Unsere Garten-Experiment 2022: Das Milpa-Beet!

Als ich das erste Mal von der Anbaumethode Milpa-Beet gelesen habe, war ich sofort davon begeistert. Mein gärtnerisches Interesse war geweckt und ich wollte es gerne ausprobieren. Nach einigen Recherchen hab ich es meiner Familie erzählt und wusste sofort, welche Fläche sich dafür eignet. Mein Papa war zu Beginn sehr skeptisch, aber schon bald war er es, der die westlichen Arbeitsschritte ausgeführt hat. Das Milpa-Beet war unser diesjähriges Garten-Experiment!

Das Prinzip des Milpa-Beets!

Das Milpa-Beet ist eine Mischkultur aus drei Gemüsearten: Mais, Bohnen und Kürbis, die ein gegenseitiges Nutzen voneinander haben. Es ist auch unter dem Namen „Drei Schwestern “ bekannt. So kann man auf kleinste Flächen möglichst viel Ernten. Daher eignet sich diese Anbaumethode optimal für Hochbeete oder Rahmenbeete.

Die drei Gemüsearten wachsen in einer Symbiose, wobei jede Einzelne eine speziell Aufgabe übernimmt.

  1. Mais: wächst bis zu 2 Meter hoch und dient als Rankhilfe
  2. Stangenbohne: Sie Ranken am Mais empor und halten sich an ihm fest. An ihren Wurzeln wachsen sogenannte Knöllchenbaktieren, diese binden Stickstoff und dieser wird als Nahrung für Kürbis und Mais genutzt.
  3. Kürbis: Er wächst bodennah und hilft den Boden nicht austrocknen zu lassen und das Unkraut wird unterdrücken.

Die Planung unseres Milpa-Beets!

Nachdem wir entschieden haben, dass Garten-Experiment Milpa-Beet zu starten, folgte meine Planung. Der erste Aspekt war, welche Fläche wäre optimal für den Anbau eines solchen Beetes. Die optimal Anbaufläche für das Milpa-Beet war das eine Rahmenbeet. Es steht sonnig und verfügt über den ausreichenden Platz.

In der nächsten Planungsphase informierte ich mich über das Saatgut, sowie die Zeitpunkte, wann welches Saatgut/ Jungpflanze in die Erde kommt. Nach dieser Planungsphase ging es endlich los! Die Planung fand Mitte April statt, kurz bevor der Mais schon ausgesät werden musste.

Start des Garten-Experiment 2022: Das Milpa-Beet!

Das Rahmenbeet wurde bereits im letzten Herbst mit Laub und frischer Erde aufgefüllt. So ist eine ordentliche Grundvoraussetzungen für ein gutes Wachstum entstanden. Im Frühjahr wurde das ausgewählte Rahmenbeet mit guter Hochbeet-Erde nochmals gefüllt. Nun ging es los!

Als Erstes hat mein Papa den Mais am Rande des Rahmenbeetes ausgesät und mit einer Entscheidung Makierung gekennzeichnet. Zum Schutz vor Vögel hat er es abgedeckt. Die Keimung des Mais hat etwa 8- 10 Tage gedauert. Da nicht das gesamte Maissaatgut gekeimt hat, haben wir nochmals welches ausgesät. Nachdem die ersten Mais -Pflänzchen sichtbar waren, haben wir uns alle sehr gefreut. So kann es gerne weiter gehen.

Im nächste Arbeitsschritt stand die Aussaat der Stangenbohnen an. Ich wollte sie direkt an die Maispflanzen setzen. Damit sie sich direkt am Mais hoch wachsen können. Das Saatgut der Stangenbohne habe ich so nah wie Möglich am Mais gesetzt. Leider hat dieser direkte Kontakt nicht richtig funktioniert. Daher hat mein Papa zusätzlich als Rankhilfe Stäbe daneben gesteckt. Von diesem Stab aus hat sich die Stangenbohne mit unserer Unterstützung um den Mais gelegt und ist dort weiter in die Höhe gewachsen.

Eigentlich sollte es keine großen Probleme bereiten, am Boden des Rahmenbeetes den Kürbis zu pflanzen beziehungsweise wachsen zu lassen. Leider sind alle unsere Versuche gescheitert, dass der Kürbis gut entwickelt. Unser Problem lag darin, dass die Nacktschnecken die Kürbis-Jungpflanzen sehr mochte. Daher gab es in unserem Milpa-Beet kein Kürbis, was mich persönlich ein wenig traurig macht!

Ich hätte gerne das gesamte Bild des Milpa-Beets gesehen. Das Zusammenspiel zwischen drei Gemüsearten!

Unser Ergebnis des Garten-Experiment 2022:Das Milpa-Beet!

Unser persönliches Fazit zu der Anbaumethode Milpa-Beet ist durchweg positiv. Zwar hat es noch nicht mit alles drei Gemüsearten geklappt, aber wir sind für den ersten Versuch zufrieden. Mein Papa war total begeistert und es hat ihm vermutlich auch sehr viel Spaß gemacht, so wie mir. Im nächsten Gartenjahr 2023 wird es wieder in unserem Schrebergarten zu sehen sein. Denn selbstgeernteter Mais schmeckt so gut!

Eure Sandra

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