Lavendel – Mehr als ein Rosenbegleiter…

Ich liebe den Duft von Lavendel. Er wirkt beruhigend und entspannend. Aber nicht nur ich mag Lavendel auch die vielen Insekten sind von seinen Duft angetan. Nicht nur der Duft ist so herrlich, sondern auch seine intensiven, violetten Blüten. Mittlerweile gibt es die Blüten nicht nur in Violett, auch in Weiß. Für meine neue Terrasse habe ich mich für beide Blütenfarben entschieden. Sie harmonieren unglaublich zauberhaft miteinander.

Viele nutzen den Lavendel für ihre Rosen als Begleiter. Dabei ist der Lavendel mehr als ein Begleiter. Na klar, sieht er in Kombination mit den Rosen gut aus. Aber die Rose steht hierbei im Mittelpunkt. Ehrlich gesagt, habe ich ihn viele Jahre auch nur als Rosenbegleiter gesehen. Manchmal muss man eines besseren belehrt werden. Inzwischen gehört der Lavendel zu meinen absoluten Lieblingspflanzen. Daher ist es selbstverständlich, dass ich ihm einen eigenen Artikel widme.

Der Lavendel im Frühjahr im Garten zwischen den Rosen!

Das Hauptaugenmerk liegt beim Lavendel nicht auf das Blatt, sondern auf die Blüte und dem Duft. Erst nach der Blüte kommen die Blätter zur Geltung. Dann hat der Lavendel wieder eine neue Funktion. Wenn man es allgemein betrachtet, dann ist der Lavendel ein echtes Multitalent.

Vor der Blüte und später nach der Blüte bereichert der Lavendel uns als Blattschmuckpflanze. Durch die Feinheit der Blätter harmoniert er im Frühjahr herzlich mit den Frühjahrsblüher. Seine silbrig, graue Farbe sticht dabei hervor und kräftige Blütenfarben kommen so stärker zur Geltung. Sind erst die ersten Blüterispen sichtbar,kommen auch schon die ersten Insekten angeflogen. Durch den intensiven Duft ist der Lavendel die erste Adresse für die Bienen und Hummeln. Im Sommer ein echt schönes Schauspiel. Wer Bienen und Hummeln fördern möchte, sollte Lavendel kultivieren. Denn ihre Pflege ist nicht aufwendig. Lavendel bereichert uns den ganzen Sommer über mit seinen Blüten.

Lavendel eignet sich auch hervorragend für selbst gebastelte Duftkissen. Einfach die Blüten in kleine Sträußen binden und an einen trockenen, dunkeln Ort hängen. Nach dem Trocknen einfach die Blüten in ein Stück Stoff rieseln lassen und ordentlich verschließen. Dann an den Ort hängen, wo ihr mögt. Im Kleiderschrank gegen Motten oder im Schlafzimmer für einen beruhigend Schlaf. Man kann den kleinen, getrockneten Lavendelstrauß für gewisse Dekorationen verwenden. Also Vielseitig einsetzbar!!

Wer Saatgut vom Lavendel ernten möchte, muss einfach die Blüte komplett verblühen lassen. Nach einer gewissen Zeit entdeckt man in den vertrockneten Blütenhülsen kleine, schwarze Samen. Einfach die Hülse entfernen und den Samen trocken und dunkel lagern. Im nächsten Jahr kann man den Lavendel selber ziehen. Gute Aussaaterde verwenden und ein bisschen Geduld haben!

In vielen Kombinationen gehört der Lavendel dazu, aber auch als Einzelgänger ist er ein Blickpunkt im Garten, Terrasse oder auf dem Balkon. Ich habe mich auf der Terrasse für die Variante Einzelgänger entschieden, in einer Halbampel. Diese Halbampel hängt an dem Sichtschutz zum Nachbarn und bildet so einen echten Hingucker. Im Garten findet man den Lavendel sehr klassisch im Rosenbeet und im passend noch im Kräuterturm. Denn die Lavendel-Blüten können für Nachspeisen verwendet werden.

Lavendel in der Halbampel in Gesellschaft mit Kräutern, Himbeere und Erdbeeren, sowie der Petunie!

Hier in Kombination mit Rosen, Schokoladenblume und Zinnen!

Beim Kräuter-Turm darf er nicht fehlen, leider blüht er da noch nicht. Zu sehen ist er über dem Salbei!

Zum Abschluss möchte ich euch kurz noch ein bisschen was zur Pflege und dem Standort berichten. Da Lavendel aus den südlichen Regionen stammt, mag er einen voll sonnigen Standort. Der Boden kann gerne mit Sand angereichert sein, sollte trotzdem locker und humose Anteile besitzen. Staunässe nimmt er übel, eher trocken halten. Entweder nach der Blüte einen Rückschnitt durchführen, vielleicht kommt eine zweite Blüte. Ansonsten ist der Lavendel super pflegeleicht. Schädlinge und Krankheiten treten bei ihm in den seltenes Fällen auf.

Ich hoffe, meine Begeisterung für Lavendel hat euch gefallen und ihr habt Lust bekommen ihn selber ein zu Hause zu schenken!

Eure Sandra

Explosion im Garten – Alles wächst und blüht!

Ich war jetzt eine gewisse Weile nicht im Garten und deswegen war ich sehr überrascht, wie schnell alles gewachsen und aufgeblüht ist. Es ist ein sehr schönes Bild. Jede einzelne Pflanze, egal ob Gemüse, Zierpflanze oder Obstgehölz hat seinen eigenen Charakter und fügt sich nahtlos in den Garten ein. Der Garten ist halt eine eigene Welt und zeigt es jedes Jahr aufs Neuste!

Das Wetter hat sicher dazu beigetragen, dass die Pflanzen uns mit reichlichen Blüten und Blätter beschenken. Inzwischen ist der erste Blumenkohl aus dem großen Hochbeet geerntet und wird sicher ein Geschmackserlebnis. Frisch geerntet schmeckt das Gemüse, Obst am besten. Der Kohlrabi im neuen, kleinen Hochbeet ist sicher in ein paar Tagen Erntereif. Darauf freue ich mich jetzt schon. Durch das zweite kleine Hochbeet können wir nochmal ein bisschen mehr Gemüse anbauen, so dass jeder aus der Familie etwas davon bekommen kann.

Am Spannendsten wird es bei den Tomaten. Sie haben gut Zuwachs, aber leider habe ich noch keinen Fruchtansatz entdeckt. Aber ich denke, der wird auch in den nächsten Tagen zum Vorscheinen kommen.

Die Tomaten kurz nach der Pflanzung!

Der Kirschbaum hat ordentlich Kirschen hängen. Das wird sicher wieder eine reichhaltige Ernte. Käsekuchen mit Kirschen ist damit gesichert. Auch frisch vom Baum schmecken sie köstlich. Neben den Kirschen sind noch kleinere Obstgehölze im Garten vertreten. Sie dienen eher dem Naschen für Zwischendurch. Bei jedem Rundgang durch den Garten landet das ein oder andere Obst in den Mund. Es ist unglaublich, wie schnell jetzt die Früchte wachsen und reif werden. Da muss man schnell sein, damit man was zum Naschen noch vorfindet.

Ich habe ja bereits in zwei Beiträgen „Ich liebe den Garten“ und „Der Garten steht in den Startlöchern“ erwähnt dass sich zum Kräuter-Turm ein weiterer Turm gesellt. Nach dem Aufbau im Frühjahr wurde er bepflanzt und alles wächst vor sich hin. Jedenfalls hat dieser Turm sehr gutes Entwicklungspotential. Auch hier bleibt es spannend. Natürlich, oh Wunder der Kräuter-Turm ist durch den Winter gekommen. Alles was ich im letzten Jahr neu bepflanzt hatte, ist wieder im vollem Wachstum. Seit seiner Entstehung sind einige Kräuter gekommen und sind nach kurzer Zeit wieder verschwunden. So ist nun mal.

Der neue Turm im Vordergrund. Im Hintergrund sieht man die beiden Hochbeete!

Kräuter-Turm nach überstandenen Winter. Einen schönen Wachstumsschub!

Besonders schön blühen die ganzen Stauden. Zwischen den Stauden sind noch einige andere Zierpflanzen gesetzt, die in den nächsten Wochen zu blühen beginnen. Es ist ein einzigartiges Farbenspiel. Man kommt in den Garten und entdeckt sofort neue Blüten. Für mich sind die unteren Bilder die Schönsten Gartenmomente!!

Das Entdecken innerhalb des Gartens ist das Größte. Vor allem wenn alles so schön erblüht!

Eure Sandra

Sommer an der Aller- Eine Bepflanzung im Wald!

Ich liebe das Waldgrundstück der Eltern meines Freundes. Es befindet sich im Wald, nur ein paar Schritte entfernt von der Aller. Im Sommer ist es dort kühler als in Mitte der Stadt. Jeden Ausflug den wir dort hin machen, macht mir persönlich immer wieder Freude. Besonders gut, dass es nicht so weit von unserem zu Hause liegt. Denn mit Baby und einigen Dingen ist eine kurze Autofahrt angenehmer.

Blick auf die Aller mit Uferbepflanzung!

Eine schöne Lilie, am Rand der Aller!

Da das Grundstück in Mitte von einem Wald liegt, ist es schwierig eine optimale Bepflanzung zu finden. In den letzten beiden Jahren habe ich ein bisschen ausprobiert, aber so richtig zu frieden war ich nicht wirklich. In diesem Jahr habe ich mich für eine rustikale Bepflanzung entschieden. Eine Bepflanzung ohne große Experimente. Die Standortbedingungen sind halbschattig bis schattig und dazu sind die Bodenverhältnisse nicht optimal. Der Boden ist sehr sandig, eine Art Boden wie er in der Heide vorkommt. Daher wurden nur die Kübel bepflanzt und die Beete bleiben in ihren bisherigen Zustand. Ich finde persönlich, dass die Beet mit Hortensien, Walderdbeeren sehr schön zu dem Grundstück passen. Ein bisschen Pflege mehr Bedarf es eigentlich nicht.

Lupine mag diesen herrlichen Wald, mit den vorkommenden Bodenverhältnissen…

Also wurden die Kübel in den Sommer geschickt. Ich hatte zwar wieder einen kleinen Plan im Kopf, aber es kam mal wieder anders als geplant. Trotzdem bin ich mit meiner Pflanzenauswahl zufrieden. Neben kräftig, roten Begonien gesellten sich Tagetes, Männertrau, Fuchsien, Elfenspiegel und anschließend Gräser, Farn als Kontrast. Ich selber, habe noch nie Fuchsien und Begonien auf dem Balkon oder auf der Terrasse gepflanzt. Daher war es für mich eine kleine Premiere!

Bevor ich die Pflanzen in die Kübel gepflanzt habe, machte ich eine Art Stellprobe, wo welche Pflanze in welcher Kombination hin sollte. So konnte ich noch korrigieren, wenn es mir nicht gefällt. Diese Stellprobe mache ich sehr häufig, wenn es um eine Bepflanzung geht. Denn wenn erstmal die Pflanze in der Erde ist und wieder raus muss, dann hat man unnötige Arbeit. Manchmal ist auch eine Pflanzskizze hilfreich, sollte jeder für sich entscheiden. Mit frischer Erde ging es dann an die finale Bepflanzung. Insgesamt haben 5 Kübel einen ansprechenden Sommer bekommen. Zwei Kübeln sind identisch gestaltet. Für diese Kombination war der Standort der entscheidende Aspekt. Eigentlich mag ich persönlich keine identischen Kübel in direkter Nähe, aber die Lage und Situation ist meistens entscheidend.

Einfach schlicht gehalten.

Eigentlich könnte man hier noch die ein oder andere Pflanze mit einbringen, aber ich finde das es nicht zu überladen wirken sollte. So kann sich das Gras mit dem Elfenspiegel optimal entwickeln ohne eingeengt zu werden.

Die Farbkombinationen Gelb, Rot und Blau bringt eine gewisse Helligkeit auf das Grundstück. Es harmoniert mit den vielen braun, grün Tönen des umliegenden Waldes. Diese Kombination gibt es zwei Mal. Sie stehen in einer Ecke, die etwas dunkler von Natur aus ist. Daher kommen die leuchteten Farben gut zur Geltung.

Ein rustikaler Betonkübel mit einem Salix (Weide) bildet auf dem Waldgrundstück einen schönen Blickpunkt. Die untere Bepflanzung besteht aus Fuchsien, Elfenspiegel, Männertrau und jeweils einem Gras und um den Wald mit einzubeziehen einen Farn. Alle Pflanzen harmonieren hervorragend und die Fuchsien mit ihren kräftigen Blüten bilden den Hauptteil der Bepflanzung. Ich hätte nie gedacht, dass diese Kombination so gut aussieht. Zum Salix, der ein bisschen wild aussieht, ist unten eine schlichte Ruhe!

Als alle Kübel in den Sommer versetzt wurden, war ich mit dem Ergebnis sehr zufrieden. Die Bepflanzungen passsen optimal zu dem Waldgrundstück ohne das es Künstliche oder außergewöhnlich ist. Vielleicht ist eine rustikale, klassische Bepflanzung einfach die beste Lösung. Leider eignen sich viele Pflanzen nicht für diesen speziellen Standort. Trotzdem ist es mir gelungen, Sommer in den Wald zu zaubern!

Eure Sandra

Planung und Durchführung von Produkttestes!

(unbezahlte Werbung) Zusammenarbeit mit der Firma Sautter und Stepper.

Anmerkung alle Bilder wurden von Sandra Harmel fotografiert!

Seit 2017 teste ich für Sautter und Stepper die Wirksamkeit von Nützlingen. Es ist mit viel Arbeit verbunden. Der einfachste Teil ist dabei die Durchführung. Für die Planung benötige ich ein bisschen mehr Zeit. Aber ich finde der Aufwand lohnt sich immer. Dabei hilft mir auch das Fachwissen, welches ich im Studium erlangt habe.

Bevor ein Testlauf erfolgen kann, stehe ich mit der Firma Sautter und Stepper in Kontakt. Über E-Mail wird besprochen, welchen Schwerpunkt der Test hat. Meistens gucke ich im Garten oder auf der Terrasse, ob ein Schädling da ist, der mit Nützlingen bekämpft werden kann. Oder es handelt sich, um eine vorbeugende Maßnahmen (siehe Blog-Beitrag: Monitoring zum Befall des Buchsbaumzünsler). Im aktuellen Testlauf geht es, um die Bekämpfung von Blattläusen (siehe Blog-Beitrag: Blattläuse entdecken meine Terrasse). Ich werde zwei Nützlinge ausprobieren und vergleichen. Der erste Nützling ist die Florfliege. Mit diesem Nützling habe ich schon positive Erfahrungen gesammelt. Im Vergleich steht dazu die Gallmücke. Für mich persönlich ein eher unbekannter Nützling. Bin schon ziemlich gespannt auf das Ergebnis.

Die Planung:

Als klar war, dass ich einen Vergleich durchführen werde, fing die Planung an. Das Schöne ist, dass ich von fast jeder Testpflanze gleich zwei habe. Das macht den Vergleich sehr praxisnah. Im ersten Schritt der Planung habe ich eine Tabelle angefertigt, je eine für die Florfliegen und für die Gallmücke. Dadurch kann ich die jeweilige Situation besser vergleichen und bewerten. Für die Bewertung gibt es ein Zahlensystem von 0-6, wobei 0 kein Befall und 6 Pflanze ist abgestorben bedeutet.

Nachdem die Tabelle angefertigt war, wurden einfache Pflanzschilder mit dem jeweiligen Nützling beschriftet. Die Schilder habe ich dann in den Testpflanzen gesteckt. So weiß ich, welcher Nützling die Pflanze bekommen hat. Es wäre nämlich nicht gut, wenn alles durcheinander geräten würde.

Bei anderen Produkttestungen hängt die Planung von den jeweiligen Produkten ab. Sobald ich weiß, welches Produkt ich teste, mache ich mich an die passende Planung. Es kann auch gut möglich sein, dass ein komplettes Projekt entsteht.

Nun zur Durchführung:

Die Durchführung ist auch immer abhängig vom Produkt. Wichtig ist, die genaue Anleitung von den Produkten zu lesen und das genau so auszuführen. So wird gewährleistet, dass das Produkt seine volle Wirksamkeit zeigt. Bei der Ausbringung der Nützlinge darauf achten, dass man sich schon in der Nähe beziehungsweise in der Kultur befindet. Mir ist eine Sorgfältige und Praxisnahe Anwendung wichtig. Nur so kann ich euch die Nützlinge empfehlen.

Die Florfliegen wurden in Buchweizen als Trägermaterial geliefert. Die Gallmücke wurde mit einem anderen Trägermaterial geliefert. Bevor die Nützlinge zu ihren Testpflanzen kommen, habe ich die Ausgangssituation mit meinem Bewertungssystem begutachtet. Im unteren Bild könnt ihr das Ergebnis sehen. Nach zwei Wochen werde ich eine Zwischenbewertung durchführen. In etwa 6 Wochen nach der Ausbringung kommt dann das Endergebnis des Testes.

Die Nützlinge werden mit diesem Trägermaterial in sogenannte BioBoxen verteilt und dann in die entsprechende Pflanze gehängt. Wer sich unsicher ist, sollte unbedingt die mitgelieferte Anleitung lesen und nach dieser Vorgehen. So ist eine optimale Wirkung gegeben.

Die Florfliegen in dem Buchweizen!

In dieser BioBox befindet sich die Gallmücke!

Bereits nach dem Ausbringung nehmen sie ihre Arbeit sofort auf.

Die Blattlaus bekommt Besuch von der Florfliege!

Abschließend lässt sich nur sagen, dass viele Produkte, die ich bereits getestet habe, immer mich positiv überzeugt haben. Am meisten bin ich von dem Einsatz der Nützlinge begeistert. Daher freue ich mich auf weitere Testdurchläufe.

Eure Sandra

Blattläuse entdecken meine Terrasse!

Ich liebe meine Terrasse und die Gestaltung, Bepflanzung macht mir sehr viel Spaß (siehe Terrassen-Tagebuch). Im Laufe jeden Monats entstehen neue Gesichtspunkte und den ein oder anderen Blickfang. Ein besonderer schöner Blick ist, beim Wasserspiel das Zinkgefäß mit den bienenfreundlichen Stauden. Sie wachsen gleichmäßig und die ersten Blütenknospen habe ich bereits entdeckt. In der Blüte sieht das Gefäß sicher beeindruckend aus und in Kombination mit dem Wasserspiel ein Traum.

Nach meinem letzten täglichen Gang über die Terrasse, musste ich leider feststellen, dass Blattläuse meine Stauden auch ansprechen finden. Eigentlich finde ich Blattläuse gar nicht so schlimm. Denn in der Natur ist es völlig in Ordnung, wenn an den Pflanzen Blattläuse auftreten. In den Gewächshäusern kann ein so starker Befall schon mal wirtschaftliche Schäden anrichten. Trotzdem bin ich sehr traurig, dass meine neuen Bepflanzungen betroffen sind. Aber nicht nur die Stauden, sondern auch die Kapuzinerkresse und auch noch die Tomaten zeigen erste Blattläuse.

Blattläuse sind kleine Schädlinge. Es gibt sie in verschiedenen Arten. Manche sind rotbraun, braunschwarz oder grün.

Die grüne Blattlaus ist wohl die am Bekanntesten unter den Hobbygärtnern. Eine Massenvermehrung tretet im Frühsommer bei trockenem, warmen Temperaturen auf, welche wir in Moment haben. Das unter Bild ist ein schönes Beispiel für die schnelle Vermehrung der Blattläuse.

Am liebsten mögen Blattläuse die jungen Blätter und Triebe der Pflanzen, dort entdeckt man sie am Häufigsten, sowie an den jungen Blütenknospen. Mit ihrem Mundwerkzeug stechen sie in das entsprechende Pflanzorgan und saugen sich den Pflanzsaft heraus. Man sieht meistens sehr gut die Einstichlöcher und wo dementsprechend der Pflanzensaft fehlt. Das sie bestimmte Pflanzenteile befallen, ist eigentlich nicht der größte Schaden, sondern der Honigtau den die Blattläuse ausscheiden. Dieser sogenannte Honigtau sorgt dafür, dass sich Rußtaupilze auf dem Blatt oder Trieb ansiedeln können. Die Rußtauspilze hemmen die Fotosynthese und damit das Wachstum der Pflanze. Es kommt zum Absterben. Neben den Rußtaupilzen übertragen Blattläuse Viren, die auch zum starken Schäden an der Pflanze sorgen.

Wie bekämpfe ich die Blattläuse?

Eigentlich wollte ich sie gar nicht bekämpfen. Aber bei so einem starken Befall bleibt mir nichts anderes übrig. Ich habe gedacht, dass Marienkäfer auftauchen und ihren Dienst tun. Dies ist leider nicht der Fall. Statt den nützlichen Marienkäfer, treten statt dessen vermehrt Ameisen auf. Die können sich hervorragend von dem Honigtau ernähren und verteidigen die Blattläuse sogar gegen natürliche Feinde. Ich vermute auch, dass das ein Grund dafür ist, dass keine Marienkäfer auftauchen.

Chemie kommt bei mir gar nicht zum Einsatz. Denn ich möchte das Gärtnern auf der Terrasse so natürlich wie möglich gestalten. Daher habe ich mich für ein bekanntest Hausmittel entschieden. Ich verwende einen Teelöffel Schmierseife auf einen Liter Wasser. Alles gut vermischt und in eine Sprühflasche gegeben. Dann wird alles ordentlich mit der Lösung eingesprüht. Diese Maßnahme wird mehrmals wiederholt. Es ist das meist eingesetzte Mittel. Sogar in meiner Lehre zur Gärtnerin haben wir es verwendet.

In Kürze werde ich wieder ein Produkttest für die Firma Sautter und Stepper durchführen. Dabei werden zwei verschiedene Nützlinge gegen die Läuse getestet. Über die Vorbereitung und Durchführung wird es einen Beitrag geben, sowie über das Ergebnis. Daher wird das Hausmittel, welches ich oben beschrieben habe erstmal nicht weiter zum Einsatz kommen!

Florfliegen- Einsatz gegen den Blattläuse-Befall!

Jetzt hoffe ich, dass sich mein Einsatz lohnt. Es wäre schade, wenn meine Stauden, Tomaten und die Kapuzinerkresse erhebliche Schäden davon tragen würden. Die Mühe und Arbeit wäre dann irgendwie umsonst gewesen und dieser Gedanke macht mich nachdenklich.

Interessant ist der Verlauf des Blattlaus-Befalls irgendwie schon. Denn jeden Tag entdecke ich zu meinem Leidwesen wieder einen neuen Befall. Der Salat zeigt auch schon kleine Einstichlöcher, die auf einen Blattläuse-Befall hindeutet. Das zeigt mir deutlich, dass dieser Schädling sich rasch vermehrt und in Moment unser nicht stabiles Wetter zu schätzen weiß.

Ich hoffe, ihr habt so einen starken Blattlaus-Befall nicht in eurem Garten, Balkon oder auf der Terrasse. Weiterhin wünsche ich euch eine schöne Gartensaison!

Eure Sandra