Der Frühling steht in den Startlöchern. Der winterliche Anblick meiner Terrasse fand ich überhaupt nicht schön. Alles wirkte so verlassen und grau. Ich wollte wieder Farbe auf meiner Terrasse sehen.
Bevor ich einige Frühjahrsblüher Pflanzen konnte, habe ich das Laub von den Kübeln und den kleinen Beeten entfernt. Die Stauden zeigen ihr ersten grün und man kann schon erahnen, wie sie in ein paar Wochen aussehen werden. Ich freue mich jedes Mal, wenn die Stauden wieder vertreiben und den Winter unbeschadet überlebt haben.
Meine Blumenzwiebeln, die ich im Herbst gesetzt habe, sehen super aus. Einige musste ich leider entfernen, da sie durch den vielen Regen leider verfault sind. Damit kann ich gut umgehen, um so mehr freue ich mich auf die anderen Blumenzwiebeln. Besonders auf die Tulpen bin ich gespannt, da ich neue Sorten in diesem Jahr dabei habe.
In einem meiner Kübel, wo ich im Sommer Gemüse kultiviere, habe ich nochmal Tulpenzwiebeln gesetzt. Diese hatte ich vergessen und dadurch das sie vorgetrieben sind, zeigen sie nach kurzer Zeit die ersten grünen Triebe. Ein kleines Experiment, welches gut zu funktionieren scheint.
Durch das Wegräumen des Laubes und einiger Schnittmaßnahmen sah alles schon besser aus. Die Stauden kommen jetzt viel besser zur Geltung und ich bin froh, dass alle Stauden ihren Frühjahrsaustrieb präsentieren.
Eine besondere Überraschung ist, dass im Beet auf der linken Seite vom Wasserspiel Lilien austreiben. Ich hatte sie im letzten Jahr dort gepflanzt, aber gar nicht mehr dran gedacht. Jetzt treiben sie bereits aus und ich lasse mich überraschen, welche Blütenfarbe sie haben. Meine persönliche Pflanzenüberraschung 2024 ist schon perfekt.
Die Lavendelheide fängt an zu Blühen. Dadurch wirkt das Aussehen der Terrasse wieder freundlicher und einladender.
Die Pflanzung von Frühjahrsblüher wirkt es bunter und fröhlicher. Besonders gerne pflanze ich Hornveilchen, Stiefmütterchen und Ranunkeln. Ihre Blütenfarbe ist kräftig und bringt eine farbfrohe Atmosphäre mit. Hornveilchen und Stiefmütterchen können auch Frost ab. Daher können die ohne Bedenken gepflanzt werden. Die Ranunkeln sind nicht so frostsicher, daher am besten an eine Stelle pflanzen, wo der Frost nicht unbedingt hinkommt, also einen geschützten Standort wählen.
In Zwei der vier Gemüsekübel treiben gerade Tulpen aus. Ich weiß, dass es ein wenig zu früh ist, aber ich habe in den einen Gemüse- Kübel schon vorgezogenen Salat gepflanzt. Er wächst gut und ich freue mich auf die erste Ernte. Hoffentlich bleibt das so. Manchmal muss man etwas riskieren, um neue gärtnerische Erfahrungen zu machen.
Der Sommer ist fast da! Jetzt ist der perfekte Zeitpunkt euren Balkon in den Sommer zu schicken. Das Wetter ist dafür hervorragend geeignet. Ich pflanze die Sommerblumen so ab Ende Mai. Da meine Frühjahrsbepflanzung noch sehr üppig blüht und ich es schade finde, sie vorzeitig zu entfernen. Im Allgemeinen ist bekannt, dass ab den 15.Mai (Eisheilige) die Bepflanzung der Sommerblumen und des Sommergemüses starten können. Trotzdem ist es weiterhin wichtig, die Temperaturen im Blick zu behalten.
In den letzten Balkon-Terrassen- oder Gartenjahren habe ich unterschiedliche Bepflanzungen in meinen Kübeln/ Balkonkästen ausprobiert. Ich liebe es zu experimentieren und verschiedene Kombinationen aus zu probieren. Im fünften Teil der Beitragsreihe „Dein Balkonguide:…“ möchte ich euch einige Bepflanzungsideen zeigen, die vielleicht für euren Balkon sich eignen.
Bepflanzungsidee 1: Rosenstämmchen mit sommerlicher Unterbepflanzung (sonnig)
Rosenstämmchen sehen traumhaft schön aus und peppen in einen entsprechenden Kübel (mindestens Durchmesser 25cm) jede trostlose Ecke des Balkons auf. Im unteren Bereich des Rosenstämmchen herrscht oft eine Leere, da die Blüten und das Blattwerk bei einem Stämmchen im oberen Bereich wachsen/blühen. Das lässt sich leicht ändern! Einfach den unteren Bereich mit sommerlichen Blumen bepflanzen!
Achtet bei der Auswahl der Sommerblumen darauf, dass sie einen gleichmäßigen Wasserbedarf haben, wie das Rosenstämmchen. Der Standort (sonnig) und auch die Blütenfarben sollten dabei stimmig sein.
Rosenstämmchen, rosa
Silberregen (Dichondra ´Silver Falls´), hängend
Zauberschnee `Diamond Frost´
Petunie
Bepflanzungsidee 2: Pimp up Geranie (sonnig)
Die Geranie ist der Klassiker unter den Beet-und Balkonblumen. Bereits meine Großmütter hatten sie jedes Jahr auf ihren Balkon gepflanzt. Viele finden sie langweilig und wollen sie überhaupt nicht in ihren Balkonkästen haben. In Kombination mit anderen auffälligen Sommerblumen wirkt die Geranie nicht mehr langweilig, sondern wird zum Star der gesamten Bepflanzung. Die Bepflanzungsidee „Pimp up Geranie“ hab ich in meinem Praxissemster an der Lehr-und Versuchsanstalt Hannover-Ahlem gepflanzt.
Der Balkonkasten ist ein Meter lang. Bei kleineren Balkonkästen könnt ihr die ein oder andere Sommerblume weg lassen. Wichtig ist, dass alle Sommerblumen genügend Platz zum Wachsen haben.
1 Geranie in Rosa
1 Zinnie in Weiß
1 Zinnie in Pink
1 Schneeflockenblume in Rosa
1 Schneeflockenblume in Weiß
2 Silberregen (Dichondra ´Silver Fall´)
Bepflanzungsidee 3: Maritimes Flair (sonnig)
Sonne und Meer, wer mag es nicht. Das maritime Flair kann man sich mit Gräsern, Schafgarbe und Distel direkt auf den Balkon zaubern. Im letzten Jahr habe ich diese Bepflanzungsidee entdeckt und sofort einen Kübel maritim hergerichtet. Mit den passenden Dekorationen wie zum Beispiel ein Schiff als Pflanzenstecker oder einen Leuchtturm zieht das maritime Flair auf den Balkon ein.
Blauschwingel (Gras)
Schafgarbe in Rot (Staude)
Salbei, blühend (Staude)
Zweiter Maritimer Kübel:
Lavendel , lila blühend
Schafgarbe in Rot/Gelb (Staude)
Carex (Gras), mehrjährig
Bepflanzungsidee 4: Aromatische Note (sonnig)
Frische Kräuter vom eigenen Balkon sind herrlich. Der Duft von Kräutern ist aromatisch und wenn sie dann noch blühen, ziehen sie Bienen sehr gerne an. Besonders toll und duften ist die Kombination aus Kräutern und sommerlichen Duftblumen. Sofort beim Betreten des Balkons weht eine leichte Duftnote einem entgegen.
Zitronengeranie , zarte rosa Blüten
bunter Salbei (Kräuter)
Grillwacholder
Thymian
Vanilleblume , lila Blüten, intensiver Duft
Bepflanzungsidee 5: Ein Mädchentraum (sonnig)
Rosa, so eine typische Mädchenfarbe. Es gibt viele Pflanzenkombination, die ein wahr gewordener Mädchentraum sind. In den Balkonkasten meiner Mama hab ich so einen Mädchentraum gepflanzt. Die Blüte hält den ganzen Sommer und erstrahlt im Sonnenlicht.
Der Balkonkasten hat bei dieser Bepflanzungsidee eine Länge von einem Meter. Wenn ihr einen kleineren Balkonkasten habt, dann könnt ihr die Pflanzenanzahl verringern. Tipp: Es muss nicht alles auf einer gedanklichen Linie pflanzen. Pflanzt doch einfach die Pflanzen ein bisschen versetzt in dem Balkonkasten. Dadurch entsteht noch einmal ein anderer Charakter!
Nelke in Rosa
Zauberschnee ´Diamond Frost´
Stern-Sumpf- Gras
Kapmagarite in Lila
Vanilleblume
Alle meine Bepflanzungsideen sind für einen sonnigen Standort geeignet.
Diese Pflanzen eignen sich für einen schattigen Balkon:
Fuchsie
Edelfleißiges Lieschen
Fleißiges Lieschen
Begonien
Funkien
Farn
Natürlich gibt es noch viele Pflanzenkombinationen, die ihr pflanzen könnt. Alle Bepflanzungsideen könnt ihr nach euren eignen individuellen Geschmack gestalten. Es ist eine Hilfestellung , damit ihr euren Balkon in ein wahres Blütenmeer verwandeln könnt.
Der Frühling ist da! Die Forsythien blühen und endlich kann die Balkonsaison beginnen! Nachdem ihr euren Balkon kennen gelernt, vielleicht schon erste Pläne erstellt habt und die Basics kennt, geht es im vierten Teil der Reihe „Dein Balkonguide“ um das Thema Frühling. Der Frühling ist der ideale Zeitpunkt, aus deinem Balkon dein Outdoor-Wohnzimmer zu gestalten . Ich möchte dir gerne zeigen, welche Balkon-Arbeiten ihr erledigen solltet und welche Blütenpracht ihr bereits im Frühling pflanzen könnt. Neben den bunten Blumen, kann selbstverständlich auch Gemüse in Balkonkästen und Kübeln wachsen und anschließend geerntet werden.
Die Grundreinigung!
Eine Grundreinigung ist nötig, damit ihr den Schmutz und die Überreste des Winters entfernt. Der Balkonboden sollte gründlich gesäubert werden, um Blätter und Grünverfärbung zu beseitigen. Es sieht besser aus, vor allem in Kombination mit euren Balkonmöbeln (vielleicht richtet ihr euch komplett neu ein…). Ein schöner Balkonboden macht garantiert einiges aus. Wenn euch der Belag des Balkonbodens nicht gefällt, ist jetzt die beste Gelegenheit sich einen neuen Bodenbelag zu verlegen oder den Balkonboden mit einem attraktiven Outdoor-Teppich zu verschönern.
Falls ihr Balkonkästen/Kübel aus der vorherigen Balkonsaison besitzt, dann macht sie ordentlich sauber, so könnt ihr vermeiden, dass sich Schädlinge/ Krankheiten in eure neuen Bepflanzung ansiedeln. Ich reinige die Kübel erst mit einem Handfeger und anschließend nutze ich lauwarmes Wasser zum Reinigen. Anschließend an der Luft trocknen lassen. Nun kann die neue Erde in die gereinigten Balkonkästen/Kübeln.
Es wird bunt!
Jetzt kann es losgehen mit einer bunten, frühlingshaften Bepflanzung! In den Gartencenter ist die Auswahl der Frühlingsblüher atemberaubend. Es werden neben den klassischen Stiefmütterchen und Hornveilchen noch viele weitere Frühjahrsblüher angeboten. Wer Tulpen und Co. nicht verzichten möchte und im Herbst keine Blumenzwiebel gesteckt hat, wird im Gartencenter fündig. Sie werden als vorgezogene Topfware verkauft. Aus eigener Erfahrung kann ich sagen, dass es sich lohnt auf sie zurückzugreifen. Für Balkonneulinge eine schöne Alternative!
Meine Top 3 der Frühjahrsblüher, die auf keinen Fall auf den Balkon fehlen dürfen:
Vergiss mal nicht (Myosotis)
Hornveilchen (Viola cornuta)
Ranunkel (Ranunculus asiaticus)
Zusammen im Kübel oder im Balkonkasten bringen sie Farbe und vertreiben das Grau auf dem Balkon.
Der Frühling ist auch der optimale Zeitpunkt Stauden zu pflanzen. Einige Stauden blühen bereits und ergänzen sich eindrucksvoll mit den einjährigen Frühjahrsblüher. So habt ihr eine dauerhafte Bepflanzung, welche ihr mit einjährigen Pflanzen ergänzen könnt. Der Pflegeaufwand ist dadurch gering. Besonders schön sind diese Kombinationen, wenn aus der blühenden Staude eine Blattschmuckstaude wird, Beispiel: Bergenien. Auch für sommer-oder herbstblühende Stauden ist jetzt der ideale Zeitpunkt gepflanzt zu werden. Achtet bei der Auswahl der Stauden darauf, ob sie für euren Balkon geeignet ist bezüglich Standort (sonnig, halbschatten oder schattig) und auf ihre Gesamthöhe. Denn auf einen Balkon passt keine Staude, die bis zu 2 Meter werden kann!
Gemüse auf den Balkon- Voll im Trend!
Ab Frühling könnt ihr nicht nur bunte Frühjahrsblüher oder Stauden pflanzen, auch die ersten Gemüsearten können auf euren Balkon einziehen! Salat, Radieschen, Spinat wachsen gerne in Balkonkästen und Kübeln. Ab Ende März sät ihr sie am besten direkt in den Balkonkasten oder in den Kübel. Die erste Ernte kann bei gutem, milden Wetter bereits Mitte April erfolgen. Falls es noch mal richtig frostig werden sollte, empfehle ich euch ein Vlies zum Abdecken der Gemüseaussaaten. So bleibt es darunter ein bisschen wärmer. Ab wann ihr welche Gemüsearten aussäen könnt, steht auf im oberen Bereich der Saatguttüte.
Direktaussaat:
Spinat (ab Ende März)
Feldsalat (Februar)
Radieschen (ab Mitte März)
Rote Rübe (Mitte April)
Erbse / Mangold (Mitte April)
Eine Alternative zur Direktsaat ist die Pflanzung von vorgezogenen Jungpflanzen. Die vorgezogenen Jungpflanzen werden in Schachteln im Gartencenter angeboten. Das Angebot wurde in den letzten Gartenjahren ausgeweitet. Man findet sogar vorgezogene Möhren! Es spart Zeit und die Erntemenge ist ansehnlich und ausreichend. Achtet darauf, wenn ihr vorgezogene Jungpflanzen kauft: das sie kräftig gewachsen sind, keine Fäulnisstellen vorweisen, nicht vertrocknet oder über nässt sind. Auf den vorhanden Etikett findet ihr alle weiteren wichtigen Informationen, die ihr unbedingt lesen solltet!
vorgezogene Jungpflanzen:
Kohlrabi (ab Ende März)
Pflücksalat (ab Ende März)
Bei starken Frostnächten die Gemüsejungpflanzen mit Vlies abdecken!
Nachdem ihr eure Balkonkästen/ Kübel bepflanzt habt, befestigt oder stellt alle an ihren Platz.
Tipp: Bepflanzt die Balkonkästen und Kübel direkt an ihren Platz. So spart ihr Arbeit und Zeit. Außerdem bekommt ihr dadurch einen Überblick, wo anschließend die Balkonmöbel stehen sollen.
Jetzt wird es gemütlich!
Die Balkonkästen und Kübel sind an ihren Platz und bringen Farbe auf den Balkon. Nun ist der ideale Zeitpunkt das die Balkonmöbel ihren Platz auf den Balkon einnehmen. Mit dem entsprechenden Mobiliar wird das frühlingshafte Outdoor-Wohnzimmer gemütlich. Es lädt zum Verweilen ein und man kann gut vom täglichen Stress abschalten.
In den Gartencentern gibt es eine riesige Auswahl an Balkonmöbeln. Die Auswahl hängt jeweils von dem eigenen Geschmack ab, wie viel Platz auf dem Balkon zur Verfügung steht. Zusätzlich ist wichtig, dass ihr die Traglast des Balkons berücksichtigt (nicht nur bei den Balkonmöbeln, auch bei den Balkonkästen/ Kübel)!
Stellt eure Balkonmöbel so auf, dass ihr noch genügend Platz habt, damit ihr euch einigermaßen bewegen könnt und die Kübel nicht umgestoßen werden!
Die Lavendelheide (Pieris japonica) ist ein attraktives Gehölz, welches ab Ende März uns seine Blütenrispen zeigt. Sie wächst auf meiner Terrasse schon jahrelang und ich habe sie von der Vorbesitzerin übernommen. In dieser Größe und ihrer Schönheit hab ich die Lavendelheide noch nie gesehen. Von Beginn an, war ich fasziniert und sie gibt der Terrasse das gewisse etwas.
Die Lavendelheide (Pieris japonica) wird auch Schattenglöckchen genannt, welches vermutlich Bezug auf ihren Standort ist. Wer einen schönen, attraktiven Rhododendron-Begleiter sucht, liegt bei der Lavendelheide vollkommen richtig. Beiden blühenden Gehölze stellen die gleichen Ansprüche an Standort und Boden und die Blüten bilden ein optisches Highlight in jeder Schattenecke! Aber nicht nur im Beet fühlt sich die Lavendelheide (Pieris japonica) wohl, sie eignet sich auch zur Kultivierung in einem Kübel!
Ihre Pflanzenfamilie sind die Heidekrautgewächse (Ericaceae).
Wuchs:
Die Lavendelheide (Pieris japonica) zählt zu den Laubgehölzen und ist ein attraktiver Kleinstrauch. Er kann eine Größe von 100-300cm erreichen. Das hängt von der jeweiligen Sorte der Lavendelheide ab. Unsere Lavendelheide (Pieris japonica) hat ungefähr eine Größe von 1,70m. Das Wachstum ist aufrecht locker und die Äste sind alle verzweigt. Optisch sieht es sehr ordentlich aus, aber sobald es windig wird, wirkt es wild. Das mag ich gerne. Die Lavendelheide (Pieris japonica) ist ein langsam wachsendes Gehölz und dadurch ist eine Kultivierung im Kübel gut möglich. Eine Besonderheit fällt bei der Rinde der einzelnen Triebe auf. Die Rinde der älteren Zweige und Äste haben einen rötlichen Ton, während die jungen Triebe einen grün Ton zeigen. Mir selber ist es noch nicht aufgefallen.
Blätter und Blüten:
Die Blätter der Lavendelheide (Pieris japonica) sind immergrün. Das sie immergrün ist, steigert die Attraktivität der Lavendelheide (Pieris japonica) . Ich finde es im Winter immer schön, dass die grünen Laubblätter in der Sonne glitzern. Ihre Anordnung an den Zweige und Ästen ist wechselständig und das kann man nach der Blüte gut erkennen. Die Laubblätter sind sind lanzzettlich geformt und am Ende der Triebe sind sie quirlartig angeordnet.
Erst die Blüten machen die Lavendelheide (Pieris japonica) zu einem zauberhaften Kleinstrauch. Die maiglöckchenartigen Blüten sind cremweiß oder rosa. Das ist sortenabhängig, welche Blütenfarbe die Lavendelheide hat. Ab März fängt die 12cm lange, locker überhängende Rispe an zu blühen. Die Blühzeit dauert über mehrere Wochen. Welches ein weiterer Vorteil sich eine Lavendelheide (Pieris japonica) ins Beet oder in den Kübel zu pflanzen.
Standortansprüche:
Am Liebsten mag die Lavendelheide (Pieris japonica) einen halbschattigen und geschützten Platz. Ein Standort unter hohen Bäumen findet sie besonders ideal. Dort kann sie geschützt wachsen und ist im Halbschatten. Niedrige Sorten der Lavendelheide (Pieris japonica) können wie bereit erwähnt im Kübel kultiviert werden. Hier auch den halbschattigen Standort beachten! Sonnige Standorte im Winter und trockne Sommer mag die Lavendelheide (Pieris japonica) überhaupt nicht. Es kann zu Schädigung der Blätter kommen!
Der Boden sollte locker und humusreich sein. Dabei drauf achten, dass er Kalkfrei ist. Denn die Lavendelheide (Pieris japonica) mag kein Kalk! Der pH-Wert des Bodens sollte um die 5 liegen, sauer. Wer es genau wissen möchte, kann einen pH-Wert-Test aus dem Gartencenter machen.
Bei der Pflanzung im Kübel wird empfohlen, Rhododendron-Erde zu verwenden. Die hat einen pH-Wert um 5, sauer und hat alle Voraussetzungen für ein erfolgreiches Wachstum der Lavendelheidel (Pieris japonica).
Pflanzung:
Die Lavendelheide (Pieris japonica) wird ausschließlich im Frühjahr (ab März) gepflanzt. Natürlich kann sie auch im Herbst gepflanzt werden, aber achtet hier auf die Temperaturen wegen Nachtfrösten! Bei dichten Böden unbedingt vor der Pflanzung den Boden lockern und mit Rhododendronerde verbessern oder falls es nötig ist, austauschen. Nach der Pflanzung werden im Wurzelbereich Hornspäne verteilt . Damit der Boden nicht austrocknet alles mit Rindenmulch abdecken, so bleibt der Boden feucht.
Pflege:
Dieser wunderschöne Kleinstrauch ist sehr pflegeleicht. Daher eignet er sich hervorragend für Gartenneulinge. Ich wässere ihn gleichmäßig bei anhaltender Trockenheit und das war es auch schon an Pflege. Nach der Blüte erst entferne ich vertrocknete Äste. Aber ein großer Rückschnitt ist bei der Lavendelheide (Pieris japonica) nicht nötig.
So ein toller Kleinstrauch! Ich kann ihn euch von Herzen empfehlen, ihn im Garten oder in einem Kübel zu pflanzen. Ihr habt das ganze Jahr ein attraktives Gehölz. Im Frühjahr sind die maiglöckchenartigen Blüten das Highlight und den Rest des Jahres seine immergrünen Laubblätter!
Als ich neulich auf den Kalender geschaut habe, wurde mir schnell bewusst, dass ich jetzt seit 4 Jahren auf der Terrasse gärtnere. Die Zeit ist vergangen, wie im Flug und meine Ideen werden zum Glück nicht weniger. Seit März 2019 bin ich nun Terrassengärtnerin und es erfüllt mich mit Freude. In den vier Jahren sind einige Veränderungen von mir vorgenommen wurden, denn mein Ziel ist und bleibt es, dass es meinem persönlichen Geschmack entspricht. Im Fokus steht natürlich, dass alles kindgerecht ist. Mein Sohn soll sich austoben können und auf Entdeckungsreise dabei gehen. Daher werden garantiert keine giftigen Pflanzen auf unserer Terrasse gepflanzt!
Die Grundstruktur der Vorbesitzerin war sehr gut erhalten, so dass ich sofort nach dem Umzug in den Frühling starten könnte. Mir hat das Konzept, welches sofort erkennbar war, aufgenommen. Pflegeleicht und lädt zum Verweilen ein!
April 2019, erste Frühjahrsblüher haben einen Platz auf der Terrasse gefunden.
Die Tonkonstruktion!
Besonders begeistert bin ich bis heute, an der Tonkonstruktion aus drei Kästen und zwei Erhöhungen, wo Kübel noch einen Platz zusätzlich haben. Sie passt optisch total gut zu dem gepflasterten Bereich der Terrasse. Rustikal und gleichzeitig modern. Zu Beginn hab ich meine Erdbeeren vom alten Balkon in die Kästen gepflanzt, aber richtig glücklich war ich mit dieser Entscheidung nie. Es war trostlos! Also ging die Veränderung los!
Damit alles eine Einheit ergibt, haben wir den Sichtschutz zu einem Vertikalen Garten umfunktioniert und so wirkt alles fröhlicher. Jetzt waren die Kästen an der Reihe. Die Erdbeeren wurden von mir umgepflanzt und ab sofort werden in diese Kästen Stauden oder einjährige, jahreszeitliche Pflanzen eingepflanzt. Diese Mischung aus langlebigen und einjährigen Pflanzen gibt den ganzen einen eignen Charakter. Auf der kleinen Erhöhung steht mittlerweile eine bepflanzte Zinkschale und auf der flacheren Erhöhung stehen immer wechselnde Kübel. Das wird sich in diesem Jahr auch endlich ändern. An dem Sichtschutz hängt außerdem eine Halbschale, die ich von der Vorbesitzerin übernommen habe. Sie passt optisch gut dazu und sie wird liebevoll von mir gepflegt und bepflanzt.
Das Wasserspiel unter der Lavendelheide!
Das kleine Wasserspiel unter der Lavendelheide sah sehr schön aus und durch das Plätschern des Wassers wurde eine beruhigende Wirkung erzeugt. Ich fand es sehr schön und bereitete mir Freude. So ein Wasserspiel fand ich schon immer toll und daher ging so ein kleiner Wunsch in Erfüllung.
Leider ging irgendwann die Pumpe und der dazugehörige Schlauch kaputt. Daher beschlossen wir ein neues Wasserspiel zu installieren. Aus dem sprudelnden Stein ist ein Fass mit Lichtinstallation geworden.
Die gesamte Grundsanierung war ziemlich aufwendig. Irgendwie haben wir es unterschätzt. Es waren viele Steine verteilt und das Loch für die Pumpe musste mit einer großen Menge Erde verschlossen werden. Durch diesen ganzen Aufwand ist neben dem neuen Wasserspiel auch ein weiteres Stück Beet entstanden. Für mich als Gärtnerin natürlich besonders toll. So eine richtige Beetstruktur ist bis jetzt noch nicht entstanden, aber das möchte ich so bald wie möglich ändern.
Gesamt gesehen bin ich total glücklich mit dem Fass als Wasserspiel und dem neu gewonnen Beetabschnitt. Auf wenig Raum ist ein kleines Paradies entstanden, welches mit den weiteren Gartenjahren attraktiver wird.
Der Efeu!
Als Abgrenzung zum Nachbargrundstück wuchs eine attraktive Efeu-Hecke und die war so dicht, dass man nicht rüber schauen könnte, sowie von uns als von den Nachbarn. So einen Efeu hatte ich bis zu diesem Zeitpunkt noch nicht gesehen. Ich habe ihn grob geschnitten und musste dabei in irgendeine Art vorsichtig sein, um nicht Triebe zu erwischen, die eine Lücke verursachen. Das war relativ schwierig, aber ich war mit meiner eignen Vorgehensweise immer sehr zufrieden.
Manchmal passieren dann Dinge , die nicht unbedingt von Vorteil sind. Die Efeu-Hecke wurde von der Nachbarseite dann radikal geschnitten (da möchte ich nicht näher drauf eingehen), so das der Efeu langsam verwelkt ist. Das hat mich traurig gemacht! Nichts desto trotz musste eine schnelle, neue Lösung für einen Sichtschutz her. Gesagt, Getan! Ein Sichtschutz in Weideoptik wurde an den Zaun von unserer Seite angebracht, welcher rustikal und gleichzeitig zu dem Charakter der Terrasse passt. Solche optischen Zusammenhänge gefallen mir sehr und das war in diesem Zusammenhang mir wichtig.
Bevor der neue Sichtschutz in Weideoptik angebracht werden konnte, wurde der restliche Efeu entfernt. Das war ein hartes Stück Arbeit, aber was getan werden muss, dass muss erledigt werden. Nachdem der Schichtschutz aus Weideoptik seinen Platz bekommen hat, ging es an die Pflanzenoptik. Direkt die Pflanzen in den Boden setzten, dass ging leider nicht. Denn vor dem Zaun wurde eine Art Steinmauer gesetzt und die verhindert das die Pflanzen direkt in den Boden gepflanzt werden können. Das war nicht schön und hier gab es nur eine Lösung. Kübel!!
Also haben wir uns für schmale Kübel angeschafft und die hab ich bepflanzt. In dem vorderen Kübel wächst eine Bodendeckerrose, der mittlerer Kübel beheimatet ein Gras und im hintere Kübel hat eine Astillbe ihr Reich. Es ist eine bunte Mischung entstanden, da die jeweiligen Standorte unterschiedlich sind. Die Kübel selber sind einheitlich und das war mir vom ersten Moment als die Lösung feststand wichtig. Für den Moment war es eine guter Lösungsansatz!
Mittlerweile fehlt mir das gewisse etwas. Ich bin nicht hundertprozentig zufrieden mit dem pflanzlichen Sichtschutz. Da werde ich mir demnächst noch mal ein paar Gedanken zu machen.
So sah es nach allen ausgeführten Arbeiten aus. Juli 2021
Beete entstehen!
So richtige Beete waren nicht vorhanden, dass wollte ich auf jeden Fall ändern. Die Grundvoraussetzungen waren vorhanden und diese wollte ich nutzen. Ich war überrascht, dass es nicht nur eine Terrasse ist, sondern eher einen kleinen Garten entspricht. Das erste Minibeet entstand gleich im ersten Jahr. Es war einfach zu gestalten, da hier die Grundstruktur vorhanden war. Das überwucherte Gras habe ich komplett entfernt und zum Vorschein kam ein Stück Beet, so zusagen. Alles wurde entfernt und anschließend mit Erde aufgefüllt. Die ersten Stauden und einjährige Pflanzen fanden einen Platz. Das Minibeet hat ganz viel Potential und ich werde es garantiert herausholen.
Ein weiteres Minibeet entsteht im hinteren Teil des kleinen Terrassen-Garten. Den Grundstein hab ich im letzten Jahr dafür gelegt. Mit einer Steinumrandung fing die Gestaltung an. Aber mit den Pflanzen, die ich ein wenig ohne Gedanken gepflanzt habe, bin ich bis heute unzufrieden. Das wird sich ändern und darauf freue ich mich!
Das dritte Minibeet ist das Größte und wirkt immer ein bisschen wild, aber das möchte ich auch so haben. Denn es umschließt, wie bereits erwähnt, das Fass und somit muss es in die Gestaltung einbezogen werden. Daher passt wild ganz gut. Damit es noch wilder, strukturierter kommt sicher noch die ein oder andere Staude/Gras dazu.
Nach 4 Jahren ist einiges entstanden und es ist mein kleines Paradies. Mit jedem weiteren Jahr entwickelt sich die Terrasse weiter und das komplette Potential ist noch nicht ausgeschöpft.
Seit gespannt, es wird weitere interessante Beiträge geben. Eure Sandra