Die kleine Strandterrasse!

Unsere kleine Urlaubsecke im Garten lädt zum Entspannen ein. Aus einer trostlosen Gartenecke ist ein Paradies im Laufe der letzten Jahre entstanden. Es entstehen zu jeder Jahreszeit neue Gestaltungsideen, um diese kleine Urlaubsecke zu erweitern und somit weiter aufzuhübschen.

Bereits in der letzten Gartensaison ist eine kleine Terrasse entstanden, wo der Strandkorb einen neuen Platz bekommen hat. Denn der Strandkorb stand vorher direkt auf der Sandfläche und auf Dauer ist das nicht gut. Daher haben wir uns entschieden eine kleine Terrasse zu bauen, wo er drauf stehen kann.

Optisch passt so eine Strandterrasse gut in das gesamt Konzept der Urlaubsecke. Es lädt ein sich zu entspannen und gemütliche Stunden ohne Stress dort zu verbringen. Urlaubsgefühle kommen garantiert auf! Ich verbringe gerne im Sommer meine Zeit an diesem gemütlichen Ort!

Aufbau der Strandterrasse!

Der erste Teil der Strandterrasse, welche im letzten Jahr entstanden ist, wurde aus Paletten und einer Holzplatte gebaut. So simpel und so praktisch! Die Paletten werden als Unterkonstruktion verwendet. Die Unterkonstruktion bildet das Grundgerüst und muss daher sehr genau ausgerichtet werden. Auf einem sandigen Untergrund eine schwierige Angelegenheit. Daher wurde der Sand in diesem Bereich gründlich zur Seite geschaufelt und zwar so, dass er nicht mehr im Weg ist. Mit Hilfe der Wasserwaage könnten die Paletten in ihrer Genauigkeit ausgerichtet werden. Denn nur durch eine gerade Unterkonstruktion funktioniert eine schöne, gerade Oberfläche als Terrasse und die Tragkraft der Möbel ist so gewährleistet.

Die Paletten sind als Unterkonstruktion hervorragend geeignet, weil ihre Tragfähigkeit hervorragend ist und die gesamte Terrasse dadurch eine Stabilität. ich bin immer wieder begeistert, was man alles aus Paletten bauen kann. Auf die Palettenunterkontruktion wurde dann eine einfache Holzplatte geschraubt. Die Maße der Holzplatte richtete sich nach der Größe der Palettenunterkonstruktion. Paletten haben Standartmaße nachdem man sich sehr gut orientieren kann.

Nach der Fertigstellung der Strandterrasse wurde sie abschließend noch mit Holzschutzfarbe gestrichen. Diese dient zum Schutz vor den äußeren Witterungsbedingungen und sorgt dafür das alles länger hält. Jede Holzkonstruktion bei uns im Garten wird zwischenzeitlich mit einer Holzschutzlasur versehen, um so die Haltbarkeit zu gewährleisten.

Sobald der Holzschutz getrocknet war, bekamen der Standkorb, der Tisch und ein Sonnenschirm ihren Platz. Vor der Strandterrasse hat mein Papa noch große Steine gelegt und einen Zaun aufgestellt. Schön sah es irgendwie nicht aus.

Die Erweiterung!

In der Winterpause wurde dann darüber gesprochen, die Strandterrasse zu erweitert, um mehr Platz zu bekommen und optisch es aufzuwerten. So wie sie zu dieser Zeit bestand sah es irgendwie verloren aus. Die Erweiterung ist nicht aufwendig und nimmt nicht so viel Zeit in Anspruch. So das wir sie in diesem Sommer bereits nutzen können.

Die improvisierte Erweiterung der Strandterrasse.

Alles wurde abgemessen, damit man genau wusste, wie viel Raum bleibt für die Erweiterung. Denn ein Durchgang zwischen Pool und Strandterrasse musste mit einbezogen werden. Es darf nicht zu eng alles sein. Außerdem soll der erste Teil der Strandterrasse zusammen mit der Erweiterung eine Einheit bilden (siehe oberes Bild). Mit Hilfe der vorhanden Paletten und einigen Gegenständen wurde eine optische Vorstellung der Erweiterung dargestellt. Nur so könnten wir uns das vorstellen, wie es aussehen soll. Das ist gut gelungen und ich kann es bei anderen Gartenprojekten, die ihr euch vornimmt sehr empfehlen. So wird alles klarer und deutlich zu sehen sein und Probleme können so vermieden werden.

Wie bereits der erster Teil der Strandterrasse bilden Paletten in der Erweiterung auch wieder die Unterkonstruktion. Durch ihre einfache Anwendung war das ihr die beste Lösung und so könnte eine Einheit entstehen. Für den oberen Terrassenteil wurden auch wieder Holzplatten genutzt. Alles wurde so gebaut, dass keiner auf die Idee kommen würde, dass die Strandterrasse aus zwei Abschnitten besteht. Das war auch das Ziel, welches abschließend erreicht wurde. Zum Schluss wurde alles verschraubt und mit Holzschutz gestrichen. Fertig!

Die fertige Strandterrasse mit ihrer Erweiterung!

Wer jetzt dachte sie ist fertig, der kennt uns nicht. Meine Eltern sind auf die Idee gekommen, die Strandterrasse mit einem grünen Outdoorteppich zu verkleiden. Ich fand die Idee toll und hab bei der Befestigung eifrig mit meinem Sohn geholfen. Das Ergebnis ist toll geworden und es gibt dem Gesamtbild einen attraktiven Charakter. Mit kleinen Aufwand entsteht eine große Wirkung!

Nun kann der Sommer kommen und wir können herrliche Stunden in unsere kleinen Urlaubsecke genießen!

Eure Sandra

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Dein Balkonguide: Endlich Frühling!

Der Frühling ist da! Die Forsythien blühen und endlich kann die Balkonsaison beginnen! Nachdem ihr euren Balkon kennen gelernt, vielleicht schon erste Pläne erstellt habt und die Basics kennt, geht es im vierten Teil der Reihe „Dein Balkonguide“ um das Thema Frühling. Der Frühling ist der ideale Zeitpunkt, aus deinem Balkon dein Outdoor-Wohnzimmer zu gestalten . Ich möchte dir gerne zeigen, welche Balkon-Arbeiten ihr erledigen solltet und welche Blütenpracht ihr bereits im Frühling pflanzen könnt. Neben den bunten Blumen, kann selbstverständlich auch Gemüse in Balkonkästen und Kübeln wachsen und anschließend geerntet werden.

Die Grundreinigung!

Eine Grundreinigung ist nötig, damit ihr den Schmutz und die Überreste des Winters entfernt. Der Balkonboden sollte gründlich gesäubert werden, um Blätter und Grünverfärbung zu beseitigen. Es sieht besser aus, vor allem in Kombination mit euren Balkonmöbeln (vielleicht richtet ihr euch komplett neu ein…). Ein schöner Balkonboden macht garantiert einiges aus. Wenn euch der Belag des Balkonbodens nicht gefällt, ist jetzt die beste Gelegenheit sich einen neuen Bodenbelag zu verlegen oder den Balkonboden mit einem attraktiven Outdoor-Teppich zu verschönern.

Falls ihr Balkonkästen/Kübel aus der vorherigen Balkonsaison besitzt, dann macht sie ordentlich sauber, so könnt ihr vermeiden, dass sich Schädlinge/ Krankheiten in eure neuen Bepflanzung ansiedeln. Ich reinige die Kübel erst mit einem Handfeger und anschließend nutze ich lauwarmes Wasser zum Reinigen. Anschließend an der Luft trocknen lassen. Nun kann die neue Erde in die gereinigten Balkonkästen/Kübeln.

Es wird bunt!

Jetzt kann es losgehen mit einer bunten, frühlingshaften Bepflanzung! In den Gartencenter ist die Auswahl der Frühlingsblüher atemberaubend. Es werden neben den klassischen Stiefmütterchen und Hornveilchen noch viele weitere Frühjahrsblüher angeboten. Wer Tulpen und Co. nicht verzichten möchte und im Herbst keine Blumenzwiebel gesteckt hat, wird im Gartencenter fündig. Sie werden als vorgezogene Topfware verkauft. Aus eigener Erfahrung kann ich sagen, dass es sich lohnt auf sie zurückzugreifen. Für Balkonneulinge eine schöne Alternative!

Meine Top 3 der Frühjahrsblüher, die auf keinen Fall auf den Balkon fehlen dürfen:

  1. Vergiss mal nicht (Myosotis)
  2. Hornveilchen (Viola cornuta)
  3. Ranunkel (Ranunculus asiaticus)

Zusammen im Kübel oder im Balkonkasten bringen sie Farbe und vertreiben das Grau auf dem Balkon.

Der Frühling ist auch der optimale Zeitpunkt Stauden zu pflanzen. Einige Stauden blühen bereits und ergänzen sich eindrucksvoll mit den einjährigen Frühjahrsblüher. So habt ihr eine dauerhafte Bepflanzung, welche ihr mit einjährigen Pflanzen ergänzen könnt. Der Pflegeaufwand ist dadurch gering. Besonders schön sind diese Kombinationen, wenn aus der blühenden Staude eine Blattschmuckstaude wird, Beispiel: Bergenien. Auch für sommer-oder herbstblühende Stauden ist jetzt der ideale Zeitpunkt gepflanzt zu werden. Achtet bei der Auswahl der Stauden darauf, ob sie für euren Balkon geeignet ist bezüglich Standort (sonnig, halbschatten oder schattig) und auf ihre Gesamthöhe. Denn auf einen Balkon passt keine Staude, die bis zu 2 Meter werden kann!

Gemüse auf den Balkon- Voll im Trend!

Ab Frühling könnt ihr nicht nur bunte Frühjahrsblüher oder Stauden pflanzen, auch die ersten Gemüsearten können auf euren Balkon einziehen! Salat, Radieschen, Spinat wachsen gerne in Balkonkästen und Kübeln. Ab Ende März sät ihr sie am besten direkt in den Balkonkasten oder in den Kübel. Die erste Ernte kann bei gutem, milden Wetter bereits Mitte April erfolgen. Falls es noch mal richtig frostig werden sollte, empfehle ich euch ein Vlies zum Abdecken der Gemüseaussaaten. So bleibt es darunter ein bisschen wärmer. Ab wann ihr welche Gemüsearten aussäen könnt, steht auf im oberen Bereich der Saatguttüte.

Direktaussaat:

  1. Spinat (ab Ende März)
  2. Feldsalat (Februar)
  3. Radieschen (ab Mitte März)
  4. Rote Rübe (Mitte April)
  5. Erbse / Mangold (Mitte April)

Eine Alternative zur Direktsaat ist die Pflanzung von vorgezogenen Jungpflanzen. Die vorgezogenen Jungpflanzen werden in Schachteln im Gartencenter angeboten. Das Angebot wurde in den letzten Gartenjahren ausgeweitet. Man findet sogar vorgezogene Möhren! Es spart Zeit und die Erntemenge ist ansehnlich und ausreichend. Achtet darauf, wenn ihr vorgezogene Jungpflanzen kauft: das sie kräftig gewachsen sind, keine Fäulnisstellen vorweisen, nicht vertrocknet oder über nässt sind. Auf den vorhanden Etikett findet ihr alle weiteren wichtigen Informationen, die ihr unbedingt lesen solltet!

vorgezogene Jungpflanzen:

  1. Kohlrabi (ab Ende März)
  2. Pflücksalat (ab Ende März)

Bei starken Frostnächten die Gemüsejungpflanzen mit Vlies abdecken!

Nachdem ihr eure Balkonkästen/ Kübel bepflanzt habt, befestigt oder stellt alle an ihren Platz.

Tipp: Bepflanzt die Balkonkästen und Kübel direkt an ihren Platz. So spart ihr Arbeit und Zeit. Außerdem bekommt ihr dadurch einen Überblick, wo anschließend die Balkonmöbel stehen sollen.

Jetzt wird es gemütlich!

Die Balkonkästen und Kübel sind an ihren Platz und bringen Farbe auf den Balkon. Nun ist der ideale Zeitpunkt das die Balkonmöbel ihren Platz auf den Balkon einnehmen. Mit dem entsprechenden Mobiliar wird das frühlingshafte Outdoor-Wohnzimmer gemütlich. Es lädt zum Verweilen ein und man kann gut vom täglichen Stress abschalten.

In den Gartencentern gibt es eine riesige Auswahl an Balkonmöbeln. Die Auswahl hängt jeweils von dem eigenen Geschmack ab, wie viel Platz auf dem Balkon zur Verfügung steht. Zusätzlich ist wichtig, dass ihr die Traglast des Balkons berücksichtigt (nicht nur bei den Balkonmöbeln, auch bei den Balkonkästen/ Kübel)!

Stellt eure Balkonmöbel so auf, dass ihr noch genügend Platz habt, damit ihr euch einigermaßen bewegen könnt und die Kübel nicht umgestoßen werden!

Genießt den Frühling auf euren Balkon!

Eure Sandra

Beiträge aus der Themenreihe „Dein Balkonguide“:

Dein Balkonguide: Lerne deinen Balkon kennen!

Dein Balkonguide: Planung deines Outdoor-Wohnzimmer!

Dein Balkonguide: Die Basics!

Hallo Waldgarten, schön dich wieder zu sehen!

Endlich war es soweit, die Winterpause im Waldgarten ist vorbei! Die Freude auf den ersten Besuch des Jahres im Waldgarten war riesig. Ich liebe den Waldgarten sehr. Der erster Besuch des Jahres ist immer aufregend, denn ich weiß nie, welche Stauden und welche Frühjahrsblüher mich überraschen. Schon bei Betreten des Waldgartens weht eine frische Brise Waldluft einem entgegen und man spürt sofort die herrliche Ruhe.

Die Entdeckungstour beginnt sofort! Natürlich liegen viele Äste, Tannennadeln und Tannenzapfen überall rum, typische Waldidylle. Durch einige stürmische Tage sind auch wieder Äste abgebrochen, aber das sind wir schon gewöhnt. Alle Äste werden als Erstes entfernt und fachgerecht entsorgt. Anschließend alles gefegt und gesäubert und dann geht es erst richtig los! So eine Grundreinigung erfolgt grundsätzlich nach jeder Winterpause. Ansonsten herrscht nur Chaos und einen Anfang sieht man nie.

Ein attraktives Highlight ist die abgeschnittene Tanne (sie ist im letzten Jahr durch den Sturm umgestürzt), um den gesamten Stamm wachsen Efeu und es haben sich typische Pilze gebildet. Der Wald holt sich alles wieder und man sieht hier deutlich den Kreislauf des Waldes. Noch ist der Stamm der Tanne gut zu erkennen, aber ich kann mir vorstellen, dass man ihn im nächsten Jahr fast nicht mehr erkennt. Er bietet hervorragend Unterschlupf für Insekten. Daher möchte ich einige Löcher in den Stamm bohren, damit sich Insekten, Wildbienen und andere Kleinlebewesen dort einnisten können. So hat dieses kleine Unglück ein Jahr danach ein Nutzen. Der Platz davor könnte ich mir gut als Wildwiese vorstellen. Es wäre eine schöne und gleichzeitige nützliche Kombination, ohne großen Aufwand zu betreiben. Dabei steht der Gedanke des natürlichen Gärtners an erster Stelle, welchen ich im Allgemeinen im Waldgarten folge.

Alle Stauden, die ich im letzten Waldgartenjahr gepflanzt habe, treiben wieder stark aus. Was mich mit einer Freude erfüllt! Die Tage werden jetzt hoffentlich wärmer und dann wachsen sie kräftig. So das im späten Frühjahr und im Sommer eine bienenfreundliche Staudenpracht erblüht. Daher hab ich gleich bei meinem ersten Besuch alle alten, verwelkten Triebe entfernt, damit die neuen frischen Triebe ordentlich Licht zum Wachsen abbekommen. Das war mir eine Herzens Angelegenheit! Nicht geplante Gartenarbeiten sind ja bekanntlich die Schönsten!

Ich achte bei der Auswahl der Stauden darauf, dass sie bienenfreundlich sind. Das Summen der Bienen im Wald ist herrlich und entspannt einen so toll.

Ich pflanze gerne Stauden in den Waldgarten, weil es einfach gut passt und nicht jedes Waldgartenjahr die Töpfe/ Beete neu pflanzen muss. Das spart Zeit, die ich dann wieder für andere Waldgarten-Projekte nutzen kann. Daher werden die Balkonkästen, welche sich an der Waldhütte befinden in diesem Waldgartenjahr mit Stauden bepflanzt. Sie sehen gerade richtig trostlos aus und das möchte ich zeitnah ändern. Es wird eine Kombination aus einer immergrünen Blattschmuckpflanze , frühlings-sommerblühende Staude und einer spätblühenden Staude werden. So meine Idee!

Die vorhanden Beete sehen nach dem Winter nett aus. Ich war total positiv überrascht. Das Beet vor der Waldhütte bekommt eine neue Schicht groben Rindenmulch, weil es gut passt und somit der Pflegeaufwand geringer wird. Die gesamten Sträucher und Stauden bleiben erhalten. Eine Neupflanzung direkt in den Boden ist leider nicht möglich, da der Boden ziemlich verwurzelt und verfilzt ist. Daher werde ich es mit Kübeln aufhübschen. Im letzten Herbst hab ich damit angefangen und finde diese Lösung sehr hübsch.

Das Beet an der Terrasse nimmt mit jedem Waldgartenjahr an Form und Struktur zu. Die gepflanzten Stauden treiben ordentlich aus. Es wird erblühen mit seinem eignen Charakter. Auf dem gesamten Beet liegt im Moment eine Schicht aus vielen Tannennadeln, aber die wird gründlich entfernt und mit frischer Erde versorgt. Dadurch wirkt alles freundlicher und es lässt sich die ein oder andere Staude ins Beet setzen. Spontan und ohne festen Plan, so mag ich es am Liebsten!

Meine beiden Himbeeren treiben vielversprechend aus. Ich bin gespannt, wie weit sie beim nächsten Waldgarten-Besuch sind. Wenn ihr Wachstum stetig steigt, dann wird es die ein oder andere Himbeere mehr geben, als im vergangen Waldgartenjahr. Ich hoffe es und bleibe optimistisch. Neue Erde und eine gute Portion Dünger wären von Vorteil, um das Wachstum und die Fruchtbildung zu fördern. Das steht garantiert auf meiner Liste!

Zu einem Waldgarten gehören typische Obstarten. Ich möchte gerne zu den Himbeeren noch eine Brombeere und vielleicht eine Heidelbeere setzen. Eine Naschobst-Ecke wäre voll toll. Man geht durch den Waldgarten und kann sich eine Himbeere oder Brombeere in den Mund stecken. So etwas macht besonders Spaß und ich kenne es aus meiner eignen Kindheit.

Ich liebe es meine Runden durch den Waldgarten zu gehen und wenn ich eine Ecke betrachte, dann fällt mir immer eine Idee ein , wie man sie nutzen kann. Im vorderen Bereich des Waldgartens ist eine Ecke, wo Überraschung eine Feige wächst. Dort ist es sonnig und hell, also ein optimaler Standort, um Gemüse zu kultivieren. In Kombination mit der Feige stelle ich mir es richtig schön vor. Ich möchte es als Beet anlegen und in diesem Waldgartenjahr schauen, welche Gemüsearten es denn mögen.

Mein Plan ist Folgender:

Die Feige wird durch fachgerechte Pflegemaßnahmen, ihren alten Glanz zurück bekommen. Denn im nächsten Arbeitsschritt wird alles entfernt, was nicht dort hingehört. Anschließend muss der Boden unbedingt von Unkraut befreit und aufgelockert werden. Nach diesen Arbeitsvorgang kann das Anlegen eines neuen Beetes erfolgen. Alles wird genau abgegrenzt und mit Erde aufgefüllt. Wenn alles geklappt hat und die Qualität der Erde gut ist, dann wird das erste Gemüse gepflanzt. Vielleicht wird es auch eine Kombination aus blühenden Blumen und Gemüse geben. Beide ziehen ein Nutzen aus dem jeweiligen anderen.

Dies ist für dieses Waldgartenjahr mein persönliches Projekt und ich bin voller Tatendrang, dass es klappen wird!

Ansonsten möchte ich viele blühende, naturnahe Highlights setzen. Upcycling gehört natürlich auch dazu!

Ich freue mich auf die Waldgartensaison 2023 mit vielen spannenden und entspannenden Momenten.

Eure Sandra

Mit Kindern basteln: Österliche Anhänger aus Salzteig!

Die Osterwoche hat begonnen und die letzten österlichen Dekorationen werden vorgenommen. Besonders schön und einzigartig sind die österlichen Dekorationen, die zusammen mit euren Kindern entstehen. Seit ich Mama bin, ist meine Kreativität mehr in den Fokus gerückt und zusammen mit meinem Sohn macht es doppelt so viel Spaß!

Der Salzteig ist ein Klassiker, den ich bereits aus meiner eignen Kindheit kenne. Wer kennt ihn nicht? Für unseren Osterstrauch fand ich es passend, den Klassiker Salzteig für österliche Anhänger zu nutzen. Für Kinder ist es ein riesiger Spaß! Teig kneten, Formen ausstechen und dann bunt anzumalen, anschließend aufhängen. Mein Sohn war mit so einer Begeisterung bei der Sache, dass ich gerne unsere Anleitung zu den österlichen Salzteig- Anhänger an Euch weitergeben möchte!

Jeder einzelne Arbeitsschritt ist so beschrieben, dass ihr es mit euren Kindern leicht nachbasteln könnt!

Salzteig:

  • 1 Tasse Salz
  • 1 Tasse Wasser
  • 2-3 Tassen Mehl, je nach Teigkonsistenz. Ich habe 2 1/2 Tassen Mehl verwendet.
  • 1 TL Öl

Alle Zutaten werden in einer Schüssel zu einem geschmeidigen Teig verknetet. Achtung es ist ein wenig kleberig. Am Besten ein wenig Mehl auf die Hände geben und verreiben, so bekommt ihr den Teig gut von den Fingern.

Als nächstes wird der Teig aus der Schüssel heraus genommen und auf eine Arbeitsfläche gelegt. Ich benutze als Arbeitsfläche eine Silikonunterlage. Sie ist stabil und lässt sich später gut reinigen (Geschirrspülmaschinen geeignet!).

Mit einem Teigroller wird der Salzteig gleichmäßig dick ausgerollt. Das ist wichtig für den Back-oder Trocknungsprozess! Um ein Kleben des Salzteiges an der Teigrolle zu vermeiden, wird die Teigrolle ein wenig mit Mehl bestäubt. So wird auch verhindert, dass der ausgerollte Salzteig reißt. Die Arbeitsfläche ebenfalls mit Mehl leicht bestreuen, zur Vermeidung des Festklebens!

Nach dem Ausrollen des Salzteiges werden die österlichen Formen für den Anhänger ausgestochen. Dafür eignen sich ganz einfache Ausstecher für Kekse in Form von Hase, Ostereier, Henne und Blumen…! Diese werden mit der scharfen Seite in den Salzteig gedrückt und vorsichtig heraus geschnitten. Anschließend auf ein Blech mit Backpapier legen. Es ist die übliche Vorgehensweise wie beim Kekse backen. Umso viele Formen aus dem Salzteig zu bekommen, ist es am Einfachsten mit dem Ausstechen am Rand zu beginnen und jeden Zentimeter des Teiges zu nutzen.

Mein Sohn beim Ausstechen eines Hasen.

Da wir österliche Anhänger aus Salzteig hergestellt haben, wird mit Hilfe eines Holzstabes ein Loch ziemlich mittig produziert. Das Loch dient dazu, damit man eine Schnur durchziehen und nach Fertigstellung sie an den Osterstrauch aufhängen kann. Dies muss unbedingt vor dem Back-oder Trocknungsvorgang erfolgen, ansonsten ist der Salzteig hart und kann später dadurch brechen. Das wäre ja schade.

Wenn alle österlichen Anhänger auf dem Backblech sind, geht es weiter. Der Salzteig muss trocken sein, damit er aufgehängt oder je nach Dekoration genutzt werden kann. Ihr habt zwei Möglichkeiten eure Salzteig-Anhänger zu trocknen.

Möglichkeit Eins:

Man kann den Salzteig an der Luft trocknen lassen. Einfach auf dem Backblech mit dem Backpapier liegen lassen und an einen trockenen Ort stellen. Zwischendrin die österlichen Anhänger umdrehen, damit sie von beiden Seiten vollständig trocknen können. Als Ort zum Trocknen eignet sich zum Beispiel der Keller. Er darf natürlich nicht feucht sein oder so. Denn Feuchtigkeit ist sehr schlecht für die Trocknung. Es kann dann zu Fäulnis an den Salzteig-Formen kommen.

Der Trocknungsprozess dauert mehrere Tage bis hin zu zwei Wochen!

Möglichkeit Zwei:

Die zweite Möglichkeit ist die Trocknung im Backofen. Dadurch werden eure Salzteig-Anhänger schneller trocken und ihr könnt sie am selben Tag weiter gestalten und aufhängen. Wer sie kurz vor Ostern herstellen möchte, für den ist die zweite Möglichkeit sehr gut geeignet.

Der Backofen kurz auf 200°C vorheizen, so ca. 5 Minuten, danach sofort auf 50°C herunter drehen. Kurz warten und dann für eine halbe Stunde die Salzteig-Anhänger in den Backofen schieben. Das ist der erster Trocknungsvorgang im Backofen. Nach einer halben Stunde wird der Backofen auf 150°C gedreht. Die Salzteig-Anhänger werden für 1-2 Stunden weiter getrocknet. Zwischendrin immer mal wieder kontrollieren, wie weit sie schon getrocknet sind. Die Trocknungszeit variiert, da jeder Backofen eine andere Ausstattung hat. Aus eigner Erfahrung ist die Umluft am geeignetsten. Bei Ober-und Unterhitze würde ich nach einer halben Stunde die Salzteig-Anhänger umdrehen. So das beide Seiten je von oben als auch von unten die Wärme bekommen.

Ich finde die Trocknungsmethode mit dem Backofen am effektivsten, weil alles gleichmäßig und zeitgleich trocken wird. Zweitens kann nach dem Auskühlen, die Anhänger sofort bemalt werden, sowie an den Osterstrauch gehängt werden.

Aber egal welche Trocknungsmethode ihr anwendet, das Endergebnis und Spaß zählen dabei.

Die farbliche Gestaltung der österlichen Salzteig-Anhänger!

Die farbliche Gestaltung der österlichen Salzteig-Anhänger erfolgt nach dem persönlichen Geschmack. Wer es eher schlicht mag, der lässt seine Anhänger in seinem natürlichen Ton.

Farbliche Akzente geben dem gesamten Salzteig-Anhänger eine persönliche Note, welches mein klarer Favorit ist. Bunt und Ostern das passt immer ! Es gibt verschiedene Möglichkeiten, wie ihr eure Salzteig-Anhänger anmalen könnt. Sie können mit Acrylfarben oder ganz einfach mit Filzstiften angemalt werden.

Das Colorieren mit Filzstiften finde ich für Kindern am Besten. Sie können sofort beginnen mit dem ausmalen und die Farbwirkung ist sehr vielfältig. Farben können somit leicht gemischt werden und die Schmiererei ist nicht ganz so groß.

Für einen intensiven Farbton eignen sich die Acrylfarben.

Nun sind eure österlichen Salzteig-Anhänger fertig und können an euren Osterstrauch gehängt werden.

Mit Kindern zu basteln macht immer Spaß und bring riesige Freude. Ich freue mich immer riesig mit wie viel Eifer und freude mein sohn bei der Sache ist. Nach der Entstehung unserer österlichen Salzteig-Anhänger hat er das Endergebnis sofort seinem Papa gezeigt! Er war so stolz auf seine österlichen Salzteig-Anhänger.

An die Zutaten und los geht es! Viel Spaß beim Kreativ werden !

Eure Sandra

Gehölzkunde: Lavendelheide (Pieris japonica)

Die Lavendelheide (Pieris japonica) ist ein attraktives Gehölz, welches ab Ende März uns seine Blütenrispen zeigt. Sie wächst auf meiner Terrasse schon jahrelang und ich habe sie von der Vorbesitzerin übernommen. In dieser Größe und ihrer Schönheit hab ich die Lavendelheide noch nie gesehen. Von Beginn an, war ich fasziniert und sie gibt der Terrasse das gewisse etwas.

Die Lavendelheide (Pieris japonica) wird auch Schattenglöckchen genannt, welches vermutlich Bezug auf ihren Standort ist. Wer einen schönen, attraktiven Rhododendron-Begleiter sucht, liegt bei der Lavendelheide vollkommen richtig. Beiden blühenden Gehölze stellen die gleichen Ansprüche an Standort und Boden und die Blüten bilden ein optisches Highlight in jeder Schattenecke! Aber nicht nur im Beet fühlt sich die Lavendelheide (Pieris japonica) wohl, sie eignet sich auch zur Kultivierung in einem Kübel!

Ihre Pflanzenfamilie sind die Heidekrautgewächse (Ericaceae).

Wuchs:

Die Lavendelheide (Pieris japonica) zählt zu den Laubgehölzen und ist ein attraktiver Kleinstrauch. Er kann eine Größe von 100-300cm erreichen. Das hängt von der jeweiligen Sorte der Lavendelheide ab. Unsere Lavendelheide (Pieris japonica) hat ungefähr eine Größe von 1,70m. Das Wachstum ist aufrecht locker und die Äste sind alle verzweigt. Optisch sieht es sehr ordentlich aus, aber sobald es windig wird, wirkt es wild. Das mag ich gerne. Die Lavendelheide (Pieris japonica) ist ein langsam wachsendes Gehölz und dadurch ist eine Kultivierung im Kübel gut möglich. Eine Besonderheit fällt bei der Rinde der einzelnen Triebe auf. Die Rinde der älteren Zweige und Äste haben einen rötlichen Ton, während die jungen Triebe einen grün Ton zeigen. Mir selber ist es noch nicht aufgefallen.

Blätter und Blüten:

Die Blätter der Lavendelheide (Pieris japonica) sind immergrün. Das sie immergrün ist, steigert die Attraktivität der Lavendelheide (Pieris japonica) . Ich finde es im Winter immer schön, dass die grünen Laubblätter in der Sonne glitzern. Ihre Anordnung an den Zweige und Ästen ist wechselständig und das kann man nach der Blüte gut erkennen. Die Laubblätter sind sind lanzzettlich geformt und am Ende der Triebe sind sie quirlartig angeordnet.

Erst die Blüten machen die Lavendelheide (Pieris japonica) zu einem zauberhaften Kleinstrauch. Die maiglöckchenartigen Blüten sind cremweiß oder rosa. Das ist sortenabhängig, welche Blütenfarbe die Lavendelheide hat. Ab März fängt die 12cm lange, locker überhängende Rispe an zu blühen. Die Blühzeit dauert über mehrere Wochen. Welches ein weiterer Vorteil sich eine Lavendelheide (Pieris japonica) ins Beet oder in den Kübel zu pflanzen.

Standortansprüche:

Am Liebsten mag die Lavendelheide (Pieris japonica) einen halbschattigen und geschützten Platz. Ein Standort unter hohen Bäumen findet sie besonders ideal. Dort kann sie geschützt wachsen und ist im Halbschatten. Niedrige Sorten der Lavendelheide (Pieris japonica) können wie bereit erwähnt im Kübel kultiviert werden. Hier auch den halbschattigen Standort beachten! Sonnige Standorte im Winter und trockne Sommer mag die Lavendelheide (Pieris japonica) überhaupt nicht. Es kann zu Schädigung der Blätter kommen!

Der Boden sollte locker und humusreich sein. Dabei drauf achten, dass er Kalkfrei ist. Denn die Lavendelheide (Pieris japonica) mag kein Kalk! Der pH-Wert des Bodens sollte um die 5 liegen, sauer. Wer es genau wissen möchte, kann einen pH-Wert-Test aus dem Gartencenter machen.

Bei der Pflanzung im Kübel wird empfohlen, Rhododendron-Erde zu verwenden. Die hat einen pH-Wert um 5, sauer und hat alle Voraussetzungen für ein erfolgreiches Wachstum der Lavendelheidel (Pieris japonica).

Pflanzung:

Die Lavendelheide (Pieris japonica) wird ausschließlich im Frühjahr (ab März) gepflanzt. Natürlich kann sie auch im Herbst gepflanzt werden, aber achtet hier auf die Temperaturen wegen Nachtfrösten! Bei dichten Böden unbedingt vor der Pflanzung den Boden lockern und mit Rhododendronerde verbessern oder falls es nötig ist, austauschen. Nach der Pflanzung werden im Wurzelbereich Hornspäne verteilt . Damit der Boden nicht austrocknet alles mit Rindenmulch abdecken, so bleibt der Boden feucht.

Pflege:

Dieser wunderschöne Kleinstrauch ist sehr pflegeleicht. Daher eignet er sich hervorragend für Gartenneulinge. Ich wässere ihn gleichmäßig bei anhaltender Trockenheit und das war es auch schon an Pflege. Nach der Blüte erst entferne ich vertrocknete Äste. Aber ein großer Rückschnitt ist bei der Lavendelheide (Pieris japonica) nicht nötig.

So ein toller Kleinstrauch! Ich kann ihn euch von Herzen empfehlen, ihn im Garten oder in einem Kübel zu pflanzen. Ihr habt das ganze Jahr ein attraktives Gehölz. Im Frühjahr sind die maiglöckchenartigen Blüten das Highlight und den Rest des Jahres seine immergrünen Laubblätter!

Eure Sandra