Gestaltung mit Blattschmuckpflanzen!

Blattschmuckpflanzen sind was wunderbares. Sie sind vielfältig, ob als Einzelpflanze oder als Begleitung für die Blütenpflanzen. Über ihren Charakter und ihre Bedeutung könnt ihr im Blog-Beitrag „Blattschmuckpflanzen- Ein besonderer Charakter“ nachlesen. In diesem Beitrag möchte ich euch gerne über die Gestaltung mit Blattschmuckpflanzen informieren. Es gibt so viele Möglichkeiten, wie man sie in Szene setzen kann. In den letzten Jahren habe ich sie für mich entdeckt und bin total begeistert.

In diesem Bild sieht ihr eine Funkie, die ich als Soltiärpflanze seit Jahren in einem Mauererkübel wachsen lasse.

Was muss man beachten, falls man sich für die Gestaltung mit Blattschmuckpflanzen entscheidet?

Wichtig ist, dass die Struktur-und Blattschmuckpflanzen auf die vorhandenen Blütenpflanzen abgestimmt werden. Dies sollte beim Kauf beachtet werden. Denn sie sollen durch ihre Struktur die Kombinationspflanzungen noch deutlicher hervorheben.

Im Weiteren muss entschieden werden, ob sie als Leitpflanzen dienen sollen. Dadurch können Gehölze und Stauden rum gepflanzt werden, es entsteht eine Grundstruktur im Garten oder auf dem Balkon.

In meiner bepflanzten Obstkiste geben der Efeu und die Spindelsträucher die Grundstruktur für die zukünftigen Blütenpflanzen. Auch ohne andere Pflanzen bilden sie auf dem Balkon einen Blickfang.

Damit der Blickpunkt mit diesen Schönheiten optimal gelingt, muss man sich entscheiden, ob sie einzeln oder in Gruppen in Erscheinung treten sollen. Bei einigen Blattschmuckpflanzen bietet es sich an, sie als Solitärpflanze zu kultivieren. Ich finde zum Beispiel, dass Funkien besser zu Geltung kommen, wenn sie alleine wachsen (siehe oberes Bild). Denn sie wachsen so rasant, dass die Gefahr besteht,dass sie andere Pflanzen unterdrücken würden. Für die Gruppenpflanzen eignen sich Blattschmuckpflanzen, die alleine gar nicht zur Geltung kommen würden. Wenn sie großflächig verwendet werden, dann kommen sie wunderbar zum Vorscheinen.

Eine meiner Lieblingskombination! Durch das silbrige Blatt entsteht mit den Nemesien ein wunderbarer Blickfang im Balkonkasten. Wichtig bei gemusterten Blattschmuckpflanzen, dass man sie sparsam und gezielt einsetzt.

Auch als eine flächige Bepflanzung lassen sich Blattschmuckpflanzen einsetzen. Als Bodendecker bilden sie einen hervorragenden grünen Teppich.

Sternmoos bilden in dieser Bepflanzung den Bodendecker und bringen so zusätzlich das Hornveilchen zur Geltung.

Aber nicht nur, als Bodendecker funktioniert das Konzept mit den Blattschmuckpflanzen, auch Heckenpflanzen sind in irgendeiner Weise Blattschmuckelemente. Die Hecken, vorallem Schnitthecken geben dem Garten eine schöne Struktur.

Die Gestaltungen mit Blattschmuckpflanzen finde ich immer wieder toll und es inspiriert mich jedes Mal. Lasst euch drauf ein. Eure Blütenpflanzen werden es euch danken!

Eure Sandra 🌻🌸🌺

Das Maiglöckchen- Eine zauberhafte Staude!

Jedes Jahr im Mai erfreut uns das Maiglöckchen mit seinen glockenähnlichen, weißen Blüten. In vielen Gärten, Parks oder in den Wäldern finden wir sie und zeigen uns somit, dass der Sommer nicht mehr weit ist. Auch ich bin jedes Jahr begeistert, wenn ich sie an der Laube wachsen sehe. Ihre Schönheit kommt besonders zur Geltung, wenn das Lichtspiel zwischen Sonne und Schatten einsetzt.

Dieses sogenannte Lichtspiel kann man hier auf dem Foto ansatzweise gut erkennen. Die weißen Blüten harmonieren sehr schön mit den länglichen, saftgrünen Blättern.

Jetzt möchte ich euch ein kleines Pflanzenpoträt über das Maiglöckchen geben.

Das Maiglöckchen botanische Convallaria majalis ist heimisch in Europa, Asien und Nordamerika. Sie gehören zu der Familie der Spargelgewächse (Asparagaceae). Ihre Gesamtgröße beträgt recht gute 15-25cm.

Die Blätter sind wie bereits erwähnt, länglich und saftgrün. Sie sehen genauso aus, wie die Blätter vom Bärlauch. Dadurch herrscht im Frühjahr immer die Verwechslungsgefahr zwischen Maiglöckchen und dem Bärlauch, wenn noch keine Blüte vom Maiglöckchen zu sehen ist.

Die Blüte ist glockenförmig und weiß. Insgesamt hängen an den Trauben 5-13 Blüten, die kurz hinter einander sich öffnen. Ihre Blütezeit liegt jedes Jahr um den Muttertag, meistens Anfang bis Mitte Mai, je nach Witterung.

In diesen beiden schönen Bildern erkennt man deutlich, die Glockenform der Blüten und wie viele an einer Traube so wachsen. Ich finde die weißen Blüten beeindruckend und diese machen für mich das Maiglöckchen zu einer sehr schönen Staude.

Sie bevorzugen einen feuchten, warmen und humusreichen Boden. Durch diese Bodenansprüche mögen sie es gerne in Laubwäldern oder unter Gehölzen. Wer sie im Beet Pflanzen möchte, sollte darauf achten,dass genug Humus vorhanden ist. Als Standort wird Halbschattig bis schattig bevorzugt. Die volle Sonne mögen sie überhaupt nicht.

Als Schnittblume oder als Gehölzunterpflanzung findet sie eine große Verwendung. Besonders zum Muttertag ist sie sehr beliebt.

Für mich persönlich, ist die Zeit der Maiglöckchen ein endgültiges Signal, dass die Gartensaison jetzt so richtig losgeht!

Ich hoffe mein kleiner Exkurs zum Maiglöckchen hat euch gefallen!

Eure Sandra

Faszination Kakteen, Teil 2

Im ersten Teil meiner Reihe Faszination Kakteen habe ich euch über Allgemeines berichtet. Jetzt möchte ich euch im zweiten Teil gerne über die Pflege der Kakteen einen Überblick geben.

Die Pflege von Kakteen ist nicht aufwendig, wenn einige Details geachtet werden. Für Menschen, die zwar Pflanzen in ihrer Wohnung haben wollen, aber nicht viel in die Pflege investieren möchten, sind Kakteen gut geeignet.

Damit die Kakteen gut wachsen, benötigt man ein gutes Substrat. Das Substrat muss speziell auf die Bedürfnisse der Kakteen abgestimmt sein. Ein gutes Kakteensubstrat sollte gut durchlässig sein. Denn Staunässe muss vermieden werden. Es gibt in Gartencenter fertig gemischte Substrat. Dabei ist zu beachten, dass der Humusanteil gering, aber ein gewisser Anteil Sand vorhanden ist. Der Sand sorgt für die Durchlässigkeit, damit die Wurzeln ordentlich atmen können.

Das Standardgemisch für ein Kakteensubstrat besteht aus: Gartenerde, alte Kompost-oder Buchenlauberde, gewitterter Lehm, grober Sand oder ähnliche Materialien in gleichen Teilen. Als Zusatz gibt man 5% Holzkohle für die Gesunderhaltung der Wurzeln dazu.

Wenn man das gute Substrat gefunden hat, dann kommt die Frage auf, in welches Gefäß pflanzt man die schönen Kakteen. Man unterscheidet zwischen Ton-oder Kunststofftöpfe . Tontöpfe eignen sich nicht besonders gut für Kakteen, da sie aus porösen Material bestehen. Zusätzlich kommt es zur schnellen Erwärmung der Töpfe , welches eine große Wasserverdunstung hervorbringt. Daher sind Töpfe aus Kunststoff besser geeignet, weil ihre Wasserverdunstungsfläche kleiner ist. Außerdem wird das Nährstoffangebot nicht durch Salzanreicherung gestört. Der einzige Nachteil entsteht nur, dass es Verluste durch zu vieles Gießen entsteht.

Überblick von verschiedenen Kunststofftöpfen.

Bei kreativen Gefäßen beachtet man, dass die Kakteen nicht zu eng gepflanzt werden.

Kakteen in einer dekorativen Halbschale.

Im nächsten Abschnitt gebe ich euch eine kurze Übersicht zur Thematik Gießen, Düngung und Temperatur. In der Wachstumsphase zwischen April und August ist eine ausreichende Wasserversorgung zu gewährleisten. In dieser Zeit herrschen je nach Witterung hohe Sommertemperaturen und dadurch die Wasserversorgung höher liegt. Die Bewässerung in den Abendstunden ist ein Vorteil. Ab Oktober ist es wichtig, dass Kakteen nahezu trocken gehalten werden, je nachdem wo sie stehen.

Die Düngung sollte alle drei Wochen erfolgen. Wichtig ist, dass der Dünger wenig Stickstoffanteile hat.

Kakteen können Temperatur von 25-35 Grad ab. Im Winter dürfen die Temperatur 15 Grad nicht überschreiten und nicht unter 5 Grad unterschreiten.

Wie ist es mit Krankheiten und Schädlingen? Aus eigener Erfahrung kann ich berichten, dass Woll-und Schmierläuse häufig auftreten. Die Nisten sich ein, wenn die Raumluft zu trocken ist. Andere Schädlinge sind Blattläuse oder Fäulnis, wenn zu viel gegossen wurde.

Im dritten und letzten Teil werde ich über die Vermehrung von Kakteen berichten.

Bis dahin Eure Sandra

Faszination Kakteen , Teil 1

Meine Leidenschaft für Pflanzen und das Gärtnern entstand durch die Kakteen, die bei meinen Eltern und Großeltern auf der Fensterbank standen. Es waren unterschiedliche Arten der Kakteen und seitdem bin ich sehr faziniert von ihnen. Diese Faszination möchte ich gerne euch mit euch teilen! Da dieses Thema so umfassend ist, teile ich es in mehrere Teile. In dem ersten Teil berichte ich über Allgemeines zu den Kakteen. 
Bis heute sind  2.500 Arten der Kakteen bekannt und ihre Heimat ist der amerikanische Kontinent. Die Besonderheit der Kakteen ist, dass sie sich an ihre Umgebung anpassen können. Das bedeutet, wo andere Pflanzenarten verkümmern, gedeihen Kakteen hervorragend. 

In diesem Bild erkennt man schön, wie sich die Kakteen an ihre Umgebung angepasst haben. Da die Schale eine Art Kakteen-Landschaft simuliert. Man muss dazu sagen, dass die Kakteen als Jungpflanzen hineingepflanzt wurde. 

Kakteen besitzen ein sukkulentes Gewebe, wodurch sie das Wasser optimal speichern können. Dadurch eignen sich Kakteen besonders für Menschen, die Pflanzen auf der Fensterbank haben möchten ohne großen Pflegeaufwand zu betreiben. Eine erfolgreiche Pflege von Kakteen am Zimmerfenster ist von wenigen Faktoren abhängig. Kakteen gedeihen gerne am Süd-,Ost- oder Westfenster und benötigen, wie schon erwähnt kaum Wasser. Mehr zur  „Pflege der Kakteen“ erfährt ihr im 3.Teil !

Kakteen sind nicht nur schöne Zierpflanzen, sondern dienen auch als Nutzpflanzen. In Mexiko werden Kakteen als Obst („tunas“) und als Gemüse („nopalitos“) angebaut. Auch in andere Bereichen werden Kakteen eingesetzt. Einige Selenicereus– Arten werden in der pharmazeutischen Industrie zur Herstellung von Herz-und Kreislaufmedikamente Verwendung.  Auch andere Arten finden in der Medizin ihre Verwendung. 

Kakteen wachsen ziemlich langsam, da sie eine geringe Fläche für die Fotosynthese aufweisen und somit produzieren sie wenig Pflanzenmasse. Einige Kakteen-Arten bilden erst nach Jahren kleine Rosetten-Blüten, wie ihr im obrigen Bild sehen könnt. Die Blüte der Kakteen halten dafür, aber länger als bei manchen anderen Blühpflanzen. 

Zum Abschluss des ersten Teils von Faszination Kakteen zeige ich euch noch zwei schöne Bilder aus der Kakteen Sammlung des Berggartens in Hannover- Herrenhausen. Auch in anderen botanischen Gärten finden sich solche Kakteen Sammlungen! Ich finde solche Sammlungen sehr interessant und atemberaubend!

Auf dem Bild seht ihr den bekannten “ Schwiegermuttersitz“. Dieser große Kugelkaktus hat sehr spitze Dornen, die sich im ersten Augenblick anfühlen als wären sie aus Kunststoff. 
Mit diesem beeindruckend Bild beende ich den ersten Teil der Faszination Kakteen! Im zweiten Teil möchte ich euch über die Pflege der Kakteen berichten und im dritten Teil wird es um die Vermehrung von Kakteen gehen.

Eure Sandra