf und der Duft sowie Geschmack erinnert an eine Zitrone, daher der Name Zitronenmelisse. Die Ernte erfolgt ab Juni bis in den späten Herbst.
Die Verwendung von Kräutern beschreibe ich in meinem nächsten Beitrag. Zur Zeit probiere ich extra für euch die Rezepte aus… Seit gespannt…

Meine persönlichen Büchertipps zum Thema Kräuter:

  • Claudia Költringer: Altes Kräuterwissen wieder entdeckt, Erfahrungsschatz vergangener Zeiten
  • Ursula Braun-Bernhart: Kräuter und Gewürze

Dekorative Ideen für den Balkon

Nicht nur Pflanzen oder eine schöne Sitzecke können den Balkon verschönern, sondern auch die einfachen Untersetzer, Tischsets oder einfach nur eine Tischdecke mit Teelichtern. Dabei muss das Material für den dekorativen Effekt noch nicht mal teuer sein. Einige schöne Dinge können ohne große Probleme selbst hergestellt werden. Ich habe in letzter Zeit einige Ideen gesammelt  und angefangen einige dieser dekorative Ideen selbst ausprobiert. Die Idenn, die ich euch hier vorstelle sind einfach umzusetzen und man kann seine eigenen kreative Ideen mit einbringen.

Für eine romantische Atmosphäre auf den Balkon sorgen die einfachen Teelichter. Damit aber auch die einfachen Teelichter was besonderes sind, gibt es einfache Hilfmittel, um sie schön zum Vorscheinen zu bringen. Folgende Materialien sind dafür notwendig:

  • Teelichter , Farbe kann jeder nach seinem eigenen Geschmack oder Thema frei wählen
  • Dekorativer Sand oder Kies …..
  • Dekorative Element zum Beispiel Muscheln, kleine Anker oder Fische ….
  • Eine längliches Brett oder Schale (gibt es in jedem Einrichtungs-oder Dekoladen)

Der dekorativen Sand wird auf das Brett großzügig verteilt und auf dem Sand verteilt ihr dann mit ein bisschen Abstand die Teelichter. Die dekorativen Elemente werden rund um die Teelichter  verteilt. In kurzer Zeit habt ihr aus einfachen Teelichtern eine schöne romantische Lichtquelle für den Balkon gezaubert. In Kombination einer passenden Tischdecke steht einem harmonischen Abend auf dem Balkon nichts mehr im Wege.

Dekorative Teelichter

Ich finde schon mit einem kleinem Materialaufwand, können traumhafte Dekorationen enstehen.

Als nächstes möchte ich euch die Gestaltung von Kork-Untersetzer für Tassen oder Gläsern zeigen. Da niemand Glas-oder Tassenränder gerne mag, benutzen wir alle Untersetzer, aber schon die einfachsten Untersetzer sind teuer und daher habe ich mir überlegt selbst welche zu gestalten. Erstens ist es einfach und zweitens kann man immer sagen, dass niemand die tollen Untersetzer hat. Folgende Materialien werden benötigt:

  • Kleine Korkviereck-Platten, bekommt man in fast jeden gut sortierten Bastelladen
  • Acryl-Farbe, Auswahl der Farbe liegt bei jedem selber und es kommt auf das Motiv an, welches den Untersetzer verzieren soll
  • evtl.Glitterstifte in Maigrün oder Champgne, je nach Bedarf
  • schwarzer Filzstift

Für meine Untersetzer hab ich mich für die Motive der Blume und des Blattes entschieden, da ich diese beiden Motive persönlich mit meinem eigenen Balkon verbinde. Im ersten Schritt solltet ihr mit Hilfe des schwarzen Filzstiftes das Motiv vorzeichnen. Als nächsten könnt ihr dann mit dem Ausmalen des Motives  loslegen, mit den Farben, die ihr gewählt habt.  Der letzte Schritt besteht darin, alles trocknen zu lassen.  So einfach bekommt kann man sich schöne und individuelle Untersetzer selbst gestalten. Probiert es aus!!!

 

Kurze Fotoübersicht meiner Gestaltung der Untersetzer. Lasst eurer Fantasie freien Lauf!

Meine nächste kreative Idee ist aus einfachen Korkplatten ganz tolle Tischsets zu zaubern. Die Tischsets werden garantiert bei der nächsten Balkonparty der Hingucker. Denn sie sind individuell und einmalig auf der Welt. Diese Materialien werden benötigt für euren persönlichen Tischsets:

  • Korkplatt A3, 6mm dicke
  • Acrylfarbe, je nach Motive selbst zu entscheiden
  • Motivvorlagen, zum Beispiel Muschel, Blätter, Schmetterlinge…
  • schwarzer Filzstift
  • evtl.Glitterstifte für die Umrandung als Blickfang …

Der Anfang besteht darin, dass mit Hilfe des schwarzen Filzstift die Motive auf die Korkplatte gezeichnet werden. Wenn das erledigt ist, dann kann es mit dem individuellen ausmalen losgehen. Bevor die Tischsets verwendet werdenkönnen, sollte die Farbe vollständig getrocknet sein. Nach der Troknung der Farbe sind sie dann einsatzbereit. Jeder wird sagen, wie toll diese Tischsets sind…

 


Nicht nur Tischsets oder Untersetzer machen den Balkon dekorativ schön, auch kreative Pflanzgefäße können zum Hingucker werden. Zwei Ideen möchte ich zeigen, die man ohne großen Aufwand und Mühe herstellen kann.

Das erste kreative Pflanzengefäß entsteht aus einer einfachen PET-Flasche und aus Stoffresten. Für diese Idee benötigt ihr folgende Materialien:

  • PET- Flaschen
  • Schere und Nähzeug
  • aussortierter Stoff oder alte Kleidung

Die PET-Flasche wird mit Hilfe der Schere in zwei Hälften geschnitten. Die obere Hälfte könnt ihr entsorgen. Wir benötigen die untere Hälfte der Flasche, da sie den festen Boden hat. Mit Hilfe der unteren Flaschenhälfte wird der benötigte Stoff abgemessen. Ich habe es nach meinem persönlichen Geschmack abgemessen. Aus dem abgemessen Stoff wird eine Art Tasche genäht, wo der Flaschentopf hineingestellt wird.


Die abgeschnittenen Flaschenhälften. Man erkennt gut, dass es sich um die untere Hälfte handelt. Dadurch bekommt das Pflanzengefäß seine nötige Stabilität.

Der abgemessene Stoff und die fertige „Tasche“ . Beim Nähen ist es wichtig, dass die schöne Seite nach innen ist und die nicht so schöne Seite nach außen. Denn so sieht man die Naht später nicht, wenn man die „Tasche“ dann zur schönen Seite umkrempelt.



Das fertige Pflanzgefäß. Durch die selbst genähte „Tasche“ ,wird die nicht so schöne Flaschenhälfte gut versteckt.

Ein Weiteres kreatives Pflanzgefäß entsteht aus alten Schuhen. Jeder hat alte Schuhe und bevor man sie wegwirft, kann man sie ihnen ohne viel Aufwand eine neue Funktion zu schreiben. Folgende Materialien sind dafür notwendigt:

  • alte Schuhe
  • Acryl-Farbe weiß
  • Glitter in den Farben lila und türkis
  • Lack zum Schutz
  • Pinsel und einen Becher mit Wasser


Die alten Schuhe werden mit der weißen Farbe abschnittsweise angemalt und in die feuchte Farbe muss das Glitter auf die Schuhe verteilt werden. Man muss daher schnell arbeiten. Ansonsten wird es schwierig, den Glitter auf die Schuhe zu befestigen. Nachdem dann der gesamte Schuhe bemalt und mit Glitter bestreut sind, müssen sie ordenlich trocknen. Nachdem sie getrocknet sind , kommt zur Haftung und Schutz ein spezieller Lack drauf. Dann nochmal trocknen lassen und dann kann bepflanzt oder Töpfe mit pflanzen reingestellt werden.


Weitere Ideen folgen noch….erstmal viel Spaß beim Nachmachen!